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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2022

Amüsante Geistergeschichte, welche doch auch ernste Momente beinhaltet

Ghost No Girl!
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„Ghost No Girl!“ von Joe Vitani ist der erste Teil einer Dilogie, welcher trotz des anfänglichen Todes der Hauptprotagonistin für mich eine erstaunlich amüsante Lektüre darbot. Der Autorin ist in ihrem ...

„Ghost No Girl!“ von Joe Vitani ist der erste Teil einer Dilogie, welcher trotz des anfänglichen Todes der Hauptprotagonistin für mich eine erstaunlich amüsante Lektüre darbot. Der Autorin ist in ihrem Werk wirklich ein gesundes Gleichgewicht aus Ernsthaftigkeit und Humor gelungen und gerade durch diese Mischung wird die Geschichte zu etwas Besonderem. Der Tonfall des Schreibstil ist meist wunderbar locker-leicht, wobei es aber auch emotionale Momente gab. Gerade die Beerdigung zu Beginn und auch Allies sonstiger Umgang mit ihrer Familie waren wirklich sehr rührend geschildert. Inhaltlich gefiel mir die Geschichte soweit gut. Die „magischen“ Elemente der Geisterwelt werden nach und nach erklärt, hätten aber gerne noch etwas ausführlicher beschrieben sein dürfen. Für ein ausführliches Worldbuilding lässt allerdings auch schon die geringe Seitenanzahl keinen Raum. Und so stehen im Mittelpunkt der Geschichte vielmehr die Charakterentwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei bewegt sich die Handlung im Rahmen typischer YA-Themen, wobei sie mich stellenweise auch etwas überraschen konnte. Alles in allem war „Ghost No Girl!“ eine kurzweilige und angenehm leichte Lektüre. Einzig mit einem Charakter wurde ich gar nicht warm, was vor allem an seiner überheblichen Art lag. Deshalb empfand ich auch Allies vertrauliches Verhalten ihm gegenüber als nicht stimmig. Zum Glück gab es aber noch genügend andere Figuren, welche ich leichter ins Herz schließen konnte. Im Gesamten vergebe ich solide 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die mal wieder Lust auf eine humorvolle Geistergeschichte haben!

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Veröffentlicht am 01.12.2022

Spannende neue Thriller-Reihe – Aktueller Lesestoff von einer meiner liebsten Autorinnen

Stille blutet
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Auch wenn "Stille blutet" nicht mein liebstes Buch der Autorin Ursula Poznanski geworden ist, bietet die Geschichte doch qualitätsvolle Thrillerunterhaltung mit einer modernen Note und gefiel mir im Gesamten ...

Auch wenn "Stille blutet" nicht mein liebstes Buch der Autorin Ursula Poznanski geworden ist, bietet die Geschichte doch qualitätsvolle Thrillerunterhaltung mit einer modernen Note und gefiel mir im Gesamten gut. Von Beginn an zog mich die Geschichte in ihren Bann, was auch daran lag, dass die Autorin wirklich fesselnd aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Diese muss man zu Beginn erst mal einordnen, denn außer bei Polizistin Fina bleiben die Rollen und Hintergründe der anderen Erzähler bis zuletzt undurchsichtig. Und auch wenn es erst der erste Band der Reihe ist, gibt es schon jetzt einen verbindenden Faktor, welcher uns sicherlich in zukünftigen Bänden wieder begegnen wird. Diese besondere Idee der Autorin gefällt mir richtig gut, wobei ich aus Spoilergründen nicht näher darauf eingehen möchte.
Darüber hinaus bietet Wien der Geschichte einen gelungenen und authentischen Hintergrund und auch erzähltechnisch macht das Buch etwas her. Temporeich und vielfältig an Themen wird es so wirklich nicht langweilig. Der Schreibstil liest sich zudem richtig gut und so flog ich nur so durch die Seiten. Fina ist eine taffe Polizistin, welche mir vor allem durch ihre smarte Art gut gefiel. Ihr Ermittlungspartner Oliver hingegen ist ein beispielhafter Chauvinist und lässt wirklich keinen klischeehaften Spruch zum Thema Frauen im Beruf und auch zu Finas Äußerem aus. Zwar kann Fina dem zum Glück Einiges entgegensetzen und auch andere Polizeikollegen gleichen so Manches aus, allerdings muss ich zugeben, dass diese teils überzeichnete Darstellung mir stellenweise zu viel war. Ich verstehe durchaus warum die Autorin diese Konstellation gewählt hat, für meinen Geschmack hätte die Darstellung nur etwas weniger plakativ geraten könnten. Denn gerade am Anfang geht vor lauter Wortgefechten, der eigentliche Fall etwas unter. Erst als die Spannung anzieht und sich die Handlung dem Finale nähert, wurde die Zusammenarbeit der Beiden zum Glück doch noch erträglich. Zum nächsten Band möchte ich trotz allem wieder greifen, auch wenn ich mir durchaus noch etwas charakterliche Entwicklung wünschen würde.

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Veröffentlicht am 23.11.2022

Angenehm leichte Unterhaltung, perfekt für gemütliche Leseabende im Winter

New Hope - Das Funkeln der Sehnsucht
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Als ich mir das Buch „New Hope - Das Funkeln der Sehnsucht“ der Autorin Rose Bloom, zulegte, wusste ich ehrlich gesagt nicht, dass es sich hierbei bereits um den vierten Band einer Reihe handelt. Zum Glück ...

Als ich mir das Buch „New Hope - Das Funkeln der Sehnsucht“ der Autorin Rose Bloom, zulegte, wusste ich ehrlich gesagt nicht, dass es sich hierbei bereits um den vierten Band einer Reihe handelt. Zum Glück können die Bände aber unabhängig voneinander gelesen werden, so dass ich mich auch ohne Vorwissen gut in der Geschichte zurechtfand. Besonders gerne mochte ich es, wie locker und leicht die Erzählung daher kam. Die Autorin schafft durch ihre Worte wirklich einen besonderen Zauber, wobei ich es auch super schön fand, dass die Handlung rund um die Weihnachtszeit spielt. Somit passte diese Lektüre für mich perfekt zur jetztigen Jahreszeit. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere, außerdem ergänzen Rückblenden in die Vergangenheit die Handlung. Cassie und Jackson waren mir beide sympathisch und ich hatte wirklich Freude daran ihren gemeinsamen Weg zu verfolgen. Der Liebesroman war für mich eine absolute Wohlfühllektüre und auch der Schreibstil las sich angenehm leicht und gefiel mir auch durch seine Bildhaftigkeit gut. Besonders überraschend ist der Plot allerdings nicht angelegt und auch auf ein wenig Dramatik hätte meinetwegen verzichtet werden können. Da mir für den perfekten Liebesroman doch noch etwas Besonderes fehlte, gibt es von mir auch einen Stern Abzug. Trotzdem bietet das Buch aber entspannte Unterhaltung und punktet mit authentischen Charakteren.
Mein Fazit: Geeignet für alle die es gerne etwas kitschig und nicht zu tiefgründig mögen. Mit Happy-End-Garantie!

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Cosy Crime mit zwei skurrilen Figuren und jeder Menge Verwicklungen

Frau Appeldorn und der tote Maler
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„Frau Appeldorn und der tote Maler“ von Vera Nentwich war für mich eher eine amüsante, als eine hochspannende Lektüre. Denn die Stärke des Krimis liegt meiner Meinung nach vielmehr auf der Beziehungs-Dynamik ...

„Frau Appeldorn und der tote Maler“ von Vera Nentwich war für mich eher eine amüsante, als eine hochspannende Lektüre. Denn die Stärke des Krimis liegt meiner Meinung nach vielmehr auf der Beziehungs-Dynamik zwischen Frau Appeldorn und ihrem Nachbarn Herrn Büyüktürk, als auf dem Fall. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit harmonieren die Beiden toll miteinander und ihre teils sehr witzigen Dialogen waren für mich wirklich Highlights des Buchs. Als ernstzunehmende Ermittelnde konnte ich Beide allerdings nicht durchgehend wahrnehmen, allgemein fehlt es dem Krimi leider etwas an Authentizität. Wer sich also eine Handlung möglichst nahe an der Realität erhofft, könnte hier enttäuscht werden. Auch wenn sich Frau Appeldorn gerade zu Beginn voller Enthusiasmus in die Nachforschungen begibt, war ihr Verhalten für mich letztendlich nicht ganz stimmig. Insbesondere ihre „Zusammenarbeit“ mit der Polizei war wenig realistisch. Auch macht es einem die resolute und von sich sehr eingenommene Dame als Protagonistin nicht immer leicht, ihre Sympathie empfand ich als recht wechselhaft. Im Gegensatz zu ihrem Ermittlungspartner Büyüktürk, welcher mir noch zu Beginn äußerst unsympathisch war, dann aber im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung hinlegte. Die Ermittlungen in Kunstkreisen wurden abwechslungsreich geschildert und gerade was die Auflösung betraf, konnte die Autorin mich durchaus überraschen. Allgemein war der Krimi zum Glück eine sehr kurzweilige Lektüre. Der Schreibstil liest sich wirklich angenehm und auch wenn ich manchmal über die Hauptakteure den Kopf schütteln musste, so hat mich die Geschichte doch gut unterhalten und an keiner Stelle gelangweilt. Im Gesamten gibt es von mir deshalb auch noch gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Jugendlicher Regency-Roman mit einem Hauch Magie

#London Whisper – Als Zofe tanzt man selten (aus der Reihe)
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Mit ihrem Buch „#London Whisper – Als Zofe tanzt man selten (aus der Reihe)“ führt Autorin Aniela Ley ihre Reihe, rund um die Zofe Zoe fort und entführt ihre Fans aufs neue ins historische London. Auch ...

Mit ihrem Buch „#London Whisper – Als Zofe tanzt man selten (aus der Reihe)“ führt Autorin Aniela Ley ihre Reihe, rund um die Zofe Zoe fort und entführt ihre Fans aufs neue ins historische London. Auch mit diesem Abenteuer ist die Geschichte noch nicht abgeschlossen, der dritte Band ist bereits angekündigt. Um überall durchzublicken solltet ihr unbedingt bereits den ersten Band gelesen haben. Denn die Handlung knüpft ohne Unterbrechung sofort an die bereits bekannten Geschehnisse an. Gerade zu Beginn startet die Geschichte deswegen äußerst temporeich, wobei die Handlung dann aber auch wieder zur Ruhe kommt. Wer den ersten Band mochte wird hier sicherlich nicht enttäuscht werden. Die Bücher sprechen vor allem ein jüngeres Publikum an und sind meiner Meinung nach für erwachsene Leser:innen weniger interessant. Für meinen Geschmack fehlte es wieder etwas an Worldbuilding, denn die Erklärungen rund um die Mondscheinmagie sind weiterhin rar gesät. Die Handlung fokussiert sich eher auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit, insbesondere auf die Rolle der Frau. Zoes unterstützende und mutmachende Whisper-Whisper-Briefe gefielen mir auch diesmal wieder richtig gut und sind wirklich ein tolles Markenzeichen der Buchreihe. Die Botschaften sind hier klug gewählt und ihre Vergleiche mit unserer heutigen Zeit, bringen jungen Leser:innen so manches historisches Detail näher. Der Schreibstil ist durchgehend locker, spritzig, orientiert sich aber bei der Wortauswahl für mein Gefühl überhaupt nicht an der Zeit (1816) in welcher die Geschichte spielt. Zoes teils jugendsprachliche Ausrufe sind zwar durchgängig unterhaltsam, von einer gelungenen sprachlichen Authentizität ist die Geschichte aber wirklich weit entfernt. Wem dies nicht stört wird diese unterhaltsame und kurzweilige Lektüre lieben. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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