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Veröffentlicht am 11.05.2020

Unterhaltsames Urlaubsfeeeling ...

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 01
2

Die Reihe verbreitet italienisches Feeling gemischt mit kleinen Verbrechen. Chris Nonnast gelingt es dieses Feeling sehr gut zu verbreiten, sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört.
Die Charaktere ...

Die Reihe verbreitet italienisches Feeling gemischt mit kleinen Verbrechen. Chris Nonnast gelingt es dieses Feeling sehr gut zu verbreiten, sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört.
Die Charaktere (allen voran Isabella und Matteo) werden sympathisch beschrieben und es ist sehr angenehm, dass sich die beiden unterschiedlichen Ermittler von Anfang an gut verstehen und es nicht zu Reibereien oder Missverständnissen kommt. Die beiden bilden ein (erfolgreiches) und dynamisches Team, das sich gut ergänzt.
Allerdings hat der arme Carabiniere auch niemanden der ihn in seiner Arbeit unterstützt, denn er steht alleine auf seinem Posten und der Bürgermeister liegt ihm ständig mit anderen (wichtigen) Belangen im Nacken.
Apropos Bürgermeister ... jede Krimireihe braucht wohl einen Unsympathen und hier ist er. Der sehr egoistische Bürgermeister, der seine eigenen Pläne hat (aber nicht unbedingt zu den intelligentesten zählt).

Der Auftakt der Reiheist sehr unterhaltsam, genau das richtige für einen sonnigen Abend auf dem Balkon.
Auch das Kloster wird gut beschrieben, die Nonnen (die meisten zumindest) erscheinen sehr sympathisch.
Allerdings gibt es eine kleine Schwäche: So amüsant die Geschichte zu lesen ist ... so richtig spannend ist sie nicht. Aber das schadet dem Hörvergnügen nicht.

  • Handlung
  • Sprecher
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 23.05.2019

Lieber ESC-Musik hören und Per Anhalter durch die Galaxis lesen

Space Opera
2

Ich bin ein großer Fan sowohl von Douglas Adams, wie auch des Eurovision Song Contests. Von daher ist das Buch ja schon faste in Muss. Zumindest dachte ich das.

Aber man kann sich so täuschen. Tatsächlich ...

Ich bin ein großer Fan sowohl von Douglas Adams, wie auch des Eurovision Song Contests. Von daher ist das Buch ja schon faste in Muss. Zumindest dachte ich das.

Aber man kann sich so täuschen. Tatsächlich ist das witzigste am ganzen Buch der Name der Autorin und eine Szene (auf Seite 284/295). Der Rest ist uninspriert, nicht witzig und langweilig.

An Douglas Adams und seinem Anhalter kommt keiner ran und dabei hilft es auch nicht liebenswerte Weltraumflamingos, empfindungsfähige Viren oder zeitreisende Katzenbären auf die Bühne eines megagalaktischen Grand Prix zu werfen.

Ich habe mir am Anfang tatsächlich überlegt, das Buch abzubrechen.

Ich habe durchgehalten, aber ein Lesevergnügen war es nicht. Weder als Adams-Fan, noch als ESC-Fan. Und dabei mag ich skurrile Geschichten. Wenn sie unterhaltsam geschrieben sind.

Aber das war bei Space Opera nicht der Fall.

Die Sprache kam mir zu gekünstelt vor, die Aliens zu konstruiert und die Handlung ... nun ja .. da wurde ich nicht enttäuscht, etwas Großartiges habe ich nicht erwartet (das bietet der Anhalter auch nicht).

Schade, es hätte witzig sein können, zumal der ESC ja durchaus selbst sehr witzig sein kann ... und in diesem Fall witziger ist, als man es von diesem Buch behaupten kann ...
Für ESC-Fans bietet SpaceOpera Liedzitate aus der ESC-Geschichte ... ganz nett, aber kein Grund sich das Buch anzuschaffen.

Dann doch lieber ESC-Lieder hören und Per Anhalter durch die Galaxis lesen.

Ach ja ... ob es sich um den witzigsten SF-Roman seit Per Anhalter ist kann ich nicht beurteilen, ich kenne sonst keinen dieser Art ... Aber wenn das der Fall ist .... dann ist das sehr traurig.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Unterhaltsame Fortsetzung

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 02
1

Die Reihe verbreitet italienisches Feeling gemischt mit kleinen Verbrechen. Chris Nonnast gelingt es dieses Feeling sehr gut zu verbreiten, sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört.
Die Charaktere ...

Die Reihe verbreitet italienisches Feeling gemischt mit kleinen Verbrechen. Chris Nonnast gelingt es dieses Feeling sehr gut zu verbreiten, sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört.
Die Charaktere (allen voran Isabella und Matteo) werden sympathisch beschrieben und es ist sehr angenehm, dass sich die beiden unterschiedlichen Ermittler von Anfang an gut verstehen und es nicht zu Reibereien oder Missverständnissen kommt. Die beiden bilden ein (erfolgreiches) und dynamisches Team, das sich gut ergänzt.
Allerdings hat der arme Carabiniere auch niemanden der ihn in seiner Arbeit unterstützt, denn er steht alleine auf seinem Posten und der Bürgermeister liegt ihm ständig mit anderen (wichtigen) Belangen im Nacken.
Apropos Bürgermeister ... jede Krimireihe braucht wohl einen Unsympathen und hier ist er. Der sehr egoistische Bürgermeister, der seine eigenen Pläne hat (aber nicht unbedingt zu den intelligentesten zählt).

Auch die zweite Geschichte ist sehr unterhaltsam, genau das richtige für einen sonnigen Abend auf dem Balkon.
Im ersten Fall gab es sehr schnell einen Toten, diesmal muss man etwas warten, aber wie auch im ersten Teil bleibt die Spannung etwas auf der Strecke.
Allerdings stellt sich die Frage, warum Novizin Donna erst so auffällig eingeführt wird, nur um danach keine Rolle mehr zu spielen ... aber wer weiß, vielleicht ändert sich das im Laufe der Reihe. Auch über einige Logikfehler kann man hinwegsehen, zumal ich mir nicht sicher bin ob diese nicht vielleicht sogar beabsichtigt sind, um die Unfähigkeit des Bürgermeisters zu untermalen.

  • Handlung
  • Sprecher
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 24.10.2019

Wuff

Darwins Hund
1

„Darwins Hund“ ist ein interessantes Buch über die Evolution des Hundes, das sich auf die genetische Entwicklung des Hundes konzentriert. Dabei werden auch fossile Beweise und zoologische Studien zu Rate ...

„Darwins Hund“ ist ein interessantes Buch über die Evolution des Hundes, das sich auf die genetische Entwicklung des Hundes konzentriert. Dabei werden auch fossile Beweise und zoologische Studien zu Rate gezogen.
Auch für den Laien leicht verständlich beschreibt der Autor (teilweise auch auf Vermutungen basierend) die Entwicklung des Hundes und zeigt dabei (mit leichtem Augenzwinkern wie mir scheint) welche Rassen in welcher Rasse eigentlich vertreten sind und in wie weit einzelne Hunderassen miteinander verwandt sind (bzw. nicht).
Ich fand diese Offenbarungen seitens der Genetik sehr interessant und nachvollziehbar, auch wenn mir manchmal die Beispiele der menschlichen Genetik (bedingt durch die Erfahrung des Autors auf diesem Gebiet) zu viel waren. Immerhin hatte ich mit einem Buch über die Entstehung des Haushunds gerechnet und nicht mit Erklärungen verschiedener Erbkrankheiten des Menschen (die beim Hund nicht vorkommen, obwohl natürlich auch dieser, hauptsächlich inzuchtbedingt nicht von Krankheiten verschont bleibt).
Neben den eigenen Erfahrungen des Autors werden auch andere Erfahrungen verschiedener Genetiker und Forschungsinstitute (rund um den Hund) zu Rate gezogen, auch Shaun Ellis (eigentlich ein Nichtwissenschaftler, der Wölfe hautnah erlebt hat) wird erwähnt (in einem eigenen Kapitel) und neben dem Wolf werden auch Versuche mit Silberfüchsen beschrieben, die wohl auch als zahme Haustiere zu halten sind, deren Verbreitung aber noch nicht so fortgeschritten ist und von Domestikation (ein Wort welches Sykes nur verwendet, da er kein anderes zur Hand hat) kann auch (noch) nicht gesprochen werden.

Aber nicht nur die Genetik auf Chromosomenbasis wird durchleuchtet auch die Zucht aufgrund des offensichtlichen Erscheinungsbildes (um den vorgeschriebenen Rassemerkmalen gerecht zu werden, mit allen Nachteilen, die sich daraus ergeben).

Ein Kapitel befasst sich mit Hundebesitzern und ihren Hunden. In Interviews stellt die Frau des Autors immer dieselben Fragen (mehr oder weniger), aber die Antworten sind immer wieder anders (und teilweise sehr aufschlussreich über das menschliche Verhalten ihrer Hunde gegenüber).

Ein informatives, leicht verständliches Buch, das dem Hundeliebhaber ein anderes Bild seines vierbeinigen Freundes vermittelt und mit einigen interessanten Überraschungen aufwarten kann, geschrieben von einem Wissenschaftler, der nicht unbedingt als Hundeliebhaber zu bezeichnen ist, wie er in seiner Einleitung schreibt (und das macht das Buch umso bemerkenswerter).

Etwas unklar sind einige Äußerungen in Bezug auf die Wölfe, die in diesem Buch erwähnt werden. Es ist nicht immer ersichtlich ob sich die Beobachtungen/Behauptungen auf freilebende Wölfe oder jene in Gefangenschaft beziehen, denn die moderne Wolfsforschung der vergangenen Jahrzehnte hat durchaus Unterschiede zwischen beidem festgestellt. Die Übergänge sind in diesem Buch hin und wieder fließend und nicht ersichtlich.

Abgesehen davon: Lesenswert.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Zwei unterschiedliche Geschichten ...

Im Wald der Wölfe
1

Im Wald der Wölfe enthält zwei Geschichten über Wölfe für Kinder ab 8 Jahren. Beide Geschichten sind jedoch nicht neu und bereits vor einigen Jahren als Einzelbände erschienen:
Im Wald der Wölfe
Allein ...

Im Wald der Wölfe enthält zwei Geschichten über Wölfe für Kinder ab 8 Jahren. Beide Geschichten sind jedoch nicht neu und bereits vor einigen Jahren als Einzelbände erschienen:
Im Wald der Wölfe
Allein unter Wölfen
In beiden Geschichten geht es um die Beziehung Wolf/Mensch und natürlich sind die Protagonisten Kinder (im Falle von Im Wald der Wölfe auch Wölfe).
Beide Geschichten geben eher ein positives Bild des Wolfs ab, verniedlichen oder verharmlosen ihn jedoch auch nicht.
Beide Geschichten werden von unterschiedlichen Illustratoren unterstützt, leider von unterschiedlicher Qualität, so dass mir Allein unter Wölfen im Allgemeinen als die weniger gute Geschichte erscheint, sowohl was die Handlung, als auch die Illustration.

Im Wald der Wölfe ist spannend und mitfühlend geschrieben. Neben Jakob und seinem Vater werden auch andere Sichtweisen gezeigt (unter anderem auch die der Wölfe). Der Umgang mit dem Wolf erscheint mir realistisch und regt zum Nachdenken an. Und nebenbei gesagt gefallen mir die Illustrationen von Birgit Brandt.
Allein unter Wölfen dagegen hat mich nicht angesprochen. Im Gegensatz zur ersten Geschichte wirkt die Szenerie zwar bedrohlicher, die Wölfe gefährlicher, aber ich kann nicht sagen, dass mich die Handlung gefesselt hat.
Es ist angenehm zu lesen, dass man versucht das schlechte Image des Wolfs bereits in Kinderbüchern zu bereinigen. Als Anhang zu den Geschichten wird auch Wissenswertes über die Wölfe vermittelt, Tatsachen, kindgerecht aufgearbeitet.
Den Anhang und die erste Geschichte kann ich zum lesen durchaus empfehlen, die zweite Geschichte hat mir nicht gefallen, aber sie ist auch die kürzere der beiden, das kann man verschmerzen und wer weiß … vielleicht findet ein 8jähriger Junge mehr Gefallen an der actiongeladenen Story.