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Veröffentlicht am 11.06.2017

Die Grafentochter und der Schokoladenmohr

Der Gaukler und die Tänzerin
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Magdalene war die uneheliche Tochter des Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Dessen Mätresse war ihre Mutter. An dem Tag, als sie davonlief, war etwas Schreckliches geschehen…. Sie war damals sechs Jahre ...

Magdalene war die uneheliche Tochter des Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Dessen Mätresse war ihre Mutter. An dem Tag, als sie davonlief, war etwas Schreckliches geschehen…. Sie war damals sechs Jahre alt...
Und mit ihr verschwand auch ihr Spielkamerad, der Schokoladenmohr Mathis…
Luise von Spiegel hatte es geschafft die Ehefrau des Landgrafen zu werden. Doch sie war nicht treu… Und sie hatte dem Landgrafen gegenüber behauptet, Magdalene sei von Zigeunern entführt worden. Seit dieser Zeit hatte der Landgraf alle Zigeuner für vogelfrei erklärt… Es gab Kopfprämien…
Magdalene war von Zigeunern gefunden und aufgenommen worden. Mit der Zeit vergaß sie ihre Herkunft. Doch da gab es noch die Zigeunerjäger. Und ausgerechnet von einem solchen war Mathis aufgenommen worden… Der Mann leitete eine Theatergruppe…
Doch ausgerechnet er sollte im Auftrag Magdalene finden und töten…
Und im Gegensatz dazu, wollte Mathis sie retten…
Dann gab es da noch den Laienbruder, einen Antoniter namens Adam Kirstein. Bei ihm fanden Mathis und Magdalene Hilfe…
Was war Schreckliches geschehen, das Magdalene gesehen hatte? Hätte man ihr geglaubt? Warum verschwand auch Mathis? Was ist eigentlich ein Schokoladenmohr? Wie hatte Luise von Spíegel es geschafft, die Ehefrau des Landgrafen zu werden? Wer war ihr Geliebter, da sie ja nicht treu war? Was hieß es für die Zigeuner vogelfrei zu sein? Hatte Magdalene den Zigeunern nicht erklärt, wer sie war? Haben die sie nicht gefragt? Warum war Mathis bei den Zigeunerjägern geblieben? Hatte er gehofft, auf seinen Wanderungen Magdalene einmal zu finden? Wer war der Mann, der die Gauklertruppe leitete? Waren alle freiwillig bei ihm? Wer hatte ihn beauftragt, Magdalene zu finden und zu töten? Wie wollte Mathis es schaffen, das Mädchen zu retten? Inwiefern fanden die beiden bei Adam Kirstein Hilfe? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut und schnell lesen. Ich musste mich bei keinen Wörtern oder gar Sätzen fragen, was die Autorin damit wohl gerade meint. Der Schreibstil war verständlich. Ich war schnell in der Geschichte drinnen. In die Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Die Spannung baute sich bereits am Anfang des Buches auf, als Magdalene das Schreckliche sah und davonlief. Da sie es Mathis gleich gesagt hatte war klar, dass auch er verschwinden musste. Auch wenn einem Schokoladenmohr wohl niemand geglaubt hätte. Im Grunde hatte Magdalene zuerst Glück, dass sie die Zigeuner so freundlich aufnahmen. Allerdings habe ich mich gewundert, dass diese nicht Nachforschungen zu ihrer Herkunft betrieben haben. Dass sie kein gewöhnliches Kind sein konnte, mussten sie eigentlich gesehen haben. Mathis tat mir leid, denn Lorenz hielt die Mitglieder seiner Gauklertruppe wie Gefangene. Nicht dass er sie eingeschlossen hätte, aber jeder der flüchten wollte, wurde unbarmherzig verfolgt und überlebte es oft nicht. Die Rolle des Antoniters Adam Kirstein hat mir sehr gut gefallen. Das Buch hat mich gefesselt und war so spannend, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Es hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Wer ist der Verräter?

Die Festung am Rhein
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Es war der 18. Juni 1815. Napoleon, der Kaiser der Franzosen war geschlagen. Doch schon einmal hatte er sich wie Phönix aus der Asche erhoben, dass musste man verhindern… Doch der Reiter kam nicht zu seinem ...

Es war der 18. Juni 1815. Napoleon, der Kaiser der Franzosen war geschlagen. Doch schon einmal hatte er sich wie Phönix aus der Asche erhoben, dass musste man verhindern… Doch der Reiter kam nicht zu seinem Ziel….
Franziska Berger sollte sich mit ihrem Bruder treffen. Er war am Bau der Festungsanlage Ehrenbreitstein als Pionier beschäftigt. Doch bevor er ihr irgendetwas Wichtiges sagen konnte, kamen die Soldaten und nahmen ihn mit…...
Christian Berger war zum Militärarresthaus gebracht worden und Franziska wusste nicht warum….
Aus den Büroräumen des Captains von Rülow waren geheime Dokumente verschwunden, den Bau der Festung betreffend. Und auch Premierleutnant Rudolph Harten war von Christians Schuld überzeugt….
Doch Franziska beschloss, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen…
Und dann geriet sogar Rudolphs Überzeugung ins Wanken…...
Außerdem gab es da noch den schottischen Maler und Rheintourist Alasdair Mc.Baird, den Franziska bei ihrer Freundin und Gastwirtin Therese Fassbender kennenlernte…. Und den auch Rudolph sehr gut kannte….
Was wollte der Soldat tun, um zu verhindern, dass man nochmal gegen Napoleon kämpfen müsste? Warum kam er nicht an sein Ziel? Was passierte mit ihm? Was wollte Christian Berger seiner Schwester mitteilen? Wieso konnte er in das Visier der Soldaten geraten? Wer hatte ihn denunziert? Hatte es etwas mit der Nationalität seines Vaters zu tun? Warum war Rudolph Hartung von seiner Schuld überzeugt, und wieso geriet diese Überzeugung dann doch noch ins Wanken? Wie wollte Franziska die Unschuld ihres Bruders beweisen? Was hat es mit diesem schottischen Maler auf sich? Woher kannte Rudolph Harten diesen? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr leicht und flüssig lesen. Es ist unkompliziert geschrieben, das heißt es tauchen keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen auf. In der Geschichte war ich schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten sehr gut hineinversetzen. Franziska tat mir furchtbar leid, als sie mit ansehen musste, wie ihr Bruder abgeführt wurde. Was konnte sie schon tun, als Frau, damals? Doch ihre Idee fand ich sehr gut. Es hat mir gefallen, wie sie sich für ihren Bruder eingesetzt hat. Das Buch war durch die anfängliche Verhaftung Christians gleich spannend und es blieb spannend bis zum Ende. Und obwohl das Buch dann zu Ende war, hat die Autorin noch einen draufgesetzt. Weiter sage ich nichts dazu. Denn es gab am Ende des Buches eine Überraschung, und die Frage von Verzeihung. Auf jeden Fall hat mich das Buch so sehr gefesselt, dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte: Ich habe es in einem Rutsch gelesen. Von mir eine klare Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 15.05.2019

Wer ist der Mörder?

Mehr als die Erinnerung
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Gut Mohlenberg, 1920. Dieses Gut war eine Einrichtung für psychisch kranke Menschen. Jedoch kümmerte man sich hier auch intensiv um sie. Es war allerdings auch keine geschlossene Anstalt. Einer dieser ...

Gut Mohlenberg, 1920. Dieses Gut war eine Einrichtung für psychisch kranke Menschen. Jedoch kümmerte man sich hier auch intensiv um sie. Es war allerdings auch keine geschlossene Anstalt. Einer dieser Menschen war der Ehemann von Friederike von Aalen. Er hatte im Krieg eine Hirnverletzung erlitten und braucht seither besondere Zuwendung. Seit der Verletzung steht er auf der Stufe eines Kindes.
Doch dann geschehen zwei Morde in dieser Gegend kurz hintereinander. Natürlich werden die ‚Geisteskranken‘ der Einrichtung verdächtigt. Doch Friederike ist sich sicher, dass es keiner ihrer Patienten war. Dann gibt es da einen neuen Mitarbeite namens Walter Pietsch. Er hat auch im Krieg schlimme Verbrennungen erlitten. Was weiß er? Außerdem auch noch den Arzt Dr. Weiß, der auch etwas weiß aber nichts darüber verlauten lässt. Friederike stellt Fragen und bringt sich und andere in große Gefahr.

Meine Meinung
Dies ist das erste Buch das ich von dieser Autorin lese und es hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Es ließ sich sehr leicht und angenehm lesen. Es gab keine unklaren Worte wodurch der Lesefluss gestört worden wäre. In der Geschichte war ich auch sehr schnell drinnen und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Friederike, die gerne wissen möchte, was damals im Krieg als Bernhard verletzt wurde wirklich geschehen ist. Die merkt wie es ihrem Mann besser geht, obwohl er sich nie ganz erholen wird. Was wird sie in der Anstalt in Langenhagen - die sie aus bestimmten Gründen besucht – vorfinden? Friederike ist schockiert von ihren Eindrücken. Dieses Buch ist sehr schön und berührend geschrieben. Es hat mich von ‚Anfang an gefesselt und mich in seinen Bann gezogen. Ich habe es mit Begeisterung gelesen und konnte es fast nicht aus der Hand legen. Über das Ende war ich ein wenig traurig, aber es war trotzdem schön. Und berührend. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 02.06.2022

Eine schöne Fortsetzung

Golden Hill Kisses
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Ajden braucht dringend eine Pause nachdem ihn seine Arbeit bis an den Rand der Erschöpfung gebracht hat und außerdem auch noch sein Herz gebrochen worden war. Er willigt sofort ein, auf die Golden Hill ...

Ajden braucht dringend eine Pause nachdem ihn seine Arbeit bis an den Rand der Erschöpfung gebracht hat und außerdem auch noch sein Herz gebrochen worden war. Er willigt sofort ein, auf die Golden Hill Ranch zu kommen, als Parker ihn darum bittet. Denn hier hat er Ruhe, Natur und Berge. Doch dort angekommen trifft er auf die Reporterin Arizona und erlebt gleich einen Schock, denn die beiden sind sich schon einmal begegnet, was er am liebsten vergessen würde.

Meine Meinung
Dieser zweite Band der Golden Hill Reihe dreht sich um Ajden und Arizona, die im Klappentext erwähnte Reporterin. Er ist wieder in einem unkomplizierten Schreibstil geschrieben, der meinen Lesefluss nicht störte, da er keine Unklarheiten im Text zuließ. Dass Ajden über Arizonas Anwesenheit erschrocken war, erklärt sich dadurch, dass sie auf gewisse Weise schuld daran war, dass er sich erholen musste. Denn sie hatte über etwas geschrieben, was Ajden am Herzen lag. Doch darüber kann ich nicht mehr schreiben ohne zu viel zu verraten. Doch auch Arizona hatte ihr Päckchen zu tragen, denn ihre Artikel hatte unangenehme Folgen gehabt, die sich noch nicht verarbeitet hatte. Aber sie hoffte, hier in Montana die nötige Ruhe zu finden indem sie über Golden Hill und die Pferdetherapie ein Featur zu scheiben. Wie das alles zustande kommt, und ob Arizona wirklich die nötige Ruhe und Ablenkung von ihren Problemen in Montana auf der Golden Hill Ranch finden wird, das erfährt der geneigte Leser beim Lesen dieses Buches. Es ist ein Liebesroman, der naturgemäß auch einige Sexszenen beinhaltet. Ich sage ganz ehrlich, dass ich diese etwas quergelesen habe, da ich Sexszenen nicht so sehr mag, überhaupt, wenn sie sich wiederholen. Aber ungeachtet dessen war dieses Buch von Anfang an spannend. Es hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Auch war ich gespannt auf Arizonas Probleme, die erst gegen Ende des Buches aufgeklärt wurden. Daher empfehle ich es gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen bwz. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 08.05.2022

Etwas enttäuschend

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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Kommissar Kluftinger ermittelt in der Pforzener Tongrube. Die Knochen des Menschenaffen „Udo“ sorgen dort für eine Sensation. Doch dann wird der Entdecker tot aufgefunden. Kluftinger hat den Verdacht, ...

Kommissar Kluftinger ermittelt in der Pforzener Tongrube. Die Knochen des Menschenaffen „Udo“ sorgen dort für eine Sensation. Doch dann wird der Entdecker tot aufgefunden. Kluftinger hat den Verdacht, dass ein streit unter den Wissenschaftlern ein Auslöser für den Tod des Professors war. Oder war es doch eine ehemalige Geliebte, die sich rächen wollte? Und was ist mir der Sekte, und ihren Naturseminaren? Immer mehr Geheimnisse! Dabei ist das Familienlebendes Kommissars auch noch streng. Da ist Erika mit der Organisation eines Flohmarktes für einen guten Zweck und da Kluftinger nichts „opfern“ will, muss er für Ausgleich sorgen. Außerdem entdeckt Kluftinger Facebook für sich mit ungeahnten Folgen. Und die jungen Eltern Yumiko und Markus beschäftigen ein Kindermädchen, das Kluftinger gar nicht gefällt…

Meine Meinung
Auch dieser Band der Kluftinger-Reihe des Autoren-Duos ließ sich, dank des unkomplizierten Schreibstils, der keine Unklarheiten im Text zuließ, leicht und flüssig lesen. Daher störte nichts meinen Lesefluss. Allerdings hat mich das Buch doch etwas enttäuscht. Ja, Kluftinger ist manchmal etwa