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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2020

Ab in die britische Oberschicht

Weißer Tod
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Ein neues Abenteuer von Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacot in Robert Galbraith (aka JK. Rowling) in "Weißer Tod" führt die beiden in die Untiefen der britischen Oberschicht.
Angefangen ...

Ein neues Abenteuer von Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacot in Robert Galbraith (aka JK. Rowling) in "Weißer Tod" führt die beiden in die Untiefen der britischen Oberschicht.
Angefangen durch einen wirren Hilferufes, über mögliche Erpressung eines Ministers des britischen Oberhauses bis hin zu privaten Beziehungsproblemen für jeweils Strike und Robin ist in dem Roman alles drin.
Auch wenn ich in der Mitte des Buches etwas ausgestiegen bin, wer jetzt welche Person ist, und wie sie zueinander stehen (was eventuell auch daran lag, dass ich eine "etwas" längere Pause mit dem Buch gemacht habe), war es dennoch interessant. Man konnte Ecken von London besuchen, die einem normalerweise doch verborgen bleiben.
Die Strapazen, die Strike immer wieder aufninmmt, sind bemerkenswert und auch manchmal besorgniseregend. Und auch Robin wächst über sich hinaus und auch ihre Beziehung zu Matt entwickelt sich weiter, bzw. ist sie jetzt endlich beendet.

Als ich erstmal wieder drin war, sind die Seiten nur so verflogen und das Ende war mal wieder tragisch, aber auch aufschlussreich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Ein bisschen Schweden-Feeling

Nur noch ein bisschen Glück
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"Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt ist so ein richtig schöner Sommer-/Urlaubsroman.
Und das er mal zur Abwechlung in Schweden spielt ist uach ein willkommener Bonus.
Stella ist Hals-über-Kopf ...

"Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt ist so ein richtig schöner Sommer-/Urlaubsroman.
Und das er mal zur Abwechlung in Schweden spielt ist uach ein willkommener Bonus.
Stella ist Hals-über-Kopf aus Stockholm abgehauen, nachdem ihr Freund sie betrogen hatte, sie kein Geld (oder so gut wie kein Geld mehr hat) und sich jetzt um das alte Haus ihrer Großeltern kümmern möchte und sei es nur, um es zu verkaufen.
Thor ist ein Neu-Bauer der ökologische Landwirtschaft betreibt und nebenbei noch seine zwei Kinder großziehen muss, nachdem seine Frau verstorben ist.
Und so treffen die unpassensten Menschen aufeinander und freunden sich an bzw. verlieben sich sogar ineinander.
Auch wenn ich sagen muss, so ganz konnte ich nicht so die Leidenschaft füreinander der beiden spüren, aber dennoch wurde ich gut unterhalten. Das Buch hat sich gut weggelesen.
Aus eigenen Schwedenurlauben weiß ich, dass die Zeitrechnung da "oben" immer etwas anders ist, und man kaum mitbekommt, wie die Zeit vergeht, und so fand ich war das auch im Roman. Mal hieß es Stella wäre erst ein paar Tage maximal eine Woche in Laholm zu Gast, dann waren es schon 10 oder mehr Tage um dann wieder auf 5 Tage zu reduzieren?.
Auch fand ich, das Thor der eigentlich eine Farm/Bauernhof/landwirtschaftlichen Betrieb leitet, etwas zu viel Freizeit hat, und diese mit anderen Aufgaben vertreiben kann, als sich um seinen Hof zu kümmern, besonders, wenn er sagt, er kann es sich nicht leisten frei zunehmen.
Mit Thors Kindern hätte ich etwas mehr Drama erwartet, aber zum Glück waren die beiden nicht so auf Kontra aus.
Ein klein bisschen mehr Schweden-Feeling hätte ich mir gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Zeitreise mal anders

Die gestohlene Zeit
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"Die gestohlene Zeit" von Heike Eva Schmidt erzählt die Geschichte von Emmaline (genannt Emma) die am Anfang als studentische Praktikantin bei einer Schulkursfahrt mit in die Dolomiten fährt und dort zufällig ...

"Die gestohlene Zeit" von Heike Eva Schmidt erzählt die Geschichte von Emmaline (genannt Emma) die am Anfang als studentische Praktikantin bei einer Schulkursfahrt mit in die Dolomiten fährt und dort zufällig in die Höhle des sagenumwobenen Zwergenkönigs Laurin gerät und danach nichts mehr ist wie es war.
Sagen und Fabeln gibt es viele, somit ranken sich auch einige Geschichten um den Zwergekönig Laurin, der am Eingang zu seiner Höhle ein Feld aus roten Rosen hat, die nur in der Dämmerung blühen.
Viele von diesen Geschichten und auch über Laurin Fluch hat Emma schon viel gehört, dass sie sich auf einmal mitten in der Geschichte wiederfindet und fälschlicherweise von Laurin als seine entflohene Braut gehalten wird, hätte sie nie gedacht.
Aber so kommt es, dass sie sich dort wiederfindet. Aber nach augenscheinlich kurzer Zeit wieder befreien kann und noch einen Weggefährten (Jonathan) mitnimmt, der auch in der Höhle gefangen gehalten wurde.
Tja nur das statt ein paar Tage in der Höhle auf einmal fast 30 Jahre vergangen sind und sich die Welt von 1987 zu 2004 sehr stark verändert hat.
Auch war die Flucht der beiden doch nicht so reibungslos, wie gedacht, denn beide trifft noch ein Fluch von Laurin, durch welchen Jonathan sich tagsüber in einen schwarzen Raben und Emma sich dagegen Nachts in eine Katze verwandelt. Lediglich von 11-12 Uhr (bzw. 23-00 Uhr) können die beiden in menschlicher Gestalt die Zeit verbringen.
Somit versuchen beide nun alles daran zu setzen Laurins Ring zu finden, den ihr damalige Schüler gestohlen haben.
Erzählt wird die Geschichte abwechseln aus Emmas, Laurins, Jonathan oder der Sicht der Schüler. Schon allein durch diese Perspektivwechsel wird die Handlung sehr schnell erzählt. Aber auch durch die Geschehnisse selbst wird relativ viel Handlung in kurze Zeit reingepackt. Und jedesmal wen man als Leser denkt, jetzt können Emma und Jonathan mal durchatmen, trifft sie das nächste Hinderniss auf ihrem Weg den Ring zu finden, bzw. ihn wieder zu seinem rechtmäßigen Besitzer zu bringen.
Der Aspekt auf einmal 30 Jahre in der Zukunft wieder aufzutauchen, ohne eine Ahnung, was in der Zwischenzeit passiert ist, ist auf der einen Seite beängstigend aber auch faszinierend.
Das einzige was mir nicht so gefallen hat in der Erzählweise, ist das scheinbar ständig (fast krampfhaft) versucht wurde ein neues Synonym für jegliche Beschreibung zu finden. Klar Wiederholungen sind nicht so ansprechend, aber manche Synonyme klangen dann viel zu gewohlt.
Ansonsten hat es sehr viel Spaß gemacht, mal in eine etwas andere Art der "Urban Fantasy" abzutauchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Es geht zu Herzen

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Mit "Wie der Morgen die Dunkelheit vertreibt" hab ich nun ein weiteres Buch von Brittainy C. Cherry durch gelesen, bzw. in diesem Fall durchgehört.
Und in der Hörbuch war die Geschichte sehr schön umgesetzt. ...

Mit "Wie der Morgen die Dunkelheit vertreibt" hab ich nun ein weiteres Buch von Brittainy C. Cherry durch gelesen, bzw. in diesem Fall durchgehört.
Und in der Hörbuch war die Geschichte sehr schön umgesetzt.
Die Sprecher Yesim Meisheit und Nicolàs Artajo verleihen allen Charakteren, nicht nur Grace oder Jackson den beiden Hauptcharakteren, Leben und ihre eigene Persönlichkeit.

Grace und Jackson könnten nicht unterschiedlicher sein. Jackson der Einzelgänger, ohne wirkliche Freunde von Kindesbeinen an außer sein treuer Begleiter sein Hund Tucker und Grace die Pastoren-Tochter von allen scheinbar geliebt und beneidet, aber doch auch irgendwie allein in dem goldenen Käfig.
Somit treffen zwei der untypischsten Menschen aufeinander. Auch wenn sie am Anfang eher zurückhaltend waren, haben sie hinter die Fassade des jeweils anderen geschaut und den Schmerz des jeweils anderen gesehen.

Es war eine wirklich tolle Liebesgeschichte, nicht nur mit starken Charakteren, auch starken Nebencharakteren. Es ging um Liebe, aber auch um Selbstliebe und Selbsterhaltung/Erkenntniss und sich auch gegen die Erwartungen von Anderen hinwegsetzen und seine Ziele verfolgen.
Es ging ans Herz, aber auch manchmal hätte man manch einen Charakter (z.B. Grace' Mutter) gern mal den Hals umgedreht, da ihre Aussagen unter aller Kanone waren.

Alles in Allem eine wahnsinnig schöne Geschichte.

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Veröffentlicht am 14.07.2020

Was sich liebt das neckt sich

Mister Secret
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"Mister Secret" ist der zweite Teil der "Masters of Love"-Reihe von Leisa Rayven und diesmal dreht sich alles um Asha und den mysteriösen Professor Feelgood.
Asha kennt mal als Leser vom ersten Band ("Mister ...

"Mister Secret" ist der zweite Teil der "Masters of Love"-Reihe von Leisa Rayven und diesmal dreht sich alles um Asha und den mysteriösen Professor Feelgood.
Asha kennt mal als Leser vom ersten Band ("Mister Romance") ja schon, da sie die Schwester von Eden ist. Diesmal ist nun Asha an der Reihe die Liebe zu finden. Und am Anfang findet sie ersteinmal ein interessantes Profil auf Instagram. Dort beschreibt ein gewisser Professor Feelgood in herzzereißenden Gedichten seinen Herzschmerz durch den Verlust seiner großen Liebe.
Durch Ashas Arbeit in einem Verlag (sie ist Lektorin) erkennt sie das Potential dieser Gedichte und setzt alles daran, dass der Professor unter Vertrag genommen wird und den nächsten Bestseller für den Verlag schreibt.
Erst sehr skeptisch willigt der Professor ein, mit dem Verlag zusammen zuarbeiten, wenn Asha seine Lektorin wird. Natürlich willigt sie ein, denn es könnte ihr großer Durchbruch werden.
Nun als sich herausstellt wer hinter dem Pseudonym "Professor Feelgood" steckt, ist Ashas Freude dahin und sie würde am liebsten aus dem Projekt aussteigen.

Achtung Spoiler:
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Ashas Jugendfreund Jacob taucht in Gestalt des Professor Feelgoods auf. Die beiden hatten sich vor Jahren nicht im Guten getrennt und ihre "Feindschaft" wurde im Vorfeld noch quasi über Jahre kultiviert, bevor es zum Bruch kam.
Demensprechend pisaken sich die beiden bei sich jeder bietenden Gelegenheit. Obwohl es mehr von Ashas Seite ausgeht.

Schreibtechnisch lesen sich die Seiten nur so weg. Und immer wieder werden neue Brotkrumen ausgeworfen von der Autorin, mit kleinen Details die einen als Leser ins Grübeln bringen, und auch neugierig machen, was als nächstes passiert.
Wie auch schon im ersten Band wird die Geschichte nur aus Sicht der weiblichen Protagonistin erzählt, dadurch wird das geheimnisvolle rund um Jacob noch verstärkt. Zwischenzeitlich hab ich mir dagegen schon gewünscht, dass man ab und zu noch in seinen Kopf schauen könnte, um ihn besser einschätzen zu können.
Für einen gewissen humorvollen Einsatz bzw. Comic-Relief sind wieder Nan und Mobi Duck im Einsatz, die ja auch schon die Lacher im ersten Teil auf ihrer Seite hatten. Auch wenn ihre Auftritte sehr sorgfältig dosiert waren.
Persönlich fand ich den Schluss auch ein bisschen "too much". Dass Asha und Jacob zusammenkommen (ich weiß, unerwartet ;) ) war ja zu erwarten, dass dann noch ein Heiratsantrag hinterhergeschoben wurde, war dann doch etwas zu viel des Guten.
Auch hätte ein Epilog der Geschichte denke ich gut getan, aber da ja noch ein dritter Teil kommt, wäre es eventuell zu viel Spoiler für den Abschlussband gewesen. Wer weiß.

Generell hat es sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Quasi richtig schön zum Wohlfühlen (Feelgood ;) )

Das Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde auf Lesejury lesen. Vielen Dank an den Lyx-Verlag und die Lesejury für das zur Verfügungstellen eines Rezensionsexemplars.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl