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Veröffentlicht am 10.01.2020

Erneuter, kurzweiliger Ausflug zu den Drachenjägern

Dragon Hunter Diaries - Drachenküssen leicht gemacht
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Thaisa arbeitet in einem Antiquitätengeschäft und stellt eines Nachts zwei Einbrecher. Bei denen handelt es sich um Sturmdrachen, einer davon ist Archer Andras, der Master dieser Sippe. Sie wollen ein ...

Thaisa arbeitet in einem Antiquitätengeschäft und stellt eines Nachts zwei Einbrecher. Bei denen handelt es sich um Sturmdrachen, einer davon ist Archer Andras, der Master dieser Sippe. Sie wollen ein Manuskript haben, in dem es um das geheimnisvolle Raisa-Medaillon geht. Doch nicht nur sie sind hinter dem Manuskript her, auch Hunter, Archers verfeindeter Bruder und Master der Schattendrachen möchte es unbedingt haben. Und so gerät Thaisa zwischen die Fronten.

Das Buch lässt sich locker leicht lesen und ist wieder im Wechsel aus der Sicht von Thaisa und Archer geschrieben, wobei Archer etwas kürzer kommt. Was in diesem Band aber leider wirklich stört, sind seltsame Ausdrücke und Beschreibungen, welche sich durch die Geschichte ziehen. Auf Dauer kann das nervig werden, gerade bei den erotischen Passagen, und man fragt sich die ganze Zeit, wer sich sowas ausdenkt? Vielleicht ein Übersetzungsfehler? Kann man nur hoffen.

Thaisa ist ein recht sympathischer Charakter, allerdings erlangt sie sehr schnell ein neues Selbstbewusstsein und freundet sich auch sehr schnell mit dem Gedanken an, dass die Anderswelt existiert. Zur Unterstützung steht Bree an ihrer Seite, bei der man bis zum Ende nicht wirklich weiß warum sie Thaisa hilft. Bree ist aber ein sehr witziger Charakter und bringt Schwung in die Geschichte. Ich mochte sie sehr.

Archer ist ein ziemlich sturer Drache, der gerne Befehle gibt und unbedingt lernen muss, mal zuzuhören. Außerdem ist er, ganz typisch Drache halt, sehr besitzergreifend. Er beschließt schnell, dass Thaisa nun seine Gefährtin ist und damit basta.

Die Liebesbeziehung zwischen Thaisa und Archer entwickelt sich daher sehr schnell. Archer beschließt sie ist sein und Thaisa sträubt sich zwar kurz, findet sich dann aber damit ab. Das kommt leider oft unrealistisch daher und ich hätte mir gewünscht, dass dieser Entwicklung etwas mehr Seiten gewidmet gewesen wären. Da fand ich die vorherigen Reihen um die Drachensippen besser, wo die Entwicklung der Beziehung zwischen den Gefährten noch mehrere Bände als Raum hatten.

Sehr viel mehr Infos zu den Drachenjägern gibt es hier leider nicht. Aber hier handelt es sich bei Archer und Hunter um die allerersten. In diesem Buch werden allerdings nicht wirklich neue Infos an den Leser weitergegeben, sondern interne Familienprobleme bewältigt. Da kann ich nur hoffen, dass es im nächsten Band mehr für mich zu lernen gibt

Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gefallen, es ist als leichte Unterhaltung für zwischendurch bestens geeignet und ich würde mich über einen weiteren Band freuen =)

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein düsteres, märchenhaftes Buch voller Flüche mit einem starken Sog

Winters zerbrechlicher Fluch
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Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen! Wer es anfängt zu lesen, wird so von der Geschichte verzaubert, dass er sich nur schwer wieder von dem Buch lösen kann. Dieses Buch hat einen so starken ...

Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen! Wer es anfängt zu lesen, wird so von der Geschichte verzaubert, dass er sich nur schwer wieder von dem Buch lösen kann. Dieses Buch hat einen so starken Sog und die Geschichte fasziniert so sehr. Hier sind so viele Dinge, die geklärt sein möchten und alles ist wunderbar miteinander verknüpft. Leser, die es gerne haben, wenn Märchen in der Geschichte verwoben sind, kommen hier voll auf ihre Kosten. Dabei werden die Märchen hier nicht fast eins zu eins übernommen, sondern ihre Elemente sind einzeln in der Geschichte versteckt. Man erkennt hier so vieles und doch ist es ganz anders, als wie man es eigentlich kennt. Dies ist ein Buch, das auf dem Fundament bekannter Märchen erbaut ist, aber zu seinem eigenen geworden ist. Und genau wie die Märchen in ihrer ursprünglichen Form, hat auch diese Geschichte ihre düsteren Seiten. Lasst euch verzaubern!
Worum geht es in dieser Geschichte? Mary von Athos soll den Kronprinzen Duncan von Maywater heiraten, doch auf dem Ball erscheint die geheimnisvolle Cinderella und stiehlt des Prinzen Herz. Doch ihr passiert ein verhängnisvoller Fehler: Beim Verlassen des Balls verliert sie ihren Glasschuh. Duncan will mit seiner Hilfe seine Angebetete finden und verwahrt ihn in der Schatzkammer. Mary will den Schuh zerstören, doch der Schuh will einfach nicht kaputt gehen. So stiehlt sie ihn kurzerhand ungewollt um nicht erwischt zu werden. Mit dem Schuh am Fuß verlässt sie das Königreich und löst damit eine ungeahnte Kettenreaktion aus. So erfahren wir von falschen Bräuten, der Hexe des Blutwaldes und der fatalen Vergangenheit dieser Welt und welche Rolle Mary selbst darin spielt. Mehr will ich nicht verraten.
Die Geschichte wird uns dabei aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Jedes Kapitel hat dafür seine Überschrift, wobei nur Mary mit Namen genannt wird und alle anderen mit Bezeichnungen. Marys Überschriften sind außerdem jedes Mal mit einem Zitat ihrer verstorbenen Mutter versehen, was ich sehr schön fand. Beim Lesen der Geschichte sollte man immer achtsam sein, dies ist kein Buch für zwischendurch. Denn es gibt sehr viele Andeutungen, die einem sonst entgehen.
Das Buch ist außerdem ein schönes Schmuckstück für das Bücheregal. Das Cover ist wunderschön und passt sehr gut zum Inhalt. Dieser Sammelband enthält praktischerweise alle drei Teile. So kann man direkt ohne Unterbrechung der Geschichte folgen. Jede hat ihre eigene Seitengestaltung, die zum jeweiligen Inhalt des Teiles passt. Ich finde diese Seitengestaltungen wirklich sehr gelungen. Auch kann man so bei geschlossenem Buchdeckel erkennen, wo welcher Teil endet.
Das Buch hat mich sehr in seinen Bann geschlagen und nach seinem Ende musste ich erst einmal wieder lernen zu Atmen. Solch ein wunderbares Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen und ich danke der Autorin für diese Achterbahnfahrt der Gefühle! Danke, für diese einzigartige Geschichte! Ich kann sie nur jedem ans Herz legen!
Ich werde mir nun auch "Die dreizehnte Fee" vornehmen und alle zukünftigen Bücher der lieben Julia werden ganz bestimmt ihren Weg vom Buchhändler meines Vertrauens zu mir hin finden

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2019

Neue Reihe über Drachenjäger

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Veronica ist ein normaler Mensch, der einfach nur versucht ein Buch zu schreiben. Doch dann wird sie von ihrer Halbschwester Helen angerufen und diese eröffnet ihr ein Erbe als Drachenjäger. Helen liegt ...

Veronica ist ein normaler Mensch, der einfach nur versucht ein Buch zu schreiben. Doch dann wird sie von ihrer Halbschwester Helen angerufen und diese eröffnet ihr ein Erbe als Drachenjäger. Helen liegt im Sterben und gibt ihre Fähigkeiten durch einen Biss an Veronica weiter. Diese muss nun Helens letzten Wunsch erfüllen: Eine Frau mit zwei Kindern muss in Sicherheit gebracht werden. Unterstützung erhält Veronica von ihrer besten Freundin Teresita und von Ian, ihrem neuen Nachbarn, der selber Drachenjäger ist, aber leider auch an einen Dämonenlord gebunden ist.

Veronica leidet unter einer sehr ausgeprägten Keimphobie. Diese Tatsache ist aber glücklicherweise nicht so nervig, wie man denken würde, denn im Laufe der Geschichte tritt dies immer mehr in den Hintergrund. Sie findet sich mit der Anderswelt schnell zurecht, was anscheinend daran liegt, dass sie unbedingt den letzten Willen ihrer Schwester erfüllen möchte.
Teresita ist Veronicas beste Freundin und unterstützt diese wo sie kann. Außerdem ist sie sehr begeistert von Veronicas "Superkräften" und möchte immer unbedingt mit dabei sein. Ich habe sie als wunderbare Erheiterung für die Geschichte wahrgenommen.
Ian steht unfreiwillig im Dienste eines Dämonenlords. Er ist zudem von Schuldgefühlen geplagt, da er seinen Freund Adam nicht retten konnte. Zu diesem Sachverhalt gibt es leider nicht allzu viele Informationen, dies wird am Anfang der Geschichte nur schnell abgehandelt. Erwähnt werden auch Adams Experimente mit Drachenjägern. Die Drachenjäger sind halb Drache und Dämon, weshalb sie Dämonen töten können, allerdings muss ihre Drachenseite die Dämonenseite unter Kontrolle halten. Adam hat versucht, die Dämonenseite zu manipulieren. Allerdings bekommt man nicht mehr Informationen darüber, nur dass es ihm bei Helen geglückt ist und diese ihre Fähigkeiten ja nun an Veronica weitergegeben hat, was auch eine Neuheit ist. Ich hätte mir da wirklich mehr Infos zu gewünscht, auch weil die Drachenjäger nun was ganz Neues für den Leser sind und vorher ja nie erwähnt wurden. Vielleicht gibt es in den Folgebänden ja mehr Infos, das würde mich jedenfalls freuen.
Ansonsten ist noch Sasha, Ians Lehrling mit von der Partie. Sie ist ein mysteriöses Mädchen, deren wahre Identität sich erst am Ende zeigt Auf jeden Fall sorgt auch sie für viel Erheiterung.

Das Buch lässt sich wie gewohnt wunderbar flüssig lesen und hat den typischen MacAlister-Schreibstil. Was ich sehr gut fand war, dass hier aus beiden Sichtweisen erzählt wird. Veronica erzählt selbst in der Ich-Form und von Ian wird in der dritten Person er zählt. Wenn Veronica dran ist, erkennt man die übrigens gut an der Überschrift. Diese hat nur sie und sie sind ihre Eigenkreationen für ihren Roman. Ich fand diese Idee ziemlich witzig.
Die Geschichte bleibt durchweg spannend und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Veronica und Ian entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und ist nicht überstürzt.
Mir hat diese Geschichte auf jeden Fall sehr gefallen, auch wenn sich viele andere schwer mit ihr getan haben. Ich freue mich nun auf Folgebände. =)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2019

Rote Algen und ein Schlüssel – Agatha ermittelt

Agatha Oddly - Das Verbrechen wartet nicht
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Agatha Oddly ist eine junge Hobbydetektivin. Schon lange wünscht sie sich einen spannenden Fall, den sie lösen kann. Eines Tages ist es so weit. Auf dem Weg nach Hause durch den Park wird eine Dame von ...

Agatha Oddly ist eine junge Hobbydetektivin. Schon lange wünscht sie sich einen spannenden Fall, den sie lösen kann. Eines Tages ist es so weit. Auf dem Weg nach Hause durch den Park wird eine Dame von einem Motorrad angefahren, an ihrem Arm fällt Agatha ein Schlüsseltattoo auf. Kurz darauf wird ganz London von einer Algenplage heimgesucht, gibt es da etwa einen Zusammenhang?
Agatha ist hat als Detektivin schon vieles mit Sherlock Holmes gemeinsam. Sie besitzt eine sehr gute Beobachtungsgabe und kann schnell verschiedene Sachverhalte kombinieren. Allerdings ist ihr großes Vorbild Hercule Poirot, der ihr anfangs als immer wie ein imaginärer Freund erscheint. Diese Tatsache fand ich etwas seltsam, besonders weil sich dies nicht durch die ganze Geschichte zieht. Am Anfang erscheint er noch recht häufig und spricht quasi ihre offenen Fragen aus. Danach verschwindet er für eine ganze Weile und taucht erst im Epilog wieder auf. Der Fall selbst scheint für ein Mädchen in Agathas Alter eine Nummer zu groß zu sein, aber das hat mich nicht gestört. Ich fand sie sehr sympathisch. Zusätzlich zu dem Fall gesellt sich noch das Rätsel um ihre verstorbene Mutter. Agatha entdeckt hierzu neue Hinweise, die den Tod ihrer Mutter in ein ganz anderes Licht rücken.
Unterstützt wird Agatha von ihrem besten Freund Liam. Dieser ist fasziniert von ihr, fühlt sich aber bei der Algenplage überfordert. Eine neue Hilfe findet Agatha in Brianna, die eigentlich zu den Schuloberzicken gehört, allerdings selber eine riesige Begeisterung für Detektivarbeit besitzt.
Die Geschichte bleibt durchweg spannend. Agatha entdeckt immer mehr Zusammenhänge, wird bedroht, gibt aber nicht auf und kommt der Lösung immer näher. Das Rätsel um ihre Mutter bildet hier einen roten Faden, der sich wohl durch die ganze Reihe ziehen wird und damit weitere Bände gewiss sind. Der Text lässt sich schön flüssig lesen und ist in der Ich-Form geschrieben.
Das Cover des Buches passt sehr gut zur Beschreibung Agathas und vermittelt direkt, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Die Seiten des Buches sind mit Motiven von Pflanzen und Gegenständen aus der Geschichte verziert. Das sieht sehr schön aus und macht das Buch leicht edel.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Bände. Wer gerne über eigensinnige Detektive liest, ist hier goldrichtig! =)

Veröffentlicht am 03.12.2019

Wunderbare Wundersamen

Flora Botterblom. Die Wunderpeperoni
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In Flora Botterblom erlebt die junge Flora ein Abenteuer der besonderen Art!
Wer hätte gedacht, dass das Leben in der Gärtnerei ihrer Eltern doch noch interessant werden könnte? Eigentlich langweilt sich ...

In Flora Botterblom erlebt die junge Flora ein Abenteuer der besonderen Art!
Wer hätte gedacht, dass das Leben in der Gärtnerei ihrer Eltern doch noch interessant werden könnte? Eigentlich langweilt sich Flora dort, hat sie doch auch absolut keinen grünen Daumen. Doch dann schenkt ihr Großvater ihr zum Geburtstag den Samen für eine Wunderpeperoni und enthüllt ein altes Familiengeheimnis: Die Botterbloms besaßen einst mehrere Wundersamen, doch die wurden gestohlen! Nur durch die Wunderpeperoni kann Flora ein Tier zum Sprechen bringen, welches sie zum Dieb führen kann.

Das Hörbuch wird wunder bar gelesen. Es hat mir viel Spaß gemacht, der Geschichte zu lauschen. Es gefällt mir sehr, wenn die Sprecher ihre Stimmen verstellen und gerade bei Kinderhörbüchern passt das immer super.
Die Geschichte selbst ist spannend und das sprechende Gürteltier Gisbert sorgt für gute Unterhaltung (Besonders wenn er sein „Gesangstalent“ zum Besten gibt). Die Hauptprotagonistin Flora zeigt in dieser Geschichte, was wirklich in ihr steckt und versucht alles, um ihrer Familie zu helfen.
Gisbert ist ein ziemlich hochnäsiges Gürteltier und verlangt für seine Hilfe erst einmal die Erfüllung von mehreren Wünschen. Flora gibt alles, um sie ihm zu erfüllen. Dabei bekommt sie die Hilfe ihrer anderen Familienmitglieder, die natürlich nichts von Gisbert wissen dürfen. Auch wenn Flora oft tollpatschig ist, gelangt sie am Ende tatsächlich mit der Hilfe Gisberts zu den Dieben, gerät dabei aber selber in Gefahr. Und so kann auch Gisbert zeigen, was wirklich alles in ihm steckt.
Am Ende dürfen wir sogar auf ein neues Abenteuer mit Flora und Gisbert hoffen. =)
Das Cover der CD ist auf jeden Fall passend, schön bunt und Flora und Gisbert sind auch mit drauf.
Alles in einem eine spannende Geschichte voller Witz und ein wahrer Hörgenuss!