Profilbild von Luthien_Tinuviel

Luthien_Tinuviel

Lesejury Profi
offline

Luthien_Tinuviel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luthien_Tinuviel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2020

Hohe Erwartungen leider nicht erfüllt.

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
0

Nachdem das Werk rasant angefangen hat, hat sich bei mir relativ schnell Ernüchterung über das Werk eingestellt. Der Thriller ist meiner Meinung nach okay, wem ich ihn empfehlen würde, weiß ich aber leider ...

Nachdem das Werk rasant angefangen hat, hat sich bei mir relativ schnell Ernüchterung über das Werk eingestellt. Der Thriller ist meiner Meinung nach okay, wem ich ihn empfehlen würde, weiß ich aber leider nicht.

Das hat mir gefallen:


+ Der Schreibstil ist spannend. Das Werk liest sich flüssig und angenehm. Stellenweise, insbesondere am Anfang sorgt dieser geradezu für atmosphärischen Nervenkitzel. Es war wirklich so, als wäre man dabei. Mitunter wirklich unheimlich!
+ Die Handlung wird vereinzelt auf mehreren Zeitebenen erzählt und teilweise aus Sicht der Opfer. Das sorgt ebenfalls für Spannung und eine andere Perspektive auf die Handlung.

Hierüber bin ich indifferent:


+/- Man ist direkt in der Handlung drin. Das Werk liest sich, als wäre es Teil einer Serie, nicht unbedingt Teil 1. Die Charaktere werden nicht einzeln vorgestellt, vielmehr wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen und lernt sie erst nach und nach kennen. Einerseits fand ich es spannend, das so zu verfolgen, andererseits hat mich dies am Anfang und auch sonst immer wieder sehr irritiert.
+/- Teile der Ermittlungen werden sehr nüchtern realistisch dargestellt.

Das hat mich gestört:


- Wäre alles so nüchtern realistisch gewesen, hätte ich mich vielleicht damit angefreundet, aber leider meinte die Autorin, komplett übertriebene unrealistische Showdowns einzubauen, die im Kontrast zur sonstigen Erzählung irgendwie verfehlt wirken.
- Ein großer Schwerpunkt der Handlung liegt auf dem Privatleben der Ermittler. Die Fälle treten dadurch über weite Strecken in den Hintergrund.
- Die Daseinsberechtigung mancher der Charaktere ist fraglich. Viele bleiben blass.

Fazit: Der Thriller hat spannend begonnen, doch schnell war ich ernüchtert und die Spannung ging verloren. Okay, aber mehr auch nicht.

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.10.2019

Naja, nicht so ganz mein Werk....

Hades
0

Dies ist wieder mal ein klassischer Fall von "Klappentext verspricht etwas anderes als das Buch hergibt".

"Hades" ist Teil 1 einer Trilogie.

Klappentext:

Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. ...

Dies ist wieder mal ein klassischer Fall von "Klappentext verspricht etwas anderes als das Buch hergibt".

"Hades" ist Teil 1 einer Trilogie.

Klappentext:

Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tod gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.

Meine Auffassung des Inhalts:

Protagonisten sind im Wesentlichen Eden und ihr Partner Frank, die für das Sydney Police Department einen Mörder suchen, der illegale Organtransplantationen durchführt und die Opfer danach verbluten lässt.

Ach, und mit dabei ist natürlich auch ihr arroganter Bruder Eric.

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mir irgendwie was ganz anderes versprochen. Erst mal verkommen mehrere vermeintliche Protagonisten relativ schnell zu Sidekicks. Zu Beginn hatte ich durch die wiederholten Rückblenden in die Vergangenheit bei Hades noch die Hoffnung, dass die Erzählung doch noch den versprochenen Schwerpunkt bei den Besonderheiten der "Kinder" findet - tja hat sie nicht. Stattdessen bekam ich eine Kriminalgeschichte, die zugegeben mit interessanten Charakteren gespickt war und durch die Rückblenden aufgelockert wurde, doch wurde aus meiner Sicht die Verknüpfung zur Vergangenheit Edens (und Nerve-Erics) nicht wirklich aufgebaut und auch sonst waren die Ermittlungen nicht wirklich so beschrieben, dass bei mir Spannung aufkam.

Fazit:

Vielleicht wird der Teil als Teil der gesamten Trilogie besser, als Einzelband hatte er schlicht zu viele Schwächen.

Veröffentlicht am 31.12.2018

Warum mussten wir so lange auf Handlung warten?

Sinful King
2

„Ich hasse Lachlan Mount. […] Ich hasse die Gefühle, die er in mir auslöst. Ich hasse die Tatsache, dass mein Körper auf ihn reagiert. […] Ich hasse, dass ich seine Berührung erneut spüren will.“ (S.91)

Der ...

„Ich hasse Lachlan Mount. […] Ich hasse die Gefühle, die er in mir auslöst. Ich hasse die Tatsache, dass mein Körper auf ihn reagiert. […] Ich hasse, dass ich seine Berührung erneut spüren will.“ (S.91)

Der erotische Roman „Sinful King“ von Meghan March, der Auftakt einer Trilogie ist, lässt mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück.

Inhalt:


Keira Kilgore ist stolze und erfolgreiche Betreiberin der Whiskey-Destillerie „Seven Sinners“ in New Orleans. Sie liebt ihren Job und ihr Leben, auch wenn sie gerade erst mit dem gewaltsamen Tod ihres betrügerischen Ehemannes Brett (sic!) fertiggeworden ist. Doch eines Tages ändert sich ihr Leben komplett, als ihr offenbart wird, dass ihr Ehemann sie nicht nur persönlich betrogen, sondern auch geschäftlich immense Schulden angehäuft hat und das bei niemand anderem als Lachlan Mount, dem mysteriösen Herrscher der New Orleanser Unterwelt. Lachlan stellt Keira vor die Wahl: Er bekommt die Destillerie oder sie selbst. Keira steht vor der Wahl: Verkauft sie Seele oder Leib? Oder verliert sie am Ende gar beides?

Meine Meinung:



Das hat mir gefallen:
Wie schon die Inhaltsbeschreibung und auch die Genreeinordnung andeutet-bei dem Roman handelt es sich um einen Erotik-Roman und entsprechende Anforderungen muss man daher an das Werk stellen. Ich hatte mich auf eine leichte Lektüre gefreut, bei der ich nicht zu sehr den Kopf einschalten muss, und zum Teil habe ich genau dies auch erhalten. Der Schreibstil war sehr, sehr angenehm zu lesen und Keira mit ihrem Sinn für Humor und ihrer starken Persönlichkeit ist ein toller Charakter. Gerade gegen Ende hin hat die Geschichte wirklich spannende Plot-Twists, die Lust auf Teil 2 machen. Die Erotik kommt in angemessenem Maße für dieses Genre vor und ist teilweise sehr sinnlich beschrieben. Was dem potenziellen Leser bewusst sein sollte, ist, dass es teilweise in Richtung SM geht, man also nicht zu zimperlich mit Beschreibungen und Sex-Toys sein sollte (nur als Warnung).

Damit tat ich mich schwer:
Es gibt leichte Lektüre und „leichte“ Lektüre. Vor allem auf den ersten zwei Dritteln des Werkes hätte ich mir mehr Überraschung, mehr handlerische Gestaltung gewünscht. Gefühlt war da jedoch wenig wirklich erzählerisch Neues dabei, vielmehr wurde sich teilweise einfach gewisser Stereotype bedient (Ich war in einer Vorableserunde und es wurde heftig diskutiert, inwieweit manches an gewissen Charakteren an Shades of Grey erinnert, vor allem an Lachlan. Ich hab da eindeutige Parallelen gesehen, aber das ist eindeutig Ansichtssache). Manche Dinge wurden für mich zu früh aufgedeckt, von der Handlung her hat sich andererseits diese für meinen Geschmack viel zu spät erst tatsächlich von der Stelle bewegt. Auch gab es Phasen, in denen praktisch keine Nebenfiguren auftauchten und Szenen, die zu sehr gekünstelt wirkten.
Das größte Manko für mich war jedoch tatsächlich die Figur Lachlan Mount. Ich möchte gar nicht zu sehr darauf eingehen, weil ich nicht spoilern will, doch habe ich manche Eindrücke, die die Leseprobe vermittelt hat, einfach während des Werkes vermisst. Teilweise wirkte er mir von seiner Motivation her zu- nennen wir es mal- „simpel“. Zusätzlich war mein größtes Problem die von ihm verwendete Definition des Wortes „freiwillig“, die ich doch als sehr weit empfunden habe, um es mal höflich auszudrücken. SM gut und schön, kein Problem, aber sobald etwas in Richtung Nötigung geht, tue ich mich damit echt schwer, ganz egal, wie sehr die Charaktere es im Nachhinein auch genossen haben mögen. Das geht für mich echt gar nicht und vor allem hier wurde das Ganze einfach schlecht eingeführt. So wie das Ganze hier verkauft wurde (sorry, aber das genau zu erklären, würde spoilern), fällt es mir schwer, darüber zu lesen.

Fazit:
Angenehm geschriebener SM-Roman, der ein fesselndes Ende hat, jedoch teilweise eine für mich fragwürdige Definition von „Freiwilligkeit“ verwendet.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Erotik
Veröffentlicht am 08.01.2018

Das Ende einer High School Romanze- eine Retrospektive

43 Gründe, warum es AUS ist
0

"43 Gründe, warum es AUS ist" von Daniel Handler konnte mich durch seinen innovativen Aufbau begeistern, leider hat mich jedoch die Geschichte des Werkes nicht wirklich fesseln können.

Inhalt:
Die "künstlerisch ...

"43 Gründe, warum es AUS ist" von Daniel Handler konnte mich durch seinen innovativen Aufbau begeistern, leider hat mich jedoch die Geschichte des Werkes nicht wirklich fesseln können.

Inhalt:
Die "künstlerisch geneigte" Min will ihrem Ex-Freund, Sportass Ed, eine Kiste mit Sachen zurückgeben, die sie als Andenken an besondere Momente ihrer Beziehung gesammelt hat. Auf dem Weg zu Eds Haus erklärt sie ihm in einem Brief 43 Gründe, warum es aus ist.

Meine Meinung:
Positiv: Begeistert hat mich an diesem Buch vor allem der Erzählstil. Wie oben angedeutet- Das Buch ist als Brief an Ed von Min ausgestaltet. In einer Retrospektive schreibt Min über den Anfang, den Verlauf und das Ende ihrer Beziehung und schreibt, warum es enden musste aus ihrer Sicht.
Ich kann mich an kein vergleichbares Buch erinnern, das ich bereits gelesen habe. Jedes Kapitel enthält eine Zeichnung des Gegenstands, den sie ihm mit diesem Abschnitt zurückgeben will, teilweise auch erst ganz am Schluss, was einen auf diesen hinfiebern lässt.
Gerade dieser Aufbau fesselt den Leser an das Buch und lässt ihn nicht los.

Negativ: Leider hat dieser Stil jedoch auch den Nachteil, dass man das Ganze sehr einseitig geschildert bekommt. Teilweise konnte ich Mins Argumente einfach nicht nachvollziehen und mich nicht wirklich in sie hineinversetzen, wie das Werk es erfordern würde. Auch passiert für mich zu wenig und das Ende war enttäuschend. Ich hätte etwas Kreativeres erwartet und es erschien mir auch nicht wirklich logisch.

Fazit:
Ich kann empfehlen, sich dieses Buch mal aufgrund seines Aufbaus und Erzählstils anzuschauen. Das Buch ist eindeutig an Jugendliche zwischen ca. 13 und 17 adressiert.
Für Erwachsene kann der Stil sehr interessant und faszinierend sein, mich haben leider das Ende und die Person Min nicht so ganz überzeugt, zudem war die Geschichte zu schlicht (da hätte ich irgendwie mehr erwartet).

Veröffentlicht am 19.06.2021

Anstrengend, nicht ganz mein Fall.

Die Elixiere des Teufels
0

Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen.

Die ...

Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen.

Die Handlung an sich ist vor allem im zweiten Teil spannend, jedoch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Sie ist sehr verwirrend und ich weiß auch jetzt noch nicht zu 100 Prozent, ob ich das so verstanden habe, wie es mir der Verfasser sagen wollte. Dadurch war sie aber keineswegs uninteressant, ich bin nur einfach nicht wirklich reingekommen in die Geschichte.

Dazu hat auch der Schreibstil und unser arroganter Erzähler/Protagonist beigetragen. Der Stil ist eher hochtrabend und sicher nichts für Einsteiger in die Welt der klassischen Literatur. Da könnte das schon abschreckend wirken.

Fazit: Für mich ein etwas anstrengender Klassiker, der aber schon auch spannende und auch unheimliloch Szenen hatte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere