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Veröffentlicht am 09.12.2025

Spannend, überraschend und emotional

Glorious Rivals – Ein Inheritance-Games-Roman
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Eine Familie –
Unzählige Geheimnisse –
Ein Spiel um Millionen

Inhalt:
Das „Grandest Game“ geht in die entscheidende Phase: Die restlichen Spieler auf Hawthorne Island stehen unter enormem Druck, denn ...

Eine Familie –
Unzählige Geheimnisse –
Ein Spiel um Millionen

Inhalt:
Das „Grandest Game“ geht in die entscheidende Phase: Die restlichen Spieler auf Hawthorne Island stehen unter enormem Druck, denn nicht nur Millionen, sondern auch ihre eigenen Geheimnisse und Beziehungen stehen auf dem Spiel. Die Konkurrenz wird härter, die Rätsel komplexer und im Hintergrund ziehen unbekannte Mächte ihre Strippen. Vertrauen ist riskant, jede Entscheidung kann alles verändern.

Meinung:
Schon mit den ersten Seiten war ich wieder mitten in der Welt der Hawthornes – vertraut und gleichzeitig voller neuer Spannungsmomente. Besonders gefallen hat mir, wie der zweite Band noch stärker auf mehrere Perspektiven setzt: Lyra, Grayson, Rohan und Ginny geben dem Geschehen unterschiedliche emotionale Tiefen und motivische Facetten. Gerade Lyra und Grayson – zwischen Anziehung, Loyalität und persönlichen Dämonen – haben mich sehr mitgenommen. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Mischung aus psychologischem Spiel, Romantik und emotionalen Abgründen. Gleichzeitig habe ich aber auch gespürt, dass der Fokus etwas weg von den eigentlichen Rätseln geht, was ich einerseits spannend fand (weil es mehr um Charakterentwicklung geht), andererseits aber das typische Miträtseln erschwert. Einige Wendungen fühlten sich dadurch weniger logisch nachvollziehbar an. Das hat mich an ein, zwei Stellen aus dem Lesefluss gerissen. Trotzdem erzeugen die Atmosphäre, die unterschwellige Bedrohung durch externe Kräfte und das Gefühl, dass niemandem zu trauen ist, einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Die Dynamik zwischen den Figuren wirkt reifer, komplexer, manchmal auch tragischer. Und obwohl ich mir bei manchen Nebencharakteren mehr Tiefe gewünscht hätte, war ich am Ende wieder voll investiert – auch emotional.

Fazit:
„Glorious Rivals – Liebe ist ein gefährliches Spiel“ von Jennifer Lynn Barnes bleibt spannend, überraschend und emotional, auch wenn es sich stärker auf Beziehungen als auf Rätsel konzentriert. Die neue Generation an Charakteren überzeugt durch ihre Vielschichtigkeit und der Cliffhanger sorgt für große Vorfreude auf Band 3. Kleine Logiklücken und ein geringerer Rätselanteil trüben das Gesamtbild leicht, aber nicht gravierend. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 09.12.2025

Eine gelungene Enemies-to-Lovers-Romance mit medizinischem Setting

Love Sick
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Inhalt:
Grace startet ihre Assistenzarztzeit in der Gynäkologie mit einem schweren Makel, denn noch bevor sie richtig Fuß fassen kann, kursieren hartnäckige Gerüchte über sie. Ihr ohnehin angeknackstes ...

Inhalt:
Grace startet ihre Assistenzarztzeit in der Gynäkologie mit einem schweren Makel, denn noch bevor sie richtig Fuß fassen kann, kursieren hartnäckige Gerüchte über sie. Ihr ohnehin angeknackstes Vertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen wird dadurch auf eine weitere Probe gestellt. Ausgerechnet Julian, ihr charismatischer Kollege, scheint anfangs das Gerede zu glauben. Doch zwischen Konkurrenzdruck, Klinikstress und dem täglichen Ausnahmezustand auf Station, erkennen Grace und Julian, dass sie vielleicht mehr füreinander sein können als nur Feinde mit Vorurteilen – wenn sie es zulassen.

Meinung:
Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt ziemlich schwer. Zu viele Informationen prasselten zu schnell auf mich ein, und das Krankenhaus-Setting war mir stellenweise etwas zu viel des Guten, insbesondere, wenn man selbst wenig medizinischen Hintergrund hat oder nicht zu den „Hardcore-Grey’s Anatomy-Fans“ gehört. Aber ich bin froh, dass ich dran geblieben bin. Denn nachdem sich der anfängliche Nebel etwas gelichtet hatte, entwickelte sich eine Geschichte, die mit Tiefe, realistischen Figuren und einem starken emotionalen Unterbau punkten konnte. Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Vielschichtigkeit von Grace. Sie ist keine klassische Romance-Heldin, sondern trägt spürbare Altlasten mit sich herum. Ihr Trauma, ihre sozialen Unsicherheiten und die ständige Selbstinfragestellung machen sie greifbar, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass sie sich selbst ein bisschen mehr Luft zum Atmen gibt. Julian dagegen ist ein absoluter Lichtblick, wenn auch anfangs ein wenig anstrengend mit seiner forcierten Coolness. Im Verlauf zeigt er aber echte Tiefe und vor allem Verständnis. Die Dynamik zwischen Grace und Julian hat mich tatsächlich überzeugt: Es knistert, es kracht, und gleichzeitig bleibt immer ein Grundton von Respekt und gegenseitigem Lernen spürbar. Die Beziehung zwischen Grace und Julian entwickelt sich glaubwürdig und in einem angenehmen Tempo, keine überstürzte Liebe auf den ersten Blick, sondern ein langsames, nachvollziehbares Annähern. Auch wenn die Kommunikation zwischen ihnen nicht immer reibungslos verläuft – und gerade das gelegentliche Schweigen manchmal für unnötige Spannungen sorgt – wirkte ihr Umgang miteinander durchweg authentisch und lebensnah. Was das letzte Drittel angeht, war ich hin- und hergerissen. Einerseits mochte ich, dass Grace‘ innere Kämpfe ernst genommen und nicht einfach beiseite gewischt wurden. Andererseits kam die Wendung zum Happy End für meinen Geschmack zu schnell und zu glatt – fast so, als hätte man es sich ein bisschen zu einfach gemacht, um die Geschichte rund abzuschließen. Schade, denn zuvor hatte das Buch bewiesen, dass es durchaus Raum für Komplexität lässt. Auch einige Nebenfiguren blieben im Hintergrund, obwohl gerade sie das Potenzial gehabt hätten, die Geschichte noch facettenreicher zu machen. Ein großer Pluspunkt ist jedoch das medizinische Setting, das, auch wenn für mich persönlich manchmal zu präsent, absolut authentisch wirkt. Die Autorin weiß, wovon sie spricht, und dieser Insiderblick verleiht der Geschichte eine ganz eigene Intensität. Für Lesende, die sich für Klinikalltag interessieren, ist das sicher ein Highlight.

Fazit:
„Love Sick“ von Deidra Duncan ist eine gelungene Enemies-to-Lovers-Romance mit medizinischem Setting, spannender Charakterentwicklung und einer Prise bittersüßer Realität. Grace und Julian überzeugen durch eine authentische Beziehung, auch wenn manche dramatische Wendung etwas abrupter ausfällt. Der Start ist holprig und das Krankenhausambiente sehr präsent – aber wer durchhält, wird mit einer mitreißenden, ehrlichen Liebesgeschichte belohnt. Ich vergebe 4 von 5 Sternchen,

Lieblingszitate:
„Ewige Liebe ist das, was ich will. Und wenn du das auch willst, weißt du, wo du mich findest.“ (S. 394)
und
„Bevor ich dich kennengelernt habe, war alles nur … still. Dann bist du vorbeigekommen, und plötzlich war da Musik. Wie … ein Liebeslied. Ein Lied, das man immer wieder hören will. Es läuft in Endlosschleife in meinem Kopf, synchron zu deinem Herzschlag.“ (S. 404 f.)
und
„Ja. Ich weiß nicht, wie oft ich dir das noch sagen soll. Du bist mein Zuhause. Mehr brauche ich nicht. Wo du bist, will auch ich sein.“ (S. 407)
und
„Wenn mich jetzt jemand fragen würde, was Glück ist, könnte ich mit absoluter Sicherheit antworten: Glück ist, wenn der Mann meiner Träume mir sagt, dass ich alles bin, was er braucht.“ (S. 407)

Veröffentlicht am 09.12.2025

Eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte über Liebe, Verlust, Zusammenhalt und die Kraft, für seine Träume zu kämpfen

Love in Winter Wonderland
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Inhalt:
Ariel Spencer ist eine kreative und leidenschaftliche junge Frau, die davon träumt, an der Kunsthochschule zu studieren. Da sie sich die hohen Studiengebühren nicht leisten kann, sucht sie dringend ...

Inhalt:
Ariel Spencer ist eine kreative und leidenschaftliche junge Frau, die davon träumt, an der Kunsthochschule zu studieren. Da sie sich die hohen Studiengebühren nicht leisten kann, sucht sie dringend einen Nebenjob. Schließlich findet sie eine Stelle im „Wonderland“, einer kleinen, unabhängigen Buchhandlung im Herzen Londons. Dort trifft sie auf Trey Anderson, den beliebten und gut aussehenden Sohn der Ladenbesitzerin. Er wirkt auf den ersten Blick kühl und abweisend, was Ariel zunächst verunsichert. Doch schon bald erfährt sie den Grund für sein Verhalten: Die Buchhandlung steht kurz vor der Schließung, da die Familie Anderson in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Ariel und Trey beschließen, gemeinsam für den Erhalt des Wonderland zu kämpfen. Dabei entwickeln sie nicht nur kreative Ideen zur Rettung des Geschäfts, sondern kommen sich auch persönlich näher. Allerdings ist Trey mit Blair Bailey zusammen, dem beliebtesten Mädchen der Schule, was für zusätzliche Spannungen sorgt. Trotz aller Herausforderungen wächst zwischen Ariel und Trey eine zarte Verbindung, die sich langsam zu mehr entwickelt, während um sie herum die festliche Stimmung Londons zur Weihnachtszeit immer greifbarer wird.

Meinung:
Dieses Jugendbuch ist eines dieser Bücher, das man an einem verregneten Nachmittag aufschlägt und dann nicht mehr zur Seite legen will. Abiola Bello schafft es mit Leichtigkeit, eine wunderbar gemütliche, herzerwärmende Atmosphäre aufzubauen, ohne in Kitsch zu versinken. Die Geschichte rund um Ariel und Trey liest sich wie eine moderne Weihnachtsromanze, eingebettet in den Zauber einer unabhängigen Buchhandlung, gewürzt mit jugendlicher Unsicherheit, ehrlichem Schmerz und leiser Hoffnung. Ariel war für mich sofort eine Figur, mit der ich mitfühlen konnte. Ihre Kreativität, ihre Unsicherheit und gleichzeitig ihre Entschlossenheit, für ihre Träume zu kämpfen, machen sie zu einer glaubwürdigen Heldin. Besonders stark war die emotionale Tiefe, die durch den Verlust ihres Vaters ins Spiel kommt. Diese Trauer wird nicht pathetisch dargestellt, sondern feinfühlig und nachvollziehbar. Gerade wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wird sich in manchen Szenen verstanden fühlen – ein wertvoller Aspekt, der das Buch deutlich von anderen RomComs abhebt. Trey ist am Anfang ein wenig schwerer zu greifen. Seine Stimmungsschwankungen und seine anfängliche Ablehnung gegenüber Ariel wirken fast klischeehaft, doch nach und nach wird klar, dass auch er mit familiären und persönlichen Herausforderungen kämpft. Die Dynamik zwischen ihm und Ariel entwickelt sich glaubhaft: Sie streiten, sie arbeiten zusammen, sie lernen sich kennen und man spürt die Chemie. Dass Trey jedoch in einer Beziehung steckt, die offensichtlich nicht funktioniert, sorgt für ein paar moralisch zwiespältige Momente. Die Autorin entschärft das durch die Darstellung der toxischen Beziehung mit Blair, dennoch hätte ich mir hier etwas mehr Raum zur Reflexion gewünscht. Besonders gelungen fand ich das Setting: Die Buchhandlung als Herzstück der Geschichte ist einfach zauberhaft beschrieben. Zwischen alten Regalen, Weihnachtsdeko und engagierten Menschen, die gemeinsam etwas bewegen wollen, entsteht ein echtes Gemeinschaftsgefühl. Auch Themen wie Diversität, Bodyshaming, familiärer Druck und die Rolle von Social Media finden ihren Platz – manchmal vielleicht etwas zu forciert, aber immer mit guter Intention.

Fazit:
„Love in Winter Wonderland“ von Abiola Bello ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte über Liebe, Verlust, Zusammenhalt und die Kraft, für seine Träume zu kämpfen. Ariel und Trey sind liebenswerte, realistische Protagonisten in einem Setting, das zum Träumen einlädt – besonders zur Winterzeit. Auch wenn die Liebesgeschichte nicht ganz in die Tiefe geht, wie man es sich vielleicht wünscht, punktet das Buch mit Wärme, Atmosphäre und Herz. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 09.12.2025

In der Hitze des Spiels wird jede Entscheidung zur Herzensangelegenheit

Keep Me Close
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Inhalt:
Pepper Hunt hat endlich ihren Traumjob ergattert: Sie wird Social-Media-Managerin beim aufstrebenden Premier-League-Team der Richmond Deers. Alles läuft perfekt, bis Ridge Burton, der neue Torhüter ...

Inhalt:
Pepper Hunt hat endlich ihren Traumjob ergattert: Sie wird Social-Media-Managerin beim aufstrebenden Premier-League-Team der Richmond Deers. Alles läuft perfekt, bis Ridge Burton, der neue Torhüter der Mannschaft und Peppers erste große Liebe, plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht. Vor Jahren hatte Ridge sich für seine Fußballkarriere entschieden und Pepper mit gebrochenem Herzen zurückgelassen. Nun treffen sie im Trainingslager erneut aufeinander, und alte Gefühle flammen auf. Während Pepper versucht, professionell zu bleiben und ihre Karriere nicht zu gefährden, kämpft Ridge um eine zweite Chance…

Meinung:
Als Fußballfan durch und durch hat mich dieses Buch sofort angesprochen – allein schon, weil Maike Voß spürbar versteht, was dieses Spiel für so viele Menschen bedeutet. Der Satz aus ihrem Vorwort („Deshalb ist es nie nur Fußball“) hat mich direkt abgeholt, weil ich mich darin absolut wiederfinde. Fußball ist mehr als ein Sport – er ist Leidenschaft, Identität, manchmal auch Trost. Diese Stimmung transportiert das Buch wunderbar. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, modern und hat genau das richtige Maß an Emotion, um einen von Anfang an mitzunehmen. Besonders gut gefiel mir, wie authentisch die Teamdynamik und der Alltag im Profifußball beschrieben werden. Man merkt, dass hier jemand mit echter Begeisterung und Verständnis für den Sport schreibt. Die Liebesgeschichte zwischen Pepper und Ridge ist süß, vertraut und von einer gewissen Reife geprägt. Ich mochte die Art, wie die beiden miteinander umgehen – vorsichtig, aber mit viel unausgesprochener Sehnsucht. Trotzdem fehlte mir an manchen Stellen ein wenig das Knistern, das bei einer Second-Chance-Romance normalerweise für Spannung sorgt. Einige Konflikte lösen sich zu schnell, und auch manche Szenen wirkten etwas vorhersehbar. Die spicy Passagen empfand ich persönlich als überflüssig. Sie nahmen mir eher Tempo und Emotionalität, statt sie zu verstärken. Was mich hingegen wirklich gestört hat, war der Umgang mit dem Thema Cybermobbing. Ich finde es großartig, dass es überhaupt aufgegriffen wurde – gerade weil es im Zusammenhang mit Social Media und öffentlicher Wahrnehmung im Sport so relevant ist. Aber die Art, wie das Problem gelöst wurde, fühlte sich zu einfach, fast schon oberflächlich an. Das Thema hätte so viel mehr Tiefe verdient, gerade weil es eine echte Chance für emotionale Wucht und Reflexion geboten hätte. So blieb es für mich ein Ansatz mit Potenzial, der aber zu schnell verpuffte. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich sehr viel Freude beim Lesen. Das Buch ist leicht, unterhaltsam und schafft es, sowohl romantische als auch sportliche Elemente glaubwürdig zu verbinden. Es ist kein Roman, der emotional alles aufbricht, aber einer, der mit Herz, Leidenschaft und einem klaren Gespür für Atmosphäre überzeugt.

Fazit:
„Keep Me Close“ von Maike Voß ist ein gefühlvoller Auftakt der „Richmond Deers“-Reihe, der mit sympathischen Figuren, einem realistischen Fußball-Setting und einem tollen Schreibstil begeistert. Auch wenn manche Konflikte zu glatt gelöst sind und das ernste Thema Cybermobbing etwas zu kurz kommt, ist es eine herzerwärmende Second-Chance-Romance, die sich wunderbar weglesen lässt. Ein Wohlfühlroman mit Stadionflair und jeder Menge Herzblut. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 09.12.2025

Gegensätze ziehen sich an… und können sich ergänzen!

Scoring for Love
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Inhalt:
Shawn Wilson, Profi-Footballer und Adrenalinjunkie, kämpft noch immer mit den Nachwirkungen einer Tragödie, die sein Leben aus der Bahn geworfen hat. Als eine Verletzung ihn zum Yoga zwingt, steht ...

Inhalt:
Shawn Wilson, Profi-Footballer und Adrenalinjunkie, kämpft noch immer mit den Nachwirkungen einer Tragödie, die sein Leben aus der Bahn geworfen hat. Als eine Verletzung ihn zum Yoga zwingt, steht er plötzlich wieder Sage gegenüber – der faszinierenden Frau, mit der er eine leidenschaftliche, ungeplante Nacht verbracht hat. Sage führt ein ruhiges, klar strukturiertes Leben und möchte eigentlich nichts mit Shawns chaotischer Welt zu tun haben. Doch während sie ihm helfen soll, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen, flammt ihre alte Anziehung stärker denn je auf…

Meinung:
Was mich an dieser Geschichte sofort eingenommen hat, ist der kraftvolle Kontrast zwischen Shawn und Sage. Shawn lebt, als würde jeder neue Adrenalinkick ihn ein Stück weiter von seinen inneren Dämonen entfernen. Er ist energiegeladen, manchmal kopflos, aber seine Verletzlichkeit schimmert immer wieder so deutlich durch, dass man ihn einfach nicht als bloßen „Risk-Taker“ abstempeln kann. Er ist ein Mensch, der versucht, Schmerz mit Geschwindigkeit zu überholen – und gerade deshalb berührt er. Sage dagegen strahlt eine Ruhe aus, die man in Romance-Büchern viel zu selten bekommt. Sie ist nicht naiv, nicht übervorsichtig, sondern schlicht jemand, der gelernt hat, Stabilität selbst zu schaffen, weil niemand sonst es für sie getan hat. Ich mochte ihre Balance aus Stärke und Selbstzweifel, aus Pflichtbewusstsein und dem vorsichtigen Mut, sich für Shawn zu öffnen. Ihre Dynamik hat für mich genau deshalb funktioniert, weil sie nicht auf Drama setzt, sondern auf ehrliche Entwicklung. Die hitzigen Dialoge, die humorvollen Spitzen und die vorsichtigen Annäherungen wirken lebendig und nachvollziehbar. Und da ich Tracy Wolff als Mensch unglaublich sympathisch finde – warmherzig, witzig, echt – spürt man für mich diesen Charakterzug auch eindeutig in der Art, wie sie ihre Figuren aufeinandertreffen lässt. Was ich allerdings sagen muss: Der Spice-Anteil ist wirklich nicht ohne. Für meinen Geschmack waren manche Szenen etwas zu explizit oder hätten auch reduziert gut funktioniert. Aber das ist eben typisch Tracy und man sollte wissen, dass man bei ihr immer eine gute Portion Hitze bekommt. Für Fans genau das Richtige, aber wer es etwas dezenter mag, wird hier definitiv merken, dass es stellenweise intensiver zur Sache geht, als es für die Handlung zwingend nötig wäre.

Fazit:
„Scoring for Love“ von Tracy Wolff ist eine prickelnde Opposites-Attract-Sports-Romance, die mit Charme, Emotion und einem gelungenen Mix aus Chaos und Ruhe überzeugt. Sage und Shawn haben mich als Duo absolut gepackt – mit ihren Wunden, ihrem Humor und ihrer Chemie. Auch wenn nicht jede Szene in die Tiefe geht, trägt die Geschichte viele liebevoll gesetzte Momente, die nachhallen. Für mich ist es eine leidenschaftliche, herzerwärmende Fortsetzung der San-Diego-Lightnings-Reihe. Deshalb vergebe ich liebend gerne 4 von 5 Sternchen.