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Lissanna

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Veröffentlicht am 15.01.2018

pass auf, wen du hinter deine Maske schauen lässt...

Die maskierte Stadt
2

Inhalt:
Irene, Agentin der unsichtbaren Bibliothek, hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion ein seltenes Werk von Bram Stoker gewonnen, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt ...

Inhalt:
Irene, Agentin der unsichtbaren Bibliothek, hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion ein seltenes Werk von Bram Stoker gewonnen, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird mithilfe eines hinterlistigen Tricks entführt. Irene beginnt fieberhaft zu ermitteln. Wer sind die Täter? Wohin haben sie Kai gebracht? Und was wollen sie von ihm? Die Antworten verschlagen selbst Irene die Sprache…

Schreibstil/Charaktere:
Einen solch eloquenten und gut ausbalancierten Schreibstil habe ich lange nicht mehr gelesen, und das ganz ohne dabei überheblich oder gezwungen zu wirken. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, trotzdem der Erzählstil der aus einer Zeit zu kommen scheint, in der noch Wert auf einen gehobenen Stil Wert gelegt wurde, ganz sicher nicht jedermanns Geschmack, passt aber wunderbar zu dieser Welt. Zu diesem Eindruck tragen mit Sicherheit die zahlreiche, und dennoch sehr sinnvoll verwendeten Adjektive bei, die die Geschichte lebendig wirken lassen, ohne sie zu überfrachten. Erzählt wird aus der auktorialen Perspektive, der Erzähler folgt dabei jedoch ausschließlich Irene, von anderen Figuren erfährt der lediglich, was auch Irene erfährt.
Die Figuren wirken allesamt sehr gut ausgearbeitet, wenngleich einige Beweggründe der ein oder anderen Figur ein wenig rätselhaft erscheinen mag. Dennoch entsprechen sie keineswegs irgendwelchen Klischees, es sei denn die Figuren wollen es selbst so (im Falle der Elfen ist das häufiger der Fall). Auch Nebenfiguren haben eine glaubhafte Hintergrundgeschichte erhalten, sodass sie nicht nur wie farbloses Beiwerk wirken. Die Dialoge, welche sich zwischen den Figuren entspinnen wirken fast ein wenig intellektuell, ohne dabei aber altklug zu erscheinen.

Story:
Die Geschichte, welche bereits der zweite Band der Reihe ist, wirft den Leser direkt ins Geschehen hinein, ohne ihn dabei zu überrumpeln und hat insgesamt ein sehr angenehm, straffes Tempo. Auch wenn man, wie ich, den ersten Band noch nicht kennen sollte, hat man keinerlei Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Was mit Sicherheit auch an den, der eigentlichen Geschichte vorgelagerten, Informationen über die verschiedenen Wesenheiten liegt. Einzig zum Schluss hätte die Geschichte, welche bis dahin zwar immer den Aspekt unbarmherzig verstreichenden Zeit und dem damit verbunden Druck, aufwies, sich ein wenig mehr Zeit lassen können. Hier wirkt alles ein klein wenig gehetzt, das Ende entschädigt mit einem fiesen Cliffhänger und dem damit verbundenen Wunsch direkt weiterlesen zu wollen.

Meine Meinung:
Bereits im Buchladen hat mich das Cover des ersten Bandes immer wieder angelacht, und auch wenn ich diesen noch nachholen muss, bin ich mehr als begeistert gewesen. Nicht nur ist der Schreibstil wunderbar anders, auch die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Idee, die Elfen und Drachen Chaos und Ordnung zuzuweisen und sie als Gegenpole darzustellen mag nicht neu sein, ist aber toll umgesetzt. Ein paar Logiklöcher sind mir dennoch aufgefallen, dafür dass Irene die Verwendung der Sprache angeblich so sehr schwächt, setzt sie sie an einigen Stellen erstaunlich häufig und erfolgreich ein, obwohl sie noch einige Momente zuvor fast umgekippt wäre vor Erschöpfung. Dies ist jedoch nur ein kleinerer Kritikpunkt, lässt mich jedoch mit dem Gefühl zurück, dass an der einen oder anderen Stelle stringenter hätte gearbeitet werden können.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Hunger auf mehr

Lunch im Glas
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Immer auf der Suche nach neuen Ideen zum Mitnehmen war ich sehr gespannt auf dieses Buch und ob es mir denn neue Ideen präsentieren könnte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Rezepte sind super abwechslungsreich, ...

Immer auf der Suche nach neuen Ideen zum Mitnehmen war ich sehr gespannt auf dieses Buch und ob es mir denn neue Ideen präsentieren könnte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Rezepte sind super abwechslungsreich, kommen meist mit wenigen Zutaten aus und sind leicht umzusetzen. Es gibt zahlreiche zusätzliche Tipps, Hinweise und Grundlagen am Ende des Buches. Die Rezepte selbst sind nach Kategorien sortiert und reichen von Varianten mit Fleisch bis zu veganen Rezepten und lassen sich auch super abwandeln. Die Bilder machen direkt Lust aufs nachmachen und laden ein sich auszuprobieren. Leider geht bei der Ebookvariante die Übersicht ein wenig flöten. Denn die typische Aufmachung, auf einer Seite der Doppelseite das Bild und auf der anderen das Rezept funktioniert auf dem Ebookreader einfach nicht so wirklich. Da ist mir die gedruckte Variante einfach lieber. Auch hätte ich mir ein Inhaltsverzeichnis gewünscht, um auf die Schnelle einen Überblick über alle Rezepte zu bekommen und so im Ebook direkt zum von mir gewünschten Rezept springen zu können, statt mich mühselig durchklicken, bzw. im Buch durchblättern zu müssen. Alles in allem ist es aber trotzdem ein sehr gelungenes und inspirierendes Buch und ich freue mich schon die Rezepte Stück für Stück nach zu kochen. Ich gebe 4 von 5 Sternen für die Ebookvariante. Das gedruckte Buch bekäme volle 5 Sterne, deshalb mache ich daraus 4,5.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Es ist eben nicht alles nur Fastfood und Kaffee

Eat Like A Gilmore
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Ich liebe Kochbücher und noch viel mehr liebe ich Kochbücher zu bestimmten Themen. Und ich liebe die Gilmore Girls. Deshalb muss ich ja auch das Kochbuch lieben oder? Naja, nicht ganz. Warum es mich nicht ...

Ich liebe Kochbücher und noch viel mehr liebe ich Kochbücher zu bestimmten Themen. Und ich liebe die Gilmore Girls. Deshalb muss ich ja auch das Kochbuch lieben oder? Naja, nicht ganz. Warum es mich nicht zu 100% überzeugen konnte, erkläre ich jetzt. Zunächst einmal muss gesagt sein, dass das Buch wirklich sehr hübsch ist und auch die Ebookversion ganz ordentlich aufbereitet ist, es aber an ein gedrucktes Kochbuch einfach nicht heran kommt. Denn vielmals sind die sehr hübsch auf Doppelseiten dargestellten Bilder einfach zerschnitten. Das ist natürlich völlig logisch, aber tut leider nichts für das Kochbuch. Hier kommt einfach nichts an die gedruckte Version heran. Die Rezeptauswahl ist recht breit und umfasst verschiedene Kategorien, von einfachen Snacks über Hauptgerichte bis zu Cocktails. Zu jedem Rezept gibt es eine kurze Einleitung wo in der Serie und dieses Gericht über den Weg gelaufen ist und je nach Schwere in Lorelay und Sookie Varianten unterteilt, was ich wirklich witzig und gelungen finde. So kann man selbst entscheiden, wie schwer es sein soll. Die Bilder zu den Rezepten sind ansprechend gestaltet und alles leicht verständlich. Leider habe ich bei vielen Rezepten immer wieder gerätselt wann genau mir diese eigentlich über den Weg gelaufen sein sollen. Denn ja in Gilmore Girls ging es sehr viel ums Essen, aber Lorelay und Rory haben in der ganzen Serie nie wirklich selbst gekocht. Lorelay kann schließlich nach eigener Aussage auch gar nicht kochen. Das wirkt dann eben ein wenig unglaubwürdig. Trotzdem ist das Buch mit viel Liebe ausgestaltet und deshalb, ja ich mag das Kochbuch sehr gern, aber lieben tue ich es nun nicht unbedingt, denn um wahrlich wie eine Gilmore zu essen, würde man sich schließlich ausschließlich von Fastfood und Kaffee ernähren. Da das Buch aber wirklich wunderschön ist und tatsächlich ein gewisses Stars Hollow Gefühl aufkommt, gibt es von mir4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Von Logiklöchern und falscher Tonalität

Eine Lady mit gewissen Vorzügen
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Inhalt
London 1813: Nach dem Tod ihres Vaters erfährt Lady Titania Stanhope mit Entsetzen, dass dieser sein gesamtes Vermögen seiner Geliebten vermacht hat, und sie und ihr Bruder nun vollkommen mittellos ...

Inhalt
London 1813: Nach dem Tod ihres Vaters erfährt Lady Titania Stanhope mit Entsetzen, dass dieser sein gesamtes Vermögen seiner Geliebten vermacht hat, und sie und ihr Bruder nun vollkommen mittellos sind. Ihre einzige Chance: einen reichen Ehemann finden. Bewaffnet mit einem Schrank voller Roben und ihrer Gouvernante macht Titania sich auf in die Londoner High Society und trifft ausgerechnet auf den schrecklich attraktiven aber offenbar verarmten Earl of Oakley…
Edwin Worthington kehrt nach London zurück um ein beträchtliches Erbe anzutreten. Da ihm aber Frauen zu wider sind, die nur auf eine gute Partie aus sind, versteckt er seinen Reichtum hinter abgewetzten Jacken und Hosen. Als er Titania Stanhope trifft, ist er von der klugen, wortwitzigen und schönen jungen Frau fasziniert. Könnte sie die Richtige für ihn sein? Doch dann erfährt er, was der wahre Grund für ihren Aufenthalt in London ist, und wendet sich von ihr ab…

Schreibweise und Figuren
Der Schreibstil ist in jedem Fall flüssig zu lesen, keine besonderen Schnitzer, aber leider auch nicht sehr glaubhaft, was die Zeit anbelangt, in der der Roman spielen soll. Die Protagonisten reden nämlich alle so, als wären sie der aktuellen Zeit entsprungen und 200 Jahre in die Vergangenheit versetzt worden. An irgendwelche Konventionen, wie die richtige Ansprache, die zur damaligen Zeit enorm wichtig war, hält sich keiner. Auch scheinen die Figuren nicht sonderlich gebildet. Heute kennen viele die Herkunft der Namen Titania und Oberon vielleicht nicht mehr, zur damaligen Zeit und in den Kreisen hingegen haben die Menschen derlei Namen durchaus gekannt. Es gehörte schlicht zur Bildung. Die Figuren sprechen weder wie es sich für die Zeit gehörte, noch handeln sie so. Sehr schade, denn das stört die Immersion ganz gewaltig. Allen voran Titania, in die man sich leider so gar nicht hineinversetzen konnte. Denn sie handelt irrational und das einzig belustigende sind die kurzen Texte an den Kapitelanfängen, die eine Dame ihres Standes jedoch trotzdem niemals zu verfassen gewagt hätte.

Story
Leider sieht es mit der Story nicht so viel besser aus. Auch in dieser tun sich viele Lücken auf, die ganze Geschichte bleibt eher oberflächlich. Man fragt sich die ganze Zeit, welche Vorzüge denn die Lady Titania außer einem losen Mundwerk genau haben solle und wird auch im Laufe der Geschichte nicht darüber aufgeklärt. Die Erzählung plätschert so vor sich hin, große Wendungen oder Überraschungen hält sie nicht bereit, schade hier wurde viel Potential verschenkt.

Meine Meinung
Trotz all der Kritik hat mich das Buch einigermaßen gut unterhalten. Woran aber lag das? Es lies sich einfach sehr angenehm runterlesen. Leichte Kost für zwischendurch und perfekt für einen Nachmittag am Strand. Allzu viel mehr sollte man aber nicht erwarten und so schnell wie man die rund 240 Seiten durch hat, hat man die ganze Geschichte auch schon wieder vergessen. Von mir gibt es dafür 2,5 Sterne. Und den halben auch nur, weil es sich um das Erstlingswerk der Autorin handelt und jeder mal klein angefangen hat.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ordentlicher Ratgeber, mit Luft nach oben

Kugelzeit
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Ich war neugierig auf diesen Ratgeber, da wir uns in der Familienplanung befinden. Ich hatte mir erhofft aus dem Ratgeber bereits vorher Informationen zu erhalten. Diese haben ich auch bekommen und die ...

Ich war neugierig auf diesen Ratgeber, da wir uns in der Familienplanung befinden. Ich hatte mir erhofft aus dem Ratgeber bereits vorher Informationen zu erhalten. Diese haben ich auch bekommen und die Aufteilung in die verschiedenen Trimester empfand ich als sehr gelungen. Trotzdem bleibt mir der Ratgeber an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu oberflächlich, hier wäre mehr gegangen. Außerdem war mir die Ansprache an die werdende Mutter ein wenig zu kindlich. Ich bin eine erwachsene Frau und keine 5 Jährige, genau dieses Gefühl hatte ich beim lesen leider sehr oft. Es gibt sicher Frauen denen das gefällt, mich hat es aber eher abgeschreckt. Die Aufbereitung der Informationen ist gut und für jede Frau verständlich, mir jedoch zu einfach gehalten. Auch hier, ich bin erwachsen und kein Kind. Generell bin ich kein Fan von der „du wirst als Mami“ Anrede, nein werde ich nicht. Wenn dann werde ich Mutter und keine Kleinkindvariante dessen. Fazit: Idee gut, Informationsgehalt okay, Umsetzung für mich unpassend. Da wäre mehr gegangen.