Platzhalter für Profilbild

Lesemaus66

Lesejury Profi
offline

Lesemaus66 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemaus66 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Leichter Sommerroman mit ganz viel Gefühl

Mein Herz will Meer
0

Barbara Merlenkamp ist das Pseudonym von zwei Autoren, die unter dem Namen Romane veröffentlichen. Das Buch von Barbara Merlenkamp „Mein Herz will Meer“ ist ein schöner Sommerroman.
Das Cover zeigt bereits ...

Barbara Merlenkamp ist das Pseudonym von zwei Autoren, die unter dem Namen Romane veröffentlichen. Das Buch von Barbara Merlenkamp „Mein Herz will Meer“ ist ein schöner Sommerroman.
Das Cover zeigt bereits einige Details die dann auch in der Geschichte eine Rolle spielen.

Nicki und Viola sind beste Freundinnen seit der Schulzeit und kennen den Hauptort an der Ostsee in dem der Roman spielt seit ihrer Jugend. Nicki hat einen evangelischen Pfarrer geheiratet, während Viola ihr Studium als Opernsängerin abgeschlossen hat. Sie singt im Chor der Dresdner Semperoper.
Liiert ist sie mit einem angehenden Schlagerstar.
Die Beziehung geht etwas dramatisch auseinander und Viola landet einen Sommer lang bei ihrer Freundin und soll dort einen Frauenchor aufbauen und leiten.
Es gibt Verwicklungen, eine neue Liebe, ganz viel Romantik und Gefühle.

Barbara Merlenkamp hat für mein Empfinden einen Roman geschrieben, der sich gut als Urlaubslektüre, im Sommer in einem Liegestuhl oder direkt am Meer wunderbar lesen lässt.
Die Landschaft um Sulzhagen wird wunderbar beschrieben, so dass man Lust bekommt diese Region näher kennen zu lernen. Die Details sind liebevoll dargestellt. Das Schaf mit dem Strohhut auf dem Cover kommt in der Geschichte vor, genauso wie das Haus mit dem Reetdach.
Viola als eine Hauptprotagonistin ist eine junge Frau die durch harte Arbeit ihren Platz im Chor an der Semperoper gefunden hat. Sie zweifelt manchmal an ihren Fähigkeiten, aber das ist durchaus menschlich, wer tut das nicht. In der WG in der sie mit einer anderen jungen Frau lebt, haben die beiden eine gute Gemeinschaft gefunden.
Im Weiteren gibt es natürlich eine neue Liebe die zu Viola kommt.
Wie in dem Lied von Herbert Grönemeyer „Tausendmal berührt“ findet Viola in der Geschichte eine neue Liebe und bleibt sich dennoch treu, mehr sei nicht verraten. Sie ist eine liebevolle Figur.
Nicky empfinde ich als bodenständiger. Sie hat ein Optikergeschäft. Sie ist in der Kirchengemeinde von ihrem Mann angesehen und sie unterstützen sich gegenseitig. Wie es in einer guten Partnerschaft sein sollte. Vielleicht sieht Viola bei ihrer besten Freundin darin auch ein Vorbild.
Es ist ein Wohlfühlroman, wo relativ schnell klar ist wie die Strukturen angelegt sind und worauf es hinausläuft. Das empfinde ich als nicht schlimm, da es insgesamt auch so angelegt ist und man vorher einschätzen kann in welchem Genre dieses Buch unterwegs ist.
Von mir eine Kauf- und Leseempfehlung wenn man für eine kleine Auszeit einen Roman zum Wohlfühlen haben möchte, mit Liebe, etwas Herzschmerz, leichter Dramatik und einen Happy End.


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.04.2025

Schöne Geschichte mit geheimnisvollem Hintergrund

Die verborgene Erinnerung
0

Die verborgene Erinnerung ist das zweite Buch von Michaela Abresch. Es spielt wiederum in Skandinavien. Diesmal zum überwiegenden Teil auf Gotland. Das Cover ist sehr schön gestaltet mit einem Küstenabschnitt ...

Die verborgene Erinnerung ist das zweite Buch von Michaela Abresch. Es spielt wiederum in Skandinavien. Diesmal zum überwiegenden Teil auf Gotland. Das Cover ist sehr schön gestaltet mit einem Küstenabschnitt und den Salmbeeren die für diese Insel typisch sind.
Die Frage die ich mich noch gestellt habe, ob die Autorin absichtlich die Farbe der Beeren von blau auf rot im Cover gewechselt hat und ob es einen Hintergrund hat, das die Beeren jetzt auf der rechten Seite gezeigt werden. Im ersten Buch waren sie auf der linken Seite. Ähnlichkeiten sind hier schon vorhanden oder ist es als Markenzeichen der Autorin zu sehen?
In jedem Fall macht das Cover Lust darauf das Buch zu lesen.
Zu der Geschichte gehört zum einen Mella Haglund. Sie wohnt in Köln und im Leben von Mella scheint fast alles in Ordnung zu sein. Sie hat einen guten Job in einem Verlag und eine gute Beziehung zu ihrer Mutter. Diese wichtige Person ist Ingrid Haglund.
Mella wird für eine Arbeit die sie für Ihren Verlag zu erstellen hat nach Gotland geschickt. Vielleicht ein Wink des Schicksals, denn ihre Mutter kommt von dort, wollte aber mit ihrer ursprünglichen Heimat keine Verbindung mehr haben. Sie hatte vor langer Zeit jeglichen Kontakt zu der Insel abgebrochen.
Dann gehört als Hauptprotagonistin der Geschichte noch Siri Svensson. Sie lebt auf Gotland und wurde als Kind adoptiert. Siri verliert ihre Adoptivmutter sehr plötzlich und beginnt nach ihrem Tod ihre Wurzeln zu suchen. Wer ist ihre biologische Mutter. Sie hat schon sehr lange das Gefühl, das ihr etwas fehlt in ihrem Leben, das sie schon lange nach etwas sucht.
Das Buch wird zum größten Teil in verschiedenen Zeitsträngen erzählt, die am Ende zusammen laufen. Die Überschriften zeigen immer an, wann mich sich gerade wo befindet. Ein Teil ist kursiv gestaltet, da er sich in der Vergangenheit abspielt.

Die Autorin hat für mein Empfinden die Protagonisten gut dargestellt, ihre Gefühle und wie sie zueinander stehen, was sie füreinander empfinden. Die Insel Gotland wird ebenfalls sehr schön beschrieben. Man bekommt direkt Lust dorthin zu fahren und Gotland und die Menschen selbst zu erleben. Die Pension wo Mella untergebracht ist mit dem Garten macht Lust auf Meer und mehr.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Im letzten Drittel schwächelt das Buch etwas für mein Empfinden, hier muss es sehr schnell gehen, dass alles zu einem Ende kommt. Etwas enttäuschend fand ich im vorliegenden Buch, das einige Themen die die Geschichte betreffen vorhersehbar waren. Bereits im ersten Drittel war zu erkennen, wie sich die Verhältnisse darstellen könnten, da war es nur eine Frage, wie es aufgeklärt wird.
Am Abschluss wurde es sehr emotional und ich musste mir das eine oder andere Tränchen verkneifen.
Ein schönes Buch mit ganz leichter Schwäche zum Schluss, deswegen habe ich einen halben Stern abgezogen. Es war für mich das zweite Buch der Autorin und ich muss auch gestehen, dass ich das erste als etwas stärker empfunden habe. In beiden spielen Frauen, Liebe, Freundschaft und Familie eine große Rolle, wobei im ersten Buch etwas mehr Dramatik dabei war. Es geht wiederum um Verlust und die Suche nach Identität und Herkunft.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.12.2024

Ein Buch, um sich wieder jung und frei zu fühlen

Damals waren wir frei
3

Das Buch von Stephanie Jana „Damals waren wir frei“ ist zu meinem Lieblingsbuch des Jahres geworden. Die Geschichte beginnt 1968 mit einem Konzert der Doors in Frankfurt. Dann gibt es einen Erzählstrang ...

Das Buch von Stephanie Jana „Damals waren wir frei“ ist zu meinem Lieblingsbuch des Jahres geworden. Die Geschichte beginnt 1968 mit einem Konzert der Doors in Frankfurt. Dann gibt es einen Erzählstrang 20 Jahre später in Ostberlin, der über ihre Tochter Mina und ihr Leben dort berichtet.
Eine Liebesgeschichte in zwei Zeitabschnitten, die sowohl Elly als auch ihre Tochter Mina betrifft. Elly verliebt sich in einen jungen Mann aus dem Westen. Sie kann aber nicht bei ihm bleiben, weil zu Hause in Ostberlin die Familie wartet und sie wieder zurück muss. Es liest sich wie eine Liebe, die nie geendet hat. Es bleibt spannend bis zum Schluss, ob es ein Happy End gibt.

Mina die Tochter von Elly die in der Geschichte 20 Jahre alt ist, verliebt sich ebenfalls in einen jungen Mann aus Westberlin. Man hat das Gefühl, das sich die Geschichte wiederholt, da sich beide durch die Trennung mit der Mauer nicht regelmäßig begegnen können.
Erst die Wende und dann der Fall der Mauer 1989 der wirklich eine Wende in der Geschichte genommen hat. Wir als Leser wissen über diese Entwicklung, aber die Protagonisten wissen nicht was kommt, das macht den Roman auch sehr spannend.

Der Roman zeigt die politische Entwicklung gut aufbereitet und vielleicht auch für die jüngere Generation die es nicht direkt erlebt hat, um die Entwicklung gut nachvollziehen zu können. Die Geschichte spielt in einem Tanzpalast im Ostteil von Berlin. Zu der Erzählung gehören noch die Nona, die Mutter von Ellly. Dann ihr Lebensgefährte Bernd, der Bruder von Mina, ihre beste Freundin Ratte und ihre Bandmitglieder.
Eine wilde Zeitreise authentisch, stark, aber trotzdem einfühlsam und zum Teil sehr emotional. Das Buch wirkt nicht kitschig, wie ein Taschenroman, sondern sehr ansprechend.
Ich habe mich beim Lesen sehr gut mitgenommen gefühlt. Die Protagonisten waren gut beschrieben, sowohl im Charakter als auch im Aussehen.
Ein Buch, was ich gut empfehlen kann und was fünf Sterne von mir bekommen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.12.2024

Ein Mord zum Dinner mit Ankündigung

Der Krimidinnermord
2

Der Krimidinner Mord ist der dritte Band einer Reihe von Colleen Cambridge.
Sie ist eine New- York Times Bestsellerautorin, die unter einem Pseudonym schreibt.
Mit dem Krimi bedient Cambridge einen guten ...

Der Krimidinner Mord ist der dritte Band einer Reihe von Colleen Cambridge.
Sie ist eine New- York Times Bestsellerautorin, die unter einem Pseudonym schreibt.
Mit dem Krimi bedient Cambridge einen guten „Whodunit“ Krimi.

Der Leser begleitet die Haushälterin von Agatha Christie während ihrer Mordermittlungen, denn in ihrer Gegenwart passiert immer etwas und sie kann besser und geschickter ermitteln, als der Inspector.
Phyllida Bright wird abends zu einer Gesellschaft eingeladen, wo sie den Haushalt
von Agatha Christie in ihrer Abwesenheit vertritt. Ein Landsitz in der Nähe, der von einem Ehepaar angemietet wurde. Es sollte eine Leiche zum Dinner serviert werden. Was als Spaß gedacht war, wurde für den Gastgeber Herrn Wokesley bitterer ernst, da er wirklich ermordet wurde.
Der Leser ist in die Ermittlungen, die von Phyllida durchgeführt werden, immer dabei und kann miträtseln und ermittelt, wer könnte der Täter oder die Täterin sein.
Es werden falsche Fährten gelegt, scheinbar zunächst unwichtige Details entpuppen sich als ausschlaggebenden Hinweis und zum Schluss, war es nicht der Gärtner 😊
Daneben gibt es Einblicke in einen britischen Haushalt, wo Anfang des 20. Jahrhunderts der Staubsauger seinen Einzug hielt und die Organisation und den Ablauf dort auch etwas durcheinander gebracht hat.
Das Buch bekommt von mir 4 Sterne da es sich gut liest, die Protagonisten sind sehr gut, fast bis ins Detail dargestellt und der Lesefluss ist angenehm. Einen Stern Abzug gebe ich für den dann doch sehr überschaubaren Ausgang des Krimis und das es zum Ende hin doch, im wahrsten Sinne des Wortes, etwas schnell gehen musste.
Phyllida ist „very british“ mit ihren Vorlieben und Abneigungen und auch ein kleiner Flirt mit dem Chauffeur findet seinen Platz.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.10.2024

Wunderbare nordische Mythologie

Sisters in Blood - Der Schwur
4

„Sisters in Blood“ ist ein Roman von Genevieve Gornichec.
Der Roman „Sisters in Blood“ beruht auf einer historischen Grundlage der isländischen Sage von Gunnhild und Erik und spielt in den frühen 900er ...

„Sisters in Blood“ ist ein Roman von Genevieve Gornichec.
Der Roman „Sisters in Blood“ beruht auf einer historischen Grundlage der isländischen Sage von Gunnhild und Erik und spielt in den frühen 900er Jahren. Es gab Götter, Sagen und Mythen. Die Menschen waren sehr naturverbunden, es gab noch Tieropfer und Medikamente aus Kräutern.
Das Buch mit dem Farbschnitt ist wunderbar gestaltet und das Cover mit Bergen, Wasser und Schwalben verheißt schon einiges, bevor man das Buch überhaupt aufgeschlagen hat. Im Anhang finden sich eine Aufstellung der Personen und einiger besonderer Begriffe.
Die Hauptprotagonistinnen sind Gunnhild und ihre beiden Freundinnen Signy und Oddny. Sie werden zu Schwurschwestern nachdem eine Seherin ihnen weissagte, dass eine von ihnen die Zukunft der anderen verdunkelt.
Gunnhild geht danach ihren eigenen Weg, wird selbst zu einer Hexe/ Weissagerin ausgebildet, ihre Schwurschwestern verbleiben in der eigenen Familie. In dem Roman sind die Schwurschwestern sehr unterschiedliche Charaktere, wo jede versucht ihren eigenen Weg zu gehen, aber auch zu der anderen steht.
Jahre später wird Signy von Wikingern entführt und verkauft. Oddny will ihre Schwester retten und versucht mit allen Mitteln herauszufinden, wo sie sich befindet. Gunnhild geht auf diesem Weg eine Verbindung mit König Erik ein.
Der Schreibstil ist flüssig. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonistinnen sind gut beschrieben. Ich konnte mir zu jeder Zeit ein Bild vorstellen, wie sie aussehen könnten und warum sie in der jeweiligen Situation so reagiert haben, wie es beschrieben war. Einige Anteile waren sehr mystisch und für mein Empfinden auch nicht unbedingt in die Zeit der Wikinger zu verorten. Das letzte Drittel schwächelt etwas. Ich hatte den Eindruck es muss zu Ende gebracht werden. Teilweise war bei mir der Eindruck vorhanden, dass Handlungsstränge erhalten werden müssen, um einem möglichen Folgeband den Weg zu ebnen.
Deswegen habe ich auch einen halben Punkt abgezogen. Insgesamt eine Leseempfehlung die auch historisches Wissen vermittelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema