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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2018

Mehr Erotikroman als Thriller

Tödlich ist die Versuchung
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Der Klappentext hat mein Interesse geweckt, Thriller meets Erotik, warum nicht?

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der das Buch leicht und unangestrengt lesen lässt.

Allerdings ist die Bezeichnung ...

Der Klappentext hat mein Interesse geweckt, Thriller meets Erotik, warum nicht?

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der das Buch leicht und unangestrengt lesen lässt.

Allerdings ist die Bezeichnung Thriller meines Erachtens nicht klug gewählt, gegen Ende des Buches hat es Thriller-Elemente, die spannend und gut geschrieben sind, die Autorin hat falsche Spuren gelegt und mich damit auf die falsche Fährte geführt und keine naheliegende, trotzdem aber völlig plausible Auflösung gewählt. Gut gemacht!

Für mich haben im Buch jedoch die Erotikbestandteile (und hier handelt es sich nicht um romantische Szenen, damit kein falscher Eindruck entsteht) deutlich überwogen und diese waren so gar nicht mein Fall. Als klassische Krimi- und Thrillerleserin bin ich da aber vermutlich die falsche Zielgruppe.

Mein Fazit: Schwierige Kombination, die Thrillerelemente im Buch fand ich aber gut.

Veröffentlicht am 20.12.2018

Atmosphärischer Thriller mit geschichtlichem Hintergrund

Graue Nächte
1

Der Titel ist hier gut gewählt, das Buch spielt überwiegend während der Besetzung Islands durch die USA und die Armut der Bewohner, das harte und entbehrungsreiche Leben der Ärmsten sowie die Abneigung ...

Der Titel ist hier gut gewählt, das Buch spielt überwiegend während der Besetzung Islands durch die USA und die Armut der Bewohner, das harte und entbehrungsreiche Leben der Ärmsten sowie die Abneigung gegenüber den fremden Soldaten wird eindrucksvoll vermittelt, inklusive einem Einblick in den Teil der Geschichte, der mir bis dato völlig unbekannt war. Alleine schon deshalb hat sich für mich die Lektüre gelohnt.

Die Handlung beginnt eher gemächlich und im ersten Drittel musste ich mich erst sortieren, da mir nicht klar war, dass die Handlung in unterschiedlichen Zeitebenen spielt. Ab dann hat das Buch deutlich an Fahrt aufgenommen und wurde sehr spannend. Motiv und mögliche Verbindung der zwei Morde waren für mich in dem Teil des Buches nicht erkennbar.

Ich mag auch den eher spröden Schreibstil des Autors, der sich auf die eigentliche Handlung konzentriert und dem Privatleben seiner Ermittler nicht viel Raum lässt - das passt hier meines Erachtens sehr gut.

Lediglich der Abschluss des Buches hat mir nicht ganz so gut gefallen: für mich war schon relativ früh erkennbar, wer für den einen Mord verantwortlich war und auch das Motiv war klar.
Und es endet für meinen Geschmack zu plötzlich, fast meint man, der Autor hat die Lust verloren; hier hätte ich mir etwas mehr an Abrundung gewünscht.

Insgesamt aber ein spannendes Buch mit sehr interessanten Einblicken in ein Kapitel isländischer Geschichte, von dem ich bislang gar nichts wusste. Weiterempfehlung meinerseits!

  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2018

Geteilte Meinung bei Jung & Alt

Das letzte Schaf
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Das sehr putzige Cover und die witzige Beschreibung haben uns sofort zum Kauf bewogen. Die CD ist mit 56 Minuten relativ kurz, also genau richtig für eine Plätzchen-Verzier-Länge im Advent.

Sie wird ...

Das sehr putzige Cover und die witzige Beschreibung haben uns sofort zum Kauf bewogen. Die CD ist mit 56 Minuten relativ kurz, also genau richtig für eine Plätzchen-Verzier-Länge im Advent.

Sie wird vom Autor selbst gelesen und das macht er sensationell gut. Unglaublich, dass er alleine diese Stimmvariationen hinbekommt - ich bin deshalb froh, dass wir uns in diesem Fall für die Hör- statt Printbuchvariante entschieden haben. Wenn ich an das Zahnspangen-Schaf denke, muss ich gleich wieder kichern...

Die bekannte Weihnachtsgeschichte, minimal (hihi) abgewandelt aus der Sicht von Schafen - ist das wirklich witzig?
Hier scheiden sich die Geister in unserem Haushalt.
Während ich als Erwachsene den Humor spitze fand und mich gar köstlich unterhalten habe, fand das Kind es eher ....mittel. Um nicht zu sagen: langweilig. Die komischen Passagen trafen leider so gar nicht den Kinderhumor (obwohl mit neun Jahren in der empfohlenen Alterskategorie).

Aber so ist das eben manchmal, Geschmäcker sind verschieden - und je nach Alter kann sich das auch ändern. Vielleicht sieht es nächsten Advent auch schon ganz anders aus.

Ich kann "Das letzte Schaf" auf jeden Fall für Erwachsene sehr empfehlen und vergebe fünf Sterne, das Kind drei Sterne, ergibt einen Durchschnitt von vier weihnachtlichen Familiensternen für die drolligen Schafe.

Veröffentlicht am 15.12.2018

Winterliches Abenteuer

Winterhaus
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Elizabeth hat schon als Kleinkind ihre Eltern verloren und lebt jetzt bei Onkel und Tante. Diese haben weder besonders viel Geld noch besonders viel Herz.
Ausgerechnet kurz vor Weihnachten verreisen sie ...

Elizabeth hat schon als Kleinkind ihre Eltern verloren und lebt jetzt bei Onkel und Tante. Diese haben weder besonders viel Geld noch besonders viel Herz.
Ausgerechnet kurz vor Weihnachten verreisen sie und schicken Elizabeth für die Zeit mit dem Bus ganz alleine in das Hotel Winterhaus, wo Elizabeth noch nie war und auch niemanden kennt.

Im Hotel lernt Elizabeth viele nette, herzliche Menschen kennen, aber sie hat immer öfter auch ein ganz seltsames Gefühl. Und wer ist dieses seltsame Ehepaar? Was wollen sie?
Außerdem erwarten sie merkwürdige codierte Botschaften und eine Geschichte um ein ganz besonderes Buch...

Dieses Buch ist ein richtiggehender Bücherschatz, beginnend mit dem Einband. Der Schutzumschlag hat ausgeschnittenen Fenster, die die perfekte Hotelillusion vermitteln. Auch sonst sehr hochwertig aufgemacht, ein Buch das man gerne in die Hand nimmt.

Das Abenteuer, das Elizabeth im Hotel Winterhaus erlebt, ist aufregend und spannend und spielt zur Weihnachtszeit - weshalb man das Buch auch unbedingt im Winter lesen sollte.
Empfohlen wird das Buch für Kinder ab elf Jahren - ich teile die Altersempfehlung, jünger sollten die Kinder meines Erachtens tatsächlich nicht sein, da es stellenweise schon sehr, sehr spannend und auch ein klein wenig unheimlich wird.
Erwachsene können das Buch jedoch genauso gut lesen, die Atmosphäre des Hotels und die Winterstimmung sowie die spannende Geschichte haben mich fasziniert.

Das Winterhaus bekommt einen verdienten Platz in meiner "Jedes Jahr immer wieder lesen-Weihnachts- und Winterbücherkiste".
Einfach ein wunderschönes Winterbuch!

Veröffentlicht am 08.12.2018

Mmmmmmh - köstlich!

Ofirs Küche
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Ich liebe Kochbücher, besonders wenn sie alltagstauglich sind.
Dieses hier verspricht Familienrezepte, die mit wenigen Zutaten auszukommen und leicht nachzukochen sind.

Es sind ausschließlich vegetarische ...

Ich liebe Kochbücher, besonders wenn sie alltagstauglich sind.
Dieses hier verspricht Familienrezepte, die mit wenigen Zutaten auszukommen und leicht nachzukochen sind.

Es sind ausschließlich vegetarische Rezepte, viele davon vegan, laktose- und glutenfrei, verbunden mit Geschichten, Hintergründen oder Hinweisen zur traditionellen Zubereitung und Alternativen, das mag ich sehr.

Beispielsweise werden die Pitas traditionell auf einem Saj gebacken, einem gebogenen Zinkblech, das über die Gasflamme gelegt wird. Eher schwierig bei uns zu bekommen...doch man kann stattdessen auch einfach einen Wok nehmen und ihn verkehrtherum auf die Gasflamme eines Gasherds legen oder man nimmt eine Teflonpfanne, falls man keinen Wok und Gasherd hat.

Viele Fotos - sowohl von den Gerichten als auch Impressionen aus der Heimat des Autors machen das Buch sehr anschaulich.

Lediglich das Cover-Foto des Buches hat mich nicht so angesprochen, meine Tochter fragte mich, als sie es in der Küche sah: "Was ist das denn für ein altes Kochbuch? " Ja, es sieht tatsächlich nicht modern aus, die Rezepte sind aber ja auch traditionell, insofern ist das schon o.k.

Aber nun mal Tacheles gesprochen: halten die Rezepte, was sie versprechen?
Ich habe vorher noch nie israelisch-palästinensisch gekocht, wollte aber schon lange einmal Shakshuka ausprobieren. Das Rezept klang einfach, die Zutatenliste war sehr übersichtlich und das Ergebnis köstlich!
Schon beim Rösten der Gewürze war ein so himmlischer Duft in der Küche, mmmmh.

****Mein Fazit: Wer vegetarische Rezepte ohne aufwändigen Schnick-Schnack sucht und gerne kulinarisch etwas Neues kennenlernen möchte, dem empfehle ich das hochwertig aufgemachte Kochbuch. Ich vergebe volle fünf wohlschmeckende Sterne ****