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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2019

Unterhaltsamer gesellschaftskritischer Krimi

Kühn hat Ärger
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"Kühn hat Ärger" ist ein unterhaltsamer Krimi, der sich durch seinen gesellschaftskritischen Inhalt von der Masse abhebt.

Der sanfte Einstieg vermittelt einen ersten Eindruck des ungewöhnlichen Komissars. ...

"Kühn hat Ärger" ist ein unterhaltsamer Krimi, der sich durch seinen gesellschaftskritischen Inhalt von der Masse abhebt.

Der sanfte Einstieg vermittelt einen ersten Eindruck des ungewöhnlichen Komissars. Mit viel Liebe zum Detail hat Jan Weiler mit Martin Kühn eine markante Figur erschaffen, die mich neugierig macht, deren Verhalten mich teilweise verwundert, gleichzeitig aber auch immer wieder begeistert. Es war mir ein Fest, Kühn bei seiner Ermittlungsarbeit, die er auf seine ungewöhnliche Art und mit außergewöhnlichen Methoden vorantreibt, über die Schulter zu schauen.

Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und hat mich durchgehend gut unterhalten. Sprachlich gewandt und sehr lebendig ist der Schreibstil. Die flüssige Schreibweise und die große Erzählkunst des Autors ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen.

Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt und auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Überraschend, zuckersüß und einzigartig

Helden, Herzen, Hochzeitstorten
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Dank Chantal Schreibers fluffig-leichtem Schreibstil lässt sich das Buch zügig und flüssig lesen. Durch den herrlich erfrischenden Humor, den sie einfliessen lässt und die liebenswerte Erzählweise kann ...

Dank Chantal Schreibers fluffig-leichtem Schreibstil lässt sich das Buch zügig und flüssig lesen. Durch den herrlich erfrischenden Humor, den sie einfliessen lässt und die liebenswerte Erzählweise kann man gut in die Geschichte eintauchen.

Die temporeiche Geschichte bietet alles, was das Leserherz begehrt. Das Buch hält eine wundervolle Mischung bereit und ist herzlich, spritzig, humorvoll, spannend und sehr unterhaltsam. Dank abwechslungsreicher Handlung und überraschender Wendungen fühlte ich mich bis zum Schluss gut unterhalten.

Die Beschreibungen der einzelnen Protagonisten sind Chantal Schreiber besonders toll gelungen und die Gingerbread Girls wuchsen mir beim Lesen schnell ans Herz. Die Charaktere sind detailliert und sympathisch gezeichnet und auch die 'Bösewichte' sind richtig gut getroffen.

Fünf funkelnde Sterne für “Gingerbread Girls - Helden, Herzen, Hochzeitstorten“.

Einem zuckersüßen Nachschlag in Form einer Fortsetzung und einem Wiedersehen mit den liebenswerten Gingerbread Girls könnte ich wohl nicht widerstehen. Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 26.04.2019

Wunderschöne Idee - Drei zu ähnliche Geschichten

Bernsteinzauber und Liebesglück
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Ein Bernsteinamulett, drei Frauen und die Suche nach der Liebe

Die Grundidee des Buchs ist zauberhaft. Der wunderschöne Prolog entführt einen nach Rügen ins Jahr 1956. Dort finden drei Freundinnen am ...

Ein Bernsteinamulett, drei Frauen und die Suche nach der Liebe

Die Grundidee des Buchs ist zauberhaft. Der wunderschöne Prolog entführt einen nach Rügen ins Jahr 1956. Dort finden drei Freundinnen am Strand einen Bernstein. Sie lassen ihn, um sich gegenseitig nie zu vergessen, zu Amuletten teilen und schleifen, die sie jeweils ihrer wahren Liebe schenken wollen.

Die drei Kurzgeschichten “Ein Sommer auf Rügen“, “Liebe, zart wie Porzellan“ und “Prickelnde Küsse am Nordseestrand“ erzählen die Erlebnisse drei junger Frauen in der Gegenwart.

Leider kam mir die Geschichte um die drei Mädchen aus der Vergangenheit in allen Teilen zu kurz und trat nach kurzer Einleitung zu schnell in den Hintergrund. Die verschiedenen Handlungen waren einander zu ähnlich, teilweise sehr klischeebehaftet und absehbar. Die Charaktere und Schauplätze werden nur sehr oberflächlich beschrieben und wirken austauschbar. Die Handlung wirkt oft unrealistisch und konstruiert, der angenehme und flüssige Schreibstil teilweise gehetzt. Zu viele Gemeinsamkeiten und Paralellen zwischen den drei Kurzgeschichten trübten meinen Lesespaß. Schade, denn man hätte viel mehr aus der Idee, den Schauplätzen und vor allem aus den Geschichten herausholen können! Der Strandzauber und die Meereskulisse fehlte mir leider genauso wie jeglicher Tiefgang. Die Erzählweise der Kurzgeschichten wirkt sehr flach und blass.

Leider nur 2,5 Sterne für drei zu ähnliche Kurzgeschichten, die mich nicht überzeugen konnten.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Nervenkitzel bis zum Schluss

Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
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Mit dem Thriller “Im Kopf des Mörders - Kalte Angst“ hat Arno Strobel mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Der spannende zweite Teil der Trilogie um den Ermittler Max Bischoff ...

Mit dem Thriller “Im Kopf des Mörders - Kalte Angst“ hat Arno Strobel mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Der spannende zweite Teil der Trilogie um den Ermittler Max Bischoff gab mir bis zum Ende einige Rätsel auf.

Der kurzweilige und spannende Thriller hat mich durch die nervenaufreibende Handlung, den flüssigen Schreibstil und die packende Erzählweise gut unterhalten. Die Handlung ist wendungsreich und rasant und die Spannung wird durchgehend bis zum überraschenden Ende mit der dennoch schlüssigen Auflösung aufrechterhalten.

Die Charaktere sind allesamt detailliert gezeichnet. Max Bischoff wurde mir von Seite zu Seite immer sympathischer.

Durch geschickte Szenenwechsel, Einblicke in den Kopf des Mörders und verschiedene gut kombinierte Handlungsstränge kommen eingefleischte Thriller-Fans auf ihre Kosten.

Spannend, grausam, lesenswert - 5 Sterne!

Veröffentlicht am 26.04.2019

Von Pommes und Prügeleien

Johnny und die Pommesbande
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Versprochen wird “Eine aufregende Bandengeschichte über die cleversten Spürnasen seit »Emil und die Detektive«“. Wie es zu diesem Vergleich kommt, ist mir schleierhaft.

Es geht zwar um eine Bande, aber ...

Versprochen wird “Eine aufregende Bandengeschichte über die cleversten Spürnasen seit »Emil und die Detektive«“. Wie es zu diesem Vergleich kommt, ist mir schleierhaft.

Es geht zwar um eine Bande, aber weder ist die Geschichte besonders aufregend noch sind Johnny, Ella und Co außergewöhnlich clever. Sie sind die Schnellsten wenn es darum geht, vor Touristen davonzulaufen, von denen sie sich gerade Kurtaxe erschlichen haben und mit ihren Spürnasen wittern sie höchstens Kirsches Pommes oder die nächste brenzlige Situation, in die sich bringen.

Das Cover ist sehr ansprechend und einfallsreich in Form eines Pommesschälchens gestaltet und die kleinen schwarz-weißen Illustrationen von Horst Klein zu Anfang der Kapitel passen stets zum Geschriebenen und lockern die Geschichte auf.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht des zwölfjährigen Johnny, der wie seine Freunde mit familiären Problemen zu kämpfen hat. Die spezielle Erzählweise, die mir anfänglich noch ganz gut gefiel, empfand ich im Verlauf des Buchs als immer hektischer und die zahlreich verwendeten Schimpfwörter recht gewöhnungsbedürftig und wenig kindgerecht. Allerdings bringt Simone Buchholz an einigen Stellen eine Portion Humor in den Text, der mir gut gefiel. Von Zeit zu Zeit flackert ein wenig Spannung auf, die leider nicht lange anhält. Kurz vor Ende gibt es eine spezielle Szene, die uns etwas ratlos zurücklässt. Hier hätten meine Tochter (9) und ich uns eine passendere Problemlösung gewünscht.

In angenehm kurzen Kapiteln werden zunächst die Bandenmitglieder kurz und oberflächig vorgestellt. Einzig mit Kirsche, der freundlichen Pommesbudenbesitzerin, die ein großes Herz für die Clique hat und der Pommesbande ihren Namen verleiht und mit Johnnys Opa, der sich als einziger um ihn kümmert, konnten meine Tochter und ich warm werden. Die übrigen Charaktere empfanden wir als wenig sympathisch und teilweise undurchsichtig. Fraglich bleibt, ob Kinder sich mit Johnny und seinen Freunden identifizieren können. Meine Tochter jedenfalls konnte dies nicht im geringsten.

“Johnny und die Pommesbande“ konnte unsere Erwartungen an ein spannendes Kinderbuch nicht erfüllen und uns nicht überzeugen. Deshalb vergeben wir leider nur zwei von fünf Sternen.