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Lissanna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2019

Von Logiklöchern und falscher Tonalität

Eine Lady mit gewissen Vorzügen
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Inhalt
London 1813: Nach dem Tod ihres Vaters erfährt Lady Titania Stanhope mit Entsetzen, dass dieser sein gesamtes Vermögen seiner Geliebten vermacht hat, und sie und ihr Bruder nun vollkommen mittellos ...

Inhalt
London 1813: Nach dem Tod ihres Vaters erfährt Lady Titania Stanhope mit Entsetzen, dass dieser sein gesamtes Vermögen seiner Geliebten vermacht hat, und sie und ihr Bruder nun vollkommen mittellos sind. Ihre einzige Chance: einen reichen Ehemann finden. Bewaffnet mit einem Schrank voller Roben und ihrer Gouvernante macht Titania sich auf in die Londoner High Society und trifft ausgerechnet auf den schrecklich attraktiven aber offenbar verarmten Earl of Oakley…
Edwin Worthington kehrt nach London zurück um ein beträchtliches Erbe anzutreten. Da ihm aber Frauen zu wider sind, die nur auf eine gute Partie aus sind, versteckt er seinen Reichtum hinter abgewetzten Jacken und Hosen. Als er Titania Stanhope trifft, ist er von der klugen, wortwitzigen und schönen jungen Frau fasziniert. Könnte sie die Richtige für ihn sein? Doch dann erfährt er, was der wahre Grund für ihren Aufenthalt in London ist, und wendet sich von ihr ab…

Schreibweise und Figuren
Der Schreibstil ist in jedem Fall flüssig zu lesen, keine besonderen Schnitzer, aber leider auch nicht sehr glaubhaft, was die Zeit anbelangt, in der der Roman spielen soll. Die Protagonisten reden nämlich alle so, als wären sie der aktuellen Zeit entsprungen und 200 Jahre in die Vergangenheit versetzt worden. An irgendwelche Konventionen, wie die richtige Ansprache, die zur damaligen Zeit enorm wichtig war, hält sich keiner. Auch scheinen die Figuren nicht sonderlich gebildet. Heute kennen viele die Herkunft der Namen Titania und Oberon vielleicht nicht mehr, zur damaligen Zeit und in den Kreisen hingegen haben die Menschen derlei Namen durchaus gekannt. Es gehörte schlicht zur Bildung. Die Figuren sprechen weder wie es sich für die Zeit gehörte, noch handeln sie so. Sehr schade, denn das stört die Immersion ganz gewaltig. Allen voran Titania, in die man sich leider so gar nicht hineinversetzen konnte. Denn sie handelt irrational und das einzig belustigende sind die kurzen Texte an den Kapitelanfängen, die eine Dame ihres Standes jedoch trotzdem niemals zu verfassen gewagt hätte.

Story
Leider sieht es mit der Story nicht so viel besser aus. Auch in dieser tun sich viele Lücken auf, die ganze Geschichte bleibt eher oberflächlich. Man fragt sich die ganze Zeit, welche Vorzüge denn die Lady Titania außer einem losen Mundwerk genau haben solle und wird auch im Laufe der Geschichte nicht darüber aufgeklärt. Die Erzählung plätschert so vor sich hin, große Wendungen oder Überraschungen hält sie nicht bereit, schade hier wurde viel Potential verschenkt.

Meine Meinung
Trotz all der Kritik hat mich das Buch einigermaßen gut unterhalten. Woran aber lag das? Es lies sich einfach sehr angenehm runterlesen. Leichte Kost für zwischendurch und perfekt für einen Nachmittag am Strand. Allzu viel mehr sollte man aber nicht erwarten und so schnell wie man die rund 240 Seiten durch hat, hat man die ganze Geschichte auch schon wieder vergessen. Von mir gibt es dafür 2,5 Sterne. Und den halben auch nur, weil es sich um das Erstlingswerk der Autorin handelt und jeder mal klein angefangen hat.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ordentlicher Ratgeber, mit Luft nach oben

Kugelzeit
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Ich war neugierig auf diesen Ratgeber, da wir uns in der Familienplanung befinden. Ich hatte mir erhofft aus dem Ratgeber bereits vorher Informationen zu erhalten. Diese haben ich auch bekommen und die ...

Ich war neugierig auf diesen Ratgeber, da wir uns in der Familienplanung befinden. Ich hatte mir erhofft aus dem Ratgeber bereits vorher Informationen zu erhalten. Diese haben ich auch bekommen und die Aufteilung in die verschiedenen Trimester empfand ich als sehr gelungen. Trotzdem bleibt mir der Ratgeber an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu oberflächlich, hier wäre mehr gegangen. Außerdem war mir die Ansprache an die werdende Mutter ein wenig zu kindlich. Ich bin eine erwachsene Frau und keine 5 Jährige, genau dieses Gefühl hatte ich beim lesen leider sehr oft. Es gibt sicher Frauen denen das gefällt, mich hat es aber eher abgeschreckt. Die Aufbereitung der Informationen ist gut und für jede Frau verständlich, mir jedoch zu einfach gehalten. Auch hier, ich bin erwachsen und kein Kind. Generell bin ich kein Fan von der „du wirst als Mami“ Anrede, nein werde ich nicht. Wenn dann werde ich Mutter und keine Kleinkindvariante dessen. Fazit: Idee gut, Informationsgehalt okay, Umsetzung für mich unpassend. Da wäre mehr gegangen.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Da wäre viel mehr gegangen

Up All Night
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Ein kleiner Disclaimer vorab. Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen, deshalb wird dies auch keine komplette Rezension, sondern eher eine Kurzeinschätzung warum ich nicht bis zum Ende gekommen bin.
Der ...

Ein kleiner Disclaimer vorab. Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen, deshalb wird dies auch keine komplette Rezension, sondern eher eine Kurzeinschätzung warum ich nicht bis zum Ende gekommen bin.
Der Klappentext klingt vielversprechend nach einer seichten Lektüre für zwischendurch. Ich habe auch schon viel Gutes über April Dawson gelesen und das sollte mein erstes Buch von ihr werden, es wird wohl dabei bleiben.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und einigermaßen flüssig aber auch weit entfernt von etwas, das mich begeistern könnte. Auch haben mich die Charaktere bereits nach einigen wenigen Seiten genervt, da sie dermaßen austauschbar und klischeebehaftet sind, dass es mich gruselt. Die Dialoge wirken wie von Laiendarstellern aus den allseits (un)beliebten Doku-Soaps. Die schaue ich nicht, weil sie mir zu platt sind, warum sollte ich also so etwas lesen. Auch wirken die Handlungen der Figuren einfach nur unglaubwürdig, man fiebert leider nicht mit sondern viel eher ist fremdschämen angesagt. Ob das mit dem Rest des Buches besser wird, kann ich nicht sagen, viel Hoffnung habe ich aber nicht. Wer auf Doku-Soaps und fremdschämen steht kann es versuchen, allen anderen würde ich dringlichst von diesem Buch abraten.Von mir gibt es deshalb nur einen Gnadenstern, weil das Cover wirklich hübsch ist.

Veröffentlicht am 16.06.2019

wie bauhaus wirken kann

Jean Molitor
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Als bekennender Architekturliebhaber ist dieser Bildband ein besonderes Schmuckstück. Die Einleitung von Katja Voss befasst sich mit der einhunterjährigen Tradition des bauhaus, gibt einen Überblick über ...

Als bekennender Architekturliebhaber ist dieser Bildband ein besonderes Schmuckstück. Die Einleitung von Katja Voss befasst sich mit der einhunterjährigen Tradition des bauhaus, gibt einen Überblick über die Historie und Werdegang des Stils, die wichtigsten Vertreter und Ideen die hinter dem Konzept bauhaus stehen. Das ist gerade für Neulinge sehr interessant, für Kenner jedoch nichts neues, aber auch keineswegs überflüssig.
Im Anschluss folgen Schwarz-Weiß Fotografien der Bauwerke. Da es sich um neue Fotografien alter Bauten handelt, sind nicht mehr alle in einem guten Zustand. Doch gerade das macht den Charme aus. Die Gebäude entfalten ihre Wirkung auf diesen Bildern in ihrer ganzen Pracht. Man kann einfach genießen, ohne Ablenkung, Störungen oder anderes. Die Wahl der Schwarz-Weiß Fotografie unterstreicht die klare Linienführung der Architektur und lenkt den Blick auf das Wesentliche.
Eine erkennbare Chronologie erfolgt nicht, weder nach Architekt noch nach Baujahr, es ist einfach am Betrachter die Bauwerke zu genießen.
Der Einleitungstext findet sich im Anschluss erneut in englischer Sprache, eine für diese Art Bücher übliche Vorgehensweise. Auch die abschließende Auflistung der Bilder mit Architekt, Baujahr und Zeitpunkt der Aufnahme ist üblich und gibt noch einmal einen Überblick, was genau man eigentlich auf welcher Seite angeschaut hat. Alles in allem handelt es sich um einen sehr ansprechenden Bildband, der mit Sicherheit auf gedrucktem Papier noch einmal imposanter hervortreten würde. Doch gerade die Variante als Ebook greift den Gedanken der Nachhaltigkeit, welcher bereits die bauhaus Gründer vor über 100 Jahren umtrieb, in sehr angenehmer Weise auf.

Veröffentlicht am 03.06.2019

von einer, die heimkehrte das Kochen zu revolutionieren

The Opposite of You
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zur Story

Vera will eigentlich nur eines: kochen. Doch genau das wurde ihr von ihrem Ex genommen. Scheinbar chancen- und perspektivlos begibt sie sich nach einem Jahr in Europa in ihre Heimatstadt zurück ...

zur Story

Vera will eigentlich nur eines: kochen. Doch genau das wurde ihr von ihrem Ex genommen. Scheinbar chancen- und perspektivlos begibt sie sich nach einem Jahr in Europa in ihre Heimatstadt zurück um dort wenigstens im Kleinen mit einem Foodtruck ihren Traum zu leben. Wäre da nicht der unverschämt gutaussehende aber leider unausstehliche Chefkoch des gegenüberliegenden Restaurants Killian Quinn.

Schreibstil/Charakteren

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht Veras und in der Vergangenheitsform. Man kann sich durch die gewählte Ich-Perspektive wunderbar in Vera hineinversetzen, gleichzeitig wird sie dadurch unheimlich gut charakterisiert. Leider ist das bei den anderen Charakteren, allen voran Killian nicht ganz der Fall. Diese sind eher klischeebelasteter dargestellt, was ein wenig schade ist. Die Nebencharaktere sind jedoch keineswegs extrem schlecht dargestellt (außer eine, zwei Nebencharaktere, die direkt dem Klischeetopf entsprungen scheinen). Manchmal kommt es vor, dass Figuren wenig nachvollziehbar handeln, was die sonst recht gelungene Immersion empfindlich stört. Einfach, weil man dann da sitzt und sich überlegt, dass der Charakter, so wie er bisher dargestellt wurde, einfach nicht handeln würde. Dafür kann die Geschichte mit tollen, sehr lebendigen Dialogen und einem eingängigen, flüssigen Schreibstil punkten.

Story
Die Story ist gespickt von Kochanspielungen, Insiderwissen über die Geflogenheiten unter Spitzenköchen und dreht sich allgemein gerade zu Anfang sehr um das Thema. Was am Anfang für Unwissende ein wenig verwirrend sein kann, beschäftigt man sich jedoch mit dem Mikrokosmos der Spitzenköche, so wirken einige unverständliche Verhaltensweisen und Gedankengänge tatsächlich gleich weniger seltsam. Lässt sich die Geschichte zu Beginn noch angenehm viel Zeit um Vera Zeit zur Entfaltung zu geben und den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen, zieht die Handlung ab Mitte des Buches deutlich an und verlässt den bis dahin etablierten Pfad und widmet sich mehr der Liebesgeschichte. Leider wird die Story gegen Ende hin ein wenig platt und so verliert die an sich wirklich tolle und originelle Handlung sehr. Hier wurde definitiv Potenzial verschenkt. Besonders das Ende wirkt sehr hingeworfen, bemüht um ein möglichst bombastisches Happy End. Leider kommt dieses viel zu überhastet, in wenige Seiten wird hier plötzlich ein zeitlicher Verlauf gequetscht, der einfach nur unglaubwürdig wirkt.

Meine Meinung
Trotzdem sehr schwachen Endes ist the Opposite of You eine schöne Liebesgeschichte, die ein spannendes Thema behandelt, in welchem zumindest ich bisher noch nicht so wirklich etwas gelesen habe. Gerade Vera ist wirklich toll ausgearbeitet und es hat eigentlich, bis auf den einen oder anderen Aufreger, immer Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen. Natürlich weiß ich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt und diese eben ein Happy End benötigt, hier jedoch wurde deutlich übertrieben. Da wäre weniger eindeutig mehr gewesen und ich wäre immer noch glücklich gewesen. Ohne das für mich schreckliche Ende hätte ich gute 4/5 Punkte vergeben, aber so werden es leider nur 3/5. Leute, versaut es nicht durch ein zu gut gemeintes Ende!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre