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Veröffentlicht am 15.05.2020

Tolle Unterhaltung

Just One Kiss: Böse Mädchen haben mehr Spaß....
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"Just one Kiss: Böse Mädchen haben mehr Spaß" von Jana Aston verspricht lockere Unterhaltung die eine von der ersten bis zur letzten Seite begleitet. Die Seiten fliegen nur so hin, wenn man als Leser Lydia ...

"Just one Kiss: Böse Mädchen haben mehr Spaß" von Jana Aston verspricht lockere Unterhaltung die eine von der ersten bis zur letzten Seite begleitet. Die Seiten fliegen nur so hin, wenn man als Leser Lydia dabei beobachtet wie sie versucht Rhys zu erobern.

An sich vereint das Buch zwei Genre/Tropes die ich persönlich eigentlich so überhaupt nicht mag. Das ist zum einen der Jungfrauen-Plot sowie zum Anderen die Versteigerung eben jener Jungfräulichkeit an einen wohlhabenden Mann. Teilweise kommt sogar noch ein dritter "Haß"-Plot dazu, nämlich das "Naivchen zieht in die große Stadt".
Aber Jana Aston hat es trotzdem geschafft mich zu unterhalten, auch wenn ich ab und zu gern mal unsere Jungfrau Lydia durchgeschüttelt hätte.

Lydia die fleißige Pfadfinderin die besonders gern nach Listen bzw. Anerkennung arbeitet/handelt, lässt sich von ihrer Freundin dazu anstiften, dass es ja eine gute Idee wäre ihren Boss zu verführen und als Motivation soll ein Anstecker / Abzeichen dienen, wie sie es in ihrer Schulzeit bei den Pfadfinderinnen hatte. Dass sie dabei etwas naiv vorgeht, kann ihr nur zu Gute kommen.

Rhys wird zwar als knallharter Geschäftsmann dargestellt, aber viel davon gesehen hab ich jetzt nicht. Klar er steht unter enormen Druck ein Hotel mit Casino in Las Vegas zu eröffnen, aber er kommt dann doch recht normal rüber., vielleicht etwas blauäugig seiner Umgebung gegenüber.
Lydia kann ab und zu auch stark sein als Charakter, besonders wenn sie Rhys ihre Meinung sagt, aber meist war sie dann doch eher die Ja-Sagerin die alles macht, was Rhys ihr sagt, ohne viel nachzudenken. Sie hatte zumindest auf mich oft den Eindruck gemacht, als wenn sie ohne klare Regeln und Vorschriften nicht arbeiten / Leben kann und somit gern Rhys die Zügel in die Hand gibt.
Daraus entstehen dann manchmal auch ein paar witzige Episoden. Da sie ja Jungfrau ist, kennt sie sich mit Sex nicht so sehr aus und Rhys wird quasi zu ihren Lehrer in Liebesdingen und manchmal kommt es da entweder zu witzigen Missverständnissen, oder zu lustigen Situationen, wenn sie sich verhält was unpassend für die Situation ist, aber passend für ihren Wissensstand, da sie es nunmal nicht besser weiß.

Ich wurde wunderbar unterhalten, die Seiten haben sich weggelesen und es war ein bisschen Schade, dass es schon so schnell zu Ende war.
Auf jedenfall sehr schön.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Eine royale Vorgeschichte

Queen of Passion – Lenora
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Was für eine schöne Geschichte.
"Queen of Passion - Leonora" quasi die Vorgeschichte zur "Prince of Passion"-Reihe erzählt wie Queen Leonora zur Königin vom fiktiven Wessco wurde. Welche Hürden sie überwinden ...

Was für eine schöne Geschichte.
"Queen of Passion - Leonora" quasi die Vorgeschichte zur "Prince of Passion"-Reihe erzählt wie Queen Leonora zur Königin vom fiktiven Wessco wurde. Welche Hürden sie überwinden musste, welche Schicksalsschläge sie erleben musste.
Irgendwie hab ich bei der Geschichte immer so leicht Königin Elizabeth von England vor Augen die ja auch sehr jung Königin wurde und ihr Land eisern regiert.
Wahrscheinlich war Leonoras Geschichte von dieser Biographie inspiriert worden, aber dennoch sehr emotional und unterhaltsam umgesetzt.

Besonders das erste Drittel der Geschichte fand ich doch sehr emotional durch die verschiedenen Schicksalsschläge die Leonora erleiden muss. Dennoch zeitgleich schafft es die Autorin selbst in diesen traurigen Augenblicken, kleine witzige Lichtblicke aufblitzen zu lassen durch sarkastische Bemerkungen.

Auch die Hörbuchsprecher Eni Winter und Sven Macht verleihen den Charakteren von Leonora und Edward eine gewisse Nahbarkeit, was es angenehm gestaltet, den beiden zu zuhören.

Eine rundum gelungene Geschichte die der Hauptreihe in nichts nachsteht und vielleicht sogar noch einen Ticken mir besser gefallen hat.

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Veröffentlicht am 09.05.2020

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Wrong Number, Right Guy
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Vom Klappentext her hab ich mich richtig auf "Wrong Number, Right Guy" von Teagan Hunter gefreut. Es klang witzig, neu und ich hab ich auf tolle Unterhaltung gefreut.
Der Anfang war halt relativ gut ...

Vom Klappentext her hab ich mich richtig auf "Wrong Number, Right Guy" von Teagan Hunter gefreut. Es klang witzig, neu und ich hab ich auf tolle Unterhaltung gefreut.
Der Anfang war halt relativ gut gemacht, später die Textnachrichten zwischen Delia und Zach waren für den Anfang witzig aber danach haben sie sich irgendwie nur wiederholt oder man ist kaum in der Geschichte vorrangekommen.
Das erste Drittel des Buches besteht auch fast nur aus Gesprächen via Textnachrichten, was es etwas schwierig macht die einzuordnen bzw. überhaupt nen zeitlichen Verlauf zu erkennen. Auch weil die Kommentare doch recht zusammenhangslos waren, hat es jetzt keine große Lesefreude bereitet. Zumindest bei mir.
Zum Schluss hab ich auch nur weiter gelesen in der Hoffnung das noch was tolles kommt, aber so richtig war da leider nicht.
Auch fand ich die Charaktere recht blass gehalten und zwischenzeitlich hat es sich eher wie Young Adult mit Highschool-Schülern gelesen, als New Adult mit einer College-Studentin und einem wenige Jahre älteren jungen Mann.

Vielleicht geb ich dem zweiten Band ja eine Chance, da es in dem ja um ein anderes Pärchen gehen wird.

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Veröffentlicht am 09.05.2020

Heißer Badezimmerspaß

Hot as Ice - Heißkalt geküsst
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Es geht weiter mit der Pucked-Reihe von Helena Hunting. "Pucked Over" ist der dritte Band der Reihe, die man grundsätzlich auch eigenständig lesen kann, aber durch die vielen Auftritte der anderen Personen ...

Es geht weiter mit der Pucked-Reihe von Helena Hunting. "Pucked Over" ist der dritte Band der Reihe, die man grundsätzlich auch eigenständig lesen kann, aber durch die vielen Auftritte der anderen Personen aus vorhergehenden Büchern, macht es eher Sinn sie auch in der Reihenfolge zu lesen, wie sie herausgekommen sind.
Was ich nicht getan habe. hupsi
Daher ist die Dynamik zwischen einigen Personen mir noch etwas unbekannt, aber das schadet fürs Lesen überhaupt nicht. Man kommt trotzdem sehr gut in die Geschichte rein.
Da es sich in dem Buch auch um Lily und Randy dreht und deren Geschichte erzählt wird.
Was quasi als "Ersatz-Sex" bzw. "Rache-Sex" angefangen hat, wurde sehr schnell mehr für Lily. Obwohl Randy eigentlich eher der Typ "Sex und dann nie wieder sehen" ist, entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft, aber auch Funkenflüge sind zu beobachten.
Und wenn es erst mal zwischen den beiden richtig funkt, dann ist kein Halten mehr. Vorzugsweise nähern sich die beiden am Anfang recht häufig in Badezimmern an und da kann es auch mal recht heiß hergehen. Bis zum ersten richtigen Sex dauert es zwar eine Weile, aber schon das "normale" Rummachen lässt erahnen, was bei den beiden dann so abgeht.
In gewohnter Manier liest sich das Buch sehr flüssig, humorvoll. Man darf halt beim Lesen nicht prüde sein, weil es auch schonmal etwas versaut werden kann.
Auch fand ich gut, dass das Buch zum Ende hin, nicht so krass dramatisch geworden ist und keine unnötige Konflikte noch aufgebaut wurden, sondern es gab zwar ein Problem, aber das ist organisch gewachsen und auch nachvollziehbar gelöst worden.
Gute Unterhaltung, wenn man auch mal etwas lachen will und nicht so etwas ernstes lesen möchte.

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Veröffentlicht am 04.05.2020

Stricken in Chicago

Friends without benefits
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Es geht weiter mit den Mädels der "Knitting in the City" - Reihe von Penny Reid. Diesmal steht im Fokus von "Friends without Benefits" Elizabeth, die sympatische Ärztin und Janies beste Freundin.
Als ...

Es geht weiter mit den Mädels der "Knitting in the City" - Reihe von Penny Reid. Diesmal steht im Fokus von "Friends without Benefits" Elizabeth, die sympatische Ärztin und Janies beste Freundin.
Als Ärztin sollte sie ja einiges gewöhnt sein, selbst wenn auf einmal Promis in der Klinik auftauchen, aber wenn dann auf einmal im Behandlungszimmer Nicolò Manganiello aka Nico Moretti aka berühmter Comedian aka ihr Jugendfreund (und Nemesis in der Schulzeit) vor ihr steht, ist alles offen.
Jahrelange musste sie sich seine Schikanen gefallen lassen, dabei wollte er ja bloss ihre Aufmerksamkeit bekommen, schließlich mochte er sie schon als kleines Kind.
Dementsprechend versucht halt Nico ständig mit Elizabeth wieder in Kontakt zu kommen bzw. versucht alles, damit sie zumindest wieder Freunde werden.
Denn beide verbindet auch auch noch ein gemeinsamer Schicksalsschlag, nämlich der Tod ihrer ersten großen Liebe und seines besten Freundes. Dieses Erlebnis hat Elizabeth auch dahin gehend beeinflusst, dass sie eigentlich die Liebe gar nicht mehr an sich ranlässt und alles versucht sich nicht in Nico zu verlieben.
Genau diese Angst sich zu verlieben, zieht sich etwas durch das Buch, was dann auch so leicht irrationalen Entscheidungen führt.
Nico kommt in manchen Szenen doch recht stark rüber bzw. etwas zu drängend.
Aber da die Geschichte auch wieder nur aus Elizabeth Perspektive geschrieben wurde, bleiben seine Gedanken ein Rätsel.
Hochdramatisch wird es dann erst wieder, als es Nicos Stalkerin auf Elizabeth abgesehen hat, aber dennoch lässt die Versöhnung noch ein bisschen danach warten. Erst muss die "große Geste" auftauchen und zur Abwechlung mal, wird sie von der Frau durchgeführt, statt vom Mann.
Generell sind in der Geschichte viele Rollen/Eigenheiten vertauscht. Die immernoch andauernde Jugendliebe, eher Freundschaft als Sex, das Hinhalten alles normalerweise typisch Frau, wird das von Nico verkörpert, dagegen das nicht sichersein der Gefühle, dann doch eher typisch Mann, ist diesmal bei Elizabeth zu sehen.
Auf jedenfall eine interessante Art. der Geschichtenerzählung.

Wie gesagt, manchmal war es schwer Nico einzuschätzen, weil man ihn ja nur durch Elizabeth Augen betrachten konnte, aber dennoch hat er das Herz am rechten Fleck.
Und die ganze Stricktruppe ist nun um ein Mitglied reicher. Zwar nicht zum Stricken, aber Nico lernt jetzt sogar das Häckeln. Dazu gehört ja auch schon was.
Auch ergänzen sich die Mädels optimal, dass es einfach nur Spaß macht ihnen zu zuschauen.


Vielen Dank an den Forever by Ullstein Verlag und NetGalley für das zur Verfügungstellen eines Rezensionsexemplars.

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