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Lysann4

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2020

Mystery und Abenteuer

Wild
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Inhalt:

Seit einem erschreckenden Erlebnis auf einem Waldausflug mit der Schule ist Noomi nicht mehr dieselbe. Erinnerungsfetzen, die berauschend, aber auch verstörend sind, führen sie immer wieder zurück ...

Inhalt:

Seit einem erschreckenden Erlebnis auf einem Waldausflug mit der Schule ist Noomi nicht mehr dieselbe. Erinnerungsfetzen, die berauschend, aber auch verstörend sind, führen sie immer wieder zurück zu diesem Tag im Wald. Seitdem ist etwas mit ihr passiert, und sie muss herausfinden, was dort geschehen ist. Warum kann sie sich nicht erinnern? Warum fühlt sie sich seitdem den Tieren so nah?

Cover:

Das Cover ist einfach sagenhaft schön. Es fängt die mystische Stimmung des Buches ein und zog mich magisch in seinen Bann. Ich denke, man sieht am Cover auch sehr gut, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. 

Ich habe mir das Cover nach dem Lesen des  Buches nochmals intensiv angesehen. Es erscheint dadurch nochmal in komplett anderem Glanz. Allerdings kann ich das hier ohne zu spoilern nicht erklären, also seht selbst 😉

Meine Meinung:

Ich habe super in die Geschichte hinein gefunden. Der Schreibstil ist fantastisch. Absolut bildlich. Und spiegelt auch die Jugendlichen wieder, um die es geht. Daher finde ich es sehr authentisch. Außerdem kommt man hier nicht auf den Gedanken,  dass das Buch von einem Autorinnenduo geschrieben wurde. Es liest sich wie aus einer Hand.

Die Idee mit den Jugendlichen im Wald ist vielleicht nicht neu, aber die Umsetzung und die Geschichte,  die dahinter steckt, finde ich absolut spektakulär. Der Spannungsbogen wurde bis zur Auflösung konstant hoch gehalten. Das Buch weglegen fiel mir total schwer. 

Die Geschichte wurde abwechselnd aus der Sichtweise der einzelnen Jugendlichen geschrieben,  das finde ich toll. So konnte ich jeden Einzelnen ganz intensiv kennenlernen und Sympathiepunkte verteilen 😉

Das Ende kam für mich doch ein wenig überraschend und wurde teilweise offen gehalten. Das fand ich hier nicht schlimm, sondern brach mich dazu, mich nah dem Lesen noch einmal mit dem "was wäre wenn" zu beschäftigen.

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der das Genre mag.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Tolle Dystopie

Water & Air
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Inhalt:

Nach dem Anstieg der Weltmeere ist ein Überleben der Menschheit nur noch in künstlich geschaffenen Lebensräumen möglich. Entweder unter Wasser in einer Art Kuppel. Ider über dem Meer, schwebend, ...

Inhalt:

Nach dem Anstieg der Weltmeere ist ein Überleben der Menschheit nur noch in künstlich geschaffenen Lebensräumen möglich. Entweder unter Wasser in einer Art Kuppel. Ider über dem Meer, schwebend, in einem Würfel. Kenzie lebt als Wassergeborene unter der Meeresoberfläche und hat die Sonne noch nie gesehen. Als sie die Erwartungen ihrer Kolonie nicht erfüllen kann, flieht sie in eine Luftkolonie. Doch auch dort ist nichts wie es scheint...

Meine Meinung:

Ich liebe sowohl das Element Wasser als auch das Element Luft. Der Klappentext Klang super, also dachte ich, die Story ist wie für mich gemacht. 

Tatsächlich habe ich mich super in die Geschichte reingefunden. Ich fand es spannend, gemeinsam mit Kenzie erst die Wasserkolonie kennenlernen zu dürfen. Es herrschen strenge Regeln, die das Zusammenleben der Menschen organisieren. Bei manchen Regeln musste ich wirklich den Kopf schütteln. Das Zusammenleben in der Wasserkolonie scheint wirklich weitgehend zu funktionieren, da fragte ich mich, ob denn manch superstrenge Regel wirklich sein muss.

Nach Kenzies Flucht durfte ich dann die Luftkolonie kennenlernen, die das komplette Gegenteil der Wasserkolonie darzustellen scheint. Wo in der Wasserkolonie noch strenger Kommunismus herrscht, ist dies in der Luftkolonie dann der Kapitalismus. Nur Geld zählt und Macht, nicht aber die Menschen. 

Die Autorin hat es geschafft, dass ich mir jeden Schritt der Protagonisten wunderbar vorstellen konnte. Ihr toller Sprachstil ließ mich förmlich durch die Seiten fliegen.  

Die Protagonisten waren auch super charakterisiert. Kenzie mochte ich sofort, auch Callum war trotz seiner anfänglichen Facetten ein Charakter, den ich sofort interessant fand. Kalif konnte ich zuerst mit richtig einordnen. Und mir Alaric ist auch ein interessanter Bösewicht vorhanden. 

Fazit:

Dieses Buch ist eine tolle Dystopie, ich hab mich gut in diese Welt eingelebt und wäre gern noch etwas geblieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

Tolles Prequel

Die Tribute von Panem X
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Inhalt:

Der 18jährige Coriolanus Snow steht hier im Mittelpunkt. Die Familie Snow ist nach dem Krieg Pleite, Coriolanus Waise und versucht den Schein der einflußreichen Familie Snow zu wahren. Dann wird ...

Inhalt:

Der 18jährige Coriolanus Snow steht hier im Mittelpunkt. Die Familie Snow ist nach dem Krieg Pleite, Coriolanus Waise und versucht den Schein der einflußreichen Familie Snow zu wahren. Dann wird das Mentorenprogramm zu den Hungerspielen uns Leben gerufen. Coriolanus erhält die Aufgabe, das weibliche Tribut aus Distrikt 12 auf die Spiele vorzubereiten. Je erfolgreicher sie ist, umso besser auch für ihn...

Meine Meinung: 

Ich habe das Buch lange herbeigesehnt, seit ich wusste, dass es kommen wird. Und dann eine Geschichte über Snow. Ich hatte befürchtet, ich würde ihn vielleicht sogar mögen.

Ich fand die ganze Geschichte absolut stimmig und rund. Der Charakter des jungen Coriolanus ist natürlich noch nicht so abgrundtief böse wie der spätere Präsident Snow. Seine Eigenschaften passen allerdings zu ihm. Er wirkt nach außen sehr nett und zuvorkommend. Innen drin versucht er dann alles zu seinem persönlichen Vorteil zu drehen. Sein Zusammentreffen mit Luce Gray Baird macht ihn kurz noch etwas menschlicher, nahbarer. Aber auch hier merkt man schnell, dass er sein Mantra Snow ist immer oben über alles stellt. 

In der Trilogie ist Snow der große Bösewicht. Hier ist das ultimative Böse auch vorhanden, in Form von Dr. Gaul. Sie fand ich schon richtig gruselig grausig.

Es war für mich sehr spannend, in die Angangsgeschichte der Hungerspiele einzutauchen. Als das Kapitol ebenfalls noch mit den Nachwirkungen des Krieges zu kämpfen hatte. Mit den 10. Hungerspielen um die Mentoren und Coriolanus sollen diese revolutioniert werden und die Unterdrückung der Distrikte noch steigern. Anfangs war nichts so wie wir es aus der Trilogie kennen, aber genau das ist so faszinierend.

Luce Gray Baird ist ebenfalls wie Katniss ein beeindruckendes Tribut, obwohl sie doch wieder ganz anders ist.

Fazit:

Wer die Tribute von Panem 1-3 gemocht hat, wird auch dieses Buch lieben. Die Vorgeschichte wird so authentisch und glaubhaft beschrieben. Viele Punkte der Trilogie werden ausführlich erklärt, man kan tief in Panems Nachkriegswelt eintauchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Ein Buch voller Geheimnisse

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Inhalt:

Kirsty möchte sich mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Töchtern nach dem Selbstmordversuch des Ehemannes ein neues Leben im walisischen Bergland aufbauen. Dazu verlassen sie ihr Zuhause ...

Inhalt:

Kirsty möchte sich mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Töchtern nach dem Selbstmordversuch des Ehemannes ein neues Leben im walisischen Bergland aufbauen. Dazu verlassen sie ihr Zuhause in London und wollen in Whales eine Pension eröffnen, gemeinsam mit Kirstys Mutter. Dann taucht ihre Cousine Selina auf und plötzlich passieren merkwürdige Dinge. Dann ist Selina tot...

Meine Meinung:

Das Buch steckt voller Geheimnisse. Jeder der Personen trägt sein eigenes Geheimnis mit sich herum, dass er vor allen anderen versucht zu verheimlichen. Diese Geheimnisse nach und nach zu ergründen, fand ich sehr interessant. 

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, zwischendurch auch etwas ruhiger. Gelangweilt habe ich mich allerdings an keiner Stelle. 

Die Protagonisten wurden sehr gut vorgestellt, auch konnte ihre Reaktionen und Entscheidungen aufgrund der Charakteristik sehr gut nachvollziehen. Kirsty wirkt auf mich etwas übervorsichtig und stellenweise auch naiv. Ihren Ehemann empfand ich, trotz der Krankheit, stellenweise etwas egoistisch. Und die Mutter spielt auch ihr eigenes Spiel.

Das Buch hat mich wirklich nur unterhalten

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

Eine etwas andere Dystopie

Das Tor
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Inhalt:

Seit der Niederschlagung einer Revolution benötigen die Bürger eines fiktiven, totalitären arabischen Staates für alles mögliche eine Genehmigung. Diese Genehmigung erhalten sie beim sogenannten ...

Inhalt:

Seit der Niederschlagung einer Revolution benötigen die Bürger eines fiktiven, totalitären arabischen Staates für alles mögliche eine Genehmigung. Diese Genehmigung erhalten sie beim sogenannten Tor. Dort stehen die Menschen in einer Warteschlange und warten auf das Öffnen des Tores. Dieses aber bleibt geschlossen. 

Meine Meinung:

Ich glaube, ich bin hier wohl mit komplett falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Aufgrund des Titels "Das Tor" hatte ich erwartet, dass ich mehr über die Hintergründe des Tores und auch die Hintermänner mitsamt dem Staatsonerhaupt erfahre. Jedoch war dem nicht so. Die Handlung konzentrierte sich komplett auf die Warteschlange und wie die Menschen die Zeit in der Warteschlange verbringen.

Einen Rahmen der Ereignisse bildet der Arzt Tarik gemeinsam mit seinem Patienten Yahya. Außer diesen beiden lernt man noch viele andere Menschen und Teile ihres Schicksales kennen, die den Weg von Tarik oder Yahya streifen.

Bei der Geschichte handelt es sich meiner Meinung nach eher um die Beschreibung eines Ausschnittes eines totalitären Regimes. Hier liegt der Fokus allein auf den Wartenden vor dem Tor. Eine tiefere Betrachtung des Systems habe ich leider vergebens gesucht. Dabei haben sich während des Lesens viele Fragen ergeben, die leider unbeantwortet blieben. 

Die Charaktere waren mit allesamt zu blau, ich konnte mit niemandem so richtig "warm werden". Ich fand die Charaktere einfach zu oberflächlich beschrieben, es fehlte einfach an Tiefe.

Auch konnte ich mich nur schwer an den Schreibstil gewöhnen. Oder lag es vielleicht an der Übersetzung? Der Schreibstil gleicht eher einem Sachbuch als einem Roman. Mir fiel es auch schwer, einige Abschnitte zeitlich einzuordnen, da wohl Rückblenden enthalten waren. Wann diese abwe endeten, ging nicht so einfach hervor.

Fazit:

Ich habe mich mit dem Buch sehr schwer getan, obwohl ich mich wirklich drauf gefreut habe. Aber meine Erwartungen und die Realität lagen wohl etwas auseinander. Hätte ich das Buch auch lesen wollen, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass es allein um die Menschen in der Warteschlange geht? Ich weiß es ehrlich nicht. 

Diese Dystopie mag sicherlich seine Liebhaber haben, ich gehöre allerdings nicht dazu.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere