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Veröffentlicht am 08.12.2020

Das Mädchen aus Glas - Julie Hilgenberg

Das Mädchen aus Glas
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Meine Meinung:

Ich hab so viel Tolles über das Buch gehört, dass ich nicht drum herum kam es zu lesen. Und ich bereue es nicht. Es ist ein wundervolles, einfühlsames Buch, welches mit der Protagonistin ...

Meine Meinung:

Ich hab so viel Tolles über das Buch gehört, dass ich nicht drum herum kam es zu lesen. Und ich bereue es nicht. Es ist ein wundervolles, einfühlsames Buch, welches mit der Protagonistin Elisa die Glasknochenkrankheit und das daraus resultierende Leben behandelt.

Man erfährt, dass Elisa am Anfang des Buches nur noch so vor sich hin lebt, da sie Zuhause von ihrer Mutter quasi aus Vorsicht 'festgehalten' wird. Natürlich ist Elisa damit nicht wirklich glücklich und ihr einziger Hoffnungsschimmer ist der regelmäßige Besuch ihres Arztes. Trotzdem merkt man direkt, dass sie eine sympathische Person mit einer tollen Persönlichkeit ist.

Ihr Leben ändert sich, als sie mit Louis zwangsverheiratet wird. Louis ist das komplette Gegenteil von ihr. Er ist ein Draufgänger, hat ständig wechselnde Partnerinnen, hat mit seiner Familie nichts mehr am Hut und hat zudem auch noch sein Studium abgebrochen. Klar, dass beide Seiten nicht wirklich glücklich damit sind dieser Hochzeit zuzustimmen. Und trotzdem riskieren sie es.

Die Beziehung der beiden hat mich wirklich sehr berührt. Zu keinem Zeitpunkt denkt man, dass das alles gerade zu schnell geht, oder das irgendwas nicht nachvollziehbar ist. Die beiden kommen immer mehr miteinander aus und spielen sich aufeinander ein.

Toll fand ich es, dass man Berlin hier nochmal besser zur damaligen Zeit kennengelernt hat und man durch die Jahreszahlen immer einen zeitlichen Überblick hatte. Da es zum Zeitpunkt des aufkommenden ersten Weltkrieges spielt hat man auch oft die dazugehörige Stimmung gemerkt und mit Elisa gelitten, als Louis fort musste.


Fazit:

Ein wundervolles, einfühlsames Buch mit Liebe zum Detail, spannender Atmosphäre und berührenden Charakteren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2020

Sanctuary - V. V. James

Sanctuary
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Meine Meinung:

Für mich ein Must-Read, da ich als Thriller und Fantasy Fan hohe Erwartungen hatte an einen Mix aus beiden Genres. Für mich war das mal etwas absolut Neues, dass während einer Ermittlung ...

Meine Meinung:

Für mich ein Must-Read, da ich als Thriller und Fantasy Fan hohe Erwartungen hatte an einen Mix aus beiden Genres. Für mich war das mal etwas absolut Neues, dass während einer Ermittlung Magie und Übernatürliches die größte Rolle spielt. Außerdem wurde es mit Desperate Housewives verglichen, was mich zudem noch gespannt gemacht hat.

Leider muss ich sagen, dass ich die Umsetzung dann tatsächlich weniger gefallen hat. Dies lag allerdings nicht an der Magie, die in dem Buch beschrieben wird, denn die hat mir super gefallen, sondern eher daran, dass man das Buch hätte um die Hälfte kürzen können. Leider hat sich das Buch ordentlich gezogen und hatte so viele Längen, dass mir zwischenzeitig echt langweilig wurde. Es wurde alles bis ins Detail erläutert, was ja nicht immer schlecht sein muss, aber hier war es mir zu viel des Guten. Wie gesagt, die Magie fand ich in diesem Buch großartig umgesetzt. Es gibt Hexen, die ihre eigenen Läden haben und in der Bevölkerung integriert sind. Wir erfahren wie diese leben und wie ihre sie ihre Magie praktizieren. In dieser Geschichte wird das den Protagonisten zum Verhängnis.

Ich mochte die Hexe Sarah und ihre Tochter wirklich gerne, konnte sie aber bis zum Schluss nicht richtig einschätzen. Die beiden haben es in diesem Buch nicht leicht, da Harper des Mordes ihres Ex-Freundes beschuldigt wird. Das ganze soll mit Magie passiert sein und das würde die Todesstrafe nach sich ziehen. Und so kommt Ermittlerin Maggie ins Spiel, die nicht möchte, dass eine Minderjährige auch noch sterben muss. Die Ermittlungen haben mir allerdings manchmal einfach zu lang gedauert und haben mich etwas genervt. Hätte man einfach kürzen können.

Wir haben innerhalb Sanctuarys mit vielen Lügen, Intrigen, Hass etc. zu tun und man bekommt hier auch die volle Bandbreite zu spüren. Meines Empfindens nach hat gerade Abigail, die Mutter des Verstorbenen, zu viel Hass in sich und sie ging mir ordentlich auf die Nerven. Sie betreibt das ganze Buch über Rufmord, wundert sich wenn jemand das gleiche mit ihr macht und die Polizei greift hier nicht ein. Das fand ich sehr anstrengend.

Auch das Ende hat mich nicht vom Hocker gehauen und ist für mich irgendwie nicht richtig abgeschlossen. Nachdem man so lange auf das Finale hingefiebert hat, war es dann doch eher enttäuschend und für mich nicht zufriedenstellend. Schade.


Fazit:

Ich habe die Magie in dem Buch geliebt, aber diese ganzen Längen und die teilweise anstrengenden Charaktere haben mir dann doch etwas den Spaß genommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

I'm a Nurse - Franziska Böhler

I'm a Nurse
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Meine Meinung:

Da mehrere Freunde von mir in diesem Beruf arbeiten, musste ich es auf jeden Fall lesen. Das Thema ist aktueller denn je und wir sollten vor den Bedingungen im Krankenhaus auf keinen Fall ...

Meine Meinung:

Da mehrere Freunde von mir in diesem Beruf arbeiten, musste ich es auf jeden Fall lesen. Das Thema ist aktueller denn je und wir sollten vor den Bedingungen im Krankenhaus auf keinen Fall die Augen verschließen.

Franziska, die auch auf Instagram sehr aktiv ist, schildert und hier ihren Berufsalltag auf der Intensivstation und die Bedingungen für die und uns als Patienten. Sie vergleicht die jetzige Situation mit der aus ihrer Ausbildung damals. Dabei erzählt sie immer wieder von Beispielen und nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Sie ist erschreckend ehrlich und genau dies lässt einen zum Nachdenken anregen. Durch meine Freunde weiß ich ja schon einiges, aber das Buch hat mich nochmal anders schockiert. Wie schlimm müssen unsere Pfleger hier in Deutschland arbeiten? Unfassbar. Wie kann ein Pfleger für 40 Patienten zuständig sein? Kaum möglich. Franziska spricht hier viel von Fachkräftemangel und genau das ist das Problem, was man mal irgendwie angehen sollte. Meiner Meinung nach ist dieser Beruf so oder so unterbezahlt. Wir sollten ein bisschen mehr Respekt vor den Menschen haben, die diesen Beruf ausüben und Tag für Tag unsere Leben retten. Gerade in der jetzigen Zeit mit der Pandemie sollte man dies doch noch mehr wertschätzen. Und da sollte doch eigentlich der Staat anfangen!

Trotzdem will ich erwähnen, dass das Buch kein Jammern der Autorin ist, ganz im Gegenteil: Sie liebt ihren Beruf, sondern sie die Situation veranschaulichen möchte. Nicht jeder weiß Bescheid, wie es in diesem Beruf abläuft.


Fazit:

Ein Buch, das jeder, gerade in der jetzigen Situation, gelesen haben sollte. Interessante und erschreckende Veranschaulichung des Berufes eines Krankenpflegers.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Meine dunkle Vanessa - Kate Elizabeth Russell

Meine dunkle Vanessa
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Meine Meinung:

Wo soll man hier anfangen? Wahrscheinlich erstmal bei einer Triggerwarnung, denn das Buch behandelt schwierige Themen wie Vergewaltigung, Liebe zwischen Lehrer und Schüler, Missbrauch von ...

Meine Meinung:

Wo soll man hier anfangen? Wahrscheinlich erstmal bei einer Triggerwarnung, denn das Buch behandelt schwierige Themen wie Vergewaltigung, Liebe zwischen Lehrer und Schüler, Missbrauch von Alkohol und Drogen etc.
Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven und auch ich musste es ab und zu einfach zur Seite legen und mal etwas lockeres lesen, denn das Buch hat mich schon sehr bedrückt und ich kann noch immer nicht richtig in Worte fassen was dieses Buch auch in mir ausgelöst hat. Es fällt mir glaube ich das erste Mal schwerer eine Rezension zu schreiben.

Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben. Einmal aus der Sicht der 15-jährigen Vanessa als alles begann und sie sich auf ihren Lehrer Strane eingelassen hat und zudem lesen wir aus der Sicht von der heutigen Vanessa, die Anfang 30 ist um zu erfahren was das Ganze aus ihrem bisherigen Leben und ihr gemacht hat und wie sie damit umgeht im Nachhinein.

Am Schwierigsten fiel mir das Lesen von den Anfängen der beiden, denn es wird hier alles ziemlich genau beschrieben. Die Vorstellung, dass das von Strane alles eingefädelt war und hier wie gesagt jeder Blick, jede Berührung etc. genauestens beschrieben wird fand ich schockierend. Jede kleinste Annäherung gegenüber Vanessa analysiert sie zu Tode und wir als Leser sitzen da mit dem Buch in der Hand und können nichts tun außer mitverfolgen wie Vanessa sich immer mehr in ihre Ausreden und Vorstellungen verläuft. Es ist immer etwas schwierig bei ihr. Zum einen will sie es, zum anderen hasst sie es, fühlt sich aber nie als Opfer. Als Leser merkt man aber, dass diese Anfänge und auch spätere Handlungen nicht so einfach an Vanessa vorbeigehen und was eben genau das alles aus ihr und ihrer Psyche macht. Ich fand es unglaublich interessant wie die Autorin dieses schwierige Thema hier behandelt hat und es ist vielleicht für nicht Betroffene einfacher Betroffene zu verstehen.

Gerade das Ende hat mich nachdenklich zurück gelassen, da ich Vanessas Handlungen etc. doch etwas merkwürdig finde. Aber wie verhält man sich nach so einer Jugend? Ich weiß es nicht.
Für mich war die Mitte des Buches allerdings manchmal ein wenig langatmig, da nichts Neues passiert ist. Am Anfang passierte, genauso wie am Ende, unglaublich viel. In der Mitte hingegen fühlte man sich als würde man auf der Stelle treten.


Fazit:

Ein interessantes Buch mit einem sehr schwierigen Thema. Nehmt es auf keinen Fall auf die leichte Schulter und lest es am besten nicht wenn ihr wisst, dass ihr mit solchen Themen nicht umgehen könnt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Kinder ihrer Zeit - Claire Winter

Kinder ihrer Zeit
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Meine Meinung:

Ich möchte gar nicht groß drum herum reden! Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Wir begleiten hier die Zwillinge Emma und Alice, die durch tragische Bedingungen voneinander entfernt ...

Meine Meinung:

Ich möchte gar nicht groß drum herum reden! Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Wir begleiten hier die Zwillinge Emma und Alice, die durch tragische Bedingungen voneinander entfernt werden. Irgendwann sehen sie sich wieder und wir lesen wie die Zwei sich nie vergessen haben und ein Herz und eine Seele sind. Sie lernen sich wieder komplett neu kennen mit unterschiedlichen Meinungen und Lebensarten.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der die ganze tragische und rührende Familiengeschichte super unterstrichen hat. Sie hat meiner Meinung nach super gut recherchiert und man hat beim Lesen nicht gedacht, dass irgendetwas gefehlt hat. Das Buch war emotional, herzzerreißend und einfach nur schön, aber auch schockierend! Hauptsächlich geht es hier natürlich auch um den kalten Krieg und was dieser mit den Zwillingen und deren Bekannten macht. Toll finde ich auch, dass wir hier aus verschiedenen Sichten lesen. So kann man sich das Ganze nochmal viel besser vorstellen.

Dadurch, dass die Geschichte so glaubhaft daher kam, hätte ich noch viel mehr als nur diese knappen 600 Seiten lesen können!


Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung von mir! Herzzerreißend, schockierend, aber auch unglaublich schön!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere