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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2020

Grandioser Abschluss einer Trilogie, mit viel Freundschaft und Loyalität

Schattenkämpfer
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!Achtung, es handelt sich hierbei um den dritten Teil einer Trilogie!

Nona ist in der abschließenden Klasse im Konvent angekommen und strebt danach, alle Prüfungen abzuschließen, um sich danach frei entscheiden ...

!Achtung, es handelt sich hierbei um den dritten Teil einer Trilogie!

Nona ist in der abschließenden Klasse im Konvent angekommen und strebt danach, alle Prüfungen abzuschließen, um sich danach frei entscheiden zu können, welche Farbe ihr Habit tragen soll. Gleichzeitig wird die Schneise immer kleiner und enger, von allen Seiten versuchen Feinde ins Reich vorzudringen...

Der Schreibstil ist nun bereits in meinem dritten Buch aus der Feder von Mark Lawrence wohl bekannt und es hat sich nichts verändert, sehr angenehm zu lesen und immer wieder versetzt er seine Charaktere mit einem Funken Ironie. Zudem hat er eine wirklich elegante Lösung gefunden, wie er eine Zusammenfassung zu Beginn bieten kann ohne den Leser zu langweilen, der gerade zuvor erst Band zwei verschlungen hatte, denn dieser kann diese Seiten überspringen. Dies würde ich jedoch nicht empfehlen, denn es werden ausschließlich für diesen Band relevante Dinge zusammengefasst.
Desweiteren wird den Großteil des Buches über in zwei Zeitperspektiven erzählt, die nach und nach auf ein gemeinsames Ziel zulaufen. Doch dieses Ziel bleibt nun erstmal Nonas und auch Zoles Geheimnis!

Wenn ich überlege, wie wir Leser den Charakteren zum ersten Mal begegnet sind, nach und nach. Wie unsicher Nona unterwegs war. Unglaublich, wie sich alle im Verlaufe dieser Trilogie und auch noch einmal in diesem Buch entwickelt haben. Dazu vollkommen schlüssig, denn zugetraut hätte man es ihnen wohl, vielleicht mit ein wenig Zweifel.

Etwas vermisst habe ich in diesem Band den Klingenpfad. Doch scheinbar beschreiten ihn Novizinnen der Heiligen Klasse nicht mehr... Schade eigentlich!

Die Verknüpfung von Freundschaft und der damit einhergehenden, sowie aus dem Glauben an etwas resultierenden Loyalität mit dieser Geschichte ist überaus überzeugend gelungen. Dazu der Appell, das Krieg den Menschen im Fortschritt hemmt und bereits Erfundenes wieder vergessen lässt.

Insgesamt kann ich dieses Buch, nein eigentlich die gesamte Trilogie nur bewerben und mit 5 von 5 Sternen bewerten. Der Abschluss ist jedenfalls grandios gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2019

Viele Gefühle, wenig Hexerei

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Caroline möchte nichts lieber als Pilotin werden, doch als Heimkind ist es nicht so einfach die Ausbildung zu finanzieren. So jobbt sie und lebt in einer WG. Bis eines Tages Ash und Henri in ihr Leben ...

Caroline möchte nichts lieber als Pilotin werden, doch als Heimkind ist es nicht so einfach die Ausbildung zu finanzieren. So jobbt sie und lebt in einer WG. Bis eines Tages Ash und Henri in ihr Leben treten und ihr eröffnen, dass sie eine Hexe ist.

Der Schreibstil ist wirklich ganz angenehm zu lesen. Caroline berichtet dabei aus der Ich-Perspektive. Eigenartig ist daran nur, dass es sich um einen auktorialen Ich-Erzähler handelt. An einigen Stellen verwirrend.

Anfangs ist es wirklich ganz nett, ein wenig Hexerei hier, Einführungen in die Clans dort und dazu noch die Gegebenheiten. Doch Dreiecksbeziehungen in denen wirklich keine Zeit verloren wird, können sehr anstrengend sein. Reden ist manchmal schließlich schwierig. Zudem rutscht dadurch die eigentliche Thematik der Hexerei immer stärker in den Hintergrund. Sehr schade!

Insgesamt also ein Buch mit vielen Gefühlen und wenig Hexerei. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Dystopischer Ausflug in dem die Welt noch nicht viel gelernt hat...

Mortal Engines - Krieg der Städte
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Tom ist Gehilfe in der Historikergilde der Stadt London. Wichtig zu wissen ist nur, dass London nicht mehr am bekannten festen Ort zu finden ist, sondern sich wie viele andere Städte fortbewegt und dabei ...

Tom ist Gehilfe in der Historikergilde der Stadt London. Wichtig zu wissen ist nur, dass London nicht mehr am bekannten festen Ort zu finden ist, sondern sich wie viele andere Städte fortbewegt und dabei andere Städte verspeist.
Eines Tages kommt es zu einem Attentat auf den überall beliebten Mr Valentine und Tom kann diesen gerade noch verhindern. Doch kurz darauf findet er sich mit der Attentäterin im Schlamm wieder...

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Perspektiven wechseln dabei immer wieder hin und her, sodass der Leser neben den Erlebnissen von Tom auch immer weiß, was so gerade in London vor sich geht. Über diese Vorgehensweise wird nicht nur Spannung kreiert, sondern auch ein besseres Verständnis für diese dystopische Welt ermöglicht.

Besonders schön an den Abenteuern von Tom ist, dass sich jegliche zwischenmenschliche Beziehungen langsam aufbauen. So können Charaktere erst einmal kennengelernt werden und sich ein Bild von ihnen gemacht werden. Des Weiteren wird die Welt nach und nach skizziert und nimmt mit Verlauf der Geschichte immer weiter Form an.

Deutlich in dieser Dystopie ist dann leider, dass es dem Menschen wohl auch in Zukunft schwer fallen wird, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Kann man wohl nichts machen.

Insgesamt ein spannender dystopischer Ausflug, der Lust auf mehr macht. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Erschreckend realistisch

Dry
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Plötzlich kommt kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn. Das Wasser wurde in Südkalifornien abgestellt. Mehr als 20 Millionen Menschen sind betroffen. Keiner weiß, wann es wieder welches geben wird...
Rael ...

Plötzlich kommt kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn. Das Wasser wurde in Südkalifornien abgestellt. Mehr als 20 Millionen Menschen sind betroffen. Keiner weiß, wann es wieder welches geben wird...
Rael und ihre Familie haben keinerlei Vorräte.

Ein Buch aus der Feder Shustermans, ob nun aus Neals oder Jarrods scheint egal zu sein. Das Buch beginnt rasant und nimmt den Leser sofort in seinen Bann. Aufhören zu Lesen? Kaum vorstellbar.

Die Perspektiven wechseln zwischen Rael, ihrem Bruder, dem Nachbarsjungen und weiteren Personen, die während der Handlung hinzukommen. Während eines Tages wird so immer wieder die Perspektive gewechselt. Denn zu dem Problem ohne Wasser auskommen zu müssen, kommt natürlich noch die Gruppendynamik und das jeder Mensch erstmal nur an sich und seinen Vorteil denkt. So ist es besonders interessant zu erfahren, wie man in dieser Konstellation überleben kann...

Tja und was will ich sagen? Es war erschreckend realistisch. Zwar ist Deutschland nun nicht unbedingt direkt von einem solchen Phänomen betroffen, aber dennoch habe ich erstmal im Kopf überschlagen, wie lange ich mit meinem Wasservorrat wohl auskommen kann. Dabei festgestellt, dass es ziemlich dämlich ist nur noch Leitungswasser trinken zu wollen, um auf die Schlepperei zu verzichten.

Insgesamt eine klasse Dystopie mit erschreckend realistischen Zügen. Das Ende kam dann etwas schnell und mit zu wenig auflösenden Elementen. So bewerte ich mit 4,5 von 5 Sternen. Vergleichbar ist diese Story definitiv mit Blackout, wenn auch auf einer anderen Ebene.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Selten witzig, meist eher banal und an den Haaren herbei gezogen

Willow in Deutschland
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Also Willow versucht die Menschheit zu verstehen. Dafür musste er seinen IQ drosseln. So wirklich kann er dieser Spezies aber nichts abgewinnen.

Geschrieben ist das Buch in einer Art Tagebuch. So geleitet ...

Also Willow versucht die Menschheit zu verstehen. Dafür musste er seinen IQ drosseln. So wirklich kann er dieser Spezies aber nichts abgewinnen.

Geschrieben ist das Buch in einer Art Tagebuch. So geleitet der Leser Willow ein Jahr lang durch sein Leben in Düsseldorf. Hier wird mit vielen Klischees um sich geworfen.

Einige wenige Tage in Willows Jahr hier bei uns zu Besuch verliefen wirklich witzig, aber wie er sich dann mal eben so einen Job besorgt, war dann doch eher an den Haaren herbei gezogen. Denn die Menschheit hat er wirklich nicht verstanden.
Keine Ahnung, wie man auf die teils wirklich abwegigen Ideen kommt, doch der Witz ist bei der Ausführung wirklich verloren gegangen.

Insgesamt ein Buch mit wenigen witzigen Passagen, meist eher banal und an den Haaren herbei gezogen. Sehr schade. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen. Doch so ist der Leser eher froh, wenn das Jahr überstanden ist.