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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2022

Tolle Idee, mehr erwartet

Herz aus Schatten
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Es handelt sich bei „Herz aus Schatten“ um eine Neuauflage. Die alte Ausgabe kannte ich noch nicht und habe mich einfach mal von der Geschichte überraschen lassen.
Die Geschichte startet meiner Meinung ...

Es handelt sich bei „Herz aus Schatten“ um eine Neuauflage. Die alte Ausgabe kannte ich noch nicht und habe mich einfach mal von der Geschichte überraschen lassen.
Die Geschichte startet meiner Meinung nach sehr spektakulär. Man wird in einer neue Situation im Lebensalltag der Protagonistin Kayla geworfen und bekommt direkt ihre innere Zerrissenheit zu spüren, die sich durch die ganze weiter Handlung noch weiter abzeichnen wird. Sie ist eine Bändigerin, oder sollte das werden, das heißt, sie ist für den Schutz der Stadt zuständig und kämpft an der Seite eines Monsters.
Besonders die ersten paar Seiten fand ich sehr gut geschrieben. Die Handlung war vielversprechend und ich habe mir schon Theorien ausgemalt, wie alles weitergehen wird und dann….. ja, dann kommt alles anders. Die Handlung ist gezeichnet von sehr vielen Wendungen, die ich nicht gesehen habe, die mir aber auch nicht gefallen haben. Aber das ist meine Meinung. Ich fand alles zu extrem und zu konstruiert (ja, ich weiß, es ist eine Fantasygeschichte, daran ist natürlich alles konstruiert, aber die Wendungen kamen so abrupt und aus dem Nichts und es hatte auf mich den Eindruck, dass bestimmte Dinge eingebaut wurden, weil man mit dem Plot fertig werden musste…)
ACHTUNG; AB HIER ANGEDEUTET SPOILER FÜR DAS ENDE
Das ist auch meine Meinung zu dem Ende der Geschichte. Vieles war mir daran zu „einfach“ oder zu natürlich, ganz nach dem Motto, alles war schlimm, aber gleich ist es wieder sehr gut. Eine Art zu sehr gewolltes Happy End. Ich finde, man hätte da mit kleineren Brötchen backen müssen.

Eigentlich fand ich die Idee hinter der Geschichte mit Bändigern und Monstern in der Stadt Praha sehr gut und auch die Charaktere haben mir zugesagt, aber besonders das Ende hat dann doch einiges runtergezogen.
3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Unterhaltend

Blossom
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Ich muss sagen, ich habe wirklich lange kein Romance mehr gelesen, „Blossom“ war das erste Buch seit langem für mich aus dem Bereich. Und es war ein ganz guter wiedereinstieg in das Genre.

Die beiden ...

Ich muss sagen, ich habe wirklich lange kein Romance mehr gelesen, „Blossom“ war das erste Buch seit langem für mich aus dem Bereich. Und es war ein ganz guter wiedereinstieg in das Genre.

Die beiden Protagonisten Leith und Jun passen auf den ersten Blick eher weniger zu einander. Sie verbindet recht wenig, außer das Studentenleben und das ihre (Stief-) Eltern in einer Kanzlei arbeiten. Trotzdem finden sie auf Umwege zueinander.
Die Geschichte fokussiert sich eher auf Jun und ihre Familie. Dort läuft nämlich einiges alles andere als rund, wie einem gleich von Anfang an vor Augen geführt wird. Es wird eine teilweise bedrohliche und bedrückende Stimmung aufgebaut, die bei mir sehr gut angekommen ist.
Auf der anderen Seite steht da Leith, der anders, als ich es am Anfang erwartet hätte ein echter Softie ist. Aber positiv gemeint. Er ist sehr hilfsbereit und zuvorkommend, ich konnte nicht anders, als ihn direkt zu mögen.
Die Handlung und die Stimmung dabei schwankt irgendwo zwischen ernst und einfach nur süß. Es passiert eine ganze Zeit lang eher wenig, nur um dann richtig zu eskalieren. Das ist okay. Es passt irgendwie zu der Stimmung. Zwischendurch ist einfach alles süß und so rosarot wie das Cover, und dann dreht irgendwie alles ab. Eine gute Mischung, wenn man mich fragt.
Trotzdem eher ein klassischer NA Roman, wenn man mich fragt. Das Thema war zwar gut gewählt, aber die Abfolge der Ereignisse war doch eher alt bekannt. Trotzdem war alles sehr gut beschrieben. Der Schreibstil ist wirklich fantastische. Nicht weil er besonders innovativ wäre, aber er passt einfach ganz wunderbar zur Geschichte.


Was nach dem Lesen bleibt, ist das Gefühl ein gutes Buch gelesen zu haben und die Botschaft, dass es okay ist, Hilfe anzunehmen.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Unterhaltsam

The Sea in your Heart
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Nachdem mich das erste Buch der Reihe, deren Teile sich übrigens unabhängig voneinander lesen lassen, relativ gut überzeugen konnte, war ich gespannt auf den zweiten Teil.

Es geht stark um Naturschutz, ...


Nachdem mich das erste Buch der Reihe, deren Teile sich übrigens unabhängig voneinander lesen lassen, relativ gut überzeugen konnte, war ich gespannt auf den zweiten Teil.

Es geht stark um Naturschutz, insbesondere um Walfang. Die Protagonistin ist Mitglied in einer Organisation, die sich gegen den Walfang einsetzt, was ich sehr spannend fand. Als Resultat spielen weite Teile der Handlung auf einem Schiff auf dem offenen Meer. Die Stimmung dabei wurde schön rübergebracht.
Generell sind Stimmung und Setting das, was mich an dem Buch überzeugen konnte. Island und das offene Meer, der Zauber der wilden Tiere auf dem Ozean, das alles wurde schön geschildert und konnte mich in seinen Bann ziehen.
Die Handlung selbst wurde auch immer mal wieder spannend und hatte kaum Längen. Die beiden Protagonisten stolpern quasi ineinander und ab da geht ihre Geschichte meist zusammen weiter, oder zumindest steht ihre Geschichte immer im Raum. Während ausschließlich Liljas Sicht geschildert wird, fehlt mir Jules ein bisschen. Ich wurde nicht so richtig mit ihm warm und konnte seine Position, beziehungsweise manche seiner Entscheidungen nur bedingt verstehen.

Manche Plottwists hätten für mich auch nicht sein müssen, das war ab und zu doch zu viel des Guten.
Weil ich das Hörbuch gehört habe, möchte ich noch kurz auf die Sprechleistung eingehen. An sich hat die Stimme gut gepasst und war angenehm zu hören, aber was mich immer wieder rausgerissen hat, war, dass Jules einen Französischen Akzent hat. Sicher, er ist Franzose, aber ich finde das in einem Hörbuch dann recht schwierig zu hören und es hat nicht so richtig gepasst. Das ist mir negativ aufgefallen.

Insgesamt fühlte ich mich durch „The Sea in your heart“ gut unterhalten, trotz einiger Kritikpunkte, die ich habe. Ein kurzweiliger Roman, mit spannender Thematik.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Bewegend und unglaublich gut geschrieben

Das unglaubliche Leben des Wallace Price
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Der Autor war mir bisher kein Begriff, aber nach diesem gelungenen Buch werde ich mir auch noch andere seiner Romane ansehen.
Wenn ein Buch mit dem Ableben des Protagonisten beginnt dann weiß man, ab ...

Der Autor war mir bisher kein Begriff, aber nach diesem gelungenen Buch werde ich mir auch noch andere seiner Romane ansehen.
Wenn ein Buch mit dem Ableben des Protagonisten beginnt dann weiß man, ab da wird es merkwürdig. Und genau das passiert. Wallace Price stirbt und landet als Geist in einer Art Zwischenwelt, in der er mehrere Leute kennenlernt, die ihn auf seinem weiteren Weg begleiten.
Diese Leute sind alle irgendwie anders (einer ist ein Hund), und bilden so seltsam wie se sind eine Gruppe, deren Dialoge einfach nur toll geschrieben sind. Eine Weiterentwicklung der Charaktere ist auf jeden Fall zu beobachten, vor allem bei der Hauptfigur Wallace.
Die Geschichte zieht sich. Wirklich. Am Anfang passiert kaum etwas, ein paar Heringe für weitere Anknüpfung der Handlung werden ausgeworfen, aber ansonsten ist an Action nichts zu finden. Aber seltsamerweise hat mich das nicht gestört. Die Geschichte lebt von ihren Dialogen und Schilderungen. Von dem Sinn dahinter. Gar nicht so sehr von der Handlung selbst die aber, wenn sie dann so richtig anfängt auch toll geschrieben ist.

Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich die Handlung und was ich dazu denke in Worte fassen soll. Sie ist irgendwie so vielschichtig, voller Hoffnung und so emotional, wie ich es schon lange nicht mehr gelesen habe. Es werden so viele Themen abgedeckt, dass ich gar nicht weiß, ob sie alle gut abgehandelt wurden, aber ich habe es geliebt. Jede einzelne Seite.

„Das unglaubliche Leben des Wallace Price“ ist eine ehrliche, traurige, schöne und herzzerreißende Geschichte voller Hoffnung, Mitgefühl und Liebe.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Fantastischer Fünfter Teil

Keeper of the Lost Cities – Das Tor (Keeper of the Lost Cities 5)
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Was soll ich über diese Reihe noch groß sagen? Sie ist für mich ein echtes Highlight und ein großes Vergnügen, immer wieder in die Geschichte um Sophie und ihre Freunde einzutauchen.
Es handelt sich hierbei ...

Was soll ich über diese Reihe noch groß sagen? Sie ist für mich ein echtes Highlight und ein großes Vergnügen, immer wieder in die Geschichte um Sophie und ihre Freunde einzutauchen.
Es handelt sich hierbei um den fünften Teil der „Keeper of the Lost Cities“ Reihe von Shannon Messenger. Und man sollte die Bücher auch unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Spoiler für die vorhergegangenen Bände sind daher in dieser Rezension nicht ausgeschlossen.
Die Geschichte macht da weiter, wo der vierte Teil aufgehört hat und scheinbar hat sich erstmal vieles zum Besseren gewendet. Zumindest auf den ersten Blick. Denn schon wenig später geht es wieder drunter und drüber. Zugegebenermaßen passiert aber einiges ein ganzes Stück langsamer und weniger rasant, als in den letzten Büchern. Das ist mir aber nicht negativaufgefallen. Es war schön, dass die Charaktere teils noch mehr Schichten bekommen haben.
Einige Charaktere gehen ja auf mysteriösen Pfaden ihren Weg weiter. Das Fass, das mit Keefe aufgemacht wurde, ist tiefer, als man glaubt und es ist sehr interessant z sehen, wie die Freunde auf den Abgang ihres Freundes reagieren. Das ist alles ehr gut beschreiben.
Manche Charaktere, die man aus den letzten Teilen kennt kommen wieder vor, andere eher weniger, aber ich hoffe, dass diese in den kommenden Büchern wieder eingebracht werden, weil ich wirklich finde, dass die Handlung stark von den Nebencharakteren lebt.

Insgesamt fand ich den fünften band der Reihe nicht ganz so stark wie die vorherigen, aber immer noch absolut lesenswert. Ich liebe die „Keeper of the Lost Cities“ Reihe einfach sehr und kann es kaum erwarten, bis die nächsten Teile erscheinen.

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