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Veröffentlicht am 24.01.2017

Nicht für jedermann geeignet

Berlin, Punk, PVC
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Inhaltsangabe
Westberlin, 1977. Kein Drummer in Sicht, der Probenraum steht unter Wasser – doch PVC wollen nur eins: auf die Bühne! Und plötzlich gibt es Punk aus Deutschland. Ihre Songs »Wall City Rock« ...

Inhaltsangabe
Westberlin, 1977. Kein Drummer in Sicht, der Probenraum steht unter Wasser – doch PVC wollen nur eins: auf die Bühne! Und plötzlich gibt es Punk aus Deutschland. Ihre Songs »Wall City Rock« und »Berlin By Night« prägen die gesamte Szene. Der Absturz folgt prompt, aber Gerrit Meijer bleibt: unangepasst, musikalisch getrieben, mit dem Finger auf der Wunde des Mainstream. Seine Erinnerungen entführen in die wilde Zeit einer rebellie-renden Generation … Er erzählt von den ersten Gigs mit Iggy Pop, dem On and Off der Punkszene, der Liaison mit Bela B Ende der 80er, dem Aids-Tod von Gründungsmitglied Knut Schaller. Meijer geht es um Haltung, Kreativität und ein einzigartiges Lebensgefühl, das in jeder Zeile mitschwingt.

Berlin. Punk. PVC - Die unzensierte Geschichte ist die Biografie von Gerrit Meijer.
Für mich sind Biografien immer sehr interessante Einblicke in berühmte oder weniger be-rühmte Leben, die ich sehr gerne lese. Deshalb freute ich mich schon auf eine sehr interes-sante Lesezeit, die leider in diesem Fall nicht eintrat. Das Buch selbst beginnt mit einem Vorwort des Ärzte Musikers Bela B., der die Punkszene sehr liebt. Die ersten Kapitel über Gerrits Kinder- und Jugendzeit fand ich noch recht spannend, aber was danach kam, ent-puppte sich als sehr langatmig und dadurch verlor ich die Lust am Lesen. Ich quälte mich nicht nur durch die Seiten, sondern auch das musikalische Bandleben des Musikers Gerrit Meijer. Nicht nur, dass er bei PVC, die erste Punkband Deutschlands spielt, er spielte auch u.a. bei White Russia und Trio Rose. Sein musikalischer Werdegang war recht bewegend und wurde auch von einigen prominenter Persönlichkeiten begleitet, aber dennoch konnte mich sein Erzählstil zu keinem Zeitpunkt nicht abholen. Vielleicht lag es einfach auch daran, dass ich mich nicht so recht in dieser Punkszene auskenne, wie es hier gebracht wäre. Dennoch habe ich dieses Buch beendet und bin auf der einen oder Art um eine Leseerfahrung reicher geworden.


Ich kann dieses Buch wirklich nur den Musikfans ans Herz legen, die dieser Szene gekannt, geliebt oder miterlebt haben. Nur für Musikfans wie mir ist es leider nicht gewesen. Scha-de….

Veröffentlicht am 23.01.2017

Leider nix Neues

Für Happy Ends gibt`s kein Rezept
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Klappentext:
„Alle schwärmen vom Seduction, dem Restaurant, das Addie gemeinsam mit ihren Freundin-nen führt. Als Tüpfelchen auf dem i fehlt nur noch Live-Musik. Doch kaum dass ein Typ mit Gitarre hereinschneit ...

Klappentext:
„Alle schwärmen vom Seduction, dem Restaurant, das Addie gemeinsam mit ihren Freundin-nen führt. Als Tüpfelchen auf dem i fehlt nur noch Live-Musik. Doch kaum dass ein Typ mit Gitarre hereinschneit und sich bewirbt, kippt Addie fast aus ihren High Heels. Jake Knox, der berühmte Rockstar! Seit jeher üben Musiker einen gefährlichen Reiz auf sie aus, stärker als Schuhe und Schokolade zusammen. Und Jake mit seinen grünen Augen und der rauchigen Stimme könnte ihr zum Verhängnis werden...“

Für Happy End gibt es kein Rezept ist der Auftakt einer neuen Reihe von Kristin Probly.

Der leicht und bildhafte Schreibstil der Autorin lies den Leser sofort in die Geschichte über Addie und Jake ab- und eintauchen, so dass die Seiten nur vor rüber rauschten. Leider ließ die Leselust nach einer Weile nach, denn nicht langweilt mehr als das diverse Dialoge und Szenen x-Mal wiederholt werden. Die Protagonisten waren zwar sympathisch dargestellt worden, aber hin und wieder erschienen sie mir in einigen Momenten ziemlich unglaubwür-dig. Dies gilt besonders für Addie und Jake. Der Zusammenhalt der fünf Freundinnen um Addie war perfekt und wer wünscht sich solch eine Freundschaft nicht. Eine für alle alle für eine! Die Handlung war eine typische Liebesgeschichte. Eine erfolgreiche Restaurantbesit-zerin möchte sich, dank etlicher Enttäuschungen, nie wieder in einen Musiker verlieben und genau dies passiert. Sie verliebt sich prompt in Jake, dem erfolgreichen Musiker und Produ-zenten. Genau ab diesem Zeitpunkt wusste man wie diese Geschichte weiterlaufen. Ein paar Flirts, Erotik und ein bisschen Drama, dass die ganze Sache rund machen sollte. Was an sich bei einem Liebesroman ja nicht schlecht ist, aber da waren mir einige Szenen zu viel des Guten. Was mich auch ein wenig genervt hat, war, die Sache mit Addies Eltern, die hier nur angerissen wurde. Entweder man hätte diese Sache ganz raus lassen sollen oder sie noch ein bisschen vertiefen sollen. Das war nix Halbes oder Ganzes. Schade, da hätte man mehr dar-aus machen können. Über das Ende dieses Romans brauche ich nicht viel zu schreiben, aber es gibt eine Szene die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Warum verstehen sich Addie und ihre Eltern auf einmal? Momentan bleibt der Leser im Ungewissen. Vielleicht erährt der Leser in den nächsten Bänden mehr darüber…wer weiß

Ich habe dieses Buch zwar zu Ende gelesen, aber so 100 % überzeugen konnte sie mich nicht. Mir fehlte das gewisse Etwas, was Neues. So war es nur eine nette Geschichte über eine Lovestory zu einem Rockmusiker, die es momentan zuhauf gibt.

Veröffentlicht am 25.11.2016

Leider zu langatmig

Die Schwester des Tänzers
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Inhaltsangabe
In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, ...

Inhaltsangabe
In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufge-nommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms … Hun-derttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

Die Schwester des Tänzers ist der neuste Roman von Eva Stachniak.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen und der Leser kann sehr schnell in das Leben der Bronislawa, genannt Bronia, Nijinska ein- und abtauchen. Die russischen Na-men können ein wenig problematisch werden, aber das ist nicht weiter schlimm. Die Ge-schichte erzählt die Familiengeschichte der Nijinsky, in der sich alles ums Ballett und Tan-zen dreht. Auch wenn Ballett so anmutig aussieht, steckt eine Menge harter Drill und Ehr-geiz dahinter und das wurde sehr gut eingefangen und wieder gespiegelt. Die Autorin ver-steht es jede Emotion perfekt an den Leser zu bringen und man hat das Gefühl, dass man vor Ort dabei sei. Faszinierend verfolgte ich den Werdegang dieser Familie beziehungsweise der beiden Geschwister Bronia und Waslaw. Allerdings ließ meine Begeisterung nach dem zwei-ten Kapitel sehr nach, denn das Ganze wurde mir dann doch zu detailliert und langatmig. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass man die Seiten las, aber nicht so recht vorwärtskam. Hier wäre weniger mehr gewesen. So quälte ich mich durch dieses Buch, denn es wurde lei-der nicht besser. Schade, denn ich liebe das Ballett und deren Geschichte.
Die Protagonisten waren mir zwar nicht unsympathisch, aber sie blieben irgendwie unnah-bar. Mit keinem der Akteure konnte ich mich so richtig anfreunden.

Der Klapptext und die Leseprobe des Buches versprachen mir eine sehr interessante und spannende Geschichte über die Familie Nijinsky, aber leider wurde ich sehr enttäuscht. Es war mir zu detailliert und langatmig. Für mich war es kein Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine nervende Protagonistin

Suche Mann zum Renovieren
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Inhaltsangabe
Eine Villa, zwei Handwerker plus drei Freundinnen ergeben jede Menge Chaos Lotte – charmant, verpeilt und unangepasst – erbt unverhofft eine Villa. Und als eine Renovierung ansteht und ihr ...

Inhaltsangabe
Eine Villa, zwei Handwerker plus drei Freundinnen ergeben jede Menge Chaos Lotte – charmant, verpeilt und unangepasst – erbt unverhofft eine Villa. Und als eine Renovierung ansteht und ihr die Handwerker ins Haus schneien, fangen die Verwicklungen erst an. Gottseidank gibt es ihre beiden besten Freundinnen, die mit Lotte durch dick und dünn gehen, Liebeskummer und Liebesfreuden inbegriffen.

Suche Mann zum Renovieren ist der neuste Roman von Manuela Lewentz.

Der Klapptext und das Cover des Buches versprachen mir eine humorvolle Geschichte um Lotte, doch leider blieb diese hinter meinen Erwartungen.
Der Schreibstil der Autorin ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und dies gilt auch für den Erzählstil. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lotte ( Ich-Form) erzählt, aber das blieb leider nicht so. Fast jeder der Protagonisten durfte aus seiner Sicht die Dinge erzählen und das war schon ziemlich anstrengend und stört den Lesefluss. Ich musste mich fast zwingen dieses Buch nicht abzubrechen und weiter zu lesen. Zudem fehlte mir der Wortwitz in dieser Geschichte. Streckenweise fand ich es ziemlich langweilig oder gar langatmig. Die Protagonisten fand ich recht unsympathisch und zu keinem Zeitpunkt hatte ich in irgendeiner Form Zugang zu ihnen. Die Hauptfigur Lotte wirkte auf mich nicht wie eine über 40jährige. Manchmal kam sie mir wie eine 13jährige rüber. Am Anfang kann man hier noch darüber hinweg sehen, aber im weiteren Verlauf der Geschichte nervt es nur noch. Die Handlung empfand ich als sehr chaotisch und unstrukturiert und warum das Buch Suche Mann zum renovieren heißt, erfährt der Leser leider erst nach knapp 200 Seiten. Ich finde, aus dieser Geschichte hätte man mehr machen können. Schade, dass es hier komplett an der Umsetzung hapert.


Ich fühlte mich leider nicht unterhalten, da mir die Leichtigkeit, Spritzigkeit und der Humor fehlte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

War nicht meins

Septembermeer
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Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei ...

Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei einem solchen Unwetter aufs Meer hinauswagen! Sie ahnen nicht, dass ihre verschworene Gemeinschaft durch die zwei Schiffbrüchigen bald gehörig aufgemischt wird: Die umtriebige Svea und der stets zögerliche Daniel wollen auf der Insel einen Neuanfang wagen – und Teil dieses neuen Lebensglücks soll eine Buchhandlung sein. Eine Buchhandlung? Hier? Überhaupt stellt die Neue viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt. Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte …

Septembermeer ist das zweite Buch von Gabriela Jaskulla. Der Klapptext hat mich neugierig gemacht und ich versprach mir einen schönen leichten Roman, der auf einer bezaubernden Ostseeinsel spielt. Leider blieb es dabei, denn dieses Buch ist alles andere als leicht und locker. Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert und dadurch wurde die Inselatmosphäre samt ihren Insulanern perfekt eingefangen. Beim Lesen merkt man sofort, dass dieses Buch nur so von Schwermut und Tragik lebt. Es fällt einem richtig schwer , dieses Buch einfach so weg zu lesen. Mir fehlte die Lockerheit und Leichtigkeit, die ich mir von diesem Inselroman erhofft hatte. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es einem aufs Gemüt schlägt. Die Charaktere waren mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch, eher das Gegenteil war der Fall. Sie wirkten auf mich hölzern und unmenschlich. Einen Bezug konnte ich zu ihnen nie herstellen und das finde ich sehr wichtig. Die Geschichte plätscherte nur vor sich so hin. Es gab einige Passagen, die wirklich interessant waren, aber das reichte leider nicht, um dieses Buch zu Ende zu lesen. Was mich am meisten störte, war, dass dieser Roman nur von Beschreibungen lebt. Ganz egal, ob es um die Insel ging oder um die Einwohner....alles wurde akribisch genau beschrieben. Das war mir ein wenig zu viel des Guten. Auf dem Buch selber steht: Ein spannender Roman über eine Frau, die entschlossen alles über Bord wirft und einen kompletten Neuanfang wagt.
Ich habe es bis zur Seite 270 geschafft, aber von Spannung nicht die geringste Spur. Schade...

Wie die Geschichte zu Ende geht, kann ich leider nicht schreiben, da ich diese vorzeitig abgebrochen habe. Ich mache dies zwar nicht oft, aber hier war mir die Zeit doch zu schade.

Meiner Meinung nach passenden Klapptext und Cover nicht zu dieser tragischen Geschichte. Es ist sehr irreführend...