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Veröffentlicht am 02.06.2020

Tolles Freundschaftsbuch

Hundert Stunden Nacht
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Als Leser steigt man in das Buch direkt bei Emilias Entschluss ein, ihre Reise nach New York durchzuziehen. Irgendwas in ihrer Familie ist so extrem schief gelaufen, das die 14 Jährige keinen anderen Ausweg ...

Als Leser steigt man in das Buch direkt bei Emilias Entschluss ein, ihre Reise nach New York durchzuziehen. Irgendwas in ihrer Familie ist so extrem schief gelaufen, das die 14 Jährige keinen anderen Ausweg sieht, als wegzulaufen und ein paar Wochen aus dem schrecklichem Alltag zu fliehen. Alleine schon bei diesem mutigen Entschluss hatte sie meinen vollsten Respekt. Sie ist natürlich nicht planlos von den Niederlanden nach New York geflogen. Vorher hat sie sich über das Internet eine Unterkunft gebucht und die Kreditkarte ihres Vaters eingesteckt.

Während ihrer Reise erfährt der Leser nur Bruchstücke ihrer Gründe, was die Spannung und den Raum für Spekulationen offen hält. Das dumme ist nur, das sie hereingelegt wurde und es diese Unterkunft zwar gibt, diese allerdings bewohnt ist und die Bewohner keine Ahnung von einer Vermietung haben. Emilia ist also in New York gestrandet und das kurz bevor Orkan Sandy antreffen soll.

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Emilia ist ein 14 Jähriges Mädchen mit einer Menge Ängsten. Ihre größte Angst ist wohl die vor Bakterien, was ihre Reise sehr anstrengend macht. Immer wieder wird sie vor kniffelige Situationen gestellt, in denen sie über sich hinauswachsen muss. Trotz ihrer manchmal ausweglos erscheinenden Situation, wirkt sie sehr reif und handelt nie unüberlegt. Auf ihrer Reise lernt sie dann auch noch 3 weitere interessante und sehr unterschiedliche Charaktere kennen, die aus ihrer Flucht ein aufregendes Abenteuer machen.

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Die Situationen sowie die Umgebungen werden gut beschrieben und auch Emotionen kommen gut beim Leser an. Die Geschichte von Emilia beschreibt eine menge Mut und gibt Hoffnung, das auch schreckliche und oft unüberwindbar scheinende Situationen, ein gutes Ende finden können. Die Eltern von Emilia waren für meinen Geschmack aber etwas wenig greifbar und wirkten sehr unreif, fast schon kindlich, was mir ein bisschen sauer aufgestoßen ist. Ansonsten aber ein wirklich lesenswerter Roman für jüngere und ältere Leseratten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Absolut empfehlenswert

Das andere Mädchen
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Kim Leamy sitzt nichts ahnend vor ihrem Kaffee und wird von einem Fremden angesprochen. Zuerst glaubt sie, es geht um ihren Job aber der Mann hat ganz andere Neuigkeiten für sie. Er erzählt ihr, sie sei ...

Kim Leamy sitzt nichts ahnend vor ihrem Kaffee und wird von einem Fremden angesprochen. Zuerst glaubt sie, es geht um ihren Job aber der Mann hat ganz andere Neuigkeiten für sie. Er erzählt ihr, sie sei die vor 28 Jahren entführte Sammy Went aus Manson. Kim glaubt dem Fremden zuerst kein Wort und hält das für einen schlechten Scherz, doch es gibt ein paar Beweise, die Kim dann doch dazu bringen nach Manson zu reisen und auf ein paar grausame Details aus dem Leben von Sammy Went zu stoßen.

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Das Buch ist in zwei Lesersichten geteilt. Einmal wird in der Gegenwart gelesen und im nächsten Kapitel erfährt man etwas aus Sammy Wents Vergangenheit aus dem Jahr 1990. Schritt für Schritt nähert sich der Leser und die Protagonistin Kim dann der Wahrheit an. Das spannende daran ist, dass man immer wieder kleine Cliffhanger in einem Buch erlebt. Die Kapitel hören oft mittendrin auf und man würde am liebsten ein Kapitel überspringen um zu erfahren wie es weitergeht. Allerdings bringt das nicht viel, denn indirekt erfährt man schon in dem nächsten Kapitel den Zusammenhang und das obwohl es ja in einer völlig anderen Zeit spielt. Der Autor hat es geschafft Gegenwart und Vergangenheit sehr gut zu kombinieren. Stück für Stück wird klar, warum in der Vergangenheit sich wer wie verhalten hat. Die Schlaufe zieht sich also schnell zu, doch das Ende kam für mich trotzdem absolut unerwartet und überraschend. Fast alle handelnden Personen haben ein Geheimnis das sie nicht preisgeben wollen. Am Ende fließen dann alle zusammen und ergeben ein wahnsinnig gut durchdachtes Finale!

Zwischen Teufelsaustreibungen, Kirchlichem Fanatismus und psychischen Problemen bringt der Autor einen sehr spannenden und fesselnden Thriller auf die Seiten. Dieses Debüt ist Christian White wirklich gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Auf welcher Seite stehst du?

Die Grimm-Chroniken (Band 21): Blutrote Schwestern
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Margery hat es geschafft, sie hat sich endlich erhoben und für sich selbst gekämpft. Die Herrschaft des Drachen ist vorbei und die vermeintlich weiße Macht hat damit die Herrschaft über die Vampire errungen. ...

Margery hat es geschafft, sie hat sich endlich erhoben und für sich selbst gekämpft. Die Herrschaft des Drachen ist vorbei und die vermeintlich weiße Macht hat damit die Herrschaft über die Vampire errungen. Doch diese Wendung macht nicht alle glücklich. Die letzten der vergessenen sieben zweifeln nun mehr denn je an Margerys geteiltem Herzen. Nur noch 3 Herzstücke sind übrig, reichen diese aus um Margery zu retten und sie wieder zu der zu machen die sie einmal war? Oder ist es doch Rosalie, die den Kampf letztendlich für sich entscheiden wird? Welche Rolle spielt die dritte Macht, Simonja?

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Band 21 ist leider wieder sehr kurz. Ich habe beim lesen gerade so richtig die Stimmung verspürt mich voll und ganz gefangen nehmen zu lassen, da war sie auch schon wieder vorbei. Natürlich sehr unsanft von Maja, ihre Leser so derbe zu Foltern! In der Folge "Blutrote Schwestern" werden nochmals beide Seiten aufgezeigt. Die stets behütete Margery, die trotz der Liebe ihrer Eltern oft kämpfen musste und die leidtragende Rosalie, die ihres Vaters nach zu urteilen die stärkere der Schwestern hätte sein sollen. Sie musste unter der harten, grausamen Folter ihres Großvaters und seiner Vampire aufwachsen. Schwestern die unterschiedlicher nicht hätten sein können, verdammt sich gegeneinander zu stellen und somit die Welt entweder in Schwarz oder Weiß zu tauchen. In dieser Folge wird der Leser wieder einmal vor die Wahl gestellt, welcher Seite er sein vertrauen schenkt. Ganz spannend wird es übrigens, als eine weitere altbekannte Person aus Engelland ihren Beitrag in der Gegenwart leistet. Wenn das so weitergeht, stehen am Ende der Chroniken alle Gegeneinader.
Kann es überhaupt eine richtige Seite geben? Wer spielt ein falsches Spiel?

Wiedereinmal schickt uns Maja mit 1000000 Fragen in die Sommerpause und foltert uns damit nicht weniger, als Vlad Dracul es damals mit Rosalie getan hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Liebe und Hass

All Saints High - Die Prinzessin
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All Saints High ist eine Reihe über eine Highschool Schülerin, die zu den Reichen und Schönen gehört. Daria Followhil ist ein ganz normaler Teen. Doch ihre Mutter scheint ihre schönheit und ihr Talent ...

All Saints High ist eine Reihe über eine Highschool Schülerin, die zu den Reichen und Schönen gehört. Daria Followhil ist ein ganz normaler Teen. Doch ihre Mutter scheint ihre schönheit und ihr Talent nicht wirklich anzuerkennen, deshalb ist Daria äußerst eifersüchtig auf die Liebelingsballettschülerin ihrer Mutter....Via. Eines Tages kommt ein Brief für Via bei den Followhills an und bietet Daria eine Chance, Via von ihrem Thron zu stoßen.

Damit beginnt der Prolog des ersten Bandes von "All Saints High". Durch Darias Eifersucht wird eine ganze Kette von Problemen angestoßen, die ihr ganzes Ausmaß im Laufe des Buches deutlich machen. Der Bruder von Darias verhassten Konkurentin, ist Penn. Von ihm hat Daria ihren ersten Kuss bekommen, doch damals wusste sie nicht, das Penn Vias Bruder ist. Als ein paar Jahre vergehen und Penns Mutter an einer Überdosis gestorben ist, nachdem seine Schwester weggelaufen und nicht mehr zurückgekommen ist, nimmt Darias Mutter Penn bei sich auf. Die etwas andere Lovestory beginnt.

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L.J Shen beschreibt in diesem Buch eine derartige Hass Liebe, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Sowohl Daria als auch Penn scheinen sich selbst gerne zu foltern nur um den anderen einen reinzudrücken. Doch wenn man ihren Gedanken folgt, wird schnell klar, dass sie sich eigentlich nur selbst etwas vorzumachen versuchen. Die Handlung ist sehr umfangreich. Es gibt viele Freunde, die es auseinander zu halten gilt und natürlich auch eine Menge Dramatische Hintergrundgeschichten einzelner Protagonisten. Auch Daria hat ihr dickes Paket zu tragen.

In diesem Buch passiert so unglaublich viel, das man gar nicht fassen kann, das die Story auf die paar Seiten gepasst haben soll. Es wird von Missbrauch gesprochen, Betrug und Nötigung, Drogen Problemen und dem alltäglichen Teeniewahnsinn. Gelesen wird aus den Sichten von Penn und Daria. Der Schreibstil hat mir das lesen sehr leicht gemacht. Wenn man einmal dran war, hatte man keine Lust das Buch aus der Hand zu legen. Die ein oder andere etwas Erotischere Szene gibt es hier auch zu finden. Mit den Protagonisten musste man aber erstmal zurecht kommen. So wirkte Daria zuerst sehr aufgesetzt und arrogant, doch schnell hat man gemerkt, das auch sie nur versucht jemand zu sein, der in der Nahrungskette ganz oben steht, eben die Königin der Schule, die Herzlose alles bekommende Daria Followhill.

Darias Mutter hat mich regelrecht angekotzt, sorry für die Aussprache, aber so ist es einfach. Sie hat versucht einen auf Gutmenschen zu machen und dabei das wesentliche einfach plattgetreten. Aber das muss man selbst lesen um es zu verstehen. Jedenfalls konnte mich die Geschichte überzeugen und sehr gut unterhalten. Bei dem Ende bin ich allerdings gespannt, was die Autorin nun noch kommen lassen möchte, da ich den Eindruck hatte, das die Geschichte mit dem Ende schon in sich abgeschlossen sein könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Interessante Dilogie

The Belles 2: Königreich der Dornen
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"Königreich der Dornen" hat mir sehr gut gefallen. Wie schon im ersten Band, dreht sich auch im Nachfolger alles um Schönheit. Die Bewohner sind blind vor Schönheitswahn, sodass sie sogar Sophia die Herrschaft ...

"Königreich der Dornen" hat mir sehr gut gefallen. Wie schon im ersten Band, dreht sich auch im Nachfolger alles um Schönheit. Die Bewohner sind blind vor Schönheitswahn, sodass sie sogar Sophia die Herrschaft ihres Landes anvertrauen ohne auch nur den geringsten Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit. Die Autorin hat den Wahnsinn, den Sophia in sich trägt, sehr deutlich dagestellt. Sie versucht nun Belles zu züchten und geht dabei sogar über Leichen. Das alles nur um ihrem Volk ihre Macht und "Güte" glaubhaft zu machen.

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Der erste Band war durch seine sehr oder eher extremen Beschreibungen der Welt in der Camelia lebt, sehr zäh zu lesen. Manchmal fühlte es sich sogar einschläfernd an, wenn die Autorin zum zehnten mal die glitzernde Pudder Quasten Welt beschrieb. Im zweiten Teil werden teilweise auch Beschreibugen gemacht, diese halten sich aber sehr zurück und ufern nicht aus wie in Band 1. Das lesen ging mir diesmal viel leichter von der Hand und ich kam schnell durch die Seiten. Camelia versucht hintenherum einen Komplott gegen Sophia anzuzetterln und bekommt dabei einige Hilfe. Neue Belle Kräfte entstehen und auch Camelia wächst zusehends über sich hinaus. Die Handlung verläuft flott, lässt eine winzig winzig kleine Love Story ziehen und strotzt vor Kraft seitens Camelia.
Sophias Wahnsinn kommt sehr gut rüber und auch einige Grausamkeiten bleiben nicht aus. Das Ende hat mir nicht so gut gefallen, es hat mir irgendwas gefehlt. Einige der Charaktere die wir aus Band 1 kennen haben hier keinen Platz mehr bekommen und auch die zarte Liebe zwischen Auguste und Camelia fällt hinten runter. Vieles geht sehr schnell und es fehlte mir an einigen stellen sogar an Emotionen. Ich bin gut durch das Buch gekommen, aber ich konnte nicht eintauchen. Ich saß einfach nur daneben statt mittendrin zu sein.

Fazit: Die Belles Reihe ist sehr interessant und passt gut in die heutige Zeit, die auch sehr vom Schönheitswahn dominiert wird, die Handlung verläuft aber leider ohne große Emotionen und das eintauchen in diese Puder Welt fiel mir auch sehr schwer. Dennoch habe ich die Bücher sehr gerne gelesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere