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Veröffentlicht am 25.02.2021

Klassischer Krimi mit Tierdetektiven

Dachs im Dickicht – Hasenhunger
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Dachs im Dickicht ist ein liebevoll in Szene gesetzter Krimi für Kinder (und junggebliebene Erwachsene). Anna Starobinet konstruiert einen klassischen Krimi mit Mord (keine Angst es wird nicht blutig) ...

Dachs im Dickicht ist ein liebevoll in Szene gesetzter Krimi für Kinder (und junggebliebene Erwachsene). Anna Starobinet konstruiert einen klassischen Krimi mit Mord (keine Angst es wird nicht blutig) und einer überschaubaren Anzahl an Verdächtigen. Fast bekommt man den Eindruck eine Agatha Christie Geschichte mit Tieren zu lesen (oder Sherlock Holmes). Die Tiere und die teilweise humorvolle Erzählweise nehmen dem Verbrechen den Schrecken und verleiten den Leser selbst Vermutungen anzustellen, wer der Täter ist.
Der erwachsene Leser bekommt noch ein paar sozialkritische Themen (Wohnungsnot, Armut …) präsentiert (allerdings in kindgerechten Happen, also für jeden Verständlich).

Hasenhunger ist ein unterhaltsamer Krimi zum Vor- und Selberlesen, zum Mitraten und auch zum Lachen. An Blut und Gewalt wird gespart und das Ende ist … überraschend.

Es war ein Vergnügen Dachs und Dachskatz beim Ermitteln zu folgen … man darf auf die Fortsetzungen gespannt sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Starke Frauen und kitschige Schlösser

Animalis – Die Legende des ersten Drachen
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Eine Liebesgeschichte der anderen Art … sehr amüsant und trotzdem spannend .. und leider viel zu schnell beendet. Die Geschichte hätte sich gerne mehr Zeit lassen können.
Es ist sehr unterhaltsam zu lesen ...

Eine Liebesgeschichte der anderen Art … sehr amüsant und trotzdem spannend .. und leider viel zu schnell beendet. Die Geschichte hätte sich gerne mehr Zeit lassen können.
Es ist sehr unterhaltsam zu lesen wie sich das Verhältnis von Pamina und Robin im Laufe der Geschichte verändert und durch die gemeinsame (sehr stark sexuelle) Anziehung bekommt die spannende Geschichte (die im Großen und Ganzen allerdings typisch Fantasy ist und in diversen Variationen immer wieder zu lesen ist …auch wenn es nicht um Auserwählte, sondern um Recken geht … nun ja, nur ein anderes Wort) noch eine humorvolle Note (sieht man von den flapsigen Gedanken der Protagonisten ab).
Der Leser (und Pamina) trifft auf eine Welt mit wundersamen Wesen und kitschigen Schlössern, bedroht von dunklen Göttern und Verrätern in der eigenen Reihe. Und Pamina und Robin müssen lernen miteinander umzugehen, was schwerer ist als erwartet wenn man sich nicht nahe kommen darf wenn man nicht gleich übereinander herfallen will… Wenn das mal Liebe ist (oder doch nur sexuelles Verlangen?)
Animalis – Die Legende des ersten Drachens ist erfrischend, sowohl was die Liebesgeschichte als auch den Fantasyaspekt betrifft. Kurzweilige Lektüre für zwischendurch, die trotz des scheinbar endgültigen Ende Lust auf mehr macht.

Was ich ein bisschen schade fand war der angedeutete Krimiaspekt, dieser hätte gerne mehr Platz einräumen dürfen, zumal er wichtig für die Handlung ist. Aber abgesehen davon wurde ich sehr gut unterhalten und auch überrascht, ich hätte mir zumindest was die Liebesgeschichte betrifft, etwas anderes erwartet. Aber wenn man als Hauptperson eine starke Frau nimmt, die eigentlich auch weiß was sie will, dann darf man auch kein kitschiges Liebesgesülze erwarten. Und irgendwie bin ich froh, dass sich der Kitschaspekt nur auf Schlösser und deren Inneneinrichtung bezieht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2021

Eine interessante Welt

Der Name aller Dinge
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Der zweite Teil der Drachengesänge... und nicht ganz so Seifenoperlastig wie Der Untergang der Könige. Trotzdem bekommt man spannende, teilweise witzige und skurrile Fantasy epischen Ausmaßes geboten. ...

Der zweite Teil der Drachengesänge... und nicht ganz so Seifenoperlastig wie Der Untergang der Könige. Trotzdem bekommt man spannende, teilweise witzige und skurrile Fantasy epischen Ausmaßes geboten. Es bedarf Durchhaltevermögen aber wenn man sich auf die Welt einlässt ist DER NAME ALLER DINGE ein amüsanter Ausflug in eine merkwürdige Welt, in der nicht immer alles so tot erscheint wie man es (manchmal) gerne hätte. Es gibt Drachen, Magie, lustige Verwirrungen wegen Hengsten und Stuten (wobei es auch weibliche Hengste und männliche Stuten gibt), es wird unterworfen, Ermordet, Intrigen werden gesponnen und nebenbei sitzen die Protagonisten im Wirtshaus und erzählen sich ihre Geschichten. Die Erzählweise ändert sich von objektiv zu subjektiv und man muss den ersten Teil nicht kennen um in die Geschichte hineinzufinden.
Ich weiß nicht ob DER NAME ALLER DINGE besser oder schlechter als DER UNTERGANG DER KÖNIGE ist, auf jeden Fall ist er anders.
Mir gefällt das Buch sehr gut, der Erzählstil ist zwar langsam (tatsächlich kann man das als episch bezeichnen) und man muss sich Zeit lassen um die Geschehnisse auf sich wirken zu lassen. Aber dadurch bekommt man eine Vertrautheit zu den Personen, wie man sie von Daily Soaps kennt (auch wenn DER NAME ALLER DINGE natürlich besser ist).

Jenn Lyons hat eine interessante Welt geschaffen und sie mit facettenreichen Charakteren bevölkert. Fantasy einmal anders.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2021

Bienen retten ... und mehr

Bienen retten
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Wer die Bienen rettet rettet die Welt … soweit ist das gar nicht hergeholt. Und man muss nicht mit der Imkerei anfangen, denn das Bienensterben betrifft nicht die Honigbiene, sondern ihre wilden Verwandten, ...

Wer die Bienen rettet rettet die Welt … soweit ist das gar nicht hergeholt. Und man muss nicht mit der Imkerei anfangen, denn das Bienensterben betrifft nicht die Honigbiene, sondern ihre wilden Verwandten, diejenigen, um die sich kein Imker kümmert. Und diesen ist nicht damit geholfen, wenn man ein Insektenhotel auf dem Balkon aufstellt. Es gibt tatsächlich vieles, das man falsch machen kann. Den Bienen hilft man damit nicht, man schadet ihnen damit aber auch nicht (unbedingt). An dieser Stelle kommt BIENEN RETTEN ins Spiel.
Es beginnt am Anfang und stellt die Biene als solche vor (bereits am Anfang werden dabei auch einige häufige Wildbienenarten vorgestellt, im hinteren Teil des Buches folgen noch mehr), vom Aufbau bis zur Lebensweise (die so anders sein kann als man es von der Honigbiene kennt).
Auf die Bedürfnisse der Bienen wird eingegangen, so dass man auch auf Garten und Balkon den nützlichen Tieren bereits kleine Hilfestellungen geben kann.
Und dann werden natürlich Tipps für Insektenhotels gegeben (wobei man sich dabei auch als Bastler betätigen kann, denn dann kann man tatsächlich den Bienen und anderen Insekten Nist- und Versteckmöglichkeiten bieten (was kommerziell erwerbliche Insektenhotels nur bedingt machen). Und manche Bienen haben andere Bedürfnisse als ein Hotel.
BIENEN RETTEN ist kurz und knapp, bietet aber doch eine Vielfalt an bisher kaum bekanntem Wissen und regt zum Nachdenken an.
Leicht verständlich geschrieben und mit vielen Anregungen. Wer den Bienen helfen will kommt an diesem Buch nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 28.01.2021

Für Hühnerfreunde und solche, die es werden wollen

Warum Hühner scharren, nicken und picken
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Warum Hühner scharren, nicken und picken ist ein Buch für Hühnerfreunde und -halter. Es ist kein Buch für Leute, die sich überlegen ein paar Hühner anzuschaffen, aber auch für diese dürfte es interessant ...

Warum Hühner scharren, nicken und picken ist ein Buch für Hühnerfreunde und -halter. Es ist kein Buch für Leute, die sich überlegen ein paar Hühner anzuschaffen, aber auch für diese dürfte es interessant sein, obwohl wenn sie danach nicht viel mehr über Hühnerhaltung wissen als vorher (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Der Leser erfährt viel Allgemeines über die Hühner, vor allem über Verhaltensweisen und dadurch auch hilfreiche Hinweise für eine artgerechte Hühnerhaltung. Ich würde das Buch nicht unbedingt als Ratgeber sehen, denn es ist auf der einen Seite mehr, auf der anderen Seite weniger. Was bleibt ist ein interessantes Buch über Hühner, das keine Rassenvorstellungen bietet, keine Superhaltungstipps, aber das Huhn dafür in den Mittelpunkt stellt und teilweise auf amüsante Art den Alltag dieser alles andere als dummen Vögel betrachtet. Und die Fotos untermauern das geschriebene mit witzigen Bemerkungen.
Warum Hühner scharren, nicken und picken bietet wissenschaftliche Fakten und emotionale Hingabe und natürlich eine Menge eigener Erfahrungen, ein Buch für Hühnerfreunde eben.
Nicht mehr, nicht weniger.

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