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Veröffentlicht am 25.06.2022

Martha ermittelt

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Meine Meinung und Fazit:

Dieses Buch ist für much ein typisches Cover-Gefall-Buch. An dem Cover konnte ich nicht vorbei und der Kriminalroman passt auch noch in meine aktuell bevorzugte Handlungszeit, ...

Meine Meinung und Fazit:

Dieses Buch ist für much ein typisches Cover-Gefall-Buch. An dem Cover konnte ich nicht vorbei und der Kriminalroman passt auch noch in meine aktuell bevorzugte Handlungszeit, kurz nach dem 2. Weltkrieg.

In einem ehrenwerten Haus wird Vera Malottke tot aufgefunden und auf einmal hat fast jeder nur negatives über dieses "Frauenzimmer" zu berichten. Diese Frau, die die Männer der besseren Gesellschaft Leers mehr als nur bekannt war. Und darüber Buch geführt hat. Dass das heikle Ermittlungen werden, ist natürlich klar.

Die Autoren setzen Martha, eine verwitwte taffe Frau in den Mittelpunkt. Sie hat im gleichen Haus wie Vera gewohnt und möchte gern wissen, wie es zu der Tat gekommen ist. Sie lässt nicht locker und überlegt in alle Richtungen und scheute sich nicht, auch Höhergestellten gegenüber zu treten und Bedenken zu äußern. Ungerechtigkeit müssen besiegt werden. Ihre Art ist wie ihr Name frisch und natürlich. Man muss Martha einfach mögen.

Nicht nur die Ermittlungen stehen im Mittelpunkt, sondern auch die gesellschaftliche Wandlung un der Nachkriegszeit und wie weit die Einflüsse der damiligen Nazis noch reichen, oder auch wie beschwerlich das Leben gewesen ist. Das, was Menschen im Krieg mit Flucht und Gefangenschaft erlebt haben, damit muss jeder selbst klar kommen, es wird nicht geredet und somit werden die Traumatas verschlimmert. Auch interessant oder eher erschreckend, wie sehr Frauen eingeschränkt und abhängig vom Ehemann gewesen sind. Sehr gut miteinander verbunden.

Eine klare Leseempfehlung.

Hier noch meine Lieblingsstellen:
Seite 24 "Aber, sie reckt ihr Kinn, man muss nach vorn blicken. Nicht zurück. Das bringt nichts. Man kann das Vergangene nucht ändern."

Seite 180 "Unverheiratete Männer sind schließlich Mangelware. Und immerhin ist er gesund. Auch wenn er ein bisschen Verschluss ist. Mit einem Hauch von Traurigkeit, die ihn wie ein Mantel einhüllt. Einmal hat er zu Martha gesagt: “Manche Menschen können alles vergessen, was geschehen ist, und einfach weitergehen. Anderen drückt es aufs Herz, und sie bleiben auf der Schwelle stehen. Können sich nicht über die Zukunft freuen, weil die Last der Vergangenheit so schwer zu tragen ist.“

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den rororo Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an das Autorenpaar für die heiteren Ermittlungsstunden. Ich bin schon jetzt ein Martha Fan.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Eine musikalische Mission

Ein Lied für Molly
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Meine Meinung und Fazit:
Im Nachwort und Dankessagung schreibt Claudia Winter, dass das Buch eine Herzensgeschichte ist und genau so habe ich es auch empfunden. Doch zunächst etwas zum Inhalt. Die Hauptprotagonistin ...

Meine Meinung und Fazit:
Im Nachwort und Dankessagung schreibt Claudia Winter, dass das Buch eine Herzensgeschichte ist und genau so habe ich es auch empfunden. Doch zunächst etwas zum Inhalt. Die Hauptprotagonistin Bonnie findet im Bus eine Mappe mit persönlichen Notizen und Noten. Sie verspricht ihrem Sohn Josh, den Besitzer zu finden und so beginnt die Suche. Die Suche nach dem Besitzer, aber auch die Suche nach dem eigene Weg und der Erkenntnis, dass nicht alles falsch oder richtig war oder sein wird. Sondern, dass man Chancen ergreifen soll und manches ändern sollte.
Alle handelnden Personen haben irgendwo ihre Schwächen, aber mit Reden und Öffnen erreicht man mitunter das Ziel oder zunächst kleine Zwischenziele. Der Glaube an sich und die Liebe zu den Mitmenschen oder zu dem Herzensmenschen sind entscheidend.
Ich mag nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber mich an die Geschichte berührt und mich hat der Schreibstil und die Art der Autorin mit Worten umzugehen, überzeugt und im Herzen berührt.
Eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

Meine Lieblingsstellen im Buch:
Seite 38: "Sei nett, sei geduldig, kümmere dich. Mach die Welt ein bisschen freundlicher, besonders dann, wenn sie unfreundlich zu dir ist. "
Seite 268: "Ich habe sie ständig im Kopf, wissen Sie. Die Musik, meine ich. Sie wummert und dröhnt und manchmal glaube ich, mir platzt der Schädel. Erst wenn ich sie aufschreibe, wird es still."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Goldmann-Verlag und ganz besonders an die Autorin, die es mit diesem Buch geschafft hat, mein Herz zu berühren und somit einen Platz auf der Liste meiner Lieblingsautoren eingenommen hat.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Vertrauen in extremen Situationen

Flug 416
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Meine Meinung und Fazit:

Ich bin ja so ein Cover-Typ, wenn mir das Cover nicht zusagt, dann komme uch manchmal nicht bis zur Kurzbeschreibung, aber die brauchte ich gar nicht.
Als renommierter Pilot steigt ...

Meine Meinung und Fazit:

Ich bin ja so ein Cover-Typ, wenn mir das Cover nicht zusagt, dann komme uch manchmal nicht bis zur Kurzbeschreibung, aber die brauchte ich gar nicht.
Als renommierter Pilot steigt Bill Hoffmann in das Flugzeug mut Flugnummer 416, um die Passagiere von L. A. nach New York zu bringen. Seine Gedanken kreisen gerade darum, dass er sich nicht an sein Versprechen gehalten hat, mit seinem Sohn Scoot etwas zu unternehmen.

Doch dann beginnt das Szenario. Er soll sich zwischen seiner Familie und den Passagieren entscheiden. Was für eine Horror-Vorstellung. Und man bekomnt viel von den Beweggründe der Täter mit, was einem auch zum Nachdenken bringt, denn vieles in der Welt ist einfach ungerecht. Rechtfertig aber keine Taten.

T. J. Newman legt einen temporeichen und spannenden Thriller vor. Man kann das Buch schlecht aus der Hand legen, man kommt von einer Situation zur nächsten und jede bringt Überraschungsmomente mit.

Ich spreche sehr gern eine Leseempfehlung aus.

Meine Lieblingsstelle im Buch, Kapitel 20:
"Mein Gott wie sehr er diese Leute mochte. Wie stolz er auf ihr Pflichtbewusstsein war. Wie ein Leuchtturm dienten sie als beständige Rückversicherung der Hoffnung. Im Chaos des Sturms waren sie das Vorhersehbare inmitten des Unvorhersehbaren. Sie waren das Signalfeuer, das den Weg nach Hause wies Nicht nur die Mitarbeiter seines Towers."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Goldmann-Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für die spannenden Lesestunden.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Mädchenmörder

Gezeitenmord
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Meine Meinung und Fazit:

Mitten im Watt findet ein Lehrer und sein Schüler eine Leiche. Der Lehrer wird schwer verletzt und vom Jungen fehlt jede Spur. In einem kleinen unscheinbaren Ort, in dem vor einem ...

Meine Meinung und Fazit:

Mitten im Watt findet ein Lehrer und sein Schüler eine Leiche. Der Lehrer wird schwer verletzt und vom Jungen fehlt jede Spur. In einem kleinen unscheinbaren Ort, in dem vor einem Jahr ein 6-jähriges Mädchen verschwand. Die Jagd nach dem Mörder beginnt.

Kurze Kapitel erzählen die Geschichte klug und spannend. Man nimmt als Leser am Ermittleralltag teil und verschafft sich einen ersten Eindruck. Da der Mord auf der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark passierte, ermitteln ein Deutscher und eine Dänin. Diese Kombination gefällt mir sehr gut, wird auch sehr identisch umgesetzt. Beide ermitteln gekonnt und lösen mit anderen den Fall. Für mich sehr schlüssig und an einigen Stellen harter Tobak, da es um Pädophile und ihre Opfer ging. Beide Hauptprotagonisten passen perfekt zueinander und sind mir ans Herz gewachsen.

Eine klare Leseempfehlung.

Hier meine Lieblingsstellen im Buch:
Kapitel 13 "Eine nervöse Spannung lag über dem Dorf. Sie hing wie ein Virus zwischen den Hecken und Häusern und gebar Unheil verkündende Ahnungen und Ängste, dass noch ein Kind verschwunden sein könnte und nie wieder gesehen würde."
Kapitel 26 "Es ist wie Angeln. Man wartet stundenlang, ohne dass etwas passiert, aber plötzlich beißt einer an."
Kapitel 53 "Das kann ich mir denken. Einen Mord aufzuklären ist vermutlich genauso, wie ein Puzzle zu legen. Wenn man alle Teile richtig angeordnet hat, wird das Bild des Mörders sichtbar."

Mein Dank geht an das vorablesen-Team und den Verlag Kiepenheuer & Witsch für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an den Autor für tolle Lesestunden.

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Auf der Suche nach der Wahrheit

Die siebte Zeugin
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Meine Meinung und Fazit:
Ein Justiz-Krimi aus der Feder von mir bereits bekannten Autoren, den musste ich einfach lesen. Doch nun zum Inhalt, zwei Hauptprotagonist, Strafverteidiger Rocco Eberhardt und ...

Meine Meinung und Fazit:
Ein Justiz-Krimi aus der Feder von mir bereits bekannten Autoren, den musste ich einfach lesen. Doch nun zum Inhalt, zwei Hauptprotagonist, Strafverteidiger Rocco Eberhardt und Gerichtsmediziner Dr. Justus Jarmer. Ein sehr unterschiedliches Paar. Und eine Stelle von Seite 240 beschreibt dies "Er, der Verfechter der Wahrheit, der den Spielchen der Strafverteidiger so kritisch gegenüberstand, war nun mit sich widersprechenden Fakten und Tatsachen konfrontiert, mit den gegensätzlichen Interessen lebender Menschen."

Der Einstieg ins Buch ist sehr gut gelungen, er beginnt mit einer unfassbaren Tat und der Fall scheint klar.

Was mir besonders am. Buch gefallen hat, sind die kurzen, aber knackigen Kapitel. Das macht den Krimi für mich so spannend und interessant. Zusätzlich haben mir die tollen Hintergrundinformation, zum Beispiel über Moabit, gefallen und runden das Buch sehr gut ab. Natürlich auch das Ende, denn so weiß man, dass es mit der Reihe Eberhardt - Jarmer weitergeht. Für die Folgerromane wünsche ich mir aber noch ein bisschen mehr vom Rechtsmediziner Jarmer.

Eine klare Leseempfehlung und hier noch zwei Lieblingsstellen im Buch.

Seite 99, 29. Kapitel: "Um den Sieg geht es für Sie. Aber für mich, für mich geht es um die Wahrheit. Im Gegensatz zu den meisten Strafverteidigern sehen wir Rechtsmediziner uns dazu verpflichtet, auch aus unserem hippokratischen Eid heraus.

Seite 315, Kapitel 103:" Zwischen Schwarz und Weiß gibt es manchmal auch noch Raum für mehr."

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