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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2026

Wiederlesen mit Schlaicher – dieses Mal mit Basset Napoleon statt Dr. Watson

Noch ein Mord auf Alemannisch
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Nach vielen Jahren Pause gibt es endlich wieder ein Wiederlesen mit Schlaicher und seinen Freunden. Darauf habe ich mich wirklich gefreut. Er hat mich damals über sieben Bände begleitet, und deshalb fühlt ...


Nach vielen Jahren Pause gibt es endlich wieder ein Wiederlesen mit Schlaicher und seinen Freunden. Darauf habe ich mich wirklich gefreut. Er hat mich damals über sieben Bände begleitet, und deshalb fühlt sich dieser achte Teil wie ein kleines Heimkommen an.

Privatdetektiv und Testdieb Schlaicher besucht seinen Freund, Kommissar a. D. Schlageter. Dabei trifft er natürlich auch auf seinen alten Nachbarn und Freund Trefzer, der den Lokalkolorit mit seinem Alemannisch wunderbar abrundet. Auch seine Ex‑Frau Martina und seine Tochter Billie sind mit von der Partie. Zuerst gibt es vermeintlich harmlose Vorfälle, die sich mit der Entführung drastisch steigern.

Besonders schön ist, dass es auch diesmal wieder einen Basset gibt. Dieses Mal hat Schlageter Napoleon, einen Basset aus dem Tierheim, geholt – denn dieser badische Krimi funktioniert einfach nicht ohne. Das gehört hier zur Reihe und macht einen Teil des besonderen Charmes aus.

Der Einstieg ist sehr nostalgisch, mit vielen Rückblicken auf frühere Fälle. Für neue Leser sicher hilfreich, für uns langjährige Fans vielleicht etwas ausführlich. Sobald die Handlung aber anzieht, kommt die vertraute Atmosphäre zurück: Spannung, Lokalkolorit und die typische Mischung aus Humor und Ernst, die diese Reihe ausmacht.
Das Gendern am Anfang hat mich etwas aus dem Lesefluss gebracht – für viele Fans vermutlich etwas zu modern. Vielleicht kommt das aber daher, dass es einfach nicht mehr lustig ist. Danach liest es sich wieder gewohnt angenehm.

Lesezeichenfees Fazit:

Ein nostalgisches und unterhaltsames Wiederlesen, das nach einem ruhigen Start richtig Fahrt aufnimmt. Ich hoffe, dass die Reihe weitergeht und dass Testdieb Schlaicher beruflich wieder neue Aufträge bekommt.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Spannender Krimi mit echter Wacken‑Atmosphäre

Tod in Wacken
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Der Emons Verlag hat mit Tod in Wacken von Heike Denzau einen spannenden Krimi veröffentlicht, der vor allem durch seine Wacken‑Atmosphäre punktet. Man spürt das Festivalfeeling, die Menschenmassen, die ...


Der Emons Verlag hat mit Tod in Wacken von Heike Denzau einen spannenden Krimi veröffentlicht, der vor allem durch seine Wacken‑Atmosphäre punktet. Man spürt das Festivalfeeling, die Menschenmassen, die Musik, das Chaos – genau das macht den Reiz aus.

Die Charaktere sind stark gezeichnet und tragen viel zur Spannung bei. Die Handlung bleibt durchgehend mitreißend, ohne große Hänger, und der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und angenehm direkt.

Lesezeichenfees Fazit:
Insgesamt ein spannender Krimi, der Festivalstimmung, gute Figuren und solide Spannung verbindet.
4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Spannender Krimi mit starken Figuren und kleinen Härten

Das Haus am Moor
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Der Emons Verlag hat ein schönes Buch von Heike Denzau veröffentlicht: Das Haus am Moor.
Eine Entführungsgeschichte, die einen mitreißt – vor allem, weil es um einen Jungen geht und zusätzlich ein älteres ...


Der Emons Verlag hat ein schönes Buch von Heike Denzau veröffentlicht: Das Haus am Moor.
Eine Entführungsgeschichte, die einen mitreißt – vor allem, weil es um einen Jungen geht und zusätzlich ein älteres Mädchen aus dem Heim hineingezogen wird: Jana und Theo. Nele, Janas Freundin, wird dagegen Opfer eines brutalen Verbrechens, was die Geschichte düsterer macht, als man es vielleicht erwartet.

Das Haus steht zwar im Moor, aber echte Moor‑Atmosphäre entsteht kaum. Es ist eher die Einsamkeit des abgelegenen Einzelhauses, die die Spannung trägt. Der Titel passt deshalb nur bedingt, auch wenn er neugierig macht.

Die Handlung bleibt durchweg spannend, weil der Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Ich hatte zwar eine Ahnung, aber sicher war ich mir nie – ein gutes Zeichen für einen Krimi. Das Buch hätte allerdings ein paar Seiten weniger vertragen, denn manche Passagen wirken etwas gestreckt.

Die Brutalität einer der Entführerinnen fand ich schade, aber sie erhöht natürlich die Dramatik. Froh war ich, dass meine beiden Lieblingsfiguren Jana und Theo verschont geblieben sind.

Der Schreibstil ist solide, gut lesbar und ohne große Schwächen.

Lesezeichenfees Fazit:

Ein spannender Krimi mit starken Figuren, kleinen Längen und einem Titel, der atmosphärisch mehr verspricht, als er liefert. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

🌟 Schönes Familienbuch mit vielen Ideen – aber nicht nur von Helene Fischer allein gemacht

HELENE FISCHER: Das große Vorlesebuch für die ganze Familie mit Geschichten und Liedern
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Das große Vorlesebuch von Helene Fischer ist liebevoll gestaltet und bietet viele verschiedene Inhalte für Familien mit kleineren Kindern. Enthalten sind Vorlesegeschichten, Kinderlieder mit Noten, Bastelideen, ...


Das große Vorlesebuch von Helene Fischer ist liebevoll gestaltet und bietet viele verschiedene Inhalte für Familien mit kleineren Kindern. Enthalten sind Vorlesegeschichten, Kinderlieder mit Noten, Bastelideen, Mitmach-Anregungen und sogar kleine Rezepte für gemeinsame Familienzeit.

Besonders schön ist die abwechslungsreiche Mischung aus Geschichten, Musik und kreativen Ideen. Die Illustrationen sind kindgerecht und freundlich gestaltet und passen sehr gut zum Konzept des Buches.

Auch das Bonusmaterial über den integrierten NFC-Chip ist eine nette Idee. Wenn NFC am Handy aktiviert ist, bekommt man Zugriff auf zusätzliche Inhalte wie gesungene Kinderlieder von Helene Fischer, weitere Geschichten und Lösungen der letzten Seiten. Allerdings wird das im Buch selbst kaum erklärt. Erst auf der heruntergeladenen Seite findet man Hinweise dazu. Außerdem kann man die Inhalte nicht einfach dauerhaft geöffnet lassen, wenn man das Handy wieder vom Buch entfernt – das war anfangs etwas verwirrend.

Was man außerdem erwähnen sollte: Das Buch wurde nicht einfach „allein von Helene Fischer“ geschrieben, sondern es steckt ein ganzes Team dahinter. Genannt werden ausdrücklich die Co-Autorin Svea Bronke sowie die Illustratoren Heike Vogel, Anna Karina Birkenstock und Mathias Weber. Das sollte man fairerweise erwähnen, denn gerade die Geschichten, Illustrationen und Ideen wirken wie eine echte Gemeinschaftsarbeit.

Lesezeichenfees Fazit:
Ein schön gemachtes Familienbuch mit vielen unterschiedlichen Ideen zum Vorlesen, Mitsingen und Mitmachen. Das Bonusmaterial ist eine moderne Ergänzung, die allerdings besser erklärt werden könnte. Insgesamt liebevoll gestaltet, auch wenn klar wird, dass hinter dem Projekt ein größeres Team steht.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Bayerischer Cosy‑Crime mit Witz, Tempo und einem echten Knaller am Schluss

Knödelmord im Sperrbezirk
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Knödelmord im Sperrbezirk von Coco Eberhardt ist ein herrlich verrückter Bayern‑Cosy‑Crime, der sofort Spaß macht. Der Schreibstil ist flott, humorvoll und voller Charme – genau die richtige Mischung ...


Knödelmord im Sperrbezirk von Coco Eberhardt ist ein herrlich verrückter Bayern‑Cosy‑Crime, der sofort Spaß macht. Der Schreibstil ist flott, humorvoll und voller Charme – genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit, Spannung und schrägen Einfällen. Immer wieder passieren total abgefahrene Dinge, die perfekt in dieses überdrehte Setting passen und den Roman angenehm locker halten.

Besonders gelungen sind die authentischen, coolen Charaktere. Sie wirken lebendig, haben Ecken und Kanten und tragen viel zum Humor und zur Atmosphäre bei. Man merkt, dass hier jemand mit Freude an Charakterentwicklung schreibt. Selbst Nebenfiguren bleiben im Kopf.

Das Bayern‑Flair ist ein echtes Highlight: Dialekt, Atmosphäre, Schauplätze – alles wirkt lebendig, ohne übertrieben zu sein. Dazu kommt ein Cover, das nicht nur schön aussieht, sondern auch perfekt zum Buch passt und den Ton der Geschichte wunderbar einfängt.

Der Kriminalfall läuft angenehm nebenher und taucht immer wieder auf, ohne den humorvollen Grundton zu stören. Die Kommissarin Dünnbiert ist zwar offiziell zuständig, hat aber erstaunlich wenig zu tun – was dem Buch eher einen zusätzlichen humorvollen Touch verleiht. Und am Ende wartet noch ein richtiger Hammer, der die Geschichte mit Schwung abschließt.

Lesezeichenfees Fazit:
Ein witziger, atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Bayern‑Cosy‑Crime mit coolen Figuren, viel Lokalkolorit und einem Finale, das man so nicht kommen sieht. Perfekt für alle, die leichte Krimis mit Humor mögen.

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