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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2019

Ausflug mit einigen Macken, gutes fantastisches Grundgerüst und gute Idee

Die Runenmeisterin
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Die Zwillinge Ayrin und Baren sind als Babys im Gasthof abgegeben worden und müssen nun in Schuldknechtschaft für den Besitzer arbeiten. Bis eine Hexe das Dorf besucht und es in Angst und Schrecken hinterlässt, ...

Die Zwillinge Ayrin und Baren sind als Babys im Gasthof abgegeben worden und müssen nun in Schuldknechtschaft für den Besitzer arbeiten. Bis eine Hexe das Dorf besucht und es in Angst und Schrecken hinterlässt, bis der Runenmeister vorbei kommt...

Für den Schreibstil war eine Eingewöhnung von so etwa 150 Seiten durch den mittelalterlichen Ausdruck notwendig. Beim Lesen kommt so anfangs das Gefühl auf, dass es nur sehr schleppend vorwärts geht. So bleibt viel Zeit die Beiden genauer kennenzulernen, wobei Ayrin im Vordergrund steht.
Interessant sind immer wieder die kursiv gedruckten Passagen des Hexenfürsten, sowie die Szenen aus der Sicht der Hexe. Sie bieten gerade am Anfang eine willkommene Abwechslung.

Später kommt es zu einigen Reisen, sodass das Fehlen einer Karte sehr schade ist. Ein wirkliches Einordnen all der besuchten Ortschaften ist in diesem unbekannten Land nun nicht möglich.

Die fantastischen Elemente rund um Hexen, Runen, Alben, Drachen usw. sind schlüssig und interessant dargestellt. Ein wenig mehr wäre jedoch durchaus möglich gewesen.

Leider wirkt die zum Ende hin einfließende Liebesgeschichte etwas erzwungen, zwar tauchen die Charaktere dazu nicht aus dem Nichts aus, doch ohne wäre dieses Buch wohl besser gefahren.
Zudem war mir die Auflösung bereits einige Seiten vorher sehr klar gewesen, was sehr schade war und somit die Spannung etwas herausgenommen hat. Überraschungen gab es leider eher weniger...

Insgesamt ein Ausflug mit einigen Macken, aber einem guten fantastischen Grundgerüst und einer guten Idee. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Fantastischer Ausflug mit vielen Überraschungen

Dana Mallory
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Dana soll die Ferien bei der ihr bisher unbekannten Tante mitten im Nirgendwo verbringen, weil ihr Vater dringend nach Paris muss. Da hat sie natürlich keinerlei Lust drauf, doch dann entpuppt sich das ...

Dana soll die Ferien bei der ihr bisher unbekannten Tante mitten im Nirgendwo verbringen, weil ihr Vater dringend nach Paris muss. Da hat sie natürlich keinerlei Lust drauf, doch dann entpuppt sich das Schloss als etwas vollkommen anderes. So gibt es Nachts unheimliche Geräusche...

Der Schreibstil ist klasse und das Buch eignet sich durch die kurzen Kapitel wunderbar für einen noch nicht so geübten Leser. So erlebt Dana gefühlt minütlich neue Abenteuer und langweilig wird es nie!

Besonders ins Auge fällt die Entwicklung von Dana, welche immer mehr an ihren Aufgaben wächst und sich weiter entwickelt. Sie kann Dinge nicht mal eben so, sondern nach und nach findet sie mehr Zutrauen in sich selber.

Insgesamt ein fantastischer Ausflug mit vielen Überraschungen. So bewerte ich mit 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Amüsant und fesselnd!

Gold und Schatten
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Als Diplomatentochter hat Livia schon die halbe Welt gesehen, alle drei Jahre wird so die Schule gewechselt. Nun ist sie neu in Paris und erkundet erst einmal die Sehenswürdigkeiten. In den Katakomben ...

Als Diplomatentochter hat Livia schon die halbe Welt gesehen, alle drei Jahre wird so die Schule gewechselt. Nun ist sie neu in Paris und erkundet erst einmal die Sehenswürdigkeiten. In den Katakomben stößt sie auf Maél. Gleichzeitig passiert es immer wieder, dass Livia mit Pflanzen kommunizieren kann. Wo kommt das nur her?

Nachdem so viel Werbung für dieses Buch gemacht wurde, bin ich extrem skeptisch heran gegangen. Doch war meine Sorge hier glücklicherweise unbegründet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und vor allem schnell zu lesen, das Buch an einem Tag zu verschlingen? Gar kein Problem, denn es ist absolut fesselnd geschrieben. Als Leser wird alles aus der Ich-Perspektive von Livia erlebt, sodass hier eine intensive Bindung entsteht.
Besonders beeindruckt haben mich die Dialoge und Livias Gedanken. So schlagfertig und immer wieder absolut witzig. Eines meiner (spoilerfreien) Highlights zwischen den beiden Hauptpersonen war eindeutig von Livia:
"Herrje. Bist du Sternzeichen >Verhaltensauffällig
So ließ mich die Geschichte vor allem durch diese Passagen voller Humor nicht mehr los. Götter usw. tauchen nach und nach auf, besonders Hermes hat es mir hier angetan. Doch jeder spielt seine Rolle wirklich gut und passt stimmig ins Bild.

Einzig und alleine ein kleines Manko ist, wie schnell sich alles zwischen Livia und Maél entwickelt, sie sich in der Schule eingewöhnt und wie gering ihre Schwierigkeiten sind mit all dem Neuen umzugehen. Zudem sind die einzelnen Kapitel teilweise wirklich arg lang, doch das ist Geschmackssache. So befinde ich mich mit meinem Meckern auf absolut aller höchstem Niveau.

Insgesamt also amüsant und fesselnd. Tolle Unterhaltung, die mich mit 4,5 von 5 Sternen bewerten lässt. Ich freue mich auf den zweiten Teil dieser Dilogie!

Veröffentlicht am 23.02.2019

Magischer Wald trifft auf Gesellschaftsschichten

Waldkind
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Eva ist unterwegs, vom Altmeister geschickt, auf geheimer Mission, um die letzten Alben zu töten.
Cianna lebt ein behütetes Leben und entdeckt am Waldrand ein einsames, nicht sprechendes Kind.

Der Schreibstil ...

Eva ist unterwegs, vom Altmeister geschickt, auf geheimer Mission, um die letzten Alben zu töten.
Cianna lebt ein behütetes Leben und entdeckt am Waldrand ein einsames, nicht sprechendes Kind.

Der Schreibstil ist voller Beschreibungen der Umgebung. Gerade der Wald ist unglaublich detailliert und magisch beschrieben. Die Perspektiven wechseln mit den Kapiteln zwischen den beiden Mädels hin und her. So bekommt der Leser die Möglichkeit, sie schnell kennen zulernen, die Motive zu verstehen und es wird immer wieder Spannung aufgebaut.

Abseits des Waldes gibt es Magie in dieser Welt, die vor allem Heiler und Brenner hervorbringt. Nicht alle haben die Möglichkeit ihre Kräfte auszubilden. Denn das Schichtsystem ist undurchdringlich. Sklaven, die frühzeitig ihre Zunge verlieren, Gemeine und Bürger. Das die Bürger alle Zügel in der Hand haben zu glauben ist wohl klar...

Zu Beginn des Buches gibt es eine Karte. Inzwischen habe ich diese zu schätzen gelernt, um mich schnell (gerade bei unterschiedlichen Perspektiven) orientieren zu können. Leider ist diese etwas ungenau und klein ausgefallen.
Ein weiteres Manko sind für mich die letzten hundert Seiten, die Motive verwischten für mich und ich konnte mich nicht mehr in die Charaktere hineinversetzen. Alles Geschah etwas schnell.

Insgesamt trifft hier ein magischer Wald auf Gesellschaftsschichten, die jeweils richtig gut ausgearbeitet sind. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Überraschendes Ende, aber nicht vollständig überzeugend

Einer wird sterben
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Stella ist alleine zu Hause. Im Haus ihres Mannes. Seit einigen Stunden, vielleicht auch Tagen, steht ein Auto vor der Tür. Das Paar bewegt sich nicht von der Stelle und keiner weiß, warum sie dort stehen...


Das ...

Stella ist alleine zu Hause. Im Haus ihres Mannes. Seit einigen Stunden, vielleicht auch Tagen, steht ein Auto vor der Tür. Das Paar bewegt sich nicht von der Stelle und keiner weiß, warum sie dort stehen...


Das Buch wird erzählt aus Stellas Sicht, leitet ein in die Problematik, die Geheimnisse vor Mitmenschen haben könnten und zeigt, was Einsamkeit aus einem macht. Keiner da, dem sie noch vertrauen kann, sie ist alleine mit ihrer Angst. Ihrer Angst, dass das Paar im Auto zu viel weiß.

Diese Ängste sind sehr schlüssig dargestellt, doch irgendwie fehlte das gewisse etwas. Klar, war da eine unterschwellige Spannung, wer hinter all dem steckt. Doch wird nebenbei so viel in der Nachbarschaft "aufgedeckt", dass Stellas rätselhafte Probleme teilweise in den Hintergrund rücken.

Was mich am meisten wunderte, war die Art, wie Stella ihr Leben führt. Ängste hin oder her. Ein Mann, der ständig durch die Weltgeschichte tourt. Sie, die nicht über die Narbe in ihrem Gesicht hinwegkommt und deshalb nicht arbeiten geht. So ein Leben muss doch langweilig sein?

Zu erwähnen bleibt noch das überraschende Ende, aber das haben Psychothriller meist so an sich. Wäre sonst auch langweilig. Mein aufgestellter Verdacht war wenigstens teilweise richtig, doch dieses Ende ist definitiv nicht vorhersehbar.

Insgesamt also ein überraschendes Ende, aber eine nicht vollkommen überzeugende Story. Sehr schade, habe ich doch schon sehr gute Bücher von Wiebke Lorenz gelesen. Aktuell bleibt zudem das Gefühl, dass Psychothriller gerade nicht vollständig in meine Leselust passen wollen. So bewerte ich mit 3,5 von 5 Sternen.