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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2020

Thrill ist erst auf den letzten 50 Seiten zu finden

Neuschnee
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Eine Lodge in den schottischen Highlands, weit und breit nur schneebedeckte Landschaft und neun Freunde, die Silvester in einer abgelegenen Berghütte feiern wollen.

Gleich zu Beginn des Buches entdeckt ...

Eine Lodge in den schottischen Highlands, weit und breit nur schneebedeckte Landschaft und neun Freunde, die Silvester in einer abgelegenen Berghütte feiern wollen.

Gleich zu Beginn des Buches entdeckt der Wildhüter, Doug, eine Leiche. Allerdings erfährt der Leser nicht, um wen es sich handelt, ob es ein Unfall oder Mord war. Das bleibt bis kurz vor Ende des Buches ein Rätsel. Ein cleverer Schachzug der Autorin!

Das Buch wird aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Leser erhält somit einen guten Rundumblick. Gerade die Freundschaften und Verhältnisse werden in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit durchleuchtet.
Man merkt schnell, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint. Jeder der Anwesenden trägt ein Geheimnis mit sich und die Leichtigkeit aus früheren Zeiten will sich trotz Alkohol-und Drogenkonsum nicht einstellen.

Das Cover fand ich sofort anziehend und mein Blick ist direkt daran hängen geblieben. Es passt 100%ig zum Inhalt des Buches.

Die Autorin beschreibt die Umgebung sehr realistisch, so daß man sich die Location gut vorstellen kann.
Auch die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten sind gut gelungen.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen.

Was mir ausserdem gut gefallen hat, ist dass der Leser bis zum Schluß miträtseln kann, wer die Leiche sowie der Täter ist, denn das wird tatsächlich erst zum Schluss aufgelöst.

Leider hat mir die ersten knapp 250 Seiten der Nevenkitzel gefehlt, den man eigentlich von einem Thriller erwartet. Es wird sehr viel über die Clique berichtet, was etwas langatmig wird.

Erst zum Ende hin baut sich die lang ersehnte Spannung langsam auf.
Das Ende hat mir dann aber tatsächlich gut gefallen. Es war durchaus überraschend und ich hätte es so nicht erwartet.
Die Zusammenhänge werden komplett aufgelöst, so dass der Leser nicht mit offenen Fragen zurückgelassen wird.

Ein gutes, unterhaltsames Buch, dem jedoch der klassische Thrillereffekt fehlt.
Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich vergebe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Interessantes Thema, aber leider zu wenig Spannungselemente

Das Ting
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Mir hat das Cover total gut gefallen, auch der Einband hebt sich von der Büchervielfalt ab. Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und somit habe ich das Ting dann gekauft.

Linus Landmann hat ...

Mir hat das Cover total gut gefallen, auch der Einband hebt sich von der Büchervielfalt ab. Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und somit habe ich das Ting dann gekauft.

Linus Landmann hat das Ting entwickelt, eine App, die den Menschen bzw. seine Gedanken bestmöglich optimieren soll. Zusammen mit weiteren drei jungen Leuten gründet Linus ein Start-up. Gemeinsam testen und entwickeln sie das Ting weiter.
Im Prinzip geht es um die Testphasen des Ting, welche die vier Gründer selbst an sich durchführen und jeder individuelle Nachrichten vom Ting erhält. Bei jedem Gründer wirkt sich das Ting unterschiedlich auf den Alltag, das Wohlbefinden, die Partnerschaft aus.

Die Geschichte wird kapitelweise über die Gründern bzw. Teilhaber des Ting erzählt. Die verschiedenen Sichtweisen fand ich recht interessant, auch, wie das Ting bei jedem Einzelnen ganz unterschiedlich wirkt und reagiert.

Allerdings muss ich leider gestehen, dass mir auf Dauer die versprochene Spannung fehlte. Ich dachte irgendwie die ganze Zeit, es müsste noch irgendetwas Spektakuläres passieren, was aber nicht geschah.

Sprachlich gefällt mir der Roman gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen und auch die extra gekennzeichneten Textnachrichten des Ting finde ich gut gelungen.
Der Roman greift ausserdem vielfältige Themen wie Liebe, Freundschaft, Familie, Enttäuschung, persönliche Entwicklung und Neustart auf.

Abschließend muss ich jedoch sagen, dass ich mehr erwartet habe bzw mir eine weitreichendere Handlung erhofft habe, z.B. was passiert, wenn 100, 1.000, 10.000 Menschen das Ting nutzen. Wie kommt das Ting auf dem Markt an.

Sicherlich ein guter Debütroman mit einem interessanten Thema, den Artur Dziuk hier geschrieben hat, der allerdings spannungsgeladener und packender hätte sein können.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Was für ein rührender und emotionaler Roman...

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
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Eine wahnsinnig empathische Geschichte, die tiefgreifender und berührender nicht sein könnte. Starke Frauen, Freundschaft und die Liebe, nicht nur zu Büchern! Einfach nur top!

Ich habe schon viel von ...

Eine wahnsinnig empathische Geschichte, die tiefgreifender und berührender nicht sein könnte. Starke Frauen, Freundschaft und die Liebe, nicht nur zu Büchern! Einfach nur top!

Ich habe schon viel von den Büchern von Jojo Moyes gehört, bisher aber noch keines gelesen/gehört.
Nun war es aber endlich soweit und ich habe "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" als Hörbuch gekauft.

Das Cover ist relativ schlicht gehalten und gibt erstmal nichts von der Geschichte preis. Was es mit dem Cover auf sich hat und was dort zu sehen ist, erfährt man im Laufe des Hörbuches. Mir gefällt es extrem gut.

Gesprochen wird das Hörbuch von Luise Helm. Die Stimme der Sprecherin ist wirklich mega!
Gerade bei einem Hörbuch kommt es auf die passende Stimme an. Luise Helm hat mich sofort fasziniert. Ihr gelingt es, die unterschiedlichen Stimmen/Stimmlagen und Gefühle authentisch zu vermitteln.

Das Setting, 1937, Kentucky, Baileyville, Gründung einer Satteltaschenbibliothek, starke, fruchtlose Frauen, die sich zur Aufgabe machen, auch entlegende Farmen mit Büchern zu versorgen.

Der Schreibstil/Erzählstil ist so absolut mitreißend, die Umgebung sowie die unterschiedlichen freudigen, wie auch traurigen Situationen einfach wunderbar beschrieben.

Ausserdem gefiel mir die authentische und wirklich fazinierende Art und Weise, wie Jojo Moyes die unterschiedlichen Charaktere beschreibt, ausserordenlich gut!!
Spannend ist auch, wie die Protagonisten sich im Laufe der Geschichte entwickeln.

Ich war wirklich jede Sekunde mit dem Buch verschmolzen und hatte nicht eine Sekunde Langeweile.
Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, ich würde es ohne zu überlegen tun!!!

Absolute Kaufempfehlung für diesen rührenden, tiefgründigen und emotionalen Roman!

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Veröffentlicht am 09.01.2020

Solider Thriller mit interessanten Einblicken in das Thema Gruppendynamik!

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Nachdem ich von der 100-seitigen Leseprobe total begeistert war, musste ich mir "Offline" natürlich kaufen, denn ich wollte nach dem spannenden Auftakt wissen, wie die Geschichte endet.

Eine Gruppe tritt ...

Nachdem ich von der 100-seitigen Leseprobe total begeistert war, musste ich mir "Offline" natürlich kaufen, denn ich wollte nach dem spannenden Auftakt wissen, wie die Geschichte endet.

Eine Gruppe tritt zu einer 5-tägigen Bergtour ohne Handy/Laptop etc an. "Digital-Detox"!
In der heutigen Zeit, eine klasse Idee, zu entschleunigen und die Bergtour zu genießen.
Wäre da nicht nur der Schneesturm, das eingeschneite, unbewohnte Hotel, das Verschwinden von einem Gruppenmitglied und keine Möglichkeit Hilfe zu holen... .

Das Cover finde ich super gelungen. Es passt 100%ig zum Titel sowie zur Story.

"Offline" liest sich angenehm flüssig, man lernt die Protagonisten Stück für Stück besser kennen und wird sogar in ihre Gedankenwelt mitgenommen. Die beklemmende Atmosphäre in dem Hotel sowie das Misstrauen untereinander ist förmlich spürbar.

Wie sich eine Gruppe entwickelt, wenn Dinge passieren, die Angst, Schrecken und Misstrauen untereinander hervorrufen, wurde in "Offline" sehr interessant und gut dargestellt.

Ich hätte mir allerdings noch mehr Inhalt zum Thema "Digital-Detox" gewünscht. Dieses Thema ist für mich leider etwas auf der Strecke geblieben.

Ähnlich erging es mir leider mit dem Spannungsbogen. Was richtig gut und fesselnd begann, wurde in der Mitte des Buches doch eher langatmig und eher ermüdend. Immer die selbe Frage nach dem Täter/Verdächtigungen innerhalb der Gruppe.
Zum Glück nimmt das Buch zum Ende hin wieder an Fahrt auf und die Spannung steigt wieder. Das Ende ist schlüssig.

Letztendlich ist Offline aber ein solider Thriller, von dem ich allerdings etwas mehr erwartet habe.

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Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein absolut emfehlenswerter, durchweg spannender und fesselnder Thriller!

Todesmal
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Was für einThriller! Maarten S. Sneijder ist fast jedes Mittel recht, um seine Ermittlung voranzutreiben. Spannung von Anfang bis Ende!

"Todesmal" von Andreas Gruber hat es in sich. Sieben Tage, sieben ...

Was für einThriller! Maarten S. Sneijder ist fast jedes Mittel recht, um seine Ermittlung voranzutreiben. Spannung von Anfang bis Ende!

"Todesmal" von Andreas Gruber hat es in sich. Sieben Tage, sieben Todgeweihte, eine Nonne, die die Morde ankündigt und ausschließlich mit Maarten S. Sneijder sprechen will. Der hat aber gerade seinen Job gekündigt und so übernimmt zunächst Sabine Nemez diesen kuriosen Fall.

Ich bin total begeistert von diesem spannenden und fesselnden Thriller!! "Todesmal" ist mein erstes Buch von Andreas Gruber und ich muss sagen, dass ich von Anfang bis Ende mitten im Buch war und jede freie Minute genutzt habe, um weiterzulesen.
Andreas Gruber schreibst sehr flüssig, verständlich und wahnsinng spannend. Die Kapitel sind relativ kurz, aber sehr prägnant gehalten, was mir sehr gut gefallen hat. Auch der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit unterstreicht die mehrschichtigen Handlungen und stellt sich anschaulich dar. Die unterschiedlichen Zeiten sind am Kapitalanfang vermerkt, so dass man immer weiß, in welcher Zeit das nächste Kapitel erzählt wird. Mehr und mehr versteht der Leser die Zusammenhänge und erhält zum Ende hin dann das Gesamtbild. Der Spannungsbogen hält sich konstant.

Das Ermittlerteam rund um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez finde ich erstklassig. Sie kombinierten und agieren wirklich genial.

Auch die Gedankenwelt der Protagonisten wird stellenweise kursiv dargestellt, was für mich einen netten Nebeneffekt hatte und man dadurch das Gefühl hat, die Chraktere noch besser kennen zu lernen.
Gerade die Hauptprotagonisten Sneijder und Nemez sind brilliant charakterisiert.

Trotz des durchaus heftigen Themas, musste ich des Öfteren über die Art von Maarten S. Sneijder schmunzeln. Seine kleinen Flüche lassen ihn durchaus sympathisch und menschlich erscheinen.

Das Cover mit der türkisfarbenen Schlange ist natürlich ein absoluter Hingucker. Es verrät allerdings nichts über den Inhalt des Buches, was ich etwas schade finde. Ich hätte mir ein Cover mit mehr Bezug zum Thema gewünscht. Aber das ist reine Geschmackssache.

"Todesmal" ist ein absolut emfehlenswerter, durchweg spannender und fesselnder Thriller.

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