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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2026

Wissenschaftlich

Ein Date mit deinem Gehirn
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Das hier ist kein Buch, dass man mal eben zwischendurch runterliest. Man braucht etwas Zeit, die Informationen zu erfassen. Zumindest erging es mir so, dass ich auch noch eine Weile nach dem beenden warten ...

Das hier ist kein Buch, dass man mal eben zwischendurch runterliest. Man braucht etwas Zeit, die Informationen zu erfassen. Zumindest erging es mir so, dass ich auch noch eine Weile nach dem beenden warten musste, bis ich diese Zeilen hier schreibe.

Eigentlich ist der Schreibstil so, dass man gut folgen kann, was bei wissenschaftlichen Werken nicht immer der Fall ist. Hier wurde der Ton gut gewählt. Doch der Informationsgehalt ist so hoch, dass es eben nicht mal eben aufgesaugt wird.

Da mir Evolutionstheorie nicht fremd ist, hatte ich da einen Gewinden Vorteil. Und so komme ich auch direkt zu einem Kritikpunkt, weil es mit da enorm aufgefallen ist. Manche Sätze wiederholen sich nicht nur inhaltlich. Auch wortwörtlich- da hätte das Lektorat ein wenig aufmerksamer sein dürfen. Was sicherlich nicht so leicht ist, wenn man nicht vom Fach ist. Vermutlich ist es mir deswegen genau in dem Kapitel so deutlich aufgefallen.

In manchen Kapiteln hatte ich das Gefühl, Verallgemeinerungen anzutreffen und nicht die Bandbreite der verschiedenen Denkstrukturen oder auch Beziehungsmuster zu sehen (Stichwort Neurodivergenz).

Aber alles in allem ein gutes Buch mit geballtem Fachwissen, nicht immer mit Blick über den Tellerrand und man merkt, dass nicht alle Bereiche die Spezialisierung des Autors beinhalten. Dennoch kann ich eine Empfehlung aussprechen, wenn man sich mit dem Thema beschäftigen möchte, es gibt auf jeden Fall neue Einblicke.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Vampire und Gladiatoren

We Who Will Die
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Auf dieses Buch habe ich mich enorm gefreut, denn ich liebe die Antike und ich liebe Vampirromame. Also klang hier alles für mich nach einem perfekten mix.

Arvelle ist eine Söldnerin, die sich für ihre ...

Auf dieses Buch habe ich mich enorm gefreut, denn ich liebe die Antike und ich liebe Vampirromame. Also klang hier alles für mich nach einem perfekten mix.

Arvelle ist eine Söldnerin, die sich für ihre Brüder, von denen einer schwer erkrankt ist, durchschlägt. Die hatte Vergangenheit hat sie eng zusammengeschweißt.

Doch dann steht ein Vampir vor ihrer Tür und erpresst Arvelle, Farbigkeit an den Kämpfen des Imperators teilzunehmen, um nahe genug an diesen heranzukommen, um ihn zu töten. Für Arvelle nicht nur gefährlich, es stürzt sie auch in Erinnerungen. Zum einen an den Verlust ihrer besten Freundin bei diesen Arenakämpfen, sondern auch an ihre Jugendliebe, den Vampir Tieron, der nun auch wieder vor ihr steht. Und dann ist da noch sein geheimnisvoller aber gefährlicher Bruder.

Ich habe die Geschichte mit Spannung verfolgt. Es gab viele tolle Anspielungen und Parallelen zur Antike (auch wenn der ein oder andere Plural sich für mich falsch anhörte) und auch das Vampirthema mit Blutdurst, Rausch und Anziehung kam nicht zu kurz. Es gab Wesen aus der Mythologie (z.b. Kentaur und Greif).

Was mich aber in der Hörbuchversion sehr gestört hatte, war der Hall beim Gedankenwandeln. Das hat mir regelrecht weh getan. Es war zwar eine gute Idee, das kenntlich zu machen, dass sie hier nur in Gedanken spricht, aber für geräuschempfindliche Personen war das nicht ideal. Ich zum Beispiel höre gerne beim Autofahren Hörbücher und höre zog sich bei mir bei den Stellen alles so zusammen, dass ich pausieren musste, um an mein Ziel zu kommen. Schade.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Cold Case

Bachelorette Party
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Frauen die ihre gemeinsame Zeit schon Jahre in Folge als Tradition auf einer Insel verbringen, doch dann kommt es zur Katastrophe- sofort wissen wir Lesenden/Hörende, dass es Mord war - doch in die Medien ...

Frauen die ihre gemeinsame Zeit schon Jahre in Folge als Tradition auf einer Insel verbringen, doch dann kommt es zur Katastrophe- sofort wissen wir Lesenden/Hörende, dass es Mord war - doch in die Medien geht es als ein „Verschwinden“ ein.
Jahre später sind wieder einige Frauen auf besagter Insel - diesmal im Rahmen einer Junggesellinnen Party in einem neu entstandenen Resort. Eine von ihnen ist nahezu besessen von dem Cold Case rund um das damalige Verschwinden, was als Unfall abgetan wurde und stürzt sich in die Recherche.

Es wird in zwei Zeitebenen erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, was ich hier in dem Buch allerdings nicht so gelungen fand. So hat es für mich Leder lange gedauert, bis wirklich Spannung aufkam. Zudem fand ich die Protagonistin der Präsens zeitebene nicht sofort sympathisch, was es mit zusätzlichen erschwert hat, der Story wirklich aufmerksam zu folgen.

Alles in allem war es ein solider Thriller, der vieles mitbringt, was man sich wünscht (ansprechendes Setting, alte Geheimnisse und einen ungelösten Fall), doch mich konnte er nicht so richtig überzeugen. Deswegen gibt es von mir 3,5 Sterne, kein Buch, dass mir lange in Erinnerung bleiben wird, aber durchaus etwas, was andere ansprechend finden könnten.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Ganz nett, hat aber Schwächen

Picking Daisies on Sundays
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Vielleicht bin ich mir den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Denn das Alter der Protas hat mich denken lassen, es geht auch etwas reifer zu, auch wenn das Buch als Young Adult beworben wird. ...

Vielleicht bin ich mir den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Denn das Alter der Protas hat mich denken lassen, es geht auch etwas reifer zu, auch wenn das Buch als Young Adult beworben wird. Daisy verhält sich jedenfalls tatsächlich eher als sei sie 18 und nicht wie 22. Manchmal erschien es mir auch, als sei das Alter nachträglich hochgeschraubt worden und Textpassagen angepasst.

Nur als Beispiel, warum ich diese Vermutung habe: relativ am angefangen erzählt sie, Situation xy sei intimer als jeder S*ggs der letzten 4 Jahre - später sagt sie, sie sei schon weiter als leichte Küsse gegangen (da gehe ich von aus, wenn sie doch schon mit jemanden geschlafen hat) am Ende hat sie den Gedanken sie sei so unerfahren und noch nie neben einem so attraktiven Mann im Bett gewesen. Das war nicht konsequent. So unsicher wie sie auch, was ihren Körper angeht, wäre es überzeugender gewesen, sie wäre tatsächlich unerfahren. Was mir 22 ja auch realistisch dargestellt hätte werden können (besonders da Levi sie die letzten 4 Jahre auch nicht losgelassen hat, obwohl Funkstille herrschte).

Zudem gab es einige gedankliche und wörtliche Wiederholungen, auch direkt innerhalb einer Seite die mich aus dem Fluss gebracht haben. Ich muss gestehen, so oft habe ich noch nie bei einem Buch mit den Augen gerollt, weil mich Wiederholungen wirklich stören.

Ich habe es als Hörbuch und Buch parallel gelesen/gehört. Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön und ich fand es toll, dass die Ausschnitte der Gedichte von Levi vor jedem Kapitel Platz gefunden haben. Und ich fand es richtig toll, dass diese in der Hörbuchversion auch von eine Mann vorgelesen werden.
Das letzte Kapitel aus der Sicht von Levi hätte ich jedoch nicht gebraucht, das passte für mich nicht ganz. Die Gedichte waren da deutlich stärker und hätten gereicht.

Obwohl die Story recht süß ist, und die Hörbuchversion wirklich gut eingesprochen wurde kann ich da leider nicht mehr als 3,5 Sterne vergeben. Wirklich schade.

Wem Wiederholungen und unsichere und unerfahrene Denkweisen der Protagonistin nichts ausmachen, der findet hier eine zuckersüße Geschichte mit Modedesign und einer Second Chance Story. Nur weil es nicht ganz mein Fall war, heißt das ja nicht, dass dieses Buch andere nicht total begeistert.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Meer und mehr

Born of Salt and Storm
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Tavi ist die Tochter von verrätern und bekommt dis oft genug zu spüren. Ihre Welt wird aber schlagartig auf den Kopf gestellt und eventuell kann sie auch herausfinden, was wirklich mit ihren Eltern passiert ...

Tavi ist die Tochter von verrätern und bekommt dis oft genug zu spüren. Ihre Welt wird aber schlagartig auf den Kopf gestellt und eventuell kann sie auch herausfinden, was wirklich mit ihren Eltern passiert ist.
zudem ist da Eero, halb Mensch, halb Mer, der schnell eine wichtige Rolle in ihrem Abenteuer spielt.



Ich habe leider etwas länger gebraucht, um in diese Geschichte reinzukommen. Das lag vor allem bei mir an der gewählten Erzählperspektive und ich bin auch davon überzeugt, dass diese Geschichte in der ich Perspektive noch mehr potenzial und Tiefe - vor allem aber eine bessere Verbindung zu den Figuren - gebracht hätte. Dadurch war nicht so ganz meins, auch wenn ich die storyline und auch die Liebe zum Meer hier sehr mochte. Auch das Magiesystem hat mir sehr gut gefallen. Die Dynamik zwischen Tavi und Eero ebenfalls. Aber wie gesagt, mir fehlte so ein wenig, um mich komplett abzuholen.

Ich habe das Buch gelesen aber auch manche Passagen als Hörbuch gehört. Es ist super eingesprochen, dennoch merkte ich, dass ich vom Inhalt der Geschichte immer wieder abgedriftet bin, ein klares Zeichen, dass sie mich nicht total gepackt hat.

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