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Veröffentlicht am 11.04.2021

Wundervolles Beispiel von BCCs unglaublicher Schreibkunst!

Durch die kälteste Nacht
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Durch die kälteste Nacht von Brittainy C. Cherry ist der 1. Teil der Compass-Reihe. Der Roman handelt von Kennedy und Jax, alte Camp-Freunde, die sich Jahre lang aus den Augen verloren haben und mit Ende ...

Durch die kälteste Nacht von Brittainy C. Cherry ist der 1. Teil der Compass-Reihe. Der Roman handelt von Kennedy und Jax, alte Camp-Freunde, die sich Jahre lang aus den Augen verloren haben und mit Ende 20 wiedertreffen. Beide haben viel Schlimmes erlebt. Kennedy hat ein Jahr zuvor ihre Tochter verloren und kommt aus einer toxischen Beziehung. Jax Lebensgeschichte erfährt man nach und nach. Sie kommen sich immer näher und geben sich gegenseitig Kraft zu heilen.

Wer schon Bücher von BCC gelesen hat, weiß um ihren unglaublich emotionalen Schreibstil. Man leidet sehr mit den beiden mit, den einfach war ihr Leben ganz sicher nicht. Diese Schwere wird aber immer wieder mit kleinen Rückblicken der beiden aus dem Camp aufgebrochen. Die Leichtigkeit der Kindheit hat Cherry wunderschön eingefasst und trotzdem herausgestellt, wie schwierig die Kindheit sein kann. Besonders der Kontrast zwischen der jungen Kennedy und der erwachsenen ist erschreckend und zeigt eindrucksvoll, was das Leben mit einem machen kann. So hofft man, dass Kennedy wieder zurück zu dieser wundervollen Lebenseinstellung ihrer Kindheit zurückfindet. Cherry vermittelt einem wie immer das Gefühl mit dabei zu sein.

Die Story nimmt nur sehr langsam Fahrt auf. Der Fokus ist bis kurz vor Schluss auf die Emotionen und die Entwicklung der Protagonisten gesetzt. So passiert zwar scheinbar nicht viel, man lernt die beiden aber durch die abwechselnden Sichtweisen sehr gut kennen und lieben. Dann geht alles Knall auf Fall. Das große Drama kommt doch noch. Es wird aufgeklärt was damals passiert ist und es eskaliert. Natürlich gibt es ein Happy End.
Ich persönlich fand die Geschwindigkeit nicht schlecht. Man konnte die beiden so kennenlernen und die Handlungen gut nachvollziehen. Durch den wundervollen Schreibstil rast man nur so durch das Buch. Auch das Drama wirkte nicht erzwungen, sondern wurde langsam aufgebaut. Allerdings fehlten mir an der entscheidenden Stelle Infos. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Es wirkte dort etwas zu schnell.

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich die eigentlich fröhliche, aber zerbrochene Kennedy und den eigenbrötlerischen Jax ins Herz geschlossen habe. Sie sind einfach großartig! Allerdings gefallen mir die Nebencharaktere noh viel besser. Vor allem Joy mit ihrer ganzen Art Ist einfach fantastisch. Ich hoffe im 2. Band über den nächstbesten Nebencharakter Connor , erfahren wir noch mehr über die ältere Dame. Ich sage nur „Ich gehe dorthin, wo die Liebe ist.“

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.11.2020

Eine Geschichte über Gegensätze die sich anziehen

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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In Fire & Frost – Vom Eis berüht von Elly Blake geht es um Ruby Ortrera, einer Fireblood, die in einem Land lebt, das von Frostbloods beherrscht wird, lebt. Das Entdecken ihrer Gabe das Feuer zu kontrollieren ...

In Fire & Frost – Vom Eis berüht von Elly Blake geht es um Ruby Ortrera, einer Fireblood, die in einem Land lebt, das von Frostbloods beherrscht wird, lebt. Das Entdecken ihrer Gabe das Feuer zu kontrollieren würde ihren Tod bedeuten und so versteckt sie ihre Fähigkeiten. Aber es kommt wie es kommen muss, sie wird entdeckt und gefangen genommen. Mönch und ein Krieger, beides Firebloods, retten sie jedoch und benötigen ihre Hilfe um den amtierenden Frostkönig zu stürzen. Allerdings macht es Arcus, der Frostblood Krieger, es ihr nicht leicht, den beiden zu vertrauen…

Das Cover finde ich sehr schön und passend gestaltet. Es zeigt schön den Kampf zwischen Feuer und Eis, das zentral für den ersten Band ist.

Man wird langsam in die Welt eingeführt und wird nicht mit Infos überladen. Man kommt also gut in die Geschichte rein. Es ist ein klassischer, chosen-one Fantasyroman. Ruby, eine der letzten Fireblood im Land, muss den Rebellen helfen, den Bösewicht, in diesem Fall den Frostkönig, zu besiegen. Warum ausgerechnet sie, erfährt man im Laufe des Buches.
Arcus ist mysteriös, verschlossen und mag Ruby bzw. Firebloods allgemein nicht. Es war klar, dass eine Geschichte hinter seiner Fireblood Abngeigung steckt. Ruby mag Frostblood aber auch nicht. Sie geraten also immer wieder aneinander, obwohl es ordentlich knistert zwischen den beiden. Sie nähern sich an, doch es ist ersichtlich, dass Arcus etwas vor ihr geheim hält. Was es ist, konnte ich mir ziemlich schnell denken und hatte damit auch recht. Es war leider nicht unvorhersehbar, was ich etwas schade fand. Es gab einfach zu viele Andeutungen und eine neue Idee war es auch nicht. Was aber nicht heißt, dass ich es schlecht fand!

Es ist ein schöner Auftakt und ich werde mir demnächst, den nächsten Band besorgen, denn das Ende hat eine Wendung genommen, die dann doch unvorhersehbar war. Ich möchte also erfahren, wie es weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Die vordergründige Message wurde super raus gearbeitet und dargestellt

Breakaway
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In Breakaway von Anabelle Stehl geht um Lia, die völlig überstürzt nach Berlin flieht. Ohne Plan und ohne vorher eine Schlafmöglichkeit zu organisieren, setzt sie sich etwas verloren in ein Café, um zumindest ...

In Breakaway von Anabelle Stehl geht um Lia, die völlig überstürzt nach Berlin flieht. Ohne Plan und ohne vorher eine Schlafmöglichkeit zu organisieren, setzt sie sich etwas verloren in ein Café, um zumindest das Schlafproblem zu lösen. Dort trifft sie schnell auf Noah und eine Freundin von ihm. Diese nehmen sich ihrer sofort an und nach anfänglichen Sträuben, lässt Lia das auch zu. Vor allem weil es zwischen ihr und Noah ordentlich knistert. Wenn da nur nicht die vielen Geheimnisse und Lügen zwischen ihnen wären…
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen! Man kann das Buch eigentlich so runterlesen. Es wirkt alles sehr lebendig und man bekommt ein gutes Bild von Berlin und der Umgebung. Das Tempo der Geschichte passt auch. Es war nicht überstürzt und hat sich auch nicht gezogen, insofern genau richtig, meiner Meinung nach.
Allerdings passte das Verhalten besonders von Lia eher in ein YA Buch. Das klassische Problem von „Nein, ich kann darüber nicht reden, deswegen erfinde ich einfach etwas und habe dann Gewissensbisse“ und natürlich fliegt ihre Lüge irgendwann auf. Das Thema ist auch nicht neu, muss es meiner Meinung nach aber auch nicht! Es ist immerhin ein NA Buch und da erwartet man fast solche Themen. Außerdem wurde es richtig gut aufgearbeitet und dargestellt. Es geht sehr in die Tiefe und wird nicht nur oberflächlich abgefrühstückt. Was mich am meisten gestört hat, war Lias Umgang damit. Generell wirkte ihr Charakter eher flach und mir fehlte bei ihr mehr Tiefgang. Ich hätte mir mehr von ihrem Innenleben gewünscht und einen etwas reiferen Umgang mit ihren und Noahs Problemen.
Die Nebencharaktere auf der andererseits fand ich super! Ich bin sehr gespannt, wie es mit Kyra in Band 2 weitergeht. Man bekommt erste Einblicke in ihr Leben und was dort alles los ist und das hat mich von Anfang an mehr gepackt als die Hauptstory. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, weniger von Kyra schon im 1. Band immer wieder zu erwähnen. So habe zumindest ich mich immer wieder gefragt, was mit ihr ist. Es lenkte ein wenig ab.
Alles in allem ist ein solides NA Buch, was das Rad zwar nicht neu erfindet, aber die Themen sehr schön und tiefgehend bearbeitet. Mir fehlte nur der Tiefgang der Hauptcharaktere und fand ihre Handlungen oft nicht nachvollziehbar. So konnte es mich, trotz des wirklich tollen Schreibstils, nicht ganz abholen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere