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Veröffentlicht am 04.06.2026

Familiendrama

Eisfeld - Fleisch und Blut
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Es ist kurz vor Weihnachten als Mara Eisfeld, Ermittlerin der 9. Mordkommission des LKA in Berlin, nach Friedrichshain in eine Luxuswohnung gerufen wird und die bereits sich in verwesendem Zustand befindliche ...

Es ist kurz vor Weihnachten als Mara Eisfeld, Ermittlerin der 9. Mordkommission des LKA in Berlin, nach Friedrichshain in eine Luxuswohnung gerufen wird und die bereits sich in verwesendem Zustand befindliche Leiche von Marcus Haub in seinem Badezimmer vorfindet, beginnt eine nervenaufreibende Suche nach dem Täter. Heidemarie Haub, Mutter des Opfers und Inhaberin eines Imperiums der fleischverarbeitenden Industrie, das in Brandenburg ansässig ist, zeigt sich nervenstark und souverän gegenüber den Beamten, während ihr der Tod ihres Sohnes mitgeteilt wird. Umgehend setzt sie sich mit einflussreichen Stellen in Verbindung, um zu verhindern, dass dieser Mordfall sich durch zu großes Aufsehen geschäftsschädigend auswirkt. Damit macht sie sich allerdings nicht besonders beliebt bei den Mitarbeitern von Eisfeld. Lena von Bülow, die in Verbindung mit Marcus stand, ist spurlos verschwunden und wird intensiv gesucht. Irgendetwas stimmt nicht, will nicht so recht zusammenpassen bei dem Bild, welches sich die Kriminalisten von diesem Fall zunächst machen.
Steffen Weinert zeigt auch im dritten Teil von ‘Eisfeld – Fleisch und Blut‘ sein großes Talent, spannende Geschichten zu schreiben, die eine dramatische Entwicklung nehmen, sich zuspitzen mit einem überraschenden Ausgang. Aktionsreich und rasant voranschreitend gestaltet er seine Handlungen, gibt den Charakteren eine Authentizität, die lebensnah durch ihre Stärken aber auch Schwächen bestechen. Kleine menschliche Reibereien bringen eine gewisse Form von Nahbarkeit ins Spiel, ebenso wie das Privatleben von Eisfeld mit seinen Höhen und Tiefen.
Die Geschichte selbst beschreibt unter anderem ungeschönt das Geschäft, in denen Tiere großindustriell verarbeitet werden – nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Leidenschaft, die Leiden schafft

The Artist
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Lucy Steeds schafft mit ‘The Artist – Die Farben des Lichts‘ ein eindrucksvolles Debüt, einen historischen Roman, der sich intensiv mit großer Leidenschaft, ausgeprägter Egozentrik, Sehnsucht, Selbstverwirklichung ...

Lucy Steeds schafft mit ‘The Artist – Die Farben des Lichts‘ ein eindrucksvolles Debüt, einen historischen Roman, der sich intensiv mit großer Leidenschaft, ausgeprägter Egozentrik, Sehnsucht, Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Zwängen auseinandersetzt. Sie entführt uns nach Saint-Auguste, einem kleinen pittoresken Dorf in der südlichen Provence, in dem in einem abgelegenen Bauernhof, der über einen schmalen Pfad zu erreichen ist, der über die Landesgrenzen hinaus bekannte und geschätzte Maler Édouard Tartuffe mit seiner Nichte Ettie (Sylvette) lebt. Tartuffe möchte selbst Tata genannt werden, ist ein aufbrausender, unberechenbarer Charakter, dem Ettie seit ihrem siebten Lebensjahr den Haushalt führt und gleichzeitig als Assistentin alle Wünsche und Handreichungen des Künstlers erledigt. Schweigsam erduldet Ettie die häufig wiederkehrenden Wutausbrüche ihres Onkels, bleibt dabei stille Beobachterin des Geschehens.
1920 erhält Joseph Adelaide die für unerreichbar geglaubte Möglichkeit Tata kennenzulernen, um über ihn einen Artikel für eine englische Kunstzeitschrift zu verfassen. Er darf bleiben und verbringt gemeinsam mit den beiden ereignisreiche Wochen. Ettie ist zu diesem Zeitpunkt eine erwachsene Frau von siebenundzwanzig Jahren, gefangen nicht nur in unzähligen Fragen ohne Antworten.
Die Schriftstellerin vermag es den Duft von Lavendel, reifen Pfirsichen oder offenfrischen Baguette erlebbar zu machen, die Reize der provenzalischen Landschaft in einer Welt der Poesie einzufangen. Sie spielt mit Farben und Gerüchen, die die Sinne anregen und intensive Emotionen hervorrufen. Es ist eine große Lust, ihrer Geschichte zu folgen, die wechselseitig aus der Perspektive von Ettie und Joseph erzählt wird. Es ist eine Geschichte der Leidenschaft, die Leiden schafft, es ist aber auch eine Geschichte starker Charaktere, die sich zwischen Fiktion und historischen Personen bewegt.
Ein großartiger Roman für alle, die in das Spannungsfeld zwischen Sehnsucht und Pflichterfüllung eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Einsam und verloren

She’s a Star!
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Jessamyn ist eine junge Frau von sechsundzwanzig Jahren, die von einer großen Karriere als Musicalstar träumt und sich selbst als überdurchschnittliches Talent sieht, die die großen Bühnen dieser Welt ...

Jessamyn ist eine junge Frau von sechsundzwanzig Jahren, die von einer großen Karriere als Musicalstar träumt und sich selbst als überdurchschnittliches Talent sieht, die die großen Bühnen dieser Welt erobert. Als in ihrer Heimatstadt Vancouver ‘The Sound of Music‘ besetzt werden soll, wittert sie ihre große Chance, in der Hauptrolle der sanftmütigen Maria ihr Können endlich einem breiten Publikum präsentieren zu können. Doch anders als erhofft, muss sie sich im Casting ihrer Rivalin Samantha geschlagen geben und für sie bleibt noch nicht einmal eine kleine, unbedeutende Nebenrolle.
Meredith Hambrock wählt in ihrem Roman ‘She`s a Star‘ eine Protagonistin, deren Verhalten zunächst durch stark überzogene positive Selbsteinschätzung bei gleichzeitiger Abwertung ihrer Mitmenschen dargestellt wird. Schnell baut sich eine Abneigung gegen dieses egozentrische Verhalten auf, welches im weiteren Verlauf des Geschehens jedoch zunehmend nachdenklich stimmt, verstörende Erklärungen liefert und matriarchalische Strukturen genauer beleuchtet. Ausschließlich aus der Ich-Perspektive vom Jessamyn wird das Geschehen erzählt, so dass man stets im Zweifel ist, was der Wirklichkeit entspricht und wo die traumatische Selbsttäuschung einsetzt.
Ein kaum vorstellbares und überaus dramatisches Ende befasst sich mit den Auswirkungen psychischer Wahnvorstellungen, deren Ursprung in einer großen Vielfalt von Ereignissen gesucht und gefunden werden kann. Ein tiefgründiger Roman, der in seiner ihm eigenen Art fesselnde Wirkung ausübt.
In der Triggerwarnung des Buches werden ernsthaft belastende Themen angesprochen, die unbedingt beachtet werden sollten.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Zurück ins Leben

Die Ozeanschwimmerin
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Manchmal muss man sehr weite Wege zurücklegen, um ein Ziel zu erreichen. Es gehört viel Ausdauer und Mut dazu, sich seiner eigene Challenge zu stellen, Niederlagen einzustecken, Ängste zu überwinden, Vertrauen ...

Manchmal muss man sehr weite Wege zurücklegen, um ein Ziel zu erreichen. Es gehört viel Ausdauer und Mut dazu, sich seiner eigene Challenge zu stellen, Niederlagen einzustecken, Ängste zu überwinden, Vertrauen neu aufzubauen und persönliche Grenzen zu überwinden. Situationen im Leben, die dich völlig aus der Bahn werfen, die mehr nach Aufgeben und Hilfe schreien als nach Kampf, verlangen ein Vorwärtsschauen.
Charlotte Tarnowski zeichnet in ihrem Roman ‘Die Ozeanschwimmerin‘ das Bild einer jungen Frau, für die durch tragische Umstände von einem Moment zum darauffolgenden die ganze Welt zusammenbricht, als sie vom Tod ihres Mannes und ihres Sohnes erfährt. Schon immer hatte Sophie ebenso wie ihr Sohn eine besondere Beziehung zum Meer. Sie liebt es, in den Wellen zu schwimmen, ausdauernd zu schwimmen. So sucht sie Trost und Abstand zu den aktuellen schmerzlichen Ereignissen und stellt sich einer kolossalen Herausforderung, die auch für so eine erfahrene Schwimmerin, wie sie, erst einmal geschafft werden muss. Sie will innerhalb eines Jahres sieben Meeresstraßen bezwingen, die Ocean`s Seven Challenge, die nichts für Angsthasen und Zauderer ist. Gemeinsam mit einem kleinen Team aus Familienmitgliedern und einem Kollegen reist sie um die Welt, kämpft nicht nur im Wasser, sondern auch mit sich und ihrer Emotionen. Das dabei entstehende Projekt nimmt ungeahnte Formen an, liefert nicht nur den Beteiligten neue Sichtweisen.
Es ist eine bewegende Geschichte, die kämpferischen Protagonisten eine Plattform bietet und durch seine liebenswert natürliche als auch unterhaltende Art einen Lesesog erzeugt, dem man sich ungern entzieht.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Einsteigen, aussteigen und entdecken

Berlin mit der Ringbahn entdecken
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Der im BeBra Verlag erschienene Reiseführer ‘Berlin mit der Ringbahn entdecken‘ von Armin A. Woy geschrieben, zeichnet sich nicht nur durch sein strukturiertes und farbenfrohes Erscheinungsbild aus, er ...

Der im BeBra Verlag erschienene Reiseführer ‘Berlin mit der Ringbahn entdecken‘ von Armin A. Woy geschrieben, zeichnet sich nicht nur durch sein strukturiertes und farbenfrohes Erscheinungsbild aus, er beweist auch durch seine originelle, kompakte Darstellung, Wissenswertes und Informatives leicht verständlich und interessant geschrieben an jedermann zu bringen. Egal ob man die Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn oder in der entgegengesetzten Richtung wählt, jede Station dieser S-Bahnlinie wird immer und immer wieder angefahren. Man steigt ganz nach Belieben ein und aus, verweilt dort, wo es gerade gefällt. Neben historischen Ereignissen zu den S-Bahnstationen enthält das handliche Buch, was übrigens in jede Hosentasche passt, einen kleinen Übersichtsplan, auf dem die Empfehlungen für einen kulinarischen Besuch oder einer sehenswerten Örtlichkeit eingezeichnet sind.
Ob in West oder Ost, überall gibt es etwas zu bestaunen, zu genießen oder einfach für einen ausgedehnten Spaziergang, um die Stadt abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Es macht nicht nur potenziellen Besuchern Spaß in den Seiten zu stöbern, nein auch Berliner finden den ein oder anderen Tipp, Neues zu erfahren und zu entdecken. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

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