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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2022

Atmosphärisch und spannend

Die Bücher, der Junge und die Nacht
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Ich kannte den Autor vorher nicht, bin aber unheimlich froh, dass sich das nun geändert hat.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt wunderbar zur Geschichte.
Kai Meyer erzählt hier in drei verschiedenen ...

Ich kannte den Autor vorher nicht, bin aber unheimlich froh, dass sich das nun geändert hat.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt wunderbar zur Geschichte.
Kai Meyer erzählt hier in drei verschiedenen Zeiten der Vergangenheit (1933, 1944 und 1971). In jeder Zeit hat er eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen und wirklich bildgewaltig erzählt, so dass ich das Gefühl hatte direkt dabei zu sein.
Schon ab der ersten Seite war ich in der Geschichte drin und wollte wissen wie es weitergeht, was sich bis zum Ende auch nicht geändert hat. Der Spannungsbogen war ständig da, Längen gab es für mich in diesem Buch keine.
Die Geschichte ist wie eine Schnitzeljagd, von einem Rätsel zum nächsten und dabei wird es keine Sekunde langweilig.
Es hat mir wirklich tolle Lesestunden beschert. Vielen Dank für dieses tolle Werk.
Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.10.2022

Tragisch, emotional, mitreißend

Feldpost
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Als ich den Klappentext gelesen hatte, stand für mich fest, dieses Buch muss ich lesen. Ich hab schon viel von der Autorin gehört, aber vor diesem Buch noch nichts von ihr gelesen. Das muss ich nun auf ...

Als ich den Klappentext gelesen hatte, stand für mich fest, dieses Buch muss ich lesen. Ich hab schon viel von der Autorin gehört, aber vor diesem Buch noch nichts von ihr gelesen. Das muss ich nun auf jeden Fall nachholen.

Das Cover ist toll gestaltet und passt mit den gedeckten Farben und dem Motiv wunderbar zur Geschichte.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich war von Anfang an in der Geschichte drin und die Spannung, die zu Anfang direkt einzog hielt sich bis zur letzten Seite.
Die Autorin hat hier wirklich tolle Recherchearbeit betrieben und alles sehr bildhaft und ausführlich erzählt ohne das dabei für mich auch nur ansatzweise Längen entstanden sind. Die Kapitel sind kurz gehalten und machen es einem leicht geradezu durch das Buch zu fliegen.
Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen erzählt wird, konnte ich alle gut kennenlernen und mich in sie einfühlen.
Wir erleben hier eine auf Tatsachen beruhende, sehr tragische Familiengeschichte, geprägt von einer sehr großen Liebe, Verrat und unbeschreiblicher Schuld, die in der Zeit des zweiten Weltkrieges geschah und erst in 2000er Jahren final aufgeklärt wurde.
Absolut authentisch, berührend, voller Tiefgang und für mich auf jeden Fall ein Lesehighlight.
Vielen Dank für diesen großartigen Roman.

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Wunderbare Fortsetzung

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Berlin 1929. Marlene und Emma stehen voll im Leben.
Marlene geht vollkommen in ihrer Arbeit als Kinderärztin auf. Jedoch betrübt sie ihr unerfüllter Kinderwunsch sehr und auch ihre Ehe mit Maximilian beginnt ...

Berlin 1929. Marlene und Emma stehen voll im Leben.
Marlene geht vollkommen in ihrer Arbeit als Kinderärztin auf. Jedoch betrübt sie ihr unerfüllter Kinderwunsch sehr und auch ihre Ehe mit Maximilian beginnt darunter zu leiden. Daher beschließt sie, beruflich eine Pause einzulegen um sich voll und ganz der Familiengründung hingeben zu können. Jedoch bemerkt sie schnell, dass sie ohne ihren Beruf nicht leben kann und will die Arbeit wieder aufnehmen, was ihre Beziehung zu Maximilian auf eine harte Probe stellt. Werden die beiden es schaffen ihr gemeinsames Glück zu erhalten?

Emma ist überglücklich. Sie führt ein liebevolles Familienleben mit Kurt und ihren Kindern und durch ihre neue Stellung als Oberschwester kann sie sich mit ihrer Familie einen Umzug in eine größere, bessere Wohnung leisten. Alles wirkt perfekt, bis ihr Sohn Theodor immer mehr ins "braune" Umfeld abdriftet und zu allem Überfluss ausgerechnet Marie-Louise Fischer, die ihr schon in ihrer Elevinnen Zeit das Leben schwer gemacht hat, die neue Oberin der Kinderklinik Weißensee wird. Leider muss Emma feststellen, dass Marie-Luise sich ihr gegenüber nicht geändert hat. Wird Emma es schaffen, diese ganzen Herausforderungen zu meistern?

Meine Meinung:
Nachdem ich von Band 1 und 2 schon begeistert war, habe ich mich sehr auf den neuen Teil gefreut und wurde auch nicht enttäuscht.
Antonia Blum hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dass mich die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Das Cover passt wieder ganz wunderbar und der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und leicht zu lesen. So flatterten die Seiten dann auch nur so dahin.
Die Charaktere waren mir wieder sehr sympathisch, ich habe mitgefiebert, mich mitgefreut und mitgelitten.
Auch das Zeit- und Lokalgeschehen wurde toll geschildert und ausgeführt. Ich erlebte in diesem dritten Band vielschichtige Probleme und durfte nebenbei noch die Entdeckung des Penicillins miterleben.
Alles in allem einfach eine tolle Fortsetzung, die von Anfang bis Ende wieder absolut toll zu lesen war und mir sehr gut gefallen hat.
Daher auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Empfehlenswert mit Abstrichen

Ein Kind namens Hoffnung
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Elly ist Köchin bei der jüdischen Familie Sternberg. Als die Familie an die Nazis verraten wird und Hanns und Sara Sternberg verhaftet werden, zögert Elly keine Sekunde und gibt deren 6 jährigen Sohn Leon ...

Elly ist Köchin bei der jüdischen Familie Sternberg. Als die Familie an die Nazis verraten wird und Hanns und Sara Sternberg verhaftet werden, zögert Elly keine Sekunde und gibt deren 6 jährigen Sohn Leon als ihr eigenes Kind aus und rettet den Jungen dadurch.
Anschließend beginnt für Elly und Leon eine schwere Zeit, geprägt von Flucht, erneutem Verrat und Heimatlosigkeit. Elly hat über die Jahre nur ein einziges Ziel, sie will ihr Versprechen an Sara halten und Leon unbedingt wieder mit seiner Mutter vereinen, aber wird sie dieses Versprechen halten können?

Mein Fazit:
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da der Titel mit schon das Gefühl gab, dass dieses Buch mich auf eine sehr emotionale Reise schicken würde. Ganz überzeugt hat es mich jedoch nicht.
Das Cover fand ich sehr schön gewählt, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Was mir aber gefehlt hat war der Tiefgang und Gefühl. Obwohl die Geschichte selbst sehr berührend ist, konnten mich die Charaktere emotional nicht abholen. Respekt für Elly, für das, was sie für Leon auf sich genommen und mit ihm durchgestanden hat, aber man hat den Eindruck dass sie, obwohl sie im Lauf der Zeit noch wirklich selbst Mutter wird, für nichts und niemanden Liebe zu geben hat außer für Leon und Sara, nicht mal für ihre eigene Tochter. Sie ist so fixiert auf ihr Versprechen, Sara ihren Sohn zurück zu bringen, dass es ihr egal ist, wer sonst dabei auf der Strecke bleibt, wen sie dabei sehr verletzt und im Stich lässt und das finde ich sehr schade. Ich finde, man hätte da mehr rausholen können.
Daher von mir eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.09.2022

Toller Auftakt der neuen Reihe

Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein.
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Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines wertlosen Tagelöhners, wurde vom Fürst zu Eulenburg persönlich ausgewählt, um in seinem Schloss als Stubenmädchen zu arbeiten. Adelheid kann nicht ...

Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines wertlosen Tagelöhners, wurde vom Fürst zu Eulenburg persönlich ausgewählt, um in seinem Schloss als Stubenmädchen zu arbeiten. Adelheid kann nicht nachvollziehen warum ausgerechnet sie, aber sie ist überglücklich, da sie nun durch diese Stelle ihre Familie unterstützen kann, die in sehr armen Verhältnissen lebt und oft hungern muss.
Doch im Schloss angekommen, muss sie schnell feststellen, es ist nicht alles Gold was glänzt. Es gibt unter ihren Kollegen Neider die ihr das Leben schwer machen und da sie erstmal keinen Anschluss findet, ist sie sehr einsam. Hinzu kommt der Druck, die Stelle unter keinen Umständen verlieren zu dürfen, da ihre Familie auf ihren Lohn angewiesen ist. Sie tut ihr Bestes, aber trotzdem hat sie es im Schloss nicht leicht. Erstrecht, als über die Fürstenfamilie Gerüchte in Umlauf kommen, die jeden im Schloss, auch die Angestellten, die Existenz kosten können.

Der Auftakt der neuen Reihe von Hanna Caspian hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist schön und der Schreibstil, den ich schon aus ihren früheren Romanen kenne, gewohnt flüssig und leicht zu lesen.
Am besten finde ich, dass dieser Roman rein aus der Sicht der Angestellten erzählt. Ich finde es toll dass ihnen dadurch auch mal eine Stimme verliehen wird, da Anfang des letzten Jahrhunderts ja für die Dienstboten das oberste Gebot war unsichtbar zu sein.

Man bekommt hier einen guten Einblick, wie schwer das Leben und diese Jobs damals waren. Man musste viele Stunden am Tag arbeiten, hatte in solchen Häusern meist keine Freunde, da sich gegenseitig viel geneidet und missgönnt wurde und man war jederzeit der Willkür der Herrschaften oder der übergeordneten Angestellten ausgesetzt und hatte kaum je die Möglichkeit sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen.
Ich bin froh, dass ich in dieser Zeit nicht leben musste, bin aber sehr froh, darüber mal einen genaueren Einblick bekommen zu haben.
Ich freue mich schon wirklich sehr auf die Fortsetzung.

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