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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2020

Mal was anderes...

Mörder Quoten
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Freunde der österreichischen Landkrimis werden mit Mörderquoten ihre Freude haben. Eine skurrile Ausgangssituation, egozentrische Charaktere, ein ungewöhnliches (und unpassendes) Ermittlerduo ... Spannung ...

Freunde der österreichischen Landkrimis werden mit Mörderquoten ihre Freude haben. Eine skurrile Ausgangssituation, egozentrische Charaktere, ein ungewöhnliches (und unpassendes) Ermittlerduo ... Spannung und Spaß pur.
Mörderquoten ist kein Krimi, den man ernst nehmen sollte, aber es wird auch mehr als seichte Unterhaltung. Und natürlich will man wissen wer der Mörder ist und welches Motiv er hatte.
Es geht sehr humorvoll zur Sache, aber Leo Lukas schafft es ein stimmiges Gesamtwerk zu schaffen, auch wenn ich den Schreibtil anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand. Und das deutsch Österreichs ist doch etwas anders als das deutsch Deutschlands
Aber ständig hatte ich die österreichischen Landkrimis aus dem TV vor Augen.
Und wie bei diesen wird man auch hier gut unterhalten.
Mal was anderes ...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2020

Spannend und eisig kalt

Tiefenzone
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Die Antarktis ... ewiges Eis und extreme Bedingungen. Der geeignete Schauplatz für einen Thriller. Und Andreas J. Schulte schafft in Tiefenzone ein beklemmendes Szenario, dass bis zum Ende spannend bleibt. ...

Die Antarktis ... ewiges Eis und extreme Bedingungen. Der geeignete Schauplatz für einen Thriller. Und Andreas J. Schulte schafft in Tiefenzone ein beklemmendes Szenario, dass bis zum Ende spannend bleibt. Anschaulich beschrieben, mit authentischen Charakteren (auch wenn ich nicht alles, was Doc, der Gegenspieler, getan hat, nachvollziehen kann und ich mich teilweise gefragt habe was ihn wirklich motiviert ... Und Julias Chef ist ein bisschen sehr klischeehaft, mehr eine Witzfigur, die man nicht ernst nehmen kann).
Ich hätte mir auch den Antarktisteil etwas ausführlicher gewünscht. Dieser ist meiner Meinung nach zu schnell zu Ende, wobei das, was danach kommt nicht minder spannend ist (aber den exotischen Charakter des Schauplatzes vermissen lässt).

Kurzweiliges (und sehr spannendes) Lesevergnügen für kalte Tage oder Nächte (und eine Reise an einen Ort, der noch kälter ist ... und ich meine nicht Köln)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2020

Nicht leicht zu lesen

Von der Finsternis ins Licht
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Von der Finsternis ins Licht ist eine Neuauflage eines älteren Werks, und das merkt man ihm auch an. Und leider war es auch nicht das, was ich erwartet hatte.
Ich bin von einer Sammlung klassischer Sagen ...

Von der Finsternis ins Licht ist eine Neuauflage eines älteren Werks, und das merkt man ihm auch an. Und leider war es auch nicht das, was ich erwartet hatte.
Ich bin von einer Sammlung klassischer Sagen und Legenden ausgegangen, ähnlich wie bei Gustav Schwab in seinen Sagen des klassischen Altertums.
Aber das bietet Von der Finsternis ins Licht nicht, es ist weniger und es ist mehr, aber ... es ist kein leichter Lesestoff, auch wenn man danach mit einem umfangreichen Wissen über die nordische Götterwelt belohnt wird.
Paul Hermann beschreibt die nordische Mythologie, gibt Quellenangaben und Geschichten wider und bietet dadurch mehr als eine Legendensammlung.
Leider wirkt das ganze für mich sehr ungeordnet und so kommt es hin und wieder auch zu Wiederholungen. Hinzu kommt die Sprache, die sehr trocken und emotionslos ist.
Man bekommt einen wissenschaftlichen Text serviert, der nicht jedermanns Sache ist.
Und ich gebe zu ich habe mir mit dem lesen schwer getan.

Die ursprüngliche Fassung ist um einiges länger (ich habe sie nicht gelesen, werde es auch nicht tun), kann mir also keinen Vergleich erlauben. Ich fürchte allerdings auch, dass ich das Buch im Original abgebrochen hätte.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Bunt

Wir sind die Bunten. Erlebnisse auf dem Festival-Mediaval
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Eine Frage, die sich natürlich stellt, bevor man das Buch liest: Muss man das Festival Mediaval kennen?
Ich habe die Frage für mich beantwortet und obwohl ich das Festival nicht kenne, habe ich diese ...

Eine Frage, die sich natürlich stellt, bevor man das Buch liest: Muss man das Festival Mediaval kennen?
Ich habe die Frage für mich beantwortet und obwohl ich das Festival nicht kenne, habe ich diese Anthologie gelesen. Nun ja, vielleicht ist der Lesespaß größer, wenn man das Festival kennt, aber ich kann nicht sagen, dass ich die Geschichten nicht verstanden habe.
Wir sind die Bunten mag sich vorrangig an Festivalbesucher richten, aber jeder der sich für Fantasy, (Pseudo)Mittelalter, (Live)Rollenspiel und Ähnliches begeistert, wird seine Freude an der Anthologie haben.
Das Festival spielt eine Rolle, aber die Geschichten sind so vielseitig, da ist für jeden etwas dabei: Magie, Außerirdische, zeitreisen, Hexen und Dämonen ... und eine Menge bekannter Autoren wie Ju Honisch, Tommy Krappweis oder Bernhard Hennen.
Und so vielseitig wie ein Mittelalterfestival sein kann so vielfältig sind auch die Geschichten.
Natürlich kann man auch über diese Anthologie das sagen, was für die meisten Kurzgeschichtensammlungen zutrifft: Nicht jede Geschichte gefällt, aber die Geschmäcker sind unterschiedlich und so dürfte für jeden etwas dabei sein.

Wir sind die Bunten ist wirklich bunt, mal unterhaltsam, mal langweilig. Manchmal wünschte man das Festival zu kennen, manchmal ist der Bezug zum Mediaval eher gering.
Aber ... es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen für alle die Kurzgeschichten mögen und sich gerne in eine andere Zeit (und das kann auch die Erinnerung an vergangene Festivaltage sein) versetzen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2020

Unterhaltsame Mischung

Tales of Beasts and Magic
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Romantasy ist jetzt nicht unbedingt das Fantasysubgenre, das zu meinen Lieblingen zählt, aber irgendwie faszinierte mich der Klappentext und auch der Titel (und das Cover … irgendwie) machten mich doch ...

Romantasy ist jetzt nicht unbedingt das Fantasysubgenre, das zu meinen Lieblingen zählt, aber irgendwie faszinierte mich der Klappentext und auch der Titel (und das Cover … irgendwie) machten mich doch neugierig.
Und bereut habe ich das Lesen nicht, auch wenn ich zugebe, dass ich eher hin und her gerissen bin.
Die Story ist spannend und es gibt viele Aspekte, die nach einer Fortsetzung schreien (die Sache mit der Magie), nachdem sie mir ein bisschen zu kurz kam (die Sache mit der Magie). Die Liebesgeschichte war erträglich (wenn auch vorhersehbar) nahm aber nicht den Großteil des Buches ein und blieb angenehm subtil.

Tales of Beast and Magic ist Science Fiction (aber eher Soft) und Fantasy (was noch zu beweisen wäre, die Sache mit der Magie ist schon etwas … nun ja, es könnte auch keine Fantasy sein), und ein bisschen Romance. Eine interessante Mischung, die von Vanessa Golnik kreativ umgesetzt wurde.
Man findet leicht in die Handlung und den Schauplatz, es wird nie langweilig und hin und wieder gibt es Momente zum Schmunzeln. Die Charaktere sind gut beschrieben, die Charakterentwicklung ist nachvollziehbar, auch wenn ich es schade finde, dass die eine oder andere Person eher schemenhaft bleibt (Fortsetzung?) und auch einige Aspekte der Welt (Wie funktioniert ein Medium?) danach schreien, tiefer durchleuchtet zu werden.
Es ist viel Platz nach oben und doch kann die Geschichte in jeder Hinsicht überzeugen, wenn man kein Hardcore-SF-Fan ist und einer kleinen Liebesgeschichte (die so vorhersehbar ist, dass man diese Stellen auch leicht überfliegen kann) nicht abgeneigt ist.
Eher für junge Erwachsene als für … (Ausnahmen bestätigen dieRegel)

Tales of Beast and Magic bietet eine Mischung aus Bekanntem und Neuem, gut geschrieben und fesselnd.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere