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Veröffentlicht am 24.06.2020

Kreativität und Stereotypen in einer amüsanten Mischung

Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen
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Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht in die Welten seiner Lieblingsromane eintauchen zu können und die Abenteuer seiner Helden (oder eigene) zu erleben. Und wer STOLZ UND VORURTEIL Liebt will natürlich ...

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht in die Welten seiner Lieblingsromane eintauchen zu können und die Abenteuer seiner Helden (oder eigene) zu erleben. Und wer STOLZ UND VORURTEIL Liebt will natürlich auch die Hauptpersonen (vor allem den anbetungswürdigen Mr Darcy) kennen lernen.
Romane, die in Bücherwelten spielen finde ich sehr faszinierend (und es gibt eine Reihe guter Beispiele wie DIE UNENDLICHE GESCHICHTE oder TINTENHERZ) und ich war neugierig, wie diesmal die Umsetzung funktioniert.

Und ich muss sagen: WOW. Ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen und fesseln kann und dabei nur vor Kreativität übersprüht.
Vor allem gefällt mir, dass die Protagonistin kein naives junges Mädchen ist, sondern eine Frau in den besten Jahren (mit Ecken und Kanten). Andererseits ... eine gewisse Naivität hat auch Hope Turner, wenn es um die Reise in die Bücher geht, aber vermutlich würde es jedem so gehen.
Mary E. Garner serviert eine interessante Welt, die man glaubt zu kennen, aber immer wieder wird man eines Besseren belehrt.
Es ist kein Roman für Jane Austen-Fans, wobei diese sicherlich auf ihre Kosten kommen, aber auch Tolstojs Anna Karenina oder Lassie werden erwähnt und haben ihre mehr oder weniger bedeutenden Rollen.
Neben einer spannenden Handlung und Reisen in unterschiedliche Romane gibt es ein paar unterhaltsame Seitenhiebe auf diverse Romanfiguren (von anderen Romanfiguren), eine sich anbahnende Liebesgeschichte (der dramatischen Art, wie es scheint) und natürlich Gute, Böse und Zwielichte Gestalten in Massen.
Es gibt ein paar Klischees und Stereotypen aber ich finde das passend, denn dadurch fallen die kreativen Einfälle der Autorin besser auf.
Außerdem ist es für die Leseratte ein großes Vergnügen bekannte Personen aus Büchern in einem anderen Blick zu sehen.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich auf die Fortsetzungen

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Großartige Fantasy

Battle Mage - Rückkehr des Drachen
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Die Rückkehr des Drachens ist eine rasante, spannende Fortsetzung, die man nur lesen sollte, wenn man auch den ersten Teil kennt.
Mehrere Schauplätze vertiefen das Kriegsgeschehen, die persönlichen Intrigen ...


Die Rückkehr des Drachens ist eine rasante, spannende Fortsetzung, die man nur lesen sollte, wenn man auch den ersten Teil kennt.
Mehrere Schauplätze vertiefen das Kriegsgeschehen, die persönlichen Intrigen und fördern die Charakterentwicklung. Selbst das Böse bekommt seinen Auftritt und vertieft den Schrecken des Kriegs. Mit Sidian taucht ein neuer interessanter Charakter auf und vielleicht entwickelt sich die Beziehung zwischen Falco und seinem Drachen etwas schnell, aber ... Lesenswert.
Wenn man das Buch in drei Teile zerlegen würde bekommt man einen spannenden, sehr emotionalen Anfang, der mit einigen Überraschungen endet.
Den Mittelteil könnte man als Ruhe vor dem Sturm bezeichnen, das ist wohl auch eine Art Durststrecke ... leitet aber dann in eine großartig beschrieben Schlacht (Gemetzel?) über, das einigen der Protagonisten sehr viel abverlangt.
Und ja, das Buch ist seitenstark, aber so spannend, dass es schwer fällt es aus der Hand zu legen.

Freunde von epischen Fantasyschlachten werden ihre Freude haben, aber BATTLE MAGE ist so viel mehr: Natürlich gibt es Drachen (ein Grund für viele Fantasybücher zu lesen ...), aber es macht auch Spaß der Charakterentwicklung der Protagonisten zu folgen.
FANTASY wie sie sein sollte ... (und das sage ich, der normalerweise kein Freund ewiger Schlachten ist ...)

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Wer die Vogelwelt nicht kennt wird Neues erfahren

Das wilde Leben der Vögel
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Das wilde Leben der Vögel ist ein Buch für Vogelfreunde, die noch nicht viel über die Welt der gefiederten Freunde wissen. Trotzdem hat man das Gefühl, dass sich das Buch nicht an den Laien wendet, auch ...

Das wilde Leben der Vögel ist ein Buch für Vogelfreunde, die noch nicht viel über die Welt der gefiederten Freunde wissen. Trotzdem hat man das Gefühl, dass sich das Buch nicht an den Laien wendet, auch wenn eingefleischte Birder einen Großteil der Informationen bereits kennen dürften. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich die eine oder andere Sache auch nicht wusste, verdrängt habe oder veraltete Kenntnisse erneuern durfte (ich hätte nicht gedacht, dass ich der Brutpflege des heimischen Kuckucks noch etwas abgewinnen kann)
Das Buch ist sachlich, leider etwas trocken im Text, aber informativ und stellt Forscher und ihre Arbeiten vor, natürlich auch die eigentlichen Akteure des Buchs: Kuckuck, Star und andere… heimische und nicht heimische …
Der Laie wird vielleicht etwas überfordert mit Namen und Forschungsergebnissen, aber trotz aller Sachlichkeit ist der Text verständlich und auch der beginnende Vogelliebhaber wird die Zusammenhänge verstehen und eine interessante Welt vorfinden. Der langjährige Vogelbeobachter und -liebhaber wird wenig Neues erfahren. Zu wenig, um sich das Buch anschaffen zu müssen.

Empfehlenswert für jene, die die Vogelwelt (auszugsweise, denn es gibt noch so viel mehr interessantes) auf sachliche Art kennen lernen wollen.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Nicht nur für Fuchsfans

Füchse
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Füchse sind echte Kulturfolger, sowohl Stadt- als auch Landbevölkerung trifft hin und wieder mal auf Spuren dieser Tiere, oft überfahren auf den Straßen, aber auch lebende Tiere sind keine Seltenheit. ...

Füchse sind echte Kulturfolger, sowohl Stadt- als auch Landbevölkerung trifft hin und wieder mal auf Spuren dieser Tiere, oft überfahren auf den Straßen, aber auch lebende Tiere sind keine Seltenheit. Aber das, was man über den Rotfuchs weiß ist eher als gering einzustufen.
Wer weiß schon welche Geräusche Füchse von sich geben oder wie ihr Sozialleben abläuft. Füchse werden gerne als Hühner- und Gänsediebe betrachtet, dabei ist das weit von der Wahrheit entfernt.
Adele Brand zeigt in ihrem Buch ein ganz anderes Bild der Füchse, und obwohl sie selbst großer Fuchsfan ist (wie man auf ihrem Blog unweigerlich erkennen kann) ist ihr Buch alles andere als sentimental und verklärt.
Der Leser erfährt von Adeles Erlebnissen mit Füchsen, aber auch viel über das Tier an sich: Woher der Fuchs herkommt (stammesgeschichtlich), wie er aussieht, wie er lebt und wie er sich verhält (anderen Füchsen und Tieren, einschließlich des Menschen gegenüber).
Füchse ist ein Buch, dass den Fuchs in einem neuen Bild erscheinen lässt und das Image des Hühnerdiebs vergessen lässt (Man sperre einen Schäferhund in einen Hühnerstall, vielleicht ist das Ergebnis das Gleiche wie wenn es ein Fuchs wäre)
Informativ auf eine sachliche, aber gleichzeitig unterhaltende Weise mit auflockernden Bildern (leider in B/W) … ein Buch nicht nur für Fuchsfans.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Enttäuschend

Hollow Kingdom
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Für alle Leser*innen von Richard Adams, Matt Ruff, Emily St. John Mandel,Terry Pratchett und Helen MacDonald.

Allein dieser Satz macht neugierig. Auf den ersten Blick klingt die Mischung der Autoren interessant... ...

Für alle Leser*innen von Richard Adams, Matt Ruff, Emily St. John Mandel,Terry Pratchett und Helen MacDonald.

Allein dieser Satz macht neugierig. Auf den ersten Blick klingt die Mischung der Autoren interessant... und auch wenn ich von Helen MacDonald noch nichts gelesen habe und ich Emily St. John nicht kenne, machen die verbleibenden Autoren neugierig.
Dazu noch "Pets" meets "The Walking Dead" und man sollte eine spaßige Geschichte erwarten können. Andererseits ... manchmal kommt es anders als man denkt und zurück bleibt Enttäuschung.
Ich kann zwar nicht sagen, dass Hollow Kingdom schlecht ist, aber ich kann auch nicht sagen, dass ich begeistert bin.
Übrig bleibt: Es war ganz nett, aber man hätte es nicht lesen müssen. Da hat das Namedropping wohl versagt. Ich gebe zu, dass ich kein großer Fan von Zombiefilmen/serien/büchern bin, aber mich hat der Tieraspekt interessiert. Und es ist durchaus interessant eine Zombiegeschichte aus der Sicht einer Krähe zu lesen, auch wenn die Zombies mehr oder weniger nur eine Randerscheinung sind und nicht unbedingt als die grausamen hirnfressenden Monster wahrgenommen werden, wie man sie aus diversen Filmen kennt (was wohl daran liegt, dass Zombies an Tieren keinen großen Gefallen haben).
Es gibt ein paar witzige Momente, es gibt ein paar interessante Ideen. Und es ist gar nicht so abwegig eine besondere Art der tierischen Kommunikation (Aura, Netz und Echo..) zu erwähnen. Kommunikationsmöglichkeiten, die dem Menschen nicht gegeben sind, da dieser sich zu sehr der digitalen Informationsflut hingegeben hat. Und dann zum Zombie wird ...
Manchmal ist die Geschichte sehr langatmig, teilweise vorhersehbar (wenn man zwischen den Zeilen lesen kann), manchmal spannend und witzig.
Ich kann nicht sagen, woran es liegt, aber HOLLOW KINGDOM hat mich nicht in ihren Bann gezogen, auch wenn S.T. durchaus ein charismatischer Charakter ist.

Muss man Tiergeschichten mögen, um Spaß an diesem Buch zu haben? Ich weiß es nicht?
Muss man Zombiefan sein, um das Buch zu mögen? Definitiv nicht, denn die Zombies sind nur nettes Beiwerk und wer auf blutige grausame Szenen hofft, wird enttäuscht.
Und wer etwas vergleichbar Humorvolles wie die Bücher von Terry Pratchett und/oder Matt Ruff erwartet ... der wird ebenfalls enttäuscht.

Ich habe keine Ahnung, wer Gefallen an diesem Buch haben könnte ... man kann es lesen, wenn man Krähen mag und diese mal als Hautdarsteller erleben möchte. Aber meiner Meinung nach versäumt man auch nichts, wenn man dieses Buch nicht liest.

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