Familiendrama
Eisfeld - Fleisch und BlutEs ist kurz vor Weihnachten als Mara Eisfeld, Ermittlerin der 9. Mordkommission des LKA in Berlin, nach Friedrichshain in eine Luxuswohnung gerufen wird und die bereits sich in verwesendem Zustand befindliche ...
Es ist kurz vor Weihnachten als Mara Eisfeld, Ermittlerin der 9. Mordkommission des LKA in Berlin, nach Friedrichshain in eine Luxuswohnung gerufen wird und die bereits sich in verwesendem Zustand befindliche Leiche von Marcus Haub in seinem Badezimmer vorfindet, beginnt eine nervenaufreibende Suche nach dem Täter. Heidemarie Haub, Mutter des Opfers und Inhaberin eines Imperiums der fleischverarbeitenden Industrie, das in Brandenburg ansässig ist, zeigt sich nervenstark und souverän gegenüber den Beamten, während ihr der Tod ihres Sohnes mitgeteilt wird. Umgehend setzt sie sich mit einflussreichen Stellen in Verbindung, um zu verhindern, dass dieser Mordfall sich durch zu großes Aufsehen geschäftsschädigend auswirkt. Damit macht sie sich allerdings nicht besonders beliebt bei den Mitarbeitern von Eisfeld. Lena von Bülow, die in Verbindung mit Marcus stand, ist spurlos verschwunden und wird intensiv gesucht. Irgendetwas stimmt nicht, will nicht so recht zusammenpassen bei dem Bild, welches sich die Kriminalisten von diesem Fall zunächst machen.
Steffen Weinert zeigt auch im dritten Teil von ‘Eisfeld – Fleisch und Blut‘ sein großes Talent, spannende Geschichten zu schreiben, die eine dramatische Entwicklung nehmen, sich zuspitzen mit einem überraschenden Ausgang. Aktionsreich und rasant voranschreitend gestaltet er seine Handlungen, gibt den Charakteren eine Authentizität, die lebensnah durch ihre Stärken aber auch Schwächen bestechen. Kleine menschliche Reibereien bringen eine gewisse Form von Nahbarkeit ins Spiel, ebenso wie das Privatleben von Eisfeld mit seinen Höhen und Tiefen.
Die Geschichte selbst beschreibt unter anderem ungeschönt das Geschäft, in denen Tiere großindustriell verarbeitet werden – nichts für schwache Nerven.