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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2020

Wer die Vogelwelt nicht kennt wird Neues erfahren

Das wilde Leben der Vögel
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Das wilde Leben der Vögel ist ein Buch für Vogelfreunde, die noch nicht viel über die Welt der gefiederten Freunde wissen. Trotzdem hat man das Gefühl, dass sich das Buch nicht an den Laien wendet, auch ...

Das wilde Leben der Vögel ist ein Buch für Vogelfreunde, die noch nicht viel über die Welt der gefiederten Freunde wissen. Trotzdem hat man das Gefühl, dass sich das Buch nicht an den Laien wendet, auch wenn eingefleischte Birder einen Großteil der Informationen bereits kennen dürften. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich die eine oder andere Sache auch nicht wusste, verdrängt habe oder veraltete Kenntnisse erneuern durfte (ich hätte nicht gedacht, dass ich der Brutpflege des heimischen Kuckucks noch etwas abgewinnen kann)
Das Buch ist sachlich, leider etwas trocken im Text, aber informativ und stellt Forscher und ihre Arbeiten vor, natürlich auch die eigentlichen Akteure des Buchs: Kuckuck, Star und andere… heimische und nicht heimische …
Der Laie wird vielleicht etwas überfordert mit Namen und Forschungsergebnissen, aber trotz aller Sachlichkeit ist der Text verständlich und auch der beginnende Vogelliebhaber wird die Zusammenhänge verstehen und eine interessante Welt vorfinden. Der langjährige Vogelbeobachter und -liebhaber wird wenig Neues erfahren. Zu wenig, um sich das Buch anschaffen zu müssen.

Empfehlenswert für jene, die die Vogelwelt (auszugsweise, denn es gibt noch so viel mehr interessantes) auf sachliche Art kennen lernen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.05.2020

Nicht nur für Fuchsfans

Füchse
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Füchse sind echte Kulturfolger, sowohl Stadt- als auch Landbevölkerung trifft hin und wieder mal auf Spuren dieser Tiere, oft überfahren auf den Straßen, aber auch lebende Tiere sind keine Seltenheit. ...

Füchse sind echte Kulturfolger, sowohl Stadt- als auch Landbevölkerung trifft hin und wieder mal auf Spuren dieser Tiere, oft überfahren auf den Straßen, aber auch lebende Tiere sind keine Seltenheit. Aber das, was man über den Rotfuchs weiß ist eher als gering einzustufen.
Wer weiß schon welche Geräusche Füchse von sich geben oder wie ihr Sozialleben abläuft. Füchse werden gerne als Hühner- und Gänsediebe betrachtet, dabei ist das weit von der Wahrheit entfernt.
Adele Brand zeigt in ihrem Buch ein ganz anderes Bild der Füchse, und obwohl sie selbst großer Fuchsfan ist (wie man auf ihrem Blog unweigerlich erkennen kann) ist ihr Buch alles andere als sentimental und verklärt.
Der Leser erfährt von Adeles Erlebnissen mit Füchsen, aber auch viel über das Tier an sich: Woher der Fuchs herkommt (stammesgeschichtlich), wie er aussieht, wie er lebt und wie er sich verhält (anderen Füchsen und Tieren, einschließlich des Menschen gegenüber).
Füchse ist ein Buch, dass den Fuchs in einem neuen Bild erscheinen lässt und das Image des Hühnerdiebs vergessen lässt (Man sperre einen Schäferhund in einen Hühnerstall, vielleicht ist das Ergebnis das Gleiche wie wenn es ein Fuchs wäre)
Informativ auf eine sachliche, aber gleichzeitig unterhaltende Weise mit auflockernden Bildern (leider in B/W) … ein Buch nicht nur für Fuchsfans.

  • Cover
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Veröffentlicht am 28.05.2020

Enttäuschend

Hollow Kingdom
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Für alle Leser*innen von Richard Adams, Matt Ruff, Emily St. John Mandel,Terry Pratchett und Helen MacDonald.

Allein dieser Satz macht neugierig. Auf den ersten Blick klingt die Mischung der Autoren interessant... ...

Für alle Leser*innen von Richard Adams, Matt Ruff, Emily St. John Mandel,Terry Pratchett und Helen MacDonald.

Allein dieser Satz macht neugierig. Auf den ersten Blick klingt die Mischung der Autoren interessant... und auch wenn ich von Helen MacDonald noch nichts gelesen habe und ich Emily St. John nicht kenne, machen die verbleibenden Autoren neugierig.
Dazu noch "Pets" meets "The Walking Dead" und man sollte eine spaßige Geschichte erwarten können. Andererseits ... manchmal kommt es anders als man denkt und zurück bleibt Enttäuschung.
Ich kann zwar nicht sagen, dass Hollow Kingdom schlecht ist, aber ich kann auch nicht sagen, dass ich begeistert bin.
Übrig bleibt: Es war ganz nett, aber man hätte es nicht lesen müssen. Da hat das Namedropping wohl versagt. Ich gebe zu, dass ich kein großer Fan von Zombiefilmen/serien/büchern bin, aber mich hat der Tieraspekt interessiert. Und es ist durchaus interessant eine Zombiegeschichte aus der Sicht einer Krähe zu lesen, auch wenn die Zombies mehr oder weniger nur eine Randerscheinung sind und nicht unbedingt als die grausamen hirnfressenden Monster wahrgenommen werden, wie man sie aus diversen Filmen kennt (was wohl daran liegt, dass Zombies an Tieren keinen großen Gefallen haben).
Es gibt ein paar witzige Momente, es gibt ein paar interessante Ideen. Und es ist gar nicht so abwegig eine besondere Art der tierischen Kommunikation (Aura, Netz und Echo..) zu erwähnen. Kommunikationsmöglichkeiten, die dem Menschen nicht gegeben sind, da dieser sich zu sehr der digitalen Informationsflut hingegeben hat. Und dann zum Zombie wird ...
Manchmal ist die Geschichte sehr langatmig, teilweise vorhersehbar (wenn man zwischen den Zeilen lesen kann), manchmal spannend und witzig.
Ich kann nicht sagen, woran es liegt, aber HOLLOW KINGDOM hat mich nicht in ihren Bann gezogen, auch wenn S.T. durchaus ein charismatischer Charakter ist.

Muss man Tiergeschichten mögen, um Spaß an diesem Buch zu haben? Ich weiß es nicht?
Muss man Zombiefan sein, um das Buch zu mögen? Definitiv nicht, denn die Zombies sind nur nettes Beiwerk und wer auf blutige grausame Szenen hofft, wird enttäuscht.
Und wer etwas vergleichbar Humorvolles wie die Bücher von Terry Pratchett und/oder Matt Ruff erwartet ... der wird ebenfalls enttäuscht.

Ich habe keine Ahnung, wer Gefallen an diesem Buch haben könnte ... man kann es lesen, wenn man Krähen mag und diese mal als Hautdarsteller erleben möchte. Aber meiner Meinung nach versäumt man auch nichts, wenn man dieses Buch nicht liest.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2020

Wissenswert und tolle Bilder

Die geheime Welt der Pinguine
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Felsenpinguine, Königspinguine, Eselpinguine und Magellanpinguine … das sind die „Helden“ dieses schönen Bandes. Wunderschöne Bilder, Erlebnisse der Fotografen und Wissenswertes über die einzelnen Arten ...

Felsenpinguine, Königspinguine, Eselpinguine und Magellanpinguine … das sind die „Helden“ dieses schönen Bandes. Wunderschöne Bilder, Erlebnisse der Fotografen und Wissenswertes über die einzelnen Arten machen das Buch zu einem Lesevergnügen, das man auch einfach nur durchblättern kann, um sich an den hervorragenden Bildern zu erfreuen.
Wer Pinguine mag wird seine Freude an der geheimen Welt haben. Nebenbei bekommt er noch etwas vom „Alltag“ eines Tierfotografen mit, sofern man dabei von Alltag reden kann.
Schön Anzuschauen und Informativ … das ist DIE GEHEIME WELT DER PINGUINE.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Ernst und informativ

Über Leben
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Wir wissen was wir unserer Umwelt antun, aber wir genießen auch den Fortschritt den es mit sich bringt. Jedenfalls trifft das für einige zu. Trotz des Überflusses wird die Schere zwischen arm und reich ...

Wir wissen was wir unserer Umwelt antun, aber wir genießen auch den Fortschritt den es mit sich bringt. Jedenfalls trifft das für einige zu. Trotz des Überflusses wird die Schere zwischen arm und reich immer größer, und jeder sorgt auf seine Weise dafür dass die Zerstörung unserer Umwelt voranschreitet.
Wir wissen was wir tun, aber wir wissen es nicht wirklich. Klingt komisch, scheint aber so zu sein.
Dirk Steffens und Fritz Habekuss zeigen in ÜBER LEBEN was der Mensch der Natur antut. Sie zeigen aber auch die Bedeutung der anderen Bewohner unseres Planeten und geben auch ein bisschen Hoffnung.
⁣ÜBER LEBEN ist ein wichtiges Buch (wie viele andere auch, die uns zeigen wie wir mit unserer Umwelt umgehen, in der Hoffnung, dass wir das ändern).
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren mehr auf europäische Beispiele eingegangen wären. Probleme gibt es überall und anschaulicher sind die (kaum bemerkten, aber doch vorhandenen) Umweltsünden vor der eigenen Haustür, nicht nur die Waldrodungen für Palmölplantagen.
Von den groß au dem Cover nachträglich hinzugefügten Lehren aus Corona sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Der Bezug ist eher im Inhalt des Buches zu suchen als in der aktuellen Situation.

  • Cover
  • Erzählstil