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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2018

Einfach nur toll

American Royals - Wer wir auch sind
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Maddie ist die Tochter des Präsidenten und eine kleine Rebellin. Dies zeigte sie zumindest, als sie Tiere aus einem Labor retten wollte.
Jake ist der Sohn der VizePräsidentin, ein Kriegsveteran und Vorzeigesohn. ...

Maddie ist die Tochter des Präsidenten und eine kleine Rebellin. Dies zeigte sie zumindest, als sie Tiere aus einem Labor retten wollte.
Jake ist der Sohn der VizePräsidentin, ein Kriegsveteran und Vorzeigesohn. Er hat ein Projekt für Veteranenwohnraum, welches er Unterstütz. Maddie muss zur Strafe Jake zur Seite stehen. Ausgerechnet Jake, mit dem sie schon immer streitet und der Maddie für ein kleines verwöhntes Mädchen hält.

Soweit die Kurzbeschreibung.
Die Geschichte beginnt mit der Verhaftung von Maddie und nimmt gleich zu Beginn ordentlich an Fahrt auf. Ich mochte Maddie sofort, aber auch Jake ist mir schnell ans Herz gewachsen.
Die Geschichte hatte Höhen und Tiefen, aber Maddie und Jake waren wie füreinander bestimmt.
Im letzten Drittel haben sich die Ereignisse dann geradezu überschlagen, es war fast zuviel.

Ich fand den Schreibstil sehr gut zu lesen, ich mochte die Charaktere, und ich möchte vor allem die Story. Ich muss gestehen, ich hatte teilweise Tränen in den Augen und die Geschichte hat mich sehr berührt.
Ich denke, ein paar Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet, aber trotzdem liebte ich das Buch.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Achtzigerjahremief

Kampfsterne
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1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagierflugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Life Aid für das hungernde ...

1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagierflugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Life Aid für das hungernde Afrika singen und in einer Siedlung am Rand der Stadt drei Familien zu zerbrechen drohen.

Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Drei Paare. Mütter und Väter. Sie wohnen in dänischem Design, fahren nach Südfrankreich in den Urlaub, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und zum Intelligenztest. Sie versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen. Wo wäre das leichter als in den sorgenfreien Achtzigerjahren der Bundesrepublik? Und warum funktioniert es trotzdem nicht?

Ich kenne die achtziger Jahre nur aus Erzählungen und war wirklich sehr gespannt auf das Buch. Ich erwartet nach der Kurzbeschreibung eine unterhaltsamen Roman, der in der kürzesten Vergangenheit spielt. Bekommen habe ich eine belanglose Aneinanderreihung von unterschiedlich Personen, die wohl dasselbe erzählten und eben auch nicht erzählten.
Irgendwie hatte es etwas von einer Zeitungskomune und konnte mich so gar nicht erreichen.
Ich habe das Buch ganz verzweifelt zuende gelesen, weil ich immer auf den großen Showdown wartete.
Letztendlich wurde ich enttäuscht

Veröffentlicht am 18.11.2018

Ganz anders als erwartet

Königskinder
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Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der französischen Revolution, ihren Anfang ...

Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der französischen Revolution, ihren Anfang nimmt.
Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max` und Tinas Nacht in den Bergen. Ein hinreißendes Spiel zwischen den Jahrhunderten.

Ich weiß nicht so genau, was ich erwartet hatte, aber das definitv nicht. Eine unsagbar schön erzählte Geschichte, wortgewaltig und kurzweilig.
Der Schreibstil bzw. Erzählstil ist so toll, ich las noch kein solches Buch.
Ich hatte das Gefühl, Max erzählt mir die Geschichte, ich fand es fast schon störend, wenn Tina dazwischen redete.
Mit gefiel auch die viele wörtliche Rede, sie machte aus dem Buch so viel mehr, als eine einfache Erzählung.
Die Geschichte selbst ist gut recherchiert, ich habe einige Dinge nachgeschaut, weil sie mich einfach unglaublich interessiert haben.
Mich hat das Buch neugierig gemacht für tiefgehende Gespräche. Ich könnte es mir auch richtig gut als Hörbuch vorstellen.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Unglaublich einfühlsam erzählt

I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich
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Lilly ist noch neu in Berlin, ihr Vater arbeitet am Konsulat und so wohnen sie selten länger als drei Jahre in einer Stadt.
Zuletzt in Bukarest, wo sie ihre große Liebe Erik zurücklassen musste. ...

Lilly ist noch neu in Berlin, ihr Vater arbeitet am Konsulat und so wohnen sie selten länger als drei Jahre in einer Stadt.
Zuletzt in Bukarest, wo sie ihre große Liebe Erik zurücklassen musste. Erik, der sich nach so kurzer Zeit verlobt hat.
Lilly geht auch auf sie Schauspielschule und dort wird sie als Synchronstimme für einen Jugendfilm entdeckt.
Ben, der Sprecher der männlichen Hauptrolle, ist äußerst Geheimnisvoll und lässt niemanden an sich ran.
Zusammen sind sie aber ein unschlagbares Team beim Film und auch sonst kribbelt es ordentlich ...

Der Schreibstil ist super zu lesen, total flüssig, kurze, spannende Kapitel, man lebt richtig mit mit Lilly und Ben. Man spürt den Zauber zwischen den Zeilen.
Mich hat die Geschichte der zwei sehr berührt, die Story ist unglaublich einfühlsam erzählt. Die Spannung bleibt auch bis zum Schluss erhalten. Obwohl ich zwischen durch immer wieder dachte, jetzt haben sie sich.
Obwohl Lilly eine größere Rolle spielt, hängt mein Herz an Ben, der Außenseiter. Er hatte es nicht leicht und das hat ihn geprägt. Und genau das ist der Autorin hervorragend gelungen. Gefühl bis zum gehtnichtmehr, mit viel Tiefe.
Ich denke, für mich was dies das Highlight des Jahres.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Nichts für schwache Nerven

Tiergeister AG - Achtung, gruselig!
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Die Sankt-Ethelburg-Schule ist eine ganz normale Grundschule. Oder etwa doch nicht? Seltsamerweise läuft allen, die sie betreten, ein eiskalter Schauer über den Rücken. Und das liegt nicht nur ...

Die Sankt-Ethelburg-Schule ist eine ganz normale Grundschule. Oder etwa doch nicht? Seltsamerweise läuft allen, die sie betreten, ein eiskalter Schauer über den Rücken. Und das liegt nicht nur am alten Schulgemäuer ...

Denn nachts verwandelt sich Sankt Ethelburg in Spuk-Ekelburg - eine Geisterschule für ehemalige Haustiere! Hier lernen die ehemals besten Freunde der Menschen, Lebende in Angst und Schrecken zu versetzen.

Fünf Geistertiere beschließen aber, sich ihren fiesen Gespensterlehrern heimlich entgegenzustellen. Der Dackel Arik, die quirlige Wüstenspringmaus Chili, die Katze Tara, das Chamäleon Plato und das Angorakaninchen Honig gründen die Tiergeister AG, um Kindern zu helfen und die Machenschaften der Grusellehrer zu durchkreuzen ...

Ich fand die Geschichte total spannend und gruselig. Ein total schön illustriertes Kinderbuch für abenteuerlustige, mutige Kinder. Mutig sollten sie schon sein, denn es handelt sich ja schließlich um Geisterhaustiere, auch wenn der kleine Dackel Arik zuerst nicht glauben will, dass es nie wieder zu seinen Menschen zurück kann.
Was mir besonders gut gefiel war die Idee mit der Schule. Tagsüber ist sie eine ganz normale Schule für Kinder, mit einer, zugegeben gruseligen Sammlung von ausgestopften Tieren, und nachts verwandelt sie sich in die Spukschule.
Natürlich gibt es sie Heldengeister, die eben nicht gruselig sein wollen, sondern den Kindern helfen.
Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen.