Profilbild von Loly

Loly

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Loly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Loly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2021

Aldebaran und Antares gegen den Auserwählten

A Whisper of Stars
0

Olivia und Finnley leben auf der wunderschönen Insel Hawaiki. Doch ihre Heimat reicht ihnen nicht aus, sie sind neugierig und wollen den Rest der Welt erkunden. Leider stoßen sie mit dieser Einstellung ...

Olivia und Finnley leben auf der wunderschönen Insel Hawaiki. Doch ihre Heimat reicht ihnen nicht aus, sie sind neugierig und wollen den Rest der Welt erkunden. Leider stoßen sie mit dieser Einstellung immer wieder auf Zurückweisungen und Bestrafungen. Zumal der Glaube an das Heiligtum der Insel und die Ahnen eine wichtige Rolle in dem Leben der Inselbewohner spielen. Finnley und Olivia interessiert all dies nicht, sie glauben nicht an die Legenden. Eines Tages verspüren beide eine unbeschreibliche Kraft, die sie ausgerechnet in das heilige Herz der Insel ruft und was sie dort vorfinden, raubt ihnen den Atem.


Wenn ich dieses Buch in einfachen Worten beschreiben müsste, wären es „unbeschreiblich genial“. A Whisper of Stars ist definitiv mein Jahreshighlight 2021! Tami Fischer hat eine unglaublich magische Welt erschaffen, die sowohl wunderschön, als auch gefährlich ist. Sie hat einzigartige Aspekte einfließen lassen und sogar Begriffe einer fast ausgestorbenen Sprache genutzt.

Finnley und Olivia sind extrem starke Charaktere, die ich einfach in mein Herz schließen musste. Ich habe mit ihnen gebangt, gelacht, die Welt in der wir leben neu kennen gelernt und mit ihnen gelitten. Sie wurden im Buch mit Situationen und Informationen regelrecht überfallen, haben sich jedoch nie unterkriegen lassen. Die anderen Charaktere fügten sich schön in die Handlung ein und bildeten eine kleine Familie.

Der Schreibstil ist detailreich, spannend und, trotz der ganzen „Fremdwörter“, leicht zu verfolgen. Am Anfang waren es für mich zu viel Informationen auf einmal, doch nach ein paar Kapiteln konnte und wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Sterne haben mich in ihren Bann gezogen und mich nicht mehr gehen lassen.

Gestört hat mich nur, dass manche Kapitel sehr lang waren, oder so wirkten, da viel darin passiert ist. Am Ende war ich überrascht, dass Tami Fischer die gesamte Handlung in nur 480 Seiten untergebracht hat.

Da es mein erstes Buch von ihr war, weiß ich nicht ob es bei all ihren Büchern ähnlich ist. Fest steht, dass ich ihre anderen Bücher auch noch lesen möchte.

Bei den Sternen, ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Teil erscheint. A Whisper of Stars kann ich mit meinem ganzen Leser-Herzen empfehlen und hoffe es gewinnt weitere LeserInnen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Darling im Desserthimmel

Midnight Chronicles - Schattenblick
0

Roxy hat eine Mission. Sie muss 449 entkommene Seelen innerhalb von 449 Tagen zurück in die Unterwelt verbannen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Kampfpartner Finn. Als Huntress ist Roxy sehr erfolgreich ...

Roxy hat eine Mission. Sie muss 449 entkommene Seelen innerhalb von 449 Tagen zurück in die Unterwelt verbannen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Kampfpartner Finn. Als Huntress ist Roxy sehr erfolgreich und hat bereits einige Leben gerettet. Unter anderen auch das Leben von einem mysteriösen Typen, der sich anscheinend an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann. Kurze Zeit später verschwinden Hunter und weitere offene Fragen stehen im Raum. Wird sie es schaffen sich den Herausforderungen zu stellen und diese zu bewältigen?


„Schattenblick“ ist der erste Teil der, von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni geschriebenen, Midnight Chronicles Reihe. Die Bücher sollten in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, damit alles Sinn ergibt. Ich bin in dieser Sache kein Vorbild, da ich mit dem zweiten Band „Blutmagie“ in die Reihe eingestiegen bin. Wenn ihr euch den Spaß nicht nehmen wollt, lest bitte erst „Schattenblick“ und dann „Blutmagie“.

Das Buch trieft nur so von fantasievollen und auch humorvollen Inhalten. Die Autorinnen haben viele einzigartige Ideen einfließen lassen, die bestimmt nicht einfach in Worte zu fassen waren. Der Schreibstil ist sehr detailliert und lässt sich zügig lesen. An manchen Stellen wurde es jedoch etwas holpriger, weil die Sätze entweder länger waren oder die Formulierung anders aufgebaut war als in denen davor.

Bei den Hauptprotagonisten handelt es sich um besonders tiefgründige Persönlichkeiten. Der Fakt, dass ihm die Vergangenheit fehlt und sie keine Zukunft hat, legt über das Ganze einen tragischen Filter. Dennoch sind beide stark und drängen sich nicht in die Opfer-Rolle.

Mir hat die Einführung in die Hunterwelt sehr gefallen, da ich zusammen mit dem „Neuling“ alles Stück für Stück erklärt bekommen und mich somit als Teil der Geschichte gefühlt habe. Obwohl die Liebe nicht im Vordergrund steht, ist das Buch sehr emotional und bewegend. Der Zusammenhalt der Hunter ist sehr beeindruckend und gleicht der Verbundenheit einer Familie.

Zusätzlich gab es spannende Kampfszenen und unheimliche Ereignisse. Die Idee mit den vier Blicken, mit denen man entweder geboren oder verflucht wird, fand ich faszinierend.

Das Ende hatte ich mir selbst ein wenig versaut, obwohl es zum Teil auch unlogisch war und vorangegangenen Handlungen widerspricht.

Trotz dessen bin ich sehr gespannt darauf, wie es in „Dunkelsplitter“ (den 3.Band) weitergeht.
„Schattenblick“ ist ein spannendes, humorvolles Buch mit viel Tiefgang und außergewöhnlich kreativen Aspekten; eine definitive Empfehlung für alle Fantasy-Fans.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Eisern!

Das fliegende Klassenzimmer
0

Im Kirchberger Internat geht es drunter und drüber. Die Freunde Matthias, Ulli, Jonathan, Martin und Kreuzkam stürzen sich ständig in neue Abenteuer. Sie haben von Doktor Bökh die Aufgabe bekommen, ein ...

Im Kirchberger Internat geht es drunter und drüber. Die Freunde Matthias, Ulli, Jonathan, Martin und Kreuzkam stürzen sich ständig in neue Abenteuer. Sie haben von Doktor Bökh die Aufgabe bekommen, ein Weihnachtsstück zusammen zu stellen und dies am letzten Abend vor den Weihnachtsferien aufzuführen. Neben dem Schulstoff und den Proben müssen sie sich noch mit den Realschülern auseinander setzen. Ein uralter Konflikt, der bis in die Gegenwart reicht, lässt die beiden Gruppen häufig aneinander prallen. Als die drei einen interessanten Mann in einem Schrebergarten kennenlernen, Diktathefte verbrannt werden und Ulli seinen Mut beweisen will, war klar, dass diese letzten Wochen vor den Ferien aufregend und ereignisreich werden würden.


Ich muss zugeben, das war das erste Buch, das ich von Erich Kästner gelesen hab. Weswegen ich auch eine Weile gebraucht habe, um mich an den wirklich ungewöhnlichen Schreibstil zu gewöhnen.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn viele Ereignisse plötzlich endeten. Das brachte eine Unruhe in das Buch, welche wiederum gut zu unseren Protagonisten passte.

Die Bedeutung von Freundschaft wird in diesem Buch deutlich und bildlich beschrieben. Die Freundschaft zwischen Ulli und Matthias hat mir am besten gefallen, da man gesehen hat wie unterschiedlich zwei Charaktere sein können und wie schön sie dennoch als Einheit funktionieren.

Erich Kästner hat die Fähigkeit Worte bunt klingen zu lassen. Jeder Satz im Buch sorgte für ein Bild in meinem Kopf. Es war alles sehr ausschmückend und ausführlich beschrieben. Erich Kästner gelang es, den Geist der Weihnacht wunderbar in seinem Buch einzufangen. Das hat die Vorfreude auf Weihnachten noch mehr gesteigert.

Mir hat auch der humorvolle Touch sehr gefallen und ich musste häufig schmunzeln. Alles in Allem ist das Buch aus der Literatur nicht mehr weg zu denken und eine absolute Empfehlung an jeden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Sandy und Miss Sally Wun

Lieber Feind
0

Sallie McBride, wird von ihrer guten Freundin Judy gebeten, die Leitung des John-Grier-Heims zu übernehmen. Nach langer Überlegung stimmt Sallie aus Höflichkeit zu. Doch sie hat bisher keinerlei Erfahrungen ...

Sallie McBride, wird von ihrer guten Freundin Judy gebeten, die Leitung des John-Grier-Heims zu übernehmen. Nach langer Überlegung stimmt Sallie aus Höflichkeit zu. Doch sie hat bisher keinerlei Erfahrungen mit Waisenkindern gemacht und sich ihr Leben anders vorgestellt. Trotz allem will sie es versuchen. Schnell gewöhnt sie sich an die Kinder, doch Doktor Robin MacRae und andere Angestellte machen es ihr nicht leicht. Ob sie es schafft das John-Grier-Heim aufzupeppen und sich, wie auch den anderen zu beweisen, dass sie für die Position der Heimleitung geeignet ist?


Nachdem ich vor knapp drei Jahren „Lieber Daddy Long Legs“ gelesen hatte, wollte ich unbedingt auch „Lieber Feind“ lesen. Ich hatte es zwischenzeitlich aus den Augen verloren, fand es jedoch Anfang des Jahres wieder in meinem Bücherregal und beschloss es zu lesen. Der erste Teil hat mich schon an die Anne auf Green Gables Bücher von L. M. Montgomery erinnert und auch dieses Buch wies Ähnlichkeiten auf.

Briefromane lassen sich unheimlich schnell lesen, sind nur leider recht einseitig erzählt. Ich hätte an vielen Stellen gerne gewusst, was genau Judy geschrieben hat und was in ihrem Leben passiert. Trotz dessen erlangt man genug Informationen, über die von Sallie verfassten Briefe.

Sallie ist ein sehr starker Charakter, der sich mit jeder Herausforderung weiter entwickelt und mit der Zeit merkt, wie sie ihr Leben gestalten möchte. Sie und auch die Waisen habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen und Brief um Brief mit ihnen mitgefiebert. Ja, ein Briefroman kann auch fesselnd sein (für die, die das nicht gedacht hätten). Die anderen Charaktere ergänzen die kleine Heimfamilie und sorgen für frischen Wind, sowie jede Menge Abenteuer.

Der Schreibstil war, wie oben kurz angedeutet, sehr locker und humorvoll, wenn auch manchmal sehr sachlich formuliert. Die kleinen Illustrationen veranschaulichten wichtige Ereignisse und harmonierten wunderbar mit dem Rest der Gestaltung. Mir gefällt die Realitätsnähe der Bücher.

Natürlich leben wir nicht mehr in der Handlungszeit, dennoch kann sich jeder mit Sallie, während der einen oder anderen Situation, identifizieren. Zudem wird in dem Buch auch die Thematik geistlicher Krankheiten diskutiert, was dafür sorgte, dass ich mich mehr über das Thema informieren wollte.

Lieber Feind von Jean Webster ist eine definitive Empfehlung für alle Judy oder Anne Fans sowie für Leser, die an Briefromanen oder schönen Geschichten für zwischendurch interessiert sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Der Erfinder und seine Prinzessin

Midnight Chronicles - Blutmagie
0

Cain ist eine mutige und starke Huntress. Zusammen mit ihrem Kampfpartner Jules geht sie auf die Jagd nach mystischen Kreaturen und beschützt die Menschen. Als sie aufgrund eines Regelverstoßes ausgerechnet ...

Cain ist eine mutige und starke Huntress. Zusammen mit ihrem Kampfpartner Jules geht sie auf die Jagd nach mystischen Kreaturen und beschützt die Menschen. Als sie aufgrund eines Regelverstoßes ausgerechnet mit ihrem ehemaligen Kampfpartner Warden Zeit verbringen muss und Jules plötzlich verschwindet, muss Cain sich entscheiden, ob sie weiterhin an ihrem guten Ruf festhält oder bereit ist, die Regeln erneut zu brechen.

Zuerst muss ich sagen, dass ich es ausdrücklich empfehle, die Midnight Chronicles Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen und nicht wie ich mit dem zweiten Buch anzufangen. Durch mein fehlendes Vorwissen, habe ich manche Inhalte von Blutmagie nicht vollständig verstanden und jetzt noch einige offene Fragen. Also lest erst Schattenblick und dann Blutmagie, wenn ihr alles verstehen wollt.

Dennoch muss ich sagen, dass sich Blutmagie als Einstieg in die Reihe geeignet hat. Ich bin problemlos und schnell in die Welt der Hunter eingetaucht und habe mich umgehend mit den Protagonisten angefreundet. Cain und Warden harmonieren perfekt miteinander und auch die Art und Weise wie ihre Geschichte erzählt wird, war gut durchdacht. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat während der ersten Kapitel der Aufklärung und Weckung der Neugier gedient. Zusätzlich gab es über das gesamte Buch verteilt Perspektivenwechsel, welche dazu beigetragen haben, die Protagonisten besser kennen zu lernen und die Handlungsabschnitte zu verstehen.

Die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte und sorgen für Abwechslung und Spaß. Bei den meisten von ihnen, konnte ich nicht anders, als sie lieb zu gewinnen.

Der Schreibstil war leicht und detailliert, weswegen ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Wider meiner Erwartung habe ich, anhand des Schreibstils, nicht bemerkt, dass zwei Autorinnen an diesem Buch gearbeitet haben. Dafür aber, dass sie Edinburgh definitiv sehr mögen und bereits dort gewesen sind.
Die kreativen Aspekte dieses Buches haben mich beeindruckt und sind ohne Zweifel einzigartig.
Hinzufügend muss ich sagen, dass das Buch nicht zu idealistisch geprägt ist. Es gibt Szenen die uns als Leser eiskalt treffen und wiederum welche, die uns seufzen und träumen lassen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Vorhersehbarkeit mancher Handlungsabläufe. Vieles konnte ich mir denken, ehe es im Buch genannt wurde. Gegen Ende wurde ich dafür umso mehr überrascht und die Spannung stieg nochmal ordentlich an.

Blutmagie ist ein sehr gut geschriebenes, spannendes Fantasie Buch, das ich nur empfehlen kann.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy