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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2019

Leben in der Natur

Sal
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Sal und ihre kleine Schwester Peppa haben ein fürchterliches Familienumfeld und sind Misshandlungen und Missbrauch ausgesetzt. Deshalb plant Sal von langer Hand die Flucht.

Sal ist erst dreizehn, muss ...

Sal und ihre kleine Schwester Peppa haben ein fürchterliches Familienumfeld und sind Misshandlungen und Missbrauch ausgesetzt. Deshalb plant Sal von langer Hand die Flucht.

Sal ist erst dreizehn, muss aber schon die Verantwortung eines Erwachsenen übernehmen. Das Missverhältnis von Alter und Taten fand ich zu groß, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Dreizehnjährige anhand von YouTube-Videos weiß, wie man in der wilden Natur Schottlands überleben kann. Kaninchen jagen und ausnehmen und über offenem Feuer zubereiten beispielsweise.


Das Überleben und Leben an sich in der karge Natur Schottlands hingegen ist richtig eindringlich dargestellt, nur die Kombination mit den noch sehr kleinen Kindern war für mich unglaubhaft.
Wenn man das aber einmal ausblendet, ein sehr starkes Buch, das zwischen großem Schmerz, den Kinderseelen ertragen müssen und der tiefen Liebe zwischen Geschwistern balanciert.
Ganz und gar keine heile Welt mit nur wenigen glücklichen Momenten und manchmal schwer zu ertragen.
Inklusive einem plausiblen Ende, das sehr stimmig ist.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Brutal und spannend

Jagd auf die Bestie
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Dieses Buch ist bereits der zehnte Band der Robert-Hunter-Reihe und die erste Fortsetzung, die der Autor geschrieben hat. „Jagd auf die Bestie“ knüpft an an „Stille Bestie“, den sechsten Band der Reihe. ...

Dieses Buch ist bereits der zehnte Band der Robert-Hunter-Reihe und die erste Fortsetzung, die der Autor geschrieben hat. „Jagd auf die Bestie“ knüpft an an „Stille Bestie“, den sechsten Band der Reihe.
Der Autor empfiehlt in seiner Schlussbemerkung, Band sechs ebenfalls zu lesen, damit man den aktuellen Band wirklich versteht.
Das habe ich leider erst zum Schluss gelesen, da wäre es hilfreich gewesen, den Hinweis zu Beginn zu geben.

Ich habe noch keinen Vorgängerband gelesen, hatte aber an keiner Stelle im Buch das Gefühl, nicht folgen zu können oder Informationen zu vermissen. Vielleicht kann man aber noch tiefer in die Geschichte eintauchen oder sieht komplexere Zusammenhänge, wenn man Band sechs kennt?

Der Thriller ist brutal, das wusste ich im Vorfeld und davor war mir etwas bange - aber wer Mankell liest, kommt m.E. auch mit Carter zurecht.

Die Story an sich war spannend und die Einblicke in die Untiefen des Bösen interessant, ich konnte nur keinen wirklichen Bezug zu den Ermittlern aufbauen und habe es eher aus der Distanz gelesen, vielleicht weil ich eben die Entwicklung der Serie nicht mitverfolgt habe.

Kleine Kritik zur Auflösung: diese war mir zu holprig und zu unrealistisch, ansonsten aber eine wirklich spannende Lektüre.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Für mich etwas too much

Find mich da, wo Liebe ist
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Hier hatte ich einen Liebesroman erwartet, einfach wegzulesen und schön romantisch.

Einfach wegzulesen war das Buch, ein schöner Schreibstil, der sich flüssig und unkompliziert lesen lässt.
Allerdings ...

Hier hatte ich einen Liebesroman erwartet, einfach wegzulesen und schön romantisch.

Einfach wegzulesen war das Buch, ein schöner Schreibstil, der sich flüssig und unkompliziert lesen lässt.
Allerdings war es keine romantische Lovestory wie ich sie erwartet habe, die Autorin hat so viele problembeladene Stränge mit eingebaut, dass ich mir oft gedacht habe „Oh nein, das nicht auch noch“.

Die beiden Hauptpersonen fand ich merkwürdig- ich konnte mit Grace auch nicht wirklich mitleiden, sie blieb mir fremd.
Die zwei Nebendarsteller hingegen fand ich sehr gut, hier konnte ich mitfühlen und eintauchen.
Der Instrumentenbau, der relativ dominant im Buch ist, hat mich persönlich zwar nicht sonderlich interessiert, aber auch nicht gestört.

Insgesamt war es mir einfach etwas zu dick aufgetragen, wie es ausgeht, wollte ich aber natürlich schon wissen..

Veröffentlicht am 02.08.2019

Einfach magisch: Mia ist verliebt

Mia Magie und der Liebestrank
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Mia hat magische Kräfte, genauso wie ihre Oma.
Dummerweise hat sie auch einen Gefühlsfleck, so wie andere Leute Muttermale und an dem sieht man genau, in welcher Stimmung Mia gerade ist, denn er wechselt ...

Mia hat magische Kräfte, genauso wie ihre Oma.
Dummerweise hat sie auch einen Gefühlsfleck, so wie andere Leute Muttermale und an dem sieht man genau, in welcher Stimmung Mia gerade ist, denn er wechselt die Farbe.
Das ist Mia unangenehm, schließlich soll nicht jeder sofort Bescheid wissen, wie es ihr gerade geht.

Das ist bereits der dritte Band um Mia und obwohl wir die Vorgängerbände nicht kennen, war der Einstieg völlig unproblematisch.
Tipp: am Buchende ist ein kleiner Ausschnitt von Band 1 und da erfährt man, wie alles begann.

In diesem Band ist Mia zum ersten Mal verliebt. Das kribbelige Gefühl ist schön beschrieben. Aber das ist natürlich nicht alles, denn auf der nahegelegenen Burg spukt es! Hier soll ein Gespenst sein Unwesen treiben und mit seinem schaurigen Gesang vertreibt es alle Gäste.
Eine schöne Mischung aus Abenteuer, Magie und dem zarten Gefühl der ersten Verliebtheit. Mit wunderschönen Illustrationen und angenehmer Schriftgröße ein Buch für Kinder ab ca. 9 Jahren.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Für Jungs und Mädchen: eine herrlich schräge Einhorngeschichte

Kurt
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Einhorngeschichten gibt es viele, aber Kurt ist einmalig.
Kurt ist ein Einhorn, aber weit entfernt von Liebreiz, ständigem Glitzer und Sanftmütigkeit. Er ist schnoddrig und...naja, vielleicht hat er ja ...

Einhorngeschichten gibt es viele, aber Kurt ist einmalig.
Kurt ist ein Einhorn, aber weit entfernt von Liebreiz, ständigem Glitzer und Sanftmütigkeit. Er ist schnoddrig und...naja, vielleicht hat er ja doch mehr Einhorn in sich als gedacht. Ihr kennt ja das Sprichwort von der rauhen Schale und dem sanften Kern?

Der fiese Dumpf-Sumpf-Prunz hat die Prinzessin entführt und zum Glück flattert Trill (kleiner Vogel, der ohne Punkt und Komma spricht) zu Kurt zwecks Rettungsmission.
Das ist sehr, sehr lustig, denn Kurt hat darauf natürlich ü-b-e-r-h-a-u-p-t keine Lust.
Unterwegs treffen sie noch Ninja-Goldfische und müssen vielen Gefahren trotzen. Ob sie es schaffen? Lest selbst!

Das Vorlesebuch ist aus unserer Sicht für Kinder ab ca. fünf Jahren geeignet und die perfekte Kombi aus Spaß, Abenteuer, Quatsch und Einhorn. Alleine die Worterfindungen wie eben den Dumpf-Sumpf-Prunz, hihi.
Zum Selbstlesen ist es schon etwas anspruchsvoller, da es ziemlich lange Textabschnitte sind, für die erste Klassen noch zu schwierig, aber ab Mitte der zweiten Klasse aus unserer Sicht gut machbar.
Aber den meisten Spaß macht es ja doch, wenn man es zusammen liest und sich gemeinsam kugeln kann.

Ein wunderbares Buch für alle Einhornfans, die sich auch mal außerhalb der klassischen Geschichten wagen.