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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2017

Traumhaftschöne Aufmachung, interessanter Idee, aber mir ein zu verwirrendes Ende

Sommernachtsfunkeln
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Das Buch ist ein wahres Schmuckstück. Ich habe selten ein Buch mit so einer schönen Gestaltung gesehen. Dies ist nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern hat zum Teil auch sehr praktische Vorteile. Die ...

Das Buch ist ein wahres Schmuckstück. Ich habe selten ein Buch mit so einer schönen Gestaltung gesehen. Dies ist nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern hat zum Teil auch sehr praktische Vorteile. Die Kapitel beginnen immer mit einer kleinen Graphik, Schmetterlingen, dem Unendlichkeitssymbol oder einem verschnörkelten Totenkopf. So kann der Leser leicht differenzieren aus wessen Sicht das Kapitel geschrieben ist und in welcher Zeit es spielt.

In die Geschichte bin ich sehr leicht eingetaucht. Kati versucht in Amerika einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen sowie ihr Leben vor dem Unfall und damit Luke zu vergessen. Sie lernt schnell die Glamour-Welt und den damit verbundenen Luxus kennen. Auf der anderen Seite erfährt der Leser auch, wie Luke in Deutschland ohne Kati zurechtkommt. Es war interessant die Geschichte aus beiden Seiten zu lesen. Außerdem gibt es einige Rückblenden, die erklären was eigentlich passiert ist, dass Kati überhaupt nach Amerika geflogen ist.

Ein Highlight der Geschichte ist die Gestaltung der Wechsel und der Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln. Die Abschnitte gehen ganz flüssig ineinander über. Mal ist es ein Wortspiel, ein Name oder eine Aktivität, mit der ein Kapitel endet und das nächste beginnt. So ist alles miteinander verknüpft. Das mochte ich sehr.

So begeistert ich auch von dem Beginn des Buches war, so hatte ich ab dem Mittelteil das Gefühl, dass die Spannung etwas nachlässt. Hier hat sich meines Erachtens die Handlung etwas wiederholt und es gab wenige neue Aspekte. Ich habe dennoch gerne weitergelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie die ganze Handlung aufgelöst wird. In der Geschichte tauchen ein paar fantastische Elemente auf und ich wollte gerne erfahren, wie hier die Zusammenhänge sind.

Von dem Ende war ich erst etwas enttäuscht und danach nur noch verwirrt. Für mich sind hier zu viele Fragen ungeklärt geblieben. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen habe, hatte ich hier die Möglichkeit mich mit anderen auszutauschen und auch Fragen zu stellen. Damit sind für mich manche Aspekte klarer geworden, aber wirklich glücklich bin ich mit dem Ende nicht. Einige andere scheinen das Ende problemlos verstanden zu haben und auch davon begeistert zu sein, sodass ich davon ausgehen, dass dies nur meine subjektive Wahrnehmung war.

Insgesamt fällt es mir sehr schwer ein Urteil zu diesem Buch zu fällen. Die erste Hälfte war grandios und danach hat es für mich an Fahrt verloren, bis ich am Ende komplett verwirrt das Buch geschlossen habe. Ich kann also nur empfehlen das Buch selber zu lesen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Zu viel Spielfeld, zu wenig Gefühl

catching YOU
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Dieses Jahr steht für mich ganz im Zeichen der Sportler-Romanzen. Es erscheinen momentan so viele, dass ich meine Lesezeit fast komplett diesem Genre widmen könnte – besonders, wenn man bei den Sportarten ...

Dieses Jahr steht für mich ganz im Zeichen der Sportler-Romanzen. Es erscheinen momentan so viele, dass ich meine Lesezeit fast komplett diesem Genre widmen könnte – besonders, wenn man bei den Sportarten offen ist. Der Klappentext von Catching You klang vielversprechend und tiefgründig, sodass ich sehr gespannt darauf war, in die Welt der L.A. Dragons einzutauchen.

Gemeinsam mit der neuen Teampsychologin Ava – die sich selbst lieber als Mental Coach bezeichnet – startet auch der Leser bei den L.A. Dragons. Der Anfang ist alles andere als leicht, denn nicht jeder sieht ein, warum mentale Gesundheit für die Widerstandsfähigkeit im Teamsport so wichtig ist. Dieses Setting und der damit verbundene Gegenwind wirken realistisch und spannend. Überrascht war ich allerdings, wie schnell deutlich wurde, dass Ava selbst in einigen Situationen eher labil ist und eigentlich selbst Bedarf an Therapie hat.

