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Luthien_Tinuviel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2020

Solider Thriller, erinnert mich stellenweise entfernt an das Schweigen der Lämmer

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Ein solider Thriller, der mir stellenweise durchaus Gänsehaut bereiten konnte.

Thriller-Vielleser werden wie ich vermutlich bald einen heißen Verdacht haben, mehr Raffinesse erwarten und auch die typischen ...

Ein solider Thriller, der mir stellenweise durchaus Gänsehaut bereiten konnte.

Thriller-Vielleser werden wie ich vermutlich bald einen heißen Verdacht haben, mehr Raffinesse erwarten und auch die typischen Ermittlerstereotype bald erkennen, dennoch unterhält das Werk.

Der Schreibstil liest sich gut und ich mag die kurzen Kapitel. Die Charaktere mag man mal mehr, mal weniger, aber so ist das ja immer.

Der Grund für das Coverdesign erschließt sich mir- ehrlich gesagt - nicht ganz.

Alles in allem: ein gutes Werk, oberes Mittelfeld für mich, was Thriller angeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2020

Anspruchsvoller Roman mit Werwolf Apokalypse

Roter Mond
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Beim Lesen dieses Werkes habe ich mich so wirklich deprimiert gefühlt. Nicht aufgrund des Inhaltes, aber doch wegen diesem.

Die Handlung schafft es, die Endzeitatmosphäre des Werkes wirklich auf den ...

Beim Lesen dieses Werkes habe ich mich so wirklich deprimiert gefühlt. Nicht aufgrund des Inhaltes, aber doch wegen diesem.

Die Handlung schafft es, die Endzeitatmosphäre des Werkes wirklich auf den Leser zu transportieren.

Inhalt:

USA in der Zukunft: Das Lykos Virus greift um sich und immer mehr Menschen werden in Lykaner (werwolfartige Wesen) verwandelt. Hierdurch wird die Teilung der amerikanischen Gesellschaft nur noch verstärkt und ein Kampf zwischen Lykaner und Menschen um die Vorherrschaft beginnt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eindeutig kein klassisches Science Fiction Werk, sondern ein anspruchsvoller Roman. Es gibt viele Protagonisten und Perspektivwechsel, wodurch mehr ein Gesellschaftsbild denn eine zusammenhängende Handlung vermittelt wird. Textbrüche finden sich häufig an entscheidenden Stellen der Handlung, welche dann in Rückschau erzählt werden.

Ich fand das Buch interessant und stellenweise spannend (jedoch auch explizit blutig und blutrünstig) , es ist definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

Reihenauftakt, der viele Möglichkeiten offenlässt.

Cursed - Die Auserwählte
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Nimue legte die Hände fester um den Ledergriff, drehte sich rasch und trennte Bors' Hand sauber am Gelenk ab. Der SChwung des Schlags ließ das abgetrentte Glied durch die Luft seeln, bis es dreißig ...

Nimue legte die Hände fester um den Ledergriff, drehte sich rasch und trennte Bors' Hand sauber am Gelenk ab. Der SChwung des Schlags ließ das abgetrentte Glied durch die Luft seeln, bis es dreißig Fuß weiter weg auf dem Platz landete. - S. 97

Wem dieses Zitat aus dem Werk schon zu viel des Guten war, der sollte diese Werk lieber nicht lesen, denn wie man auch aus der Cover-Farbe ableiten kann: Es wird blutig!

Das Werk ist Auftakt einer Buchreihe und wurde zeigtleich mit der dazugehörigen Netflix-Serie geschaffen.

Inhaltlich wird die klassische Arthus-Saga neu erzählt, Protagonistin ist die Fey Nimue, die nach einem schmerzlichen Verlust aufgrund der Verfolgung der Fey durch die Roten Paladine ein magisches Schwert in die Hände bekommt und sich daran macht, mit alten und neuen Bekannten die Fey vor dem Verderben zu retten. Einer der Bekannten: ein Mann namens Arthur...

Meine Meinung:



Zum Cover: Blutrot, wie auch die Handlung. Es zeigt das Wichtigste: Das magische Schwert.

Handlung: Die Handlung ist vielschichtig und wird aus verschiedenen Erzählperspektiven und Handlungssträngen gewoben. Ich mochte die Perspektivwechsel sehr, auch wenn man vor allem im letzten Teil merkt, dass sich an einer Fernsehserie orientiert wurde.

Inhaltlich ist die Erzählung spannend, ich mag den komplexen Weltaufbau mit all den verschiedenen Völkern und Parteien sowie Fantasyelementen, aber auch, wie oben schon erwähnt, sehr blutig (fast zu viel des guten).

Bei den Charakteren war eine sehr gute Mischung dabei und man merkt auch schon in diesem Teil eine deutliche persönliche Entwicklung mancher Figuren. Toll finde ich, wie doch immer wieder bekannte Figuren aus der klassischen Saga an unvorhergesehenen Stellen der Erzählung auftauchen und Bedeutung für die Geschichte erlangen..

Der Schreibstil ist detailliert, wodurch einerseits die Welt in all ihrer Komplexität zum Leben erweckt wird, an manch anderer Stelle das spritzende Blut jedoch fast schon zu plastisch wird.

Der Stil ist sehr eingängig und lässt sich sehr gut lesen.

Die Illustrationen: Die Illustrationen verleihen der Erzählung zusätzliches Leben und eben aufgrund dieser würde ich auch zum gebundenen Buch greifen. Gelungen fand ich vor allem die Schwarz-weiß Illustrationen, auch wenn diese mitunter etwas roh wirkten. Die farblichen Illustrationen haben in ihrer Gestaltung zwar auch irgendwie zu der Geschichte gepasst, jedoch hat mich hier gestört, dass diese von ihrer Positionierung her teilweise seiten vor dem auf diesen abgebildetetn Geschehen eingefügt waren. Ich frage mich da, ob das bei der englischen Originalausgabe auch der Fall ist. In jedem Fall haben mich diese Spoiler mitunter doch irritiert.

Fazit: Eine tolle, fantasiereiche, teilweise aber sehr in blutige Details versunkene Neuerzählung des klassischen Werkes, welche keinesfalls abgeschlossen ist und welcher man aber die Nähe zur Fernsehserie anmerkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2020

Sehr gut geschriebene, ehrliche Biographie

Meines Vaters Land
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"Ich habe ein Foto von meinem Vater gefunden. Es gibt Hunderte... Dies hier war weggesperrt... Verborgen hinter ihrem Kinderportrait hatte Else ihn, einen todtraurigen Mann um die 30- so verloren guckt ...

"Ich habe ein Foto von meinem Vater gefunden. Es gibt Hunderte... Dies hier war weggesperrt... Verborgen hinter ihrem Kinderportrait hatte Else ihn, einen todtraurigen Mann um die 30- so verloren guckt er auf keinem Foto außer auf den letzten vor dem Volksgerichtshof." Seite 7

Meines Vaters Land von Wibke Bruhns ist eine sehr bewegende, aber auch zum Nachdenken anregende Biographie ihres Vaters, Hans Georg Klamroth, der mit den anderen Beteiligten des Hitler-Attentats vom 20.07.1944 verurteilt und hingerichtet wurde.

Meine Meinung:



Das Werk ist in einem sehr angenehmen Schreibstil geschrieben. Man merkt die persönliche Beziehung der Autorin zu ihrer Familie, zugleich finde ich es aber toll, dass nichts geschönt beschrieben wird. Die Autorin ist sehr ehrlich im Umgang mit der Lebensgeschichte ihres Vaters. Sie glorifiziert ihn in keiner Weise, sondern bemüht sich wirklich, eine neutrale Perspektive einzunehmen. Sehr gefallen hat mir auch, wie sie an vielen Stellen einfach auch kommentierend in die Handlung eingreift und ihre Gedanken beim Lesen der Briefe und Tagebucheinträge ihrer Eltern mit uns Lesern teilt.

Die Biographie behält fast durchgängig einen roten Faden bei und fügt sich sehr gut in die allgemeine deutsche Geschichte zu Lebzeiten des Protagonisten ein, sodass man sehr persönlich das allgemeine Weltgeschehen und dessen Bedeutung für diese Familie mitbekommt.

Fazit: Eine wirklich gut geschriebene, spannende, ehrliche Biographie, die jeder historisch (insbesondere an der Zeit 1900-1945) Interessierte gelesen haben sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

Schwieriges Werk

Nur der Tod vergisst
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Ein für mich schwieriges Werk, das vor allem für historisch interessierte Personen durchaus interessant ist.

Ich habe mich beim Lesen mehrfach schwergetan. Wir haben als Protagonisten ein Mitglied der ...

Ein für mich schwieriges Werk, das vor allem für historisch interessierte Personen durchaus interessant ist.

Ich habe mich beim Lesen mehrfach schwergetan. Wir haben als Protagonisten ein Mitglied der Waffen-SS in den letzten Kriegstagen, dem man seine Naivität und seinen Idealismus durchaus anmerkt, zugleich muss man sich aber auch einfach vor Augen halten, dass er an unfassbaren Kriegsverbrechen beteiligt war und über seine Freunde und deren Taten möchte man am Liebsten gar nicht nachdenken.
Man möchte Mitleid mit ihm haben an manchen Punkten, aber es geht einfach nicht.
Das Werk wirft einen als Leser wirklich in einen moralischen Zwiespalt: Kann man Menschen bei aufrichtiger Reue ihre Verbrechen, so schlimm sie auch gewesen sein mögen, vergeben?
Die Frage muss, glaube ich, jeder Leser für sich selbst beantworten.

Das Werk ist mit seiner Wahl des historischen Umfeldes und seinem Protagonisten in jedem Fall ungewöhnlich gerade dadurch interessant. Es wirkt historisch sauber eingeordnet. Der Schreibstil ist sehr neutral, fast sachbuchartig gehalten, was ich aber vor dem Hintergrund der Person des Protagonisten ganz angenehm finde.

Fazit: Für historisch interessierte Personen sicher einmal ein interessantes historisches Werk, es ist jedoch nicht wirklich tiefgehend und auch eher nicht unterhaltsam aufgrund der Thematik.

Zur E-Book- Ausgabe: Ich kann ja nichts zur gedruckten Ausgabe sagen, aber was mir bei der E-Book-Ausgabe negativ aufgefallen ist, sind Absätze an unpassenden Stellen. Ich mag Absätze durchaus sehr gerne, um den Text übersichtlicher zu gestalten, aber hier waren teilweise mitten in Szenen und Gesprächen Absätze drin, die für mich schlicht nicht logisch positioniert haben und den Lesefluss erheblich gestört haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere