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Veröffentlicht am 03.11.2019

Ein sommerleichter Urlaubsroman

Ein Cottage für deinen Sommer
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Viola Shipman Ein Cottage für deinen Sommer
2019, Fischer-Krüger

Ein sommerleichter Urlaubsroman, der stürmische Herbsttage zu einem warmen und friedlichen Ort macht.

In ein Cottage für einen Sommer ...

Viola Shipman Ein Cottage für deinen Sommer
2019, Fischer-Krüger

Ein sommerleichter Urlaubsroman, der stürmische Herbsttage zu einem warmen und friedlichen Ort macht.

In ein Cottage für einen Sommer schildert Viola Shipman einen Neubeginn. Adie Lou hat ihren Job gekündigt und sich scheiden lassen. Sie möchte das Ferienhaus ihrer Großeltern am Michigansee in ein B&B umbauen. Das kostet natürlich viel Geld und verlangt viel Mitarbeit von ihrer Seite und ihren Freunden.

Warmherzig erzählt Viola Shipman von Adie Lou, die ich sofort in mein Herz geschlossen hab, nicht zuletzt, als sie dem Hund Asyl gewährt. Die neue Liebe darf auch nicht fehlen und auch die herzigen Beziehungen zu ihrem Sohn und ihrer besten Freundin, mitsamt den Dorfbewohnern, die ihre Großeltern als Original sahen.

Schön finde ich die Tradition mit den Regeln, die immer in den Sommerferien im Schein der Wunderkerzen zelebriert wurden. Die Regeln gibt’s dann auch immer wieder und für jedes Zimmer, das Adie Lou für Gäste renoviert hat. Ihr eigener Bereich bekommt auch eine Regel.

Mir gefiel das Buch von Miriam Covi Sommer unter Sternen sehr gut, und auch dieses Buch ist total schön. Eigentlich sind es sommerleichte Bücher, aber man kann das Buch auch im Winter vor der Heizung mit einem Glühwein lesen. Es gibt für alles eine Lösung und man kann sich in dem Buch verlieren und abschalten vom stressigen Alltag. Die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen und auch der Ort ist wunderschön, so dass er auch der Sehnsuchtsort der Leserin sein könnte.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein wunderschöner Anfang mit einem Neubeginn, der wirklich der Herzenswunsch der Protagonistin ist. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn der Weg zum Ziel noch so schwer ist. Tolle Protas, herrliche Landschaft und ein wunderbarer Sommerroman für alle, die einfach mal gründlich abschalten wollen. Aber Achtung, man schmunzelt ab und zu, trotzdem sollte man das Buch nicht in der S-Bahn lesen, denn man kommt allzu leicht in Urlaubsstimmung und möchte die Lektüre nicht mehr unterbrechen. 5 Sterne.


Veröffentlicht am 03.11.2019

Geschmacksexplosion fürs Auge

Abenteuer Geschmack!
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Abenteuer Geschmack ist ein wunderbares Buch, mit vielen Erklärungen der Geschmacksrichtungen, welche durch hochwertige und schöne Fotografien von Vivi D`Angelo bereichert werden. Das Ganze wird mit 60 ...

Abenteuer Geschmack ist ein wunderbares Buch, mit vielen Erklärungen der Geschmacksrichtungen, welche durch hochwertige und schöne Fotografien von Vivi D`Angelo bereichert werden. Das Ganze wird mit 60 Rezepten abgerundet. Zu diesem Trio passt dann auch irgendwie der Verkaufspreis von 30 Euro.

Das ganze Buch ist gespickt mit vielen fabelhaften Zitaten um den Geschmack. Es wird alles so genial erklärt, dass bei mir keine Fragen mehr offen blieben. Vor allem die Erklärungen für die Kartoffel und die Karotte fand ich sehr interessant. Ich habe sehr viel gelernt.

Die Fotografien sind Kunstwerke für sich, so dass man erst mal meint, man hätte einen Bildband vor sich. Es gibt so viel fürs Auge und damit nimmt man ja schon vieles in sich auf, bevor es auf die Zunge trifft.

Die Rezepte gefallen mir auch sehr gut. Praktisch ist, dass man die meisten Zutaten normalerweise alle in einem gut sortieren Supermarkt bekommen kann. Mich beeindruckt, wie man bei Spargel – für mich – noch was Neues zufügen konnte. Spargel im Backofen, Backblech dem untersten Boden, das gibt die Maillard-Reaktion. Röststoffe, die besonders aromatisch sind.

Das Cover fand ich schon total faszinierend und ungewöhnlich. Der Klappentext ist auch sehr stimmig und passend. Aber besonders geil fand ich, wenn man das Buch aufklappt, da sind die ersten beiden Seiten erst mal in einem poppigen Pink. Genauso wie hinten im Buch. Die passende Farbe für das Abenteuer Geschmack, fand ich. 1*

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich bin total begeistert von diesem farbenprächtigen, interessanten Buch. Mit dieser Ergänzung im Bücherregal wird es einem nicht langweilig. 5 Sterne für dieses geniale Werk.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Dramatischer Thriller mit genialen Protagonisten

Nachtblau der See
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Fee erzählt von der Geschichte:
Der 5. Fall der Krimiserie mit Werner Meier und Zita Schnyder. Der Fall spielt hauptsächlich um das Schloss Greifensee, weil dort ein Freilicht-Festspiel stattfinden soll. ...

Fee erzählt von der Geschichte:
Der 5. Fall der Krimiserie mit Werner Meier und Zita Schnyder. Der Fall spielt hauptsächlich um das Schloss Greifensee, weil dort ein Freilicht-Festspiel stattfinden soll. Kurz bevor dieses beginnt, stirbt die Hauptdarstellerin, eine junge Influencerin. Meier und Schnyder ermitteln getrennt von einander.

Fee´s Meinung:
Das Cover finde ich wunderschön und ich finde es sehr passend für diesen Krimi. Auch der Rückseitentext samt dem Namen des Buches finde ich sehr gelungen. 1*

Ich kannte ja schon Quittengrab, daher waren mir einige der Charaktere nicht fremd. Aber dieses Buch könnte man auch ohne dass man die anderen Bände kennt lesen. Es gab weniger Figuren, wie beim Quittengrab. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte. Am liebsten mochte ich Hannah, die das ganze eingefädelt hat. Aber auch Rose und natürlich Zita und Beanie. Mit Hannah hatte ich sehr mitgebangt und freute mich dann über den Schluss.

Durch die vielen kleinen Handlungsstränge, wirkt der Krimi schon von Anfang an sehr bühnengerecht dramatisch und verworren, so dass man auch sehr gut mit raten konnte. Es gab mehrere Highlights und es war sehr aufregend, wer denn nun die Hauptrolle spielen würde oder ob das Ganze überhaupt stattfinden würde. Zwischendurch kam immer ein kleines kursiv geschriebenes Kapitel, weil Hannah vor Gericht stand. Es war also doppelt aufregend.

Natürlich gab es – wie schon im Quittengrab – einige aktuelle Themen wie Instagram und Mobbing im Internet. Die #Metoo Bewegung spielte eine große Rolle, außerdem kommen noch die ganzen Intrigen im Theaterwesen und nicht zuletzt Fehlspekulationen, bankrotte Firmen etc.

Zudem gab es auch noch die privaten Probleme zwischen Zita und Werner. Beide könnten beruflich weiterkommen und Zita hätte das tun können, was sie schon immer wollte, aber in London. Meier hätte als Chef aufsteigen können. Mit den Kindern müsste einer zurückstecken, aber keiner wollte dies. So gab es glaubhafte Diskussionen und Streits, aber natürlich auch Zitas Alleingänge in dem Fall. Das mit der Gleichstellung ist nicht so einfach, aber Gabriela Kasperski hat am Ende immer eine Lösung parat.

Mir gefiel der Krimi wieder ausgezeichnet. Der einzige Wehrmutstropfen, nach dem Lesen des Buches ist, dass ich wieder ein Jahr auf den nächsten Band warten muss. Ich finde es einfach genial, wie Gabriela Kasperski die ganzen aktuellen Themen miteinander verknüpft. Natürlich konnte ich auch wieder einiges über Instagram lernen. Es klingt auch alles sehr plausibel und man bekommt Eindrücke über die Theaterwelt, die man sich so gar nicht vorgestellt hat. Zu keiner Zeit wurde es mir langweilig, denn es ging Schlag auf Schlag, bis sich die Stränge und Charaktere verknüpften. Es gab auch einiges an Schweizer Lokalkolorit und so bereicherten die Orte, das Geschehen und Personen mein Kopfkino.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Nachdem dieser Krimi das Quittengrab an Qualität, Spannung, Aktualität der Themen und tollen Charakteren noch ein wenig übertroffen hat, habe ich eine neue Lieblingsautorin: Gabriela Kasperski. Agatha Christie wäre auch total begeistert! 10 Sterne für diesen rundum gelungenen Krimi aus der Schweiz.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Nicht mein Genre, trotzdem Top!!

Das Vermächtnis der Familie Palmisano
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Rafel Nadal Das Vermächtnis der Familie Palmisano
2017, Bastei Lübbe

Fee zum Buchinhalt und Meinung:
Familie Palmisano hat 21 Tote im ersten Weltkrieg zu beklagen. Als Donata einen weiteren männlichen ...

Rafel Nadal Das Vermächtnis der Familie Palmisano
2017, Bastei Lübbe

Fee zum Buchinhalt und Meinung:
Familie Palmisano hat 21 Tote im ersten Weltkrieg zu beklagen. Als Donata einen weiteren männlichen Palmisano auf die Welt bringt, muss sie sich was einfallen lassen, damit er nicht auch dem Fluch zum Opfer fällt, denn er ist der letzte der Palmisanos. Sie gibt ihn als Sohn ihrer Cousine und besten Freundin aus, die am selben Tag ein Mädchen auf die Welt bringt. Er heißt nun mit Nachnamen Convertini und die beklagen im 2. Weltkrieg auch sehr viele Männer.

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich solche Bücher nicht lese, wenn ich sie nicht lesen muss. Ich hab das Buch vom öffentlichen Bücherschrank und hab gleich mal die ersten Seiten gelesen und die haben mich dann so gefesselt, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.

Ich finde das Buch sehr interessant und unterhaltsam. Die vielen Geschichten über Blumen, Sträucher und den Garten ebenso wie die Familiengeschichten, -zusammentreffen. Bis auf 2 Charaktere mag ich die Protagonisten auch alle irgendwie und finde sie total faszinierend.

Besonders das Ende finde ich wunderschön und es gefällt mir. Sowohl wer mit Vitantonio zusammen ist und Kinder bekommt, als auch zum Schluss, der „alte Mann“ nach Hause geholt/gerufen wird.

Es gab so viel schönes in dem Buch, aber auch total trauriges und natürlich war der Krieg alles andere als schön.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Das Buch hat 10 Sterne verdient, es hat mich so gefesselt, ob wohl das nicht mein Genre ist und ich es nie gelesen hätte, wenn es nicht im Bücherschrank hier gerufen hätte. Die Charaktere, die Familiengeschichte, genauso wie das mit dem Garten gefiel mir unheimlich gut. Ein Buch das es verdient gelesen zu werden! Den Autor sollte man sich merken.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Frau Merkel das lustige Highlight :-)

Hüttenkatz
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Fee zum Buchinhalt samt Meinung:

Kommissar Steinböck fährt mit seiner Katze Frau Merkel zu einem Klassentreffen. Eigentlich wollte er sie zuhause lassen, aber sie schmuggelt sich ins Auto. Als Katzenbesitzer ...

Fee zum Buchinhalt samt Meinung:

Kommissar Steinböck fährt mit seiner Katze Frau Merkel zu einem Klassentreffen. Eigentlich wollte er sie zuhause lassen, aber sie schmuggelt sich ins Auto. Als Katzenbesitzer sollte er das eigentlich wissen, finde ich. Und die zwei Klassenkameraden, die er aufgabelt, die gucken zwar, kommentieren das Ganze aber nicht. Ich fand das merkwürdig. Da sie zu spät sind, müssen sie zur Hütte hoch laufen. Wenn ich mich noch recht erinnere gilt das auch für Frau Merkel. In einer Doku hab ich mal gesehen, dass Katzen meist so 5 km am Tag laufen, mehr nicht. Und da geht es bergauf und es ist nicht so nah. Also das kam mir schon mal unglaubwürdig vor.

Nun ja, es geschehen einige Morde auf der Hütte und da es ja ein „fast abgeschlossener Raum“ ist, wie schon in einem Agatha Christi Krimi und in mehreren Filmen, war der Täterkreis sehr klein. Und da es dann ausgerechnet jemand war, den ich nicht gehofft hatte, nur dem Umstand sind die 3 Sterne zu verdanken. Schade, dass nun Kommissar Steinböck seinen Speiseplan wieder verändern muss. Aber ein Highlight war jetzt die „Enthüllung“ des Mörders auch nicht gerade. Ich fand’s auch nicht spannend oder so.

Es gab dann eine Berlinerin? Sächsin? Oder Russlanddeutsche? Oder was auch immer (ich hab’s schon wieder vergessen, und das sagt schon viel aus, was ich zu dem Buch denke), in der Kantine und irgendwie hat Steinböck da irgendwie nie wirklich was zu Essen bekommen. Ein Running Gag, den es auch schon beim Vorgänger „der Teufelskatz“ gibt. Auch die „Drogenspürkatze“ scheint ein Running Gag zu sein. Das ist jedenfalls eine witzige Einlage, die mir sehr gut gefällt.

Ein Highlight war ohne Zweifel, die Modenschau und natürlich die humoristischen Szenen mit Frau Merkel. Jedenfalls gab’s da ein paar tolle und witzige Sachen. Ich möchte auf die Szene im Hotel eingehen, wo es eine Homage an Marilyn Monroe gibt. (Hätte es der Autor nicht gesagt, hätte ich es nicht bemerkt, hab die Szene deshalb noch mal gelesen und ja, es ist eine nette Homage.) Die Blonde und Frau Merkel sehen den Mörder. Kommissar Steinböck erfährt es zu letzt. Das fand ich auch unglaubwürdig.

Es dauert ein Weilchen, bis der Krimi in Gang kommt. Was mir aber am meisten fehlt ist der für mich – kaum vorhandene – Lokalkolorit. Ich find, da ist zu wenig Dialekt und auch so. Auch mit dem Humor (außer einige Frau-Merkel-Szenen) tat ich mich schwer. Mir gefällt einfach der Humor in der Sanktus Serie von Andreas Schröpfl viel mehr. Da gibt’s Dialekt und Lokalkolorit ohne Ende und natürlich kommt man kaum aus dem Lachen raus. Und nachdem ich bei „Teufelskatz“ entnervt aufgegeben habe, wird das, auch wenn es ein „Katzenkrimi“ ist, nicht meine Lieblingsserie. Leider.

Ich fand bei Hüttenkatz und Teufelskatz irgendwie unglaubwürdig, dass die Katze einfach überall rumlaufen darf, oder dass sie dann auf dem Arm des Kommissars ist. Ich finde, das nimmt ihm die ganze Glaubwürdigkeit und auch so, den ganzen Respekt, schließlich ist er der Chef der Abteilung.

Seine Untergebenen, die Kollegin, die so abgenommen hat und der „lustige“ Rollstuhlfahrer fand ich etwas farblos. Aber wahrscheinlich weil ich die vorherigen Bücher nicht kenne. Bei der Serie wäre es vielleicht ratsam, erst die anderen Bücher zu lesen?!

Mit den pigmentierten Begriffen hatte ich so meine Probleme. Aber der Autor schrieb, das kommt davon, dass er es einfach mal „überkorrekt“ ausdrücken wollte, weil ja alle so auf „Neger“ und so herumreiten. Von dieser Seite aus gesehen, ist es fast schon witzig. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob man so was witzig finden sollte?! Ich möchte jedenfalls lieber als weiß beschrieben werden.
Das Cover ist sehr schön und total niedlich. Aber was die Kuh da auf dem Bild macht, das frage ich mich. Vielleicht ist es so werbetechnisch besser und mehr Leute kaufen das Buch?

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Dank den Lachern, die mir Frau Merkel beschert hat und da ich nicht auf den Mörder gekommen bin, vergebe ich 3 Sterne.