Ryan bildet einen guten Kontrast zu Ava: Er ist weder zurückhaltend noch besonnen, sondern trägt seine Emotionen offen nach außen – auch auf dem Spielfeld. Anfangs ist er nicht unbedingt ein Sympathieträger, doch schnell zeigt sich, dass unter seiner harten Schale ein weicher Kern steckt.

Obwohl das Setting überzeugt und der Klappentext viel Tiefgang versprach, blieb die Geschichte für mich insgesamt zu oberflächlich. Das Kennenlernen der Charaktere geschieht quasi zwischen den Zeilen – als Leserin fühlte ich mich dabei eher als Beobachterin denn als Mitfühlende. Die Zweifel der beiden werden zwar angedeutet, aber nicht wirklich aufgearbeitet. Plötzlich scheinen alle Probleme gelöst zu sein, obwohl zwischenzeitlich viele Konflikte aufkommen. Das wirkte auf mich zu plötzlich und unrealistisch. Mir ist bewusst, dass Liebesgeschichten oft leichtere Kost sind, doch ich möchte spüren, wie Emotionen wachsen, wie sich die Charaktere wirklich näherkommen und gemeinsam verändern.

Unterm Strich gehört Catching You für mich zu den schwächeren Sportler-Romanzen dieses Jahres – trotz eines vielversprechenden Ansatzes und eines authentischen Settings. Leider gibt es von mir keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Leider vorhersehbare und flache MINT-Liebesgeschichte

Dating and other Theories. Wenn der präziseste Plan zum romantischen Verhängnis wird
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Mit den Romanen von Ali Hazelwood wurde die Messlatte für Liebesromane im MINT-Umfeld ziemlich hoch gesetzt. Es ist einfach zu schön mitzuerleben, wie intelligente Frauen nicht nur in der Wissenschaft ...

Mit den Romanen von Ali Hazelwood wurde die Messlatte für Liebesromane im MINT-Umfeld ziemlich hoch gesetzt. Es ist einfach zu schön mitzuerleben, wie intelligente Frauen nicht nur in der Wissenschaft brillieren, sondern auch noch einen Partner finden, der sie unterstützt und liebt. Als Schüler wird man mit so einem Profil viel zu schnell als Streber abgetan und hat mit Sicherheit keinen leichten Start in die Pubertät. Daher ist es umso schöner, wenn Geeks oder Nerds ein Happy End finden. Da ich mich selbst als Nerd bezeichnen würde, meine ich diese beiden Begriffe überhaupt nicht abfällig oder wertend.

In einem solchen Setting spielt auch der Roman „Dating and other Theories“ von Susannah Nix. Es ist der zweite Band einer Reihe, aber kann unabhängig vom Vorgänger gelesen werden. Ich kannte den Auftakt tatsächlich auch nicht und hatte an keiner Stelle im Roman das Gefühl, dass mir Vorwissen gefehlt hätte.
In dem Roman versucht die Luft- und Raumfahrtingenieurin Esther ihre beste Freundin davon abzuhalten, wieder mit ihrem Exfreund zusammenzukommen. Der Plan ist simpel. Sie möchte sie mit ihrem Nachbarn Jonathan verkuppeln. Als Gegenleistung, dass Jonathan sie bei ihren Vorhaben unterstützt, muss sie ihm aber mit den technischen Details bei seinem neuen Drehbuch helfen.

Die ganzen Grundidee des Romans hat mir gut gefallen und es ist mir auch bewusst, dass es keine großen Überraschungen bei einem Liebesroman gibt. Allerdings wünsche ich mir trotzdem vielschichtige Charaktere oder eine Charakterentwicklung. Es gab auch eine kleine Entwicklung, allerdings war diese nicht so bedeutsam, wie ich es gerne gehabt hätte. Die Figuren werden leider eher oberflächlich dargestellt, wodurch Tiefgründigkeit fehlt. So konnte ich mit den Charakteren leider kaum mitfühlen und eine emotionale Ebene war in der Geschichte nicht vorhanden.

Auch wenn der Roman ganz nett ist, so gibt es doch vergleichbare Geschichten von anderen Autoren, die mehr überzeugen können. Ich kannte bis dato keine anderen Romane der Autorin, aber ich habe aktuell auch wenig Lust diese kennenzulernen. Ich würde hier eher Lesern die Romane von Ali Hazelwood nahelegen als dieses Buch.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Was wollte mir dieses Buch mitteilen?

Mein letztes Jahr der Unschuld
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In der Schule liest man viele Bücher, bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Auszeichnung "Prädikat wertvoll" erhalten haben. Diese Bücher möchten einem eine Lehre aufzeigen oder in irgendeiner anderen ...

In der Schule liest man viele Bücher, bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Auszeichnung "Prädikat wertvoll" erhalten haben. Diese Bücher möchten einem eine Lehre aufzeigen oder in irgendeiner anderen Form weiterbilden. So ähnlich ging es mir beide diesem Roman auch. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass er etwas vermittelt möchte oder da eine Moral zum Ende hin gezogen werden kann. Auf der letzten Seite musste ich mir allerdings eingestehen, dass da nicht mehr war. Somit wurde hier in Szene versucht eine Tiefgründigkeit darzustellen, die so nie existiert hat. Manchmal ist eine Pfeife eben auch einfach nur eine Pfeife.

Isabel ist in vielen Bereichen eine normale Studentin. Sie weiß noch nicht, was sie vom Leben erwartet oder was ihre Pläne sind. Eigentlich lebt sie von Tag zu Tag und engagiert sich für nichts wirklich. Wer eine willensstarke Figur sucht, der sucht hier vergeblich. Isabel lässt sich eigentlich immer nur treiben und lässt mit sich alles machen. Da ist es nur bedingt verwunderlich, daß ihr auch Dinge geschehen, die sie eigentlich nicht möchte. Sie stimmt zwar beispielsweise einer sexuellen Handlung nicht zu, aber sie sagt auch nicht nein. So wird der Leser mit einer Schuldfrage konfrontiert, die gar nicht so leicht zu klären ist.

Beim Lesen habe ich immer wieder auf den großen Aha-Moment gewartet, auf die plötzliche Wendung oder die Veränderung von Isabels Charakter. Die Handlung plätscherte weiter vor sich hin und das einschneidende Erlebnis blieb aus. Im realen Leben gibt es ja auch nicht immer die große Veränderung. Allerdings denke ich nicht, dass diese Handlung unbedingt so realistisch war. So viele Puzzleteile schienen nicht zusammen zu passen. Für mich blieb da am Ende nur noch die Frage, was ich eigentlich gelesen habe und vor allem auch warum.

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Veröffentlicht am 12.10.2023

Sehr verworrene Geschichte mit plötzlichem Ende

Gameshow – Das Versprechen von Glück
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Das Ende von „Gameshow – Der Preis der Gier“ hatte mich nicht los gelassen und auch, wenn ich hier bereits sehr viele Parallelen zu „Die Tribute von Panem“ oder auch „Die Bestimmung“ gesehen hatte, wollte ...

Das Ende von „Gameshow – Der Preis der Gier“ hatte mich nicht los gelassen und auch, wenn ich hier bereits sehr viele Parallelen zu „Die Tribute von Panem“ oder auch „Die Bestimmung“ gesehen hatte, wollte ich gerne wissen, wie es weitergeht. Dier Fortsetzung hält auch wieder einige Parallelen zu den beiden anderen Reihen bereit, allerdings waren diese nicht mehr ganz so augenscheinlich. Mich hat hier zunächst begeistert, dass es mehr Individualität in dem Roman gibt.

Die Geschichte setzt beinahe nahtlos an den ersten Teil an. Cass hat die Wahrheit über die Gameshow erfahren und versucht nun zusammen mit den NoClans das System zu stürzen. Da sie nun kein aktiver Player mehr ist, sind die Einblicke in die eigentlichen Spiele weniger geworden. Das fand ich eigentlich etwas schade, da diese für mich zu mehr Spannung geführt hatten. Es geht nun eindeutig mehr Details zu dem Aufbau der eigentlichen Gesellschaft und wie es zu dieser Struktur gekommen ist. Das war zwar auch interessant, aber dies führt dazu, dass nun noch mehr Namen auftauchen und dass es mehr Verflechtungen gibt. Für mich war es so teilweise schwieriger den ganzen Handlungssträngen zu folgen.

In meinen Augen ist die Geschichte mit diesem Buch nun in sich abgeschlossen, allerdings habe ich auch immer noch nicht den Eindruck, dass wirklich alle Fragen beantwortet sind. Selbst wenn noch ein weiterer Teil in der Reihe erscheinen sollte, dann würde ich diesen nicht mehr lesen. Es wurde immer mehr Spannung aufgebaut. Damit habe ich auf ein großes Finale mit einer plausiblen Auflösung und vielleicht auch einer Idee, wie es nach der letzten Seite für die Hauptpersonen weitergeht, erwartet. Dies kam allerdings für mich nicht. Es gibt ein genauso plötzliches Ende wie bereits im ersten Teil. Somit bin ich auch wieder etwas frustriert zurückgeblieben. Der Unterschied zum Auftakt war lediglich, dass die schönen Momente zwischendurch gefehlt haben.

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