Erfinderin von Mister O´Lui ist Silke Siefert. Es ist ein Bilderbuch für Kinder ab ca. 3-4 Jahren. Auf der Innenseite findet man zuerst eine Vorstellung von dem Hauptprotagonisten dem Biberbär Mister O´Lui ...
Erfinderin von Mister O´Lui ist Silke Siefert. Es ist ein Bilderbuch für Kinder ab ca. 3-4 Jahren. Auf der Innenseite findet man zuerst eine Vorstellung von dem Hauptprotagonisten dem Biberbär Mister O´Lui und dem Wildschwein Rupert.
Beide stellen sich vor und man weiß sofort, wo sie wohnen, was sie mögen, wer sie sind
und was ihnen wichtig ist. Das gibt eine gute Orientierung.
Dann geht es los mit der Geschichte, dass Mister O´Lui sein Glück sucht.
Es ist eine sehr schöne, warmherzige Geschichte, die beschreibt, dass ein Biberbär dem es gut geht, der gerne sein Marmeladenbrot isst und seine Tasse Kakao trinkt der Frage nach geht, ob er wirklich glücklich ist und was ist überhaupt „Glück“. Mit warmen Farben sind die Bilder gezeichnet, dass man das Gefühl hat, man sitzt mit Mister O´Lui
vor seinem Ofen, neben ihm und denkt über das Glück nach.
Mister O´Lui trifft das kleine Wildschwein Rupert, der ein bisschen tapsig durch die Welt läuft. Im Buch selbst haben verschiedene „Glücksbringer“ wie Pilze, Marienkäfer und Kleeblätter ihren Platz gefunden, aber keins davon verhilft Mister O´Lui zu seiner
Erkenntnis was Glück bedeutet.
Das Buch zeigt auf, das es manchmal ganz einfach ist, das Glück zu finden,
wenn man das sieht, was direkt vor einem steht und es muss nicht immer etwas Materielles sein. Manchmal steht das Glück direkt vor der Tür, man muss es nur hineinlassen. Im hinteren Teil finden sich noch Hinweise, auch wie man Glückskäfer selbst basteln kann. Für mich ein Buch, das anregt, das Lust auf mehr macht und sicherlich nicht nur „kleine“ Leser begeistert.
Ein absolutes Wohlfühlbuch, das auch meiner Enkelin sehr gut gefallen hat.
Ruben Laurin ist das Pseudonym des bekannten Autors Thomas Ziebula.
Laurin hat die biblische Geschichte aus dem AT in einen Roman verfasst, der sehr nah an der grundlegenden Geschichte ist, nur überwiegend ...
Ruben Laurin ist das Pseudonym des bekannten Autors Thomas Ziebula.
Laurin hat die biblische Geschichte aus dem AT in einen Roman verfasst, der sehr nah an der grundlegenden Geschichte ist, nur überwiegend aus der Sicht Bathsebas erzählt.
Einige Passagen wurden dazu erfunden, was aber für einen Roman legitim ist. Insgesamt erscheint das Buch gut recherchiert. Im Buch selbst geht es um Bathseba, die sich sehr jung, mit bereits 16 Jahren in David den zukünftigen König von Israel verliebt und verzweifelt versucht den Plan umzusetzen, dass sie seine Frau wird. Sie wird aber von ihrem Vater einem älteren rauen Mann Uriah versprochen, für das der Vater ein gutes Brautgeld bekommt. Der Vater lässt sich auch nicht davon abbringen, als er erfährt, dass Uriah nicht sehr gut mit Bathseba umgehen wird. Im Roman wird auch das Thema „David erschlägt Goliath“ aufgeführt mit Szenen aus dem Krieg, wie es sich hätte zugetragen haben können. Da die Geschichte wahrscheinlich bekannt ist, werde ich nicht weiter darauf eingehen.
Das Buch selbst ist schön aufgemacht. Das Cover zeigt eine Frau von hinten, vor einem königlichen Gebäude, sie hat etwas in der Hand. Es erscheint so, als wenn sie etwas dorthin bringen möchte. Das lässt Vorahnungen zu.
Auf der Innenseite befindet sich eine Karte von Israel und den übersetzten Songtext von L. Cohen zu dem Lied „Halleluja“, der Bezug nimmt auf die biblische Geschichte. Im Weiteren eine Zeittafel und die beteiligten Personen. Das macht Lust darauf das Buch zu lesen und sich auch mit der Erzählung zu beschäftigen.
Meiner Meinung nach liest es sich als historischer Roman recht gut, wobei die Zeitsprünge innerhalb des Buches nicht immer nachvollziehbar sind, und der Lesefluss unterbrochen wird, da man sich orientieren muss in welcher Zeitphase man sich befindet. Den ersten Teil fand ich sehr spannend, gerade die Szene wo Bathseba das erste Mal auf David trifft und sie gemeinsam die Löwin bekämpfen. Ein Band was sie durchgehend zusammen geschweißt hat.
Einige Szenen fand ich eher verstörend gerade, wo es um Vergewaltigungen von Bathseba durch Uriah geht. Dann gab es wiederum Szenen, die eher erotisch wirkten.
Dazwischen Beschreibungen des Krieges mit Blut, Verlust und Gewalt. Insgesamt eine sehr herbe Mischung. David konnte ich mir zunächst nicht als Vater des nächsten König Salomon vorstellen, da er für mich eher als Ehebrecher, Kämpfer, Unruhestifter und nicht beziehungsfähigen Mann dargestellt hat. Das hat sich geändert, nachdem er zum Schluss sich sehr um seinen neugeborenen Sohn Salomon bemüht hat.
Bathseba wird als mutige Frau, als Löwin dargestellt, die Risiken eingeht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, die aber auch nicht immer klar in ihren Entscheidungen ist. Teilweise wirkt sie etwas fanatisch in ihrer Begierde nach David. Sie hätte den eigenen Tod riskiert, wenn sie mit David keine Ehe hätte eingehen können.
Insgesamt bekommt das Buch 4 Sterne von mir, da ich mich mit einige Szenen etwas schwergetan habe.
Die Autorin Simona Baldelli hat bereits mehrere starke Frauengeschichten veröffentlicht und dafür auch einige Literaturpreise bekommen.
In dem Buch „Die geheimnisvolle Freundin“ wächst ...
Achtung Spoiler!
Die Autorin Simona Baldelli hat bereits mehrere starke Frauengeschichten veröffentlicht und dafür auch einige Literaturpreise bekommen.
In dem Buch „Die geheimnisvolle Freundin“ wächst die Hauptprotagonistin Nina als Findelkind in einem Waisenhaus in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Abruzzen auf. Nina ist ein kränkliches, schwaches Kind, das als Baby in die Klappe gelegt wurde. Damit ist sie in der Rangordnung im Waisenhaus ein Findelkind. Mit ca. 7 Jahren kommt Lucia in das Waisenhaus als Waise, die beide Elternteile verloren hatte. Beide freunden sich an. Lucia wird in eine neue Familie vermittelt, was die beiden trennt.
Nina verbleibt bis zu ihrem 18. Lebensjahr im Waisenhaus, sie kann nicht an Adoptiveltern vermittelt werden. Danach geht sie als Arbeiterin in eine Tabakfabrik und zieht mit einer Freundin zusammen. Im letzten Drittel des Buches wird der Aufstand der Tabakfrauen in einer Tabakfabrik beschrieben und wie sich Ninas Leben langsam weiterentwickelt und sie selbständiger wird.
Das Cover hat mir gut gefallen, wobei ich den Satz aus der La Repubblica etwas störend fand. Es hat so etwas vorweg Genommenes, man erwartet etwas. Die beiden fröhlichen Mädchen auf dem Cover konnte ich nicht ganz mit der Geschichte zusammen bringen.
Die Erzählung zu Beginn des Buches hat mich mitgenommen und die Berichte aus dem Waisenhaus waren sicherlich zeitgemäß, wobei ich sie zum Teil verstörend fand, wie mit den Kindern zu der Zeit umgegangen wurde. Die Nonnen haben versucht den Kindern etwas Wärme und Zuneigung zu geben, nur bei der Menge an Kindern war das wahrscheinlich insgesamt schwierig, zumal die finanzielle Lage der Nonnen auch nicht immer einfach war. Das Prozedere der Vermittlung erscheint aus heutiger Sicht undenkbar, aber im Konsens der Zeit sicherlich "normal". Nina als Mädchen und Findelkind steht in der Hierarchie der Kinder weit unten und sieht in Lucia einen Hoffnungsschimmer mehr von der Welt außerhalb des Waisenhauses wahr zu nehmen. Sie hatte schon eine Familie, Eltern, ein normales Leben und wurde zweimal daraus genommen. Der Verlust zeigt sich in ihren Alpträumen und darin das sie nachts Schutz bei Nina sucht. Sie macht einen ambivalenten Eindruck in ihren Ausdrücken. Tagsüber eher berechnend und manipulierend, nachts schutzbedürftig. Sie kann sehr gut ihre Vorteile erkennen und diese zum Schaden anderer durchsetzen. Auf dem Cover wird dies als enge Freundschaft beschrieben, wobei für mich die Frage war, ob diese Freundschaft nicht eher „toxisch“ war und nur eine der beiden einen Vorteil hatte.
Es gibt immer wieder „Sprünge“ in dem Buch die nicht immer nachzuvollziehen sind, z. B, wenn es um das Verhalten der Nonnen im sogenannten „Puppenschacht“ geht. Nina geht ihren Weg immer ein Stück weiter, aber die Zeit im Waisenhaus haben sie sehr geprägt. Das Zitat "Der gelbe Punkt war wie sie. Fehl am Platz überall" beschreibt sehr gut ihre Gefühlslage. Das letzte Drittel von dem Buch, hat für mich keine Auflösung gegeben, warum auf dem Cover zwei fröhliche Mädchen zu sehen sind. Es beginnt mit einem Streik in der Tabakfabrik, der für mich auch völlig aus dem Zusammenhang kam.
Die Offenbarung, das Lüften des Geheimnisses fand ich kaum nachvollziehbar. Ich kann weder das Missverständnis in dem Buch erkennen noch eine erneute Zusammenführung der beiden sehen. Entweder wurde das Buch anders übersetzt, als es gemeint war, aber es hat mich zum Schluss nicht wirklich mitgenommen.
Ich gebe 3 Sterne, weil das Buch für mich nicht durchgängig ist, es hat Sprünge, die ich kaum nachvollziehen kann und das Cover mit den beiden fröhlichen Mädchen kann ich nicht mit dem Buch und seinem Inhalt in Verbindung bringen.
Tilda Larsen ist das offene Pseudonym von Nicole Pfeifer. Möwen, Strand und Küstentod. Das Geheimnis in den Dünen ist der zweite Usedom Krimi von ihr.
Das Buch startet etwas ungewöhnlich mit einem Prolog ...
Tilda Larsen ist das offene Pseudonym von Nicole Pfeifer. Möwen, Strand und Küstentod. Das Geheimnis in den Dünen ist der zweite Usedom Krimi von ihr.
Das Buch startet etwas ungewöhnlich mit einem Prolog aus dem Jahr 1945, danach findet die Geschichte in der aktuellen Zeit statt.
Die Protagonisten sind überwiegend dieselben, wie im ersten Buch von Tilda Larsen und wollen jetzt ihren zweiten Fall lösen. In Ullas Leben hat sich so langsam alles etwas gefunden, sie ist auf Usedom angekommen. Die Freundschaft zu Bernhard und seinem Sohn Klaus hat sich vertieft. Ihre beste Freundin Maple lebt in Berlin und dann gibt es noch einen fast „Exmann“ Christopher. Diese vier stellen das Ermittlerquartett dar.
Dazu gehört auch Ulla ihr Spürzeh Guido Brunetti.
Zu Beginn der Geschichte wird der ehemalige Bürgermeister Heinz Schulz Tod in seinem Zimmer im Seniorenheim aufgefunden, nachdem er am Tag zuvor ein großes Geheimnis angekündigt hatte. Der Pfleger Tommy ist verschwunden. Herr Schulz hinterlässt eine sehr viel jüngere Witwe, die er vor kurzem geheiratet hatte. Dann gibt es noch eine Bedienung im Café das zum Pflegeheim gehört.
Ulla vermutet, dass der Tod von Herrn Schulz nicht natürlich ist und nimmt die Ermittlungen auf. Ihr Spürzeh Guido hat sie in der Annahme bestärkt. Erhöht wird ihr Eindruck durch anonyme Schreiben, die sie bekommt. Während des Verlaufs gerät Ulla und auch das Ermittlerquartett immer wieder in schwierige, zum Teil bedrohliche Situationen. Ergänzt durch Gundula, den Hund von Klaus, entstehen kleine und größere Abenteuer. Es gibt Verdächtige und solche, die eher unscheinbar wirken, dann aber doch in den Fokus geraten. Zum Schluss gibt es einen großen „Knall“ und eine Überleitung zu einem möglichen, nächsten Buch.
Meiner Meinung nach bedient Tilda Larsen das Genre „Cosy Crime“ in fast allen Facetten. Es geht nicht nur um den möglichen Mord an Herrn Schulz, sondern auch um etliche Nebenschauplätze auf der schönen Insel Usedom. Es ist Platz in der Geschichte für zwischenmenschliche Themen, wie zum Beispiel, dass Ulla ihrer Tochter nachtrauert, die sie zur Adoption gegeben hat. Es gibt Rätsel, die zu lösen sind und es ist nicht immer alles realistisch. Manchmal war der Eindruck bei mir da, dass es Frau Larsen auch etwas übertrieben hat. Ulla zeigt mit ihren „Macken“, dass sie eine durchaus sehr menschliche Ermittlerin ist. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn sie mit ihren High Heels und dem top gestylten Haarschnitt auf Usedom unterwegs ist und damit auch durch den Sand „stapft“.
Wobei ihr die High Heels in einer Situation auch das Leben retten. Usedom mit seinem Lokalkolorit bietet auch mystische Orte, die dann wieder in Verbindung zum Prolog stehen. Bei einem Cosy Crime können sie durchaus den Spannungsfaktor erhöhen, was in dem Buch für mein Empfinden gut funktioniert hat.
Die Ermittler können ganz normale „Alltagshelden“ sein, was bei dem Quartett UKBM durchaus vorhanden ist. Bernhard, als ehemaliger Tierarzt, etwas kauzig in seiner Art, aber immer liebenswert, versteht sich wunderbar mit Ulla.
Ein für mich sehr lesenswertes Buch, durchaus etwas für den Urlaub oder eine gute Auszeit im Liegestuhl. Leicht zu lesen, mit einer gewissen Spannung und viel zum Schmunzeln bei den einzelnen Protagonisten. Ulla ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich bin während der ganzen Geschichte immer bei ihr gewesen und habe mich mit ihr gefreut und auch mitgelitten, wenn es ernst wurde. Ich bin gespannt auf den nächsten Band. Von mir gute 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Der Autor Arnaldur Indridason hat sich bislang mit isländischen Krimis und einigen Psychothrillern einen Namen gemacht. Der Roman „Der König und der Uhrmacher“ ist ein völlig anderes Genre. Es handelt ...
Der Autor Arnaldur Indridason hat sich bislang mit isländischen Krimis und einigen Psychothrillern einen Namen gemacht. Der Roman „Der König und der Uhrmacher“ ist ein völlig anderes Genre. Es handelt sich um einen geschichtlichen Roman, um König Christian VII. von Dänemark und einen Uhrmacher mit dem Namen Jon, der eine wertvolle, historische Uhr reparieren will, die sich im Schloss befindet. Das Cover ist entsprechend gestaltet und zeigt ein Bild von einem Schloss und ein astronomisches Ziffernblatt.
Persönlich habe ich noch keine Erfahrungen mit dem Autor gemacht, konnte mich jedoch bereits nach einigen Seiten gut in den Schreibstil einfinden. Das Buch macht einen gut recherchierten Eindruck zu historischen Gegebenheiten aus Dänemark und Island zur Zeit der Regentschaft König Christian VII.
Zwei wichtige Protagonisten in dem Buch sind der König und der Uhrmacher Jon. Sie treffen sich, als der Uhrmacher beschließt eine wertvolle Uhr, die seit Jahren kaputt im Besitz des Königs ist zu reparieren. Er fühlt sich dazu berufen. Daneben gibt es weitere Figuren, die durch Erzählstränge entstehen, auf beiden Seiten.
Es geht zum einen um die Geschichte der Familie von Jon, die sehr unter der Regentschaft Christian V, dem Vater von Christian dem VII. gelitten haben und zum anderen darum, wie der König als Regent gesehen wird und wer ihn maßgeblich beeinflusst. Der König wird für mein Empfinden sehr real dargestellt. Er hat seine psychischen Schwächen, erscheint teilweise verwirrt, aber dann auch wieder klar und in seinen Entscheidungen entschlossen. Der Uhrmacher, ein aus Island eingewanderter Mann, wird so dargestellt, dass ich ihn mir gut vorstellen konnte. Er zeigt eine gewisse Unterwürfigkeit gegenüber seinem König, aber auch wiederum einen starken Willen, den man auf so einer einsamen Insel wie Island sicher benötigt. Diesen Willen setzt er ein, um die Reparatur der Uhr zu Ende zu bringen, die ihm sehr am Herzen liegt.
Die ersten Seiten sind teilweise etwas langatmig erzählt, einen Spannungsbogen konnte ich kaum erkennen, was jedoch im Verlauf des Buches sich ändert.
Im Buch selbst geht es zum einen um Dialoge zwischen dem König und dem Uhrmacher, aber auch der familiären Geschichte des Uhrmachers, einer wertvollen Uhr, die nicht mehr funktionsfähig ist, der Chronik des Königs und einigen Episoden vom höfischen Leben.
Im Verlauf des Buches kristallisiert sich heraus, dass der König und der Uhrmacher Parallelen in ihrer Historie haben, beide haben persönliche Verluste erlitten, wurden durch reformistisch denkende Personen beeinflusst und hatten Schicksalsschläge zu verkraften. Der König ist durch das Verhalten von seinem Vater maßgeblich an der Geschichte von Jon beteiligt, was sich im Verlauf darstellt.
Der König hatte bereits in seiner Kindheit unter seinem Vater gelitten, der ihn sehr streng erzogen hatte. Diese Strenge spüren auch die Angehörigen von Jon, sein Vater und seine Stiefmutter, ihnen wird Unzucht vorgeworfen. Die Darstellungen sind vom Autor teilweise sehr realistisch und nicht immer schön zu lesen.
Christian der VII. hat selbst bei seiner ehemaligen Frau „Unzucht“ erlebt, die er geahndet hat. Hier ist spannend zu lesen, wie unterschiedlich damals bei den einzelnen Bevölkerungsschichten mit dem Thema umgegangen wurde. Zum einen die strenge Gesetzgebung auf Island und zum anderen die Freiheiten, die ein König hatte, mit dem Thema umzugehen.
Im Weiteren geht es in dem Roman um Menschen mit neuen Ideen, Fortschrittsgeist und Rückschritte. Da diese Themen auch alle mit dem Begriff „Zeit“ zusammenhängen, ist hier für mein Empfinden das Thema mit der Reparatur der Uhr gut platziert. Hier schließt sich für mich der Bogen, der über dem Buch gespannt ist.
Der letzte Satz im Buch hat mir sehr gut gefallen, dass „jeder Schritt nach vorne ein Schritt in die Vergangenheit war“. Ein lesenswertes Buch, deswegen auch 5 Sterne.