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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2020

Bewegend und in sich schlüssig, hat mich aber nicht komplett für sich gewonnen

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Inhaltsangabe
Ihre Kindheit über hat Clara Waterfield, die an der Glasknochenkrankheit leidet, die Welt durch Bücher und Erzählungen ihrer Mutter kennengelernt. Als Erwachsene, deren Knochen inzwischen ...

Inhaltsangabe


Ihre Kindheit über hat Clara Waterfield, die an der Glasknochenkrankheit leidet, die Welt durch Bücher und Erzählungen ihrer Mutter kennengelernt. Als Erwachsene, deren Knochen inzwischen widerstandsfähig genug sind, haben Clara vor allem die Kew Gardens in ihren Bann gezogen und sie lässt sich vom Mitarbeiter Forbes in Botanik unterrichten.
Im Sommer 1914 ergreift sie die Chance, den Aufbau eines Gewächshauses für exotische Pflanzen auf dem Landsitz Shadowbrook in Gloucestershire zu betreuen. Shadowbrooks Garten sprüht vor Leben, das Wohnhaus dagegen wirkt im Vergleich geradezu verlassen und der Eigentümer Mister Fox ist die meiste Zeit berufsbedingt auf Reisen. Zudem wirken die Haushälterin und die Dienstmädchen verängstigt. Die rationale Clara entschließt sich, dem verantwortlichen nächtlichen Spuk auf die Spur zu kommen – doch die Geschichte von Shadowbrook und Mister Fox lassen sie bald doch an ihrer Überzeugung zweifeln …

Persönliche Meinung


Die Handlung hat mich nicht komplett für sich vereinnahmt – was mich betrifft, hätte das dunkelste Kapitel von Shadowbrook gerne ein anderes sein dürfen –, ist aber in sich schlüssig. Mitgefiebert – und mitgelitten – habe ich das gesamte Buch über. Mystery ist (neben Fantasy) aber auch mein Genre und unter diesem Gesichtspunkt hat es sich für mich gelohnt, Das Geheimnis von Shadowbrook zu lesen.

Die Charaktere kann ich in guter Erinnerung behalten.

Auf den Schreibstil möchte ich „nur“ eingehen, indem ich sage, dass ich mich auf weitere Romane von Susan Fletcher freue.

Mit dem Titel kann ich mich nicht richtig anfreunden – und nachdem mir der Originaltitel House of Glass bekannt ist, fällt es mir umso schwerer. „Geheimnis“ klingt in meinen Ohren zu harmlos … Das ist aber Ansichtssache, ja. In die allgemeine Sternebewertung lasse ich meine Trauer um den Originaltitel auch nicht einfließen, da ich diese alleine der Handlung vorbehalte.


Fazit


Ein bewegender, letztlich erschütternder Roman mit imponierender Protagonistin und Botschaften, die Susan Fletcher dem Leser glücklicherweise nicht auf die Nase bindet. Für mich persönlich hätten diese Botschaften die Handlung aber doch deutlicher mitbestimmen können. So möchte ich Das Geheimnis von Shadowbrook lieber als Mystery-Roman in Erinnerung behalten, aber das liebend gern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2020

Die richtige Mischung

Liebes Kind
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Inhaltsangabe
Lena und ihre Kinder Hannah und Jonathan führen in ihrer fensterlosen, nur durch einen Zirkulationsapparat belüfteten Waldhütte ein Leben, wie es dem Vater vorschwebt. Die Tage sind minutiös ...

Inhaltsangabe


Lena und ihre Kinder Hannah und Jonathan führen in ihrer fensterlosen, nur durch einen Zirkulationsapparat belüfteten Waldhütte ein Leben, wie es dem Vater vorschwebt. Die Tage sind minutiös geplant, selbst die Toilettengänge.
Die Flucht aus der Hütte gelingt ihnen. Schnell zeigt der Vater aber, dass er seine Familie nicht aufgeben wird.

Persönliche Meinung


Schockierend und beklemmend. Das Verhalten der Presse, insbesondere das einer bestimmten Journalistin. Der Umgang des Großvaters mit dieser Chance, wieder im eigenen Leben anzukommen. Selbstverständlich, wie sich Lena, Hannah und Jonathan nach der Flucht zurechtfinden. Die eigenen Zweifel an den Falschen, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Die Wahrheit.
Aber auch unglaublich berührend.

Der Epilog dämpft meine Begeisterung, aber wirklich dezent. Ich hätte einfach gerne erfahren, wie es vor allem mit Jonathan weitergegangen ist.


Fazit


Unvorhersehbare Entwicklungen, authentisch, berührend. Mehr wünsche ich mir von einem Buch nicht. :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Angenehmer Schreibstil, liebenswerte Charaktere; leider zu schnell erzählt

Prince of Passion – Nicholas
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Persönliche Meinung
Olivia und Nicholas sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Leider fehlt mir ausgerechnet bei Nicholas aber Tiefe - hat er, davon abgesehen, dass er die Zeit bis Tag X noch nach eigenen ...

Persönliche Meinung


Olivia und Nicholas sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Leider fehlt mir ausgerechnet bei Nicholas aber Tiefe - hat er, davon abgesehen, dass er die Zeit bis Tag X noch nach eigenen Vorstellungen verbringen möchte, privat nicht noch mehr Wünsche oder sogar einen Lebenstraum? Ich weiß es nicht. Selbstverständlich ist mir im Vorfeld bewusst gewesen, welche Geschichte mich in etwa erwartet und alles wäre auch in Ordnung (Emma Chases Schreibstil gebe ich nämlich begeisterte fünf Sterne), wenn sie weniger schnell erzählt werden würde. Die schönsten Momente zwischen Olivia und Nicholas erleben wir nicht mit, jedenfalls ist mein Lächeln oft unerwartet wieder verflogen - Grund ist der nächste Zeitsprung, um zügig zum Ziