ch hatte die Ehre, das Hörbuch bereits vor dem Erscheinen hören zu dürfen.
Ich muss sagen, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und war daher zu Beginn überrascht zu hören, dass alles fiktiv ist (was ...
ch hatte die Ehre, das Hörbuch bereits vor dem Erscheinen hören zu dürfen.
Ich muss sagen, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und war daher zu Beginn überrascht zu hören, dass alles fiktiv ist (was dann auch sofort bei dem Namen der erzählenden Protagonistin in Ich-Perspektive klar wurde). Ich hatte Fallbeispiele erwartet, aber es ist eine Geschichte rund um den Alltag einer Psychologin mit einem Job im Maßregelvollzug. Nicht nur ihre Behandlungsansätze, auch ihre eigenen inneren Zweifel und ihr Alltag als Alleinerziehende Mutter werden zum Thema. Sexualstraftäter und Mörder und ihre inneren Dämonen sind an der Tagesordnung der Therapeutin mit der Sorge, ob man die richtigen Ansätze verfolgt bei dem Willen (und manches mal auch Unwillen) zu helfen.
Spannender Roman, mit Abgründen und Schrecken, die trocken aus Therapeutensicht erzählt werden.
Vorweg: Ich verstehe nicht ganz, warum immer wieder von Werwölfen gesprochen wird. Für mich sind es Gestaltwandler, weil zum einen die Übertragung hier nicht durch eine Verletzung und zufällig geschieht, ...
Vorweg: Ich verstehe nicht ganz, warum immer wieder von Werwölfen gesprochen wird. Für mich sind es Gestaltwandler, weil zum einen die Übertragung hier nicht durch eine Verletzung und zufällig geschieht, sondern die Rudelmitglieder (also die Menschen) eine Verbindung mit ihren Wölfen während des Flux eingehen. Das ganze passiert während einer Zeremonie und beide Wolf und Mensch leben zusammen, teilen sich sozusagen einen Körper, den sie nach Lust und Laune heraus wandeln können. Und sie teilen sich die Gedanken, auch wenn jeder von beiden seine eigenen hat. Das konnte man wunderbar sehen, als Senecas Wölfin einen Wolf ausgewählt hat, den sie gerne beanspruchen möchte bzw. auch beansprucht werden will oder zumindest sehr deutlich auf eine Paarung hinauswill. Da kommen wir zum Biss. Das Gegenseitige Beanspruchen (die Wortwahl finde ich übrigens bedenklich), von einem Pärchen erfolgt über einen Biss in die Schulter.
Aber nun zur Handlung: Seneca steht kurz vor ihrem Flux. was ihr mehr Sorgen bereitet, als es sollte. Denn ihre Mutter ist nicht mehr da, um sie zu schützen. Vor dem Alpha, der ganz klar verdeutlicht, dass er Seneca beanspruchen will, sobald sie sich mit ihrer Wölfin verbunden hat. Das dazu zwei gehören scheint ihm egal, Einvernehmlichkeit ist für diesen Alpha ein Fremdwort. Durch seinen Druck geht alles schief, was bei einem Flux schiefgehen kann. Seneca und ihre Wölfin haben direkt einen misslungenen Start. Was nach außen hin zu sehen ist. Deswegen setzt der Alpha sie unter Drogen und setzt sie in einem anderen Rudelrevier aus. Bei dem vermeidlich brutalsten Rudel. Doch dort wird die aufgenommen wie sie ist, mehr noch, ausgerechnet dieser Alpha ist ebenfalls an Seneca interessiert. Der alte Alpha kann es aber nicht dabei belassen und es kommt wie es kommen muss, zu einem unfairen Kampf zwischen den Rudeln.
Ich habe nichts gegen Spice in Büchern, aber hier war es schon sehr viel, zu viel und überdeckte einiges der Handlungen. Vor allem wurde es ein wenig cringe durch den Knoten, der bei Kaniden zwar vorkommt, aber wenn die beiden in menschlicher Gestalt sind? Wie soll das gehen?
Ich hatte mich wirklich auf einen Einzelband im Bereich Fantasy gefreut, weil es so selten geworden ist. Aber die Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Klischeehafte Figuren, besonders der feige Alpha, der sich menschliche Waffen und Beträubungsmittel zunutze macht statt den natürlichen Kampf zu wählen, die treuen Gefolgsleute im Rudel, obwohl ihr Anführer eine absolute RedFlag ist, die zerrissene Prota und die vermeidlich Bösen, die eigentlich das bessere Rudel sind. Das war sehr vorhersehbar und nicht wirklich neu, auch wenn ich diese Art der Verbindung zwischen Wolf und Mensch auf dieser Art und Weise noch nie gelesen habe. Meiner Meinung nach war da mehr Potenzial, dass durch Klischees und Spice überdeckt wurde. Schade.
Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung ...
Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung für mich etwas zu sprunghaft war. Immer wieder hat der Autor mich in den langen Schachtelsätzen verloren. Es geht um die Liebe und die Irrungen und Wirkungen vor und während des Weltkrieges, um eine Familie, die einst glanzvoll nun alles abgibt. Historisch betrachtet ist es ein lesenswertes Werk, doch mir war es etwas zu wiederholend (zum Beispiel „Kissen zwischen ihren Beinen“ habe ich zweimal gelesen). Zudem hätte ich in dieser Art von Buch keine Spice Szenen erwartet. An sich habe ich damit keine Probleme, hier waren sie aber schwerfällig beschrieben und abgeblendet. Oder so formuliert, dass es mich innerlich geschüttelt hat (nicht knochenvibrierend im Sinne des Werkes). Dann besser weglassen, wenn man es nicht gut schreiben kann.
Daher kann ich, trotz guter Sprache (zumindest in den meisten Szenen) und Bildererschaffenden Worten keine 5 Sterne geben. So Leid es mir tut, aber die Lobeshymnen auf dieses Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es hat was, aber überzeugen konnte es mich nicht.
Charlotte hat einen Job in einem Verlag ergattert, als Assistentin. Doch was als Karrierechance erscheint wird recht schnell zum Albtraum. Denn hier ist der Begriff RedFlagChef wirklich angebracht. Launisch, ...
Charlotte hat einen Job in einem Verlag ergattert, als Assistentin. Doch was als Karrierechance erscheint wird recht schnell zum Albtraum. Denn hier ist der Begriff RedFlagChef wirklich angebracht. Launisch, manchmal wie ein kleines Kind und unzuverlässig in seinen Aussagen. So einen Chef wünscht man niemandem. Und das hätte Charlotte auch viel früher auffallen kennen. Aber die es so oft ist, man kämpft sich durch. Das ist auch etwas wo ich sehr mit der Protagonistin mitfühlen konnte, denn es kam mir erschreckend vertraut vor.
Allerdings habe ich auch meine Kritikpunkte. Immer wieder wird bereits angeteasert, dass etwas kommt, erzählt, als wolle man nun einen Zeitraffer verwenden. Und besonders am Anfang gab es (gewollt) unfassbar viele Wiederholungen. Ich würde den Schreibstil hier experimentell bezeichnen. Jedenfalls nicht so, wie ich es von der Autorin bisher kannte.
Dass sie das Hörbuch selbst eingesprochen hat, hat der Geschichte leider nicht gut getan. Denn man merkt, dass sie keine Sprecherin ist. Der deutliche Dialekt ist da nur der Anfang (Klück und Plume - nur um Beispiele zu nennen). Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis das Zuhörern für mich okay wurde. Die Abkürzungen im Büro, (besonders „Sch“) waren zum Lauschen schwierig, da wäre lesen wohl besser gewesen.
Also alles in allem, Geschichte mit Potenzial, aber die Umsetzung war nicht nach meinem Geschmack. Dennoch lesenswert, aber besser das Buch statt das Hörbuch.
Ein süßes kleines Dorf im Herbstmodus, zwei Schwestern mit einem Café zwischen Kürbismuffins und Chai Latte und ein harmonischer Hexencircel. Eigentlich hat das Buch alles, für einen Cozy Herbst Leseabend. ...
Ein süßes kleines Dorf im Herbstmodus, zwei Schwestern mit einem Café zwischen Kürbismuffins und Chai Latte und ein harmonischer Hexencircel. Eigentlich hat das Buch alles, für einen Cozy Herbst Leseabend. Dass Willow dann ein neues Kätzchen in ihrem Leben sucht und sich dieses aber als ein verzauberter Dämon entpuppt bringt die Handlung rein. Nur verliert es sich für mich dann viel zu schnell. Willow glaubt ihm sofort, der Zauber gelingt ebenfalls schnell und er hat wieder seine Gestaltswandler Gestalt und kann seinem Auftrag nachgehen. Um den wird auch erst einmal ein großes Geheimnis gemacht und weil er Nix davon berichtet und außer mit seinem Bruder, dem Erben der Dämonenwelt nie darüber spricht, steht natürlich etwas zwischen ihm und Willow. Die ihm enorm schnell verfällt, verzeiht und scheinbar nur auf dem Papier eine Hexe ist, die auf sich selbst aufpassen kann.
Wichtig ist wohl zu erwähnen, dass es recht viele Spice Szenen gibt- mir persönlich zu viele. Denn sie überlagern die Handlung und die Figuren verlieren dabei ihren Fokus (auch ihr Sprachgebrauch wechselt dort). Von Cover und Klappentext war das für mich nicht ersichtlich - vielleicht hätte ich dann schon erhabenen können, dass es nichts für mich ist. Da ich empfindlich auf „sie ist mein!“ und „ich markiere sie“ regiere, konnte mich das Buch leider ab der Mitte nicht mehr überzeugen.
So schade, denn es hatte als Cozy Hexengeschichte gestartet. Der Schreibstil ist aber gut und wenn jemand viel Spice mag und sich nicht an besitzergreifendem Verhalten stört, wird das wohl genau das richtige sein.