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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2020

Spannend mit Mankos

Das Dorf der toten Seelen
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Camilla Stan, Das Dorf der toten Seelen. Thriller. Harper Collins Germany, 2020

„Das Dorf der toten Seelen“ ist der erste Thriller der jungen Autorin Camilla Sten.
Eine fünfköpfige Gruppe bezieht ihr ...

Camilla Stan, Das Dorf der toten Seelen. Thriller. Harper Collins Germany, 2020

„Das Dorf der toten Seelen“ ist der erste Thriller der jungen Autorin Camilla Sten.
Eine fünfköpfige Gruppe bezieht ihr Lager in Silvertjärn, einer Geisterstadt, aus der 60 Jahre zuvor von einem Tag auf den anderen alle 900 Einwohner auf unerklärliche Weise verschwanden. Für Alice, deren Großmutter kurz vor dem mysteriösen Ereignis weggezogen war, ist dabei nicht nur der Dokumentarfilm, der entstehen sollte, von besonderer Bedeutung – sie möchte vor allem der Lösung des Rätsels näher kommen. Doch schon kurz nach dem Eintreffen des Filmteams in die Bergwerkstadt ereignen sich seltsame Dinge …

Camilla Sten hat eine Geschichte entworfen, die Spannung aufbaut und den Leser gefangen nimmt. Die Handlung des Buches ist in sich geschlossen, sodass keine Fragen offen bleiben und bietet bis zum Ende immer wieder unvorhersehbare Wendungen, auch das Ende ist schlüssig. Gelungen finde ich den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sodass das Rätsel um Silvertjärn tatsächlich vollkommen aufgelöst wird.

Für mich nicht ideal ausgearbeitet waren jedoch Erzählstil und Charaktere. Wobei ich erwähnen muss, dass ich vom Stil der Autorin hin und her gerissen war. Einerseits verwendet sie tolle Metaphern und Phrasen, andererseits wirken manche Sätze unbeholfen oder Wörter und Informationen wiederholen sich, was meinen Lesefluss gestört hat. Ob das an der Schreibweise der Autorin oder an der deutschen Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen.

Die Charaktere sind grundsätzlich gut aufgebaut und auch ihre allgemeine Entwicklung ist nachvollziehbar, dennoch bin ich mit ihnen ins hadern gekommen, denn sie lassen sie sich immer wieder zu Sätzen und Handlungen hinreißen, die für mich unüberlegt oder unrealistisch waren. Verhalten und Ausdrucksweise haben mich daher eher an Jugendliche erinnert als an die jungen Erwachsenen (End-Zwanziger), die sie sein sollten. Dadurch hatte ich während des Lesens des Buches (in den Szenen, die in der Gegenwart spielten) eher das Bild eines Teenie-Horrorfilms im Kopf als das eines „ernst zu nehmenden“ Thrillers.

Wenn man über die oben genannten Makel hinwegsehen kann, bietet „Das Dorf der toten Seelen“ aber spannende Unterhaltung, einige Überraschungen und eine gelungene Auflösung zum Ende hin.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Leichte Kost für Zwischendurch

Zu wahr, um schön zu sein
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Das Buch ist recht kurzweilig, einfach zu Lesen und somit ausgezeichnet als leichte Kost am Strand oder in der Therme geeignet.

Was mich am Anfang etwas gestört hat ist, dass mir der Erzählstil zu gewollt ...

Das Buch ist recht kurzweilig, einfach zu Lesen und somit ausgezeichnet als leichte Kost am Strand oder in der Therme geeignet.

Was mich am Anfang etwas gestört hat ist, dass mir der Erzählstil zu gewollt lustig ist. Die Pointen sind nicht homogen in die Geschichte verstrickt und wirkten dadurch erzwungen. Außerdem finde ich die Ausdrucksweise der Autorin stellenweise platt und die Charaktere zwar größtenteils sehr liebenswert aber auch nicht wirklich vielschichtig.

Als ich mich dann eingelesen und auf den Stil eingelassen hatte, fand ich die Geschichte ganz nett. Was mich dann doch wieder gestört hat war, das Ende, das in meinen Augen recht vorhersehbar war.

Ich kann das Buch leider mit keinen anderen Werken der Autorin vergleichen, da ich noch keine gelesen habe. In der Danksagung war ein Vermerk, dass dies ihr erster humorvoller Roman sei, daher ist dieser Roman eventuell auch nicht mit anderen ihrer Bücher vergleichbar.

Ich empfehle das Buch für Leser, die leichte, einfach zu lesende und humorvolle Kost suchen, ohne zu viel Anspruch an Plot und einen ausgeklügelten Erzählstil zu haben.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Mehr erwartet

Wozu wir fähig sind
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Als ein geheimnisvolles Paar in die Stadt zieht, ändert sich das Leben von Alina, Patrick und ihrer Clique.

Die Story ist prinzipiell nicht schlecht, auch der Aufbau hat mir gut gefallen. Zu Anfang bekommt ...

Als ein geheimnisvolles Paar in die Stadt zieht, ändert sich das Leben von Alina, Patrick und ihrer Clique.

Die Story ist prinzipiell nicht schlecht, auch der Aufbau hat mir gut gefallen. Zu Anfang bekommt der Leser ein paar lose Handlungsstränge, die sich erst im Laufe des Buches verdichten und zu verknüpfen beginnen. Dies ist meines Erachtens nach allerdings auch schon das erste Manko des Romans: Es gibt zu viele Charaktere, mit zu wenigen herausstechenden Eigenschaften, sodass ich mir anfangs schwer getan habe, die Personen in neuen Szenen "wiederzuerkennen". So bin ich im ein wenig im Blindfug durch die ersten Kapitel gesegelt. Leider bleiben die Charaktere auch im Laufe der Geschichte recht flach.

Was mich sehr überrascht hat war, dass nach einem sehr starken Einstieg - vor allem der Epilog war grandios geschrieben, aber auch das erste Kapitel danach sehr spannend - das Buch für mich zunehmend langweilig wurde, was ich wiederum auf die Facettenlosigkeit der Figuren als auch auf den Schreibstil der Autorin zurückführe. Vielleicht erwarte ich zu viel von einem Jugendroman, aber mir wurde bei dieser Geschichte zu viel Gewicht darauf gelegt, was passiert und zu wenig wieso es passiert.

Leider war in meinen Augen auch das Ende recht vorhersehbar. Ich kann das Buch daher nur bedingt empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Idee gut, Ausführung meh...

Saftig vom Grill
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Das Buch hat einen tollen Eindruck gemacht, haptisch und optisch gibt es daran auch nichts zu kritisieren: Ein schön gestalteter und sich hochwertig anfühlender Einband sowie durch die Bank ansprechende ...

Das Buch hat einen tollen Eindruck gemacht, haptisch und optisch gibt es daran auch nichts zu kritisieren: Ein schön gestalteter und sich hochwertig anfühlender Einband sowie durch die Bank ansprechende Fotografien. Auch Typografie usw. sehen toll aus.
Allerdings sind mir einige Punkte aufgefallen, aufgrund derer ich das Buch grundsätzlich nicht (jedem/r) empfehlen kann:
- Für den Preis von über 15 Euro (Österreich) befinden sich eindeutig zu wenige Rezepte in dem Buch.
- Die Zutaten sind teilweise schwer zu bekommen --> zB Zedernholzbrett...!?
- Manche Rezepte finde ich unpassend für ein Grillbuch (vielleicht ist mein Grill-Horizont dafür aber einfach nicht weit genug?)
- Der Punkt, der mich am meisten Gestört hat: Im ganzen Buch gibt es 2 vegetarische Rezepte. Klar, Grillen ist nach wie vor sehr fleischlastig, aber im Jahr 2022 sollte sich herumgesprochen haben, dass immer mehr Leute sich vegan oder vegetarisch ernähren und es wäre schön gewesen, wenn sich das im dem Buch widergespiegelt hätte.
Ich bin somit kein Fan des Buches geworden...

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Nicht meins

Sidebitch 2
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Mich hat das Cover angesprochen und die Beschreibung neugierig gemacht. Dass es sich bei der Geschichte um einen zweiten Teil handelt, war für mich nicht ersichtlich, die Info hätte ich gerne gehabt, allerdings ...

Mich hat das Cover angesprochen und die Beschreibung neugierig gemacht. Dass es sich bei der Geschichte um einen zweiten Teil handelt, war für mich nicht ersichtlich, die Info hätte ich gerne gehabt, allerdings kann man der Story auch so folgen.

Das Positive an dem Buch lässt sich für ich recht schnell zusammenfassen, es sind die erotischen Parts recht prickelnd erzählt. Wenn einem so etwas gefällt, hier findet man explizite Beschreibungen. Für meinen Geschmack jedoch schon etwas zu viel, ein bisschen dezenter wäre für mich schöner gewesen.

Meine Kritikpunkte:
- Die Story plätschert nur so vor sich hin. Es werden Episoden aus dem Leben der Protagonistin aneinandergereiht, ohne für mich jedoch irgendeine Spannung zu erzeugen.
- Die Namen... Herrje... Ja, Matteo, Becky, Carlo usw hört sich vielleicht sexier an als Hannelore und Karl-Heinz aber für mich machte diese Ansammlung an exotischen Namen es ungläubig, dass die Geschichte in Deutschland spield.
- Der Ausdruck der Autorin ist manchmal holprig, es kommen Wiederholungen vor usw. Das Buch ist im Selbstverlag erschienen und an manchen Stellen merkt man leider wirklich sehr, dass eine Lektorin im Projekt gefehlt hat.

Da mir weder der Stil der Autorin noch die Handlung zugesagt hat, habe ich nach der Hälfte der Lektüre aufgegeben.

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