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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2020

Ein besonderes Buch für besondere Vögel

Auerhühner & Co.
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Hühnervögel gehören für mich zu den schönsten Vogelarten. Und es muss nicht immer knallbunt sein, die dezente Farbigkeit und ihre Größe macht die Raufußhühner zu imposanten Vertretern ihrer Ordnung. Mitglieder ...

Hühnervögel gehören für mich zu den schönsten Vogelarten. Und es muss nicht immer knallbunt sein, die dezente Farbigkeit und ihre Größe macht die Raufußhühner zu imposanten Vertretern ihrer Ordnung. Mitglieder dieser Unterfamilie der Fasanenartige findet man in Nordamerika und Eurasien.
Auerhühner & Co beschränkt sich dabei auf die Vorstellung der eurasischen Arten, die ein sehr verstecktes Leben führen und eher als Präparate in Landgasthöfen bekannt sein dürften.
Das Buch zeigt wie interessant die Tiere sind und stellt sie eingehend in Wort und Bild vor. Informativ, aber nie langweilig und leicht verständlich. Das Literaturverzeichnis kann sich sehen lassen und bietet weitere Informationen zu den faszinierenden Tieren und die Filme, die man über die QR-Codes aufrufen kann zeigen Bildmaterial, das sich sehen lassen kann (was auch über die Bilder im Buch selbst zutrifft)

Ein Buch für jeden Vogelfreund.

  • Cover
Veröffentlicht am 19.11.2020

Insektensterben und mehr

Die Triple-Krise: Artensterben, Klimawandel, Pandemien
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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, so ist Die Triple Krise ein Buch über das Insektensterben. Aber unter Einbeziehung anderer Faktoren (Klimawandel, Umweltzerstörung, Verbreitung ...

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, so ist Die Triple Krise ein Buch über das Insektensterben. Aber unter Einbeziehung anderer Faktoren (Klimawandel, Umweltzerstörung, Verbreitung von Krankheiten …) unterscheidet sich das Buch von anderen Büchern zum Thema. Denn das Insektensterben ist (wie der Titel des Buchs vermuten lässt) nur ein Teil der derzeitigen Probleme, die wir Menschen zu bewältigen haben. Josef Settele erhebt nicht den Zeigefinger, er mahnt nicht, aber er berichtet von seinen eigenen Beobachtungen (die manche von uns durchaus nachvollziehen können, wenn man vergleicht wie reichhaltig man die Tierwelt früher empfunden hat, und wie das heute ist … jedenfalls wenn man auf dem Land aufgewachsen ist) und berichtet von neuen Erkenntnissen der Wissenschaft. Dabei bleibt er leicht verständlich und regt dadurch eher zum Nachdenken an, als wenn er den Zeigefinger mahnend erhebt (was oft zu Augenrollen führt, da man ja glaubt all das schon einmal gehört, gesehen und gelesen zu haben).
Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, bleibt aber sachlich und nie beleidigend.

Lesenswert für all jene, die sich für unsere Umwelt interessieren und neue Zusammenhänge erfahren möchte.

Veröffentlicht am 19.11.2020

Spannend wie ein Krimi

Was uns zu Menschen macht
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Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe zwar keine Antwort auf die Frage was uns zu Menschen macht gefunden, dafür aber einen fesselnden Krimi aus den Ursprüngen der Menschheit, bzw. der Evolutionsgeschichte ...

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe zwar keine Antwort auf die Frage was uns zu Menschen macht gefunden, dafür aber einen fesselnden Krimi aus den Ursprüngen der Menschheit, bzw. der Evolutionsgeschichte unserer Art.
Die Hauptpersonen: Verschiedene Anthropologen, Studenten, Skeletteile …
Frank Westerman weiß zu begeistern, ich finde die Bezeichnung „Meistererzähler“ in diesem Bezug nicht einmal übertrieben.
Anthropologie kann sehr trocken sein, auch wenn es ein spannendes Forschungsfeld ist und Frank Westerman geht einen ungewöhnlichen Weg. Man erfährt wenig über die Entwicklungsgeschichte des Menschen, dafür stehen die Forscher, die sich auf diesem gebiet einen Namen gemacht haben im Vordergrund, und so hebt sich das Buch auch erfreulich von anderen Büchern ab. Wer denkt, dass er die Menschheitsgeschichte schon tausendmal gelesen hat und er nicht viel Neues erfahren kann, der wird in Was uns zu Menschen macht eine Überraschung erleben und obwohl es kein Roman ist, erlebt man eine spannende Erzählung aus der Vergangenheit der Menschheit (nicht unbedingt unserer Art, aber die Familie hat weitaus mehr zu bieten als Homo sapiens).

Vermutlich wird nur derjenige enttäuscht werden, der ein philosophisches Werk erwartet. Für all jene die an der Forschungsgeschichte des Menschen interessiert sind (auch wenn es nur auszugsweise ist) wird ein informatives, sachliches und doch sehr persönliches Buch in Händen halten.

Veröffentlicht am 18.11.2020

Schwer einzuordnen, aber irgendwie genial

LoveStar
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Man braucht etwas, um in das Buch hineinzufinden. Am Anfang ist es leicht verwirrend, verstörend und die Frage steht ständig im Raum: Was soll das eigentlich? Was lese ich da? Wenn man sich aber einfach ...

Man braucht etwas, um in das Buch hineinzufinden. Am Anfang ist es leicht verwirrend, verstörend und die Frage steht ständig im Raum: Was soll das eigentlich? Was lese ich da? Wenn man sich aber einfach fallen lässt und auf das Buch einlässt, wird man eine angenehme Überraschung erleben.
Lovestar ist abgedreht, witzig, manchmal realistisch, manchmal romantisch. Ein bisschen Science Fiction und doch ganz nah.
Es fällt schwer ein Buch wie dieses zu beschreiben und ihm würdig zu sein.
Ich denke der Leser muss sich selbst ein Bild machen.
LoveStar ist abgedreht, aber verständlich und hat absolut das Potential dazu Kult zu werden.

Kurz und knapp, aber damit ist alles gesagt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2020

So sollte eine Space Opera nicht sein

Last Human - Allein gegen die Galaxis
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Man nehme eine witzige Szene aus PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS (vorzugsweise ein Gespräch zwischen einem lebenden Geschöpf und einer künstlichen Intelligenz) und beschreibe diese auf über 500 Seiten. ...

Man nehme eine witzige Szene aus PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS (vorzugsweise ein Gespräch zwischen einem lebenden Geschöpf und einer künstlichen Intelligenz) und beschreibe diese auf über 500 Seiten. Fertig ist LAST HUMAN. Die Grundidee ist interessant und auch die Idee von einem Menschen, der von einem Spinnenalien aufgezogen wird ist ungewöhnlich (und zumindest ansatzweise gut beschrieben). Mit der Umsetzung habe ich mir allerdings schwer getan (und ich schließe nicht aus, dass ich die Geschichte einfach nicht verstanden habe .. anders kann ich mir die größtenteils positiven Meinungen nicht erklären).
Es ist schwierig der Geschichte zu folgen, da vor allem die direkte Rede (mithilfe und mit künstlichen Intelligenzen) in unterschiedlichen Schriftarten dargestellt wird und dadurch auch die eine oder andere vielleicht spannende Szene zerstört wird. Spannung kommt auch selten auf.

Ich fand den Schreibstil sehr mühsam, habe mich aber bis zum Ende durchgekämpft und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: LAST HUMAN ist eine interessante Geschichte, die durch die Länge und den nervigen künstlichen Intelligenzen zerstört wurde.
Andy Weir wird begeisert zitiert: "So muss eine Space Opera sein"
Ich bin zwar nicht so berühmt wie Andy Weir (und ich gebe auch zu, dass ich von Mr Weir noch kein Buch gelesen habe), aber ich erlaube mir zu widersprechen: SO sollte eine Space Opera nicht sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere