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Veröffentlicht am 24.05.2020

Ein Liebesroman, der unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält.

Nebenan funkeln die Sterne
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Inhalt:

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch ...


Inhalt:

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Cover und Titel:

Das Cover gefällt mir (wie die meisten vom LYX Verlag ) sehr gut. Einerseits ist es schön ansprechend, andererseits spiegelt es auch sehr gut einige Elemente der Geschichte wieder. Der Titel erklärt sich am Ende auch von selbst.

Fazit:
Ich habe das Buch vor ca. einem halben Jahr bei unserem Schulfest auf dem Bücherflohmarkt entdeckt. Das Cover hat mich beim Sortieren einer Bücherkiste angelacht, der Klappentext klang auch vielversprechend und ich habe das Buch kurzerhand für einen kleinen Preis gekauft. Nachdem ich das Buch kurz darauf begonnen hatte zu lesen hat es mir dann doch nicht ganz so gut gefallen und habe es erstmal wieder auf die Seite gelegt. Beim Bücherregal umräumen letztens ist es mir dann wieder in die Hände gefallen und ich habe mich dazu durchgerungen es erneut zu lesen. Es war dann doch etwas besser als erwartet.
Zunächst zu den positiven Punkten der Handlung:
Die Handlung ist in London angesiedelt, wobei die Protagonistin eine Deutsche ist, was ich mal für eine sehr gute Idee halte, da man auf diese Weise sehr viele „deutsche“ Klischees einbauen kann, und Die beiden Nationen miteinander vergleichen kann.
Auch das Kernthema der Geschichte, dass eine junge Frau sich und ihr eher nicht so berauschendes Leben hinter der Fassade eines großen Instagram-Accounts, angefüllt mit Bildern, die ein glamoröses, sorgenfreies Leben, von dem Emma weit entfernt ist zeigen. Weit entfernt insofern, dass Emma unter einer Sozialphobie leidet und Kontakt zu anderen Menschen nur durch die Sozialen Medien hält. dadurch das sie mehr oder weniger vor ihren problemen wegläuft und sie hinter dieser Fassade zu verstecken verscht wird unserer Gesellschafft ein Spiegel vorgehalten.
Gut zu dem Instagram Thema passend beginnen auch alle Kapitel mit einem Hashtag, passend zum Inhalt.

Allerdings finde ich auch einige Makel an der Geschichte. Angefangen mit der Protagonistin Emma selbst. Sie leidet wie bereits erwähnt an einer Soziophobie, was eine nicht zu unterschätzende psychische Störung ist, die es den Betroffenen fast unmöglich macht sich unter Menschen zu mischen und oft mit Panikattacken einhergeht.
Als jedoch Nathan nebenan einzieht hat sie plötzlich kaum Probleme mit ihm in einen öffentlichen Park zu gehen, der im Buch nicht unbedingt als einsam dargestellt wird. Zugegebenermaßen druckst sie kurz herum und meldet (wenn auch nur gedanklich) Bedenken an, ob dies wirklich eine so tolle Idee ist, weiter wird das dann nicht mehr thematisiert.
Weiter geht es mit Nathan. Er ist meiner Meinung nach ein sehr interessanter Charakter, allerdings wird nicht besonders viel über ihn bekannt, was sehr schade ist, da seine Probleme (die nenne ich jetzt nicht, Spoiler und so… ) über eine ziemliche Tragweite verfügen. Aber gut, dass ist wahrscheinlich der begrenzten Seitenzahl geschuldet.

Zu guter Letzt kann ich noch anmerken, dass mich etwas gestört hat, dass für alle Probleme überdurchschnittlich schnell und unkompliziert eine Lösung gefunden wird, was mich (Achtung: gleich werden mich alle Liebesroman/New-Adult Fans hassen) allerdings häufiger bei solchen Büchern stört (wobei es natürlich auch positiv Beispiele gibt).

Abschließend würde ich sagen, dass das Ganze natürlich seine Daseinsberechtigung hat, aber nicht sonderlich meinen Geschmack trifft, wobei man noch erwähnen sollte, dass ich Liebesromane zwar immer mehr lese und sie zu lieben lerne, sie aber nicht mein absoutes Lieblingsgenre darstellen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2020

Ein gelungener Abschluss der "Elite-Reihe" von Vivien Summer

Dust (Die Elite 4)
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Inhalt:
Endlich hat Malia herausgefunden, was in Chris' Vergangenheit geschehen ist und ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Doch im Gegensatz zu seinen Erwartungen lässt sie dieses Wissen nur umso mehr ...

Inhalt:
Endlich hat Malia herausgefunden, was in Chris' Vergangenheit geschehen ist und ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Doch im Gegensatz zu seinen Erwartungen lässt sie dieses Wissen nur umso mehr an ihn und ihre gemeinsame Zukunft glauben. Denn Malia ist mehr als bereit, ihre Liebe zu Chris unter Beweis zu stellen. Während der Kampf zwischen den außergewöhnlichen Elementträgern und dem Rest der Welt seinen finalen Höhepunkt erreicht, setzt sie auf die allerletzte Karte, die ihnen noch bleibt. Nun wird sich entscheiden, ob alles, wofür sie gekämpft hat, den Hass der Menschen stoppen und ihnen allen eine neue Welt bescheren kann...

Meine Meinung:
Ich bin ohnehin ein sehr großer Fan von Dystopien und Geschichten, in denen die (vier) Elemente bzw. Personen, die Kontrolle über diese haben eine tragende Rolle spielen. Demnach hat mir diese Reihe bisher auch sehr gut gefallen. Nach zwei sehr guten ersten Büchern und einem – meiner Meinung nach - nicht ganz so starken dritten Teil habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Protagonistin entwickelt sich auch in dieser Geschichte weiter, was der Handlung nur gut tut (am Anfang war Malia mir doch teilweise etwas zu naiv). Auch ihre Beziehung zu Chris entwickelt sich weiter.
Wenn wir schon mal bei Chris sind: er ist meiner Meinung nach die interessanteste Figur der Reihe und ich hätte wahnsinnig gerne einige Kapitel und Szenen aus seiner Sicht gelesen, was aber natürlich nicht zu der Erzählweise der ersten drei Bücher gepasst hätte.
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings anzumerken, denn das Ende des Buches und damit auch das Ende der Reihe kommt mir etwas zu abrupt. Es kommt mir beinah so vor, als hätte man beim Schreiben bemerkt, dass das Buch nur etwas über 350 Seiten haben soll und dann die Auflösung des großen (ich nenne es, in Ermangelung eines besseren Begriffs, ohne zu spoilern jetzt mal) „Schlusskonflikts“ in knapp 20 Seiten gedrückt wurde. Das kann ich mir aber auch nur einbilden, vielleicht sieht das ja jemand anders.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, ich aber dennoch ein habes Sternchen abziehe, da das Ende zwar ganz passabel ist aber eben nicht hundertprozentig rund, was bei dem Abschluss einer Reihe natürlich nicht passieren sollte.

Dennoch würde ich jedem diese Reihe empfehlen, es lohnt sich auf jeden Fall rein zulesen, nicht nur, aber vor allem für Fans von Dystopien!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere