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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2020

Nett aber mehr nicht

Jeder lügt, so gut er kann
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Mich hat das Buch vom Titel und auch vom Cover her gleich angesprochen und so habe ich es mir spontan im Buchladen gekauft. Schließlich klang noch dazu der Klappentext überzeugend.

Ich kenne die Mamma ...

Mich hat das Buch vom Titel und auch vom Cover her gleich angesprochen und so habe ich es mir spontan im Buchladen gekauft. Schließlich klang noch dazu der Klappentext überzeugend.

Ich kenne die Mamma Charlotta-Reihe von Gisa Pauly nicht, bis auf das Kochbuch „Dio Mio“, und bin daher recht unvoreingenommen an das Buch rangegangen.

Die Hauptprotagonistin ist Anna, die mit ihren 60 Jahren durchaus zu den reiferen Personen gehört und darum auch für mich als Hauptfigur interessant war. Ihre Tochter Henrieke war mir absolut unsympathisch. Nicht nur ihre Einstellung, dass ihre Mutter ja zu alt für alles wäre ürgs sondern auch ihre Anhängigkeit und Hörigkeit gegenüber ihrem Freund ging mir gehörig auf die Nerven.

Auch so fand ich die Geschichte sehr verworren und chaotisch und teilweise zu bemüht. Anna schlittert von einer komischen Situation in die nächste. Die Geschichte zieht sich durch etliche Wiederholungen auch sehr in die Länge und die kleine Schrift hat mir das Lesen zusätzlich irgendwie schwergemacht. Dazu kommen die Protagonisten, von denen mich kein einziger wirklich begeistern konnte – ich möchte sie nicht in meinem Umfeld haben.

Wirklich packen konnte mich die Geschichte leider nicht, daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.04.2020

Netter Zeitvertreib

Zu wahr, um schön zu sein
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Diese recht kurzweilige und schnell zu lesende leichte Kost habe ich eines Tages im Buchladen entdeckt und da musste es einfach find.

Es ist der erste humorvolle Roman der Autorin und leider muss ich ...

Diese recht kurzweilige und schnell zu lesende leichte Kost habe ich eines Tages im Buchladen entdeckt und da musste es einfach find.

Es ist der erste humorvolle Roman der Autorin und leider muss ich sage: das merkt man. Mich hat nicht so sehr gestört das die Geschichte vorhersehbar war, sondern mehr der erzwungene Humor. Es fühlte sich beim Lesen an, als ob man ganz tief in der Witz-Kiste kramen musste, um humoristische Passagen zu kreieren. Es war eher Sarkasmus als Humor und so konnte ich keinen Zugang zu Caro finden. Was nicht alleine am fehlenden Humor lag, als vielmehr darin, dass mir die Vielschichtigkeit des Charakters fehlte.

Hätte ich einfach so zwischenrein angefangen zu Lesen, hätte ich nicht vermutet, dass Caro in meinem Alter ist, sondern hätte sie für wesentlich jünger, pubertierender gehalten. Soviel Oberflächlichkeit, wie sie ausstrahlt findet man bei einer Frau in ihrem Alter selten.

Sie handelt auch eigenartig. Ja sie heult nach der Trennung, aber wirkliche Trauer oder ein tiefes Loch, wie man es nach 25 gemeinsamen Jahren erwartet, findet man nicht. Im Gegenteil, sie tut lässig-locker und wirkt darin aber nicht echt, nicht real.

Ich fand so keinen wirklichen Zugang zum Buch und zu den Figuren. Ich hab es gelesen, als leichte Kost zwischendurch, aber es ist nicht wirklich etwas hängen geblieben. Außer ein Zitat:

»Man kann anderen am besten zur Seite stehen,
wenn man gut für sich selbst gesorgt hat.«

Von mir bekommt das Buch 3 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 30.04.2020

Kurzweilig

Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
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Jakob Jakobi ist im dritten und letzten Teil der Serie mit allerlei Unglück konfrontiert.

Erst wird der Psychotherapeut ausgeraubt und dann erscheint ein alter Bekannter bei ihm. Nur dass Abel Baumann, ...

Jakob Jakobi ist im dritten und letzten Teil der Serie mit allerlei Unglück konfrontiert.

Erst wird der Psychotherapeut ausgeraubt und dann erscheint ein alter Bekannter bei ihm. Nur dass Abel Baumann, seines Zeichens Gott, vor 4 Jahren zu Grabe getragen wurde. Aber für Gott ist nichts unmöglich, oder? Außer, die Welt im Alleingang retten – denn dafür braucht es einen Messias. Diese Aufgabe soll nun Jakob zuteilwerden, der darauf so gar keine Lust hat.

Doch Gott hat einen Plan und so lernt Jakob viele unterschiedliche Menschen kennen, die ihn auf seinem Weg begleiten.

Amüsant, süffisant, aber ohne Klamauk beschreibt Hans Rath den Weg von Jakob, die Begegnungen und was in der Gesellschaft fehlt. Mit klarem Blick analysiert gibt er eine Einschätzung und zeigt mit dem neuen Gebot den Ausweg.

Es ist kein gehobener Zeigefinger, sondern ein freundlicher Seitenhieb auf uns und unsere Taten. Man kann flüssig lesen, es zieht einen hinein. Die Vorgängerbände kann, muss man aber nicht gelesen haben.

Ein kurzweiliges Buch, welches für Schmunzeln sorgt, aber auch zum Nachdenken anregt.

Als negativ könnte man sagen, dass es kaum Höhen und Tiefen gibt und es sich ziemlich leicht wegschmökern lässt – das ist aber Geschmackssache.

Da es kein herausragendes, sondern „nur“ ein gutes Buch ist, gibt es daher 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 30.04.2020

Der erste Teil

Die Mühlenschwestern - Die Liebe kennt den Weg zurück
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Das ist ein Buch, das mich zum einen begeistern konnte, aber zum anderen auch teilweise zum Wahnsinn getrieben hat.

Die Autorin Jana Lukas ist für mich eine neue Autorin, von der ich bisher noch nichts ...

Das ist ein Buch, das mich zum einen begeistern konnte, aber zum anderen auch teilweise zum Wahnsinn getrieben hat.

Die Autorin Jana Lukas ist für mich eine neue Autorin, von der ich bisher noch nichts gelesen habe. Da der Klappentext aber ansprechend klang und das Cover mir auch gefiel, hab ich zugegriffen.

Der vorliegende Band „Liebe kennt den Weg zurück“ ist der erste von drei Bänden und gehört ganz der ersten Schwester Hanna. Ihre Geschichte wird hier erzählt und diese Geschichte ist es, die mich zwiegespalten zurückgelassen hat.

An und für sich ist die Geschichte mit ihrem locker-flockigen und ansprechenden Schreibstil schnell und gut zu lesen. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gut beschrieben, erreichen mich aber nicht immer zu 100 %

Das sich zwischen Hanna, die nach Hause kehrt und Jakob, ihrer Jugendliebe, wieder etwas anbahnt, ist ja schon aus dem Klappentext ersichtlich. Das „wie“ es geschieht ist nachvollziehbar, auch wenn es mir gerade am Ende zu „hoppla hopp“ ging. Zwischen drin das „hin und her“ und das verstecken seitens Hanna ging mir genauso auf die Nerven wie gerade am Anfang die ständigen Wiederholungen des Beziehungsaus. Ich hab schon bei der zweiten Wiederholung begriffen, das Hanna die Enge des Dorfes damals nicht zu schätzen wusste und unbedingt ausbrechen musste und das Jakob darunter gelitten hat.

Die Hauptgeschichte kommt sich richtig schön in Fahrt … und prompt gerät sie wieder ins Stocken da die Geschichte von Tante Lou auf einmal präsent werden soll. Die wird nicht zum Abschluss gebracht also denke ich mal, wird sie uns im zweiten Band auf jeden Fall und im dritten vielleicht noch begleiten.

Ingesamt war es Hannah, mit der ich nicht wirklich warm geworden bin. Ihre Familie tut alles für sich, und doch stößt sie gerade ihre Mutter immer wieder weg und benimmt sich wie eine verwöhnte Göre. Ja, sie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich – wenn man ihn denn als solchen bezeichnen will. So, wie sie sich teilweise angestellt hat, habe ich echt mehr vermutet hinter der Geschichte als dann wirklich war.

Kurz gefasst konnte mich der erste Teil der Reihe nicht komplett überzeugen und bekommt von mir geradde 3 von 5 Sternen. Dennoch werde ich zum zweiten Teil greifen, weil mich die Geschichte von Rosa sehr interessiert.

Veröffentlicht am 30.04.2020

Geniestreich

Wer früher geht, verpasst den Schluss
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Dieses Buch war so ein typischer Cover-Kauf. Ich habe es mir zu Beginn der „Corona-Zeit“ gekauft mit der Maßgabe, dass ich einfach Abschalten und Lachen will. Denn das Buch versprach sowohl vom Cover als ...

Dieses Buch war so ein typischer Cover-Kauf. Ich habe es mir zu Beginn der „Corona-Zeit“ gekauft mit der Maßgabe, dass ich einfach Abschalten und Lachen will. Denn das Buch versprach sowohl vom Cover als auch vom Klappentet her vergnügliche Lesestunden und viel Humor.

Genau das habe ich dann auch bekommen – das und noch so viel mehr.

Wer sich auf das Buch rund um die Bewohner eines schottischen Seniorenheimes einlässt, bekommt eine gelungene Mischung aus humorvollen, sehr schönen, bewegenden aber auch traurigen Momenten. Der Leser bekommt ein Potpourri der verschiedensten Persönlichkeiten, Charaktere und Lebensgeschichten. Er blickt hinter die Kulissen eines Seniorenheimes, auf dem die Bewohner keinesfalls auf das Ende warten – was es aber natürlich auch gibt und auch thematisiert wird. Der Leser lernt Figuren kennen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch zusammenhalten, als es ernst wird und die Gebühren des Heimes soweit erhöht werden sollen, dass sich einige Bewohner dies nicht mehr leisten können.

Beschrieben wird das tägliche Leben der Bewohner, Freundschaften und Feindschaften untereinander, Neid und Missgunst, aber auch das Helfen und füreinander da sein.

Ich hatte ein sehr humorvolles Buch erwartet, das vielleicht auch ziemlich oberflächlich bleibt und das man dann vielleicht auch schnell wieder vergisst. Dadurch, das P. I. Paris aber auch auf Themen wie Demenz und Krankheiten überhaupt, den Tod und auch die unerfüllte Liebe eingeht, ist das Buch für mich ungemein vielschichtig und auch berührend gewesen.

Die Annäherung der Senioren an „jugendliche Themen“ mit Hilfe einer Schülergruppe und die daraus entstehenden Synergien zwischen Alt und Jung waren wunderbar aufgezeigt.

Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite mehr als nur begeistern konnte.

Das Buch war ursprünglich ein Theaterstück und nachdem es so erfolgreich war, wurde es zu einem Buch „umgeschrieben“. Ganz ehrlich? Ich kann es sehr gut verstehen und hätte mir dieses Theaterstück nur zu gerne angeschaut.

Vor mir gibt es für diesen Lesegenuss 5 von 5 Sternen.