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Veröffentlicht am 06.09.2020

Starke Frauen, tolle Geschichten und der Beginn des Radios

Radio Girls
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London, Mitte der 1920er Jahre – die junge Maisie erhält eine Stelle als Sekretärin bei der neugegründeten Rundfunkanstalt BBC. Für Maisie, ein schüchternes Mädchen die in ihrer Kindheit als Maisie-Maus ...

London, Mitte der 1920er Jahre – die junge Maisie erhält eine Stelle als Sekretärin bei der neugegründeten Rundfunkanstalt BBC. Für Maisie, ein schüchternes Mädchen die in ihrer Kindheit als Maisie-Maus gehänselt wurde und sich nicht einmal traut eine Frage zu stellen, beginnt ein völlig neues Leben. Nicht nur, hat sie erstmals genug Geld zum Leben, sondern sie geht auch vollkommen in der trubeligen, flirrenden Atmosphäre der BBC auf. Bald arbeitet sie auch für Hilda Matheson, die Programmdirektorin für die Vortragsserie bei der BBC, die für Maisie eine Mentorin wird, und je tiefer Maisie in die Welt der BBC eindringt, desto weniger bleibt von dem verhuschten, schüchternen Mädchen übrig. Doch als Maisie und Hilda Informationen erhalten, die auf eine gefährliche Verschwörung hindeuten müssen sie sich entscheiden, wie weit sie als Frauen gehen können und wollen um die Wahrheit aufzudecken.

Ich hatte mich bisher noch garnicht mit der Geschichte des Radios, der BBC und insbesondere auch nicht mit der Stellung von Frauen in diesen Branchen beschäftigt. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und die Entwicklung, die insbesondere die Protagonistin Maisie macht. Zu Beginn des Buches war ich teilweise wirklich erschüttert, was für ein Bild die Frauen von sich selbst hatten: Da musste dem Mann nach dem Mund geredet werden um ihm zu gefallen, da wird die Hochzeit mit einem (gut situierten) Mann als einziges Ziel im Leben der Frau dargestellt. Arbeitende Frauen waren die Seltenheit, nach der Hochzeit war an eine Arbeit kaum noch zu denken und das Frauenwahlrecht war noch nicht eingeführt.

Hier war ich begeistert, über die Person der Hilda Matheson, die als Frau in einer leitenden Position im Radio genau diesem Bild entgegentreten wollte. Als Vortragsdirektorin war sie erpicht darauf, zu informieren, Frauen wie Männer, über Literatur und Kultur genauso wie über Politik. Sie wollte die Frauen nicht mehr nur als „Beiwerk“ des Ehemannes wissen und die positive Resonanz die sie erhielt, zeigte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg war. Sie war eine starke Frau die kein Blatt vor den Mund nahm und für ihre Ideen einstand und vor allem – sie war eine ganz hervorragende Netzwerkerin. Eine Eigenschaft, die ja heute noch vielfach unterschätzt wird.

Aber auch die anderen weiblichen Figuren fand ich sehr stark – da ist Phyllida, eine Schreibkraft die sich politisch engagieren möchte, oder Beanie, eine junge Frau aus adligem Hause, die nur zu gerne aus der Etikette ausbricht um ihre Standpunkte zu vertreten. Aber wie gesagt, die größte und aus meiner Sicht beeindruckendste Entwicklung vollbringt Maisie. Hier zeigt sich, was Informationen und Bildung bewirken können – es kommt nicht darauf an, woher jemand kommt oder welche Ausbildung jemand hat – allein durch Interesse und Information kann man schon Berge versetzen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass die ersten 150 Seiten durchaus seine Längen hatten. Es war sicher wichtig, um eine Einführung in die Atmosphäre der damaligen Zeit und in die BBC und die Radiowelt zu erhalten, aber es hat mich einiges an Durchhaltevermögen gekostet. Umso besser wurde es im Anschluss bis ich zum Schluss das Buch kaum mehr aus den Händen legen konnte. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und das Buch entwickelte eine Spannung, die ich ihm nicht zugetraut hatte.

Der Schreibstil war gut zu lesen, wobei ich auch hier gerade am Anfang teilweise so meine Schwierigkeiten hatte – so richtig bin ich nicht in das Buch reingekommen – aber das kann auch, wie oben beschrieben, am Inhalt liegen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr informativ und für all diejenigen, die sich für starke Frauen interessieren genau das Richtige. Aus meiner Sicht ist das Buch heute noch genauso aktuell wie damals – auch wenn sich natürlich das Umfeld geändert hat. Das Thema Netzwerk und Mentorentätigkeit ist aber heute noch genau wichtig wie damals – gerade für Frauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Superschöne Geschichte und liebevolle Illustrationen

Einstein
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Ich bin immer noch völlig begeistert von diesem liebevoll gestalteten Buch. Blickt man auf das Cover lächelt einen Herr Einstein an und man sieht die kleine Maus mit diversen Blättern in der Hand – ich ...

Ich bin immer noch völlig begeistert von diesem liebevoll gestalteten Buch. Blickt man auf das Cover lächelt einen Herr Einstein an und man sieht die kleine Maus mit diversen Blättern in der Hand – ich konnte mir die Geschichte erst nicht so richtig vorstellen. Aber direkt auf den ersten Seiten taucht man durch die liebevollen Illustrationen immer weiter in die Geschichte ein und möchte die kleine Maus unbedingt bei ihrer Reise begleiten.

Das Buch erzählt die Geschichte einer kleinen Maus, deren sehnlichster Wunsch es ist, das Käsefest in der Schweiz zu besuchen. Nachdem sie über mehrere Wochen fleißig jeden Tag ein Kalenderblatt abgerissen hat, muss sie aber feststellen, dass sie einen Tag zu spät dran ist, und weit und breit kein Käse mehr zu finden ist. So macht sie sich auf die Suche nach einer Möglichkeit die Zeit zurückzudrehen um doch noch an dem Käsefest teilnehmen zu können. Nach dem gescheiterten Versuch die Zeit zurückzudrehen, indem man alle Uhren zurückstellt, trifft sie auf eine Uhrmachermaus, die ihr von Albert Einstein und seinen Forschungen um Raum und Zeit erzählt. Keine Frage, dass sich die Maus direkt auf den Weg macht um hier weiterzuforschen. Auf Basis von Einsteins Relativitätstheorie gelingt es der Maus letztendlich eine Zeitmaschine zu bauen und durch die Zeit zu reisen – aber ist das Jahr 1905 wirklich das richtige Jahr? Und wird es die Maus doch noch schaffen an ihrem heißersehnten Käsefest teilzunehmen? Und ist es vielleicht überhaupt erst einer kleinen Maus zu verdanken, dass Albert Einstein seine Relativitätstheorie entwickelt hat?

Wie gesagt, diese Geschichte ist einfach nur schön – die Frage nach der Zeit ist weiterhin spannend und unbeantwortet und ich finde die Suche nach der Antwort auf eine wirklich tolle Art und Weise umgesetzt. Ca. einer halben Seite Text folgen jeweils viele großseitige Illustrationen die Geschichte ebenfalls weitererzählen und dazu führen, dass man sich die Welt der Maus ganz genau vorstellen kann. Die Illustrationen sind aus meiner Sicht über das ganze Buch hinweg ein Highlight, so detailliert und liebevoll gestaltet – ich hatte sehr viel Spaß beim Ansehen und mir hat auch gefallen, wie über die Zeichnungen die Geschichte weitererzählt wird (z.B. als der Maus das Buch auf den Kopf fällt und sie erst einen großen Eiswürfel umgebunden hat und je mehr Tage vergehen erst ein großes und dann immer kleine Pflaster auf ihrer Stirn kleben).

Nach der eigentlichen Geschichte enthält das Buch noch einige Informationen zu Albert Einstein selbst sowie zur Relativitätstheorie und versucht, natürlich am Beispiel von Mäusen, die Relativitätstheorie auf einfache Art und Weise zu erklären.

Insgesamt schafft es dieses Buch aus meiner Sicht, Erwachsene wie Kinder gleichermaßen zu fesseln und für das Thema Wissenschaft zu begeistern. Dabei ist der Inhalt durchaus weiterhin auf einem hohen Niveau und wird nicht so stark vereinfacht, dass nichts mehr vom Kern der Sache übrig bleibt. Aus meiner Sicht, eine gelungene Mischung!

Ich kann für dieses Buch eine 100%ige Leseempfehlung aussprechen, ein so liebevoll gestaltetes Buch, habe ich schon lange nicht mehr in Händen gehalten!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Herrlich skurrile Senioren-WG ermittelt

Mord in Sunset Hall
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Das war mein erstes Buch von Leonie Swann - und was soll ich sagen: Ich bin wirklich begeistert. Von Anfang bis Ende verspricht dieser Roman einen skurrilen Humor vom Feinsten. Das beginnt bereits mit ...

Das war mein erstes Buch von Leonie Swann - und was soll ich sagen: Ich bin wirklich begeistert. Von Anfang bis Ende verspricht dieser Roman einen skurrilen Humor vom Feinsten. Das beginnt bereits mit den ersten Sätzen des Romans - ich meine, wer von uns hat schonmal eine Einleitung aus Sicht der WG-Schildkröte gelesen. Noch nie habe ich bereits auf den ersten Seiten eines Buches so viel gelacht.

Zum Inhalt des Buches verrät der Klappentext bereits genug: Agnes wünscht sich nichts mehr, als ihren Lebensabend entspannt mit ihren ebenfalls älteren Mitbewohnern zu verbringen - ohne große Aufregungen oder besonderes Aufsehen. Doch was tun, wenn auf einmal eine Tote im Schuppen der WG liegt. Und dann auch noch eine weitere Leiche im Garten der Nachbarn. Da kann man ja nicht einfach nichts tun. Also nimmt Agnes die Ermittlungen in der Senioren-WG selbst in die Hand -schließlich gilt es ja auch aufzupassen, dass nicht die eigenen bisher gut gehüteten Geheimnisse ans Tageslicht geraten.

Die Geschichte hat mich wirklich sehr gut unterhalten - der Humor ist absolut mein Ding, und die skurrilen Bewohner der WG sind mir direkt ans Herz gewachsen. Etwas gestört hat mich mit der Zeit, dass Agnes ihre Wehwehchen immer und immer wieder erwähnt - aber andererseits: Sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste!

Insgesamt aus meiner Sicht ein absoluter Gute-Laune-Krimi, der wirklich Spaß macht. Für den Sommer, absolut perfekt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2020

Gefühlvoll, echt und wunderschön

Über dem Meer tanzt das Licht
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Gerade habe ich „Über dem Meer tanzt das Licht“ beendet und bin absolut begeistert von diesem wunderschönen Roman. Nachdem mich im letzten Jahr mit „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ schon der erste Teil ...

Gerade habe ich „Über dem Meer tanzt das Licht“ beendet und bin absolut begeistert von diesem wunderschönen Roman. Nachdem mich im letzten Jahr mit „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ schon der erste Teil berührt hat, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung, rund um die Geschichte von Maria gefreut und muss sagen, dieser Teil gefällt mir fast noch ein kleines bisschen besser!

Auch wenn es sich formell um eine Fortsetzung handelt bin ich der Meinung, dass man „Über dem Meer tanzt das Licht“ auch sehr gut lesen kann, ohne den ersten Teil zu kennen, da mit der Geschichte von Maria eine andere Sichtweise und eine andere Geschichte erzählt wird. Um die Hintergründe der Geschichte ganz zu verstehen und insb. um einen besseren Einblick in das Verhältnis von Maria zu ihrer Mutter Iris zu erhalten, würde ich aber auf jeden Fall empfehlen, den ersten Teil auch zu lesen – vor, oder nach dem zweiten Band.

Wie schon gesagt kehren wir mit „Über dem Meer tanzt das Licht“ zurück nach Norderney in Marias kleines Strandcafé „Strandmuschel“: Im Fokus des Romans steht jetzt Maria selbst mit ihrer kleinen Familie. Mit ihrer großen Liebe Simon und ihren Töchtern Morlen und Hannah ist Maria überglücklich – wäre da nicht die Traurigkeit über den Verlust ihrer Mutter Iris ein Jahr zuvor, die immer noch zu tief sitzt um loszulassen. Als dann Simon beschließt mit Hannah eine Atlantik-Tour im Camper zu machen und von einem auf den anderen Tag verschwindet hat Maria auf einmal Zeit nachzudenken – über ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. Und auf einmal wird alles noch viel schwieriger als es auf den ersten Blick ausgesehen hat…

Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite berührt was insbesondere an den Charakteren liegt. Maria ist eine Frau wie jede andere – sie ist nicht perfekt und will es auch überhaupt nicht sein. Sie ist nicht die perfekte berufstätige Mutter die alles richtig macht, sie macht Fehler und das ist auch gut so. Man nimmt ihr jeden Satz den sie sagt wirklich ab – sie kommt für mich wirklich „echt“ rüber. Mit Maria hat die Autorin eine Protagonistin die stark ist, für sich und für ihre Familie kämpft, die aber zu 100% glaubwürdig ist und die ich sehr gerne zur Freundin hätte. Genauso ging es mir auch mit den anderen Figuren – jede der Personen hat ganz individuelle Charakterzüge die in ihrem Wesen sehr gut zur Geltung kommen und jede Person zu etwas Besonderem machen – ob man sie jetzt sympathisch findet oder nicht.

Ich würde den Roman nicht als Liebesroman bezeichnen – natürlich spielt Liebe eine Rolle, eine große Rolle sogar – aber eben nicht nur die Liebe zu einem Mann, sondern die Liebe zu seiner Familie, zu seiner Mutter und vor allem, die Liebe zum Leben. Vermutlich ist es genau das – der Roman zeigt wie wunderschön das Leben ist, wenn man es genießt so wie es ist und so wie es eben gerade kommt. Und nicht überall nur das Schlechte sieht. Letztendlich ist für mich eine der Aussagen zum Ende des Buches hin, wenn Maria feststellt, dass ihre Mutter, obwohl sie Fehler gemacht hat und in ihrem Leben nicht unfehlbar war – für sie trotzdem einfach perfekt war, die Wichtigste des Buches. Genieße dein Leben so wie es ist und suche nicht überall nach den Fehlern!

Die Geschichte hat mich mehrfach zu Tränen gerührt, weil sie so facettenreich ist. Sie ist nicht vorhersehbar und bis zum Schluss bleibt offen wie es für jeden der Charaktere weitergeht. Schön verwoben fand ich dabei auch die Verbindungen zum ersten Teil. Der Stil der Autorin passt zur Geschichte – er ist flüssig zu lesen, locker und leicht wie ein Sommerabend aber nicht seicht.

Vielleicht noch zum Schluss ein Pluspunkt – auch wenn es für mich nicht ganz so wichtig war. Waren es im ersten Teil die Postkarten mit Annis Motiven die im Buch dabei waren, kann man sich nun Etiketten für Marias selbstgemachte Marmeladen oder den Sirup herunterladen – auch die Rezepte gibt es im Buch. Dies finde ich sehr schön und es rundet für mich den positiven Gesamteindruck, die familiäre Stimmung die dieses Buch verströmt noch ab.

Für mich definitiv eines der Lesehighlights des Jahres und eine 100%ige Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Inselglück aber ohne Inselfeeling

Labskaus für Anfänger
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Tilda hat gerade ihren vierzigsten Geburtstag gefeiert – eigentlich eine Zahl, die sie garnicht besonders schlimm fand – wären da nicht die „Auswirkungen“ die dieser Geburtstag – so scheint es zumindest ...

Tilda hat gerade ihren vierzigsten Geburtstag gefeiert – eigentlich eine Zahl, die sie garnicht besonders schlimm fand – wären da nicht die „Auswirkungen“ die dieser Geburtstag – so scheint es zumindest für Tilda, auf ihr Leben hat. Der Freund schafft es nicht einmal ihre Beziehung persönlich zu beenden, der Vermieter meldet Eigenbedarf bei ihrer wunderschönen Hamburger Wohnung an und zu guter Letzt wird sie in ihrem Job durch eine Jüngere ersetzt. Kein Wunder also, dass Tilda etwas misstrauisch ist, als sie eine Kate auf Amrum erbt – von einem verstorbenen Onkel an den sie sich kaum erinnern kann. Und auch hier gibt es noch einen Haken: Bevor sie ihr Erbe antreten kann muss sie zunächst ein Jahr auf Amrum leben – eigentlich undenkbar, aber in der aktuellen Situation, ohne Wohnung und mit Problemen im Job vielleicht doch eine Option?

Mein erster Blick, als ich den Titel sowie das Cover dieses Romans gesehen habe war „das wird bestimmt eine tolle Inselgeschichte“. Ich mag die Atmosphäre dieser Art Geschichten sehr gerne – genauso wie die meistens etwas eigenen Charaktere. Allerdings muss ich leider sagen, dass mich die Geschichte von Anfang bis Ende nicht so ganz mitreißen konnte. Die Geschichte ist nett – der Erzählstil ist flüssig zu lesen und auch die Charaktere mochte ich alle. Aber irgendwie konnte ich das typische Gefühl auf der Insel nicht wirklich spüren. Mir blieben insbesondere die Charaktere zu stark an der Oberfläche.

Viele Geschichten der Charaktere wurden kurz angesprochen – an der Oberfläche angekratzt, aber dann nicht weiterverfolgt. Hier hätte es mir gut gefallen, noch etwas über das Leben von Trude oder Nils zu erfahren – oder auch von dem verstorbenen Onkel. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Geschichte möchte vieles anreißen, verliert sich dann aber in den verschiedenen Teilen und „weiß nicht mehr weiter“. So wie mit den Charakteren ging es mir auch mit der Geschichte an sich – hier hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht – vielleicht mehr Zeit mit Tilda auf Amrum, genau dieses Gefühl, dass dazu führt, dass sie auf der Insel bleiben möchte.

Alles in allem eine schöne Geschichte für kurzweilige Lesestunden, die mich aber leider nicht voll überzeugen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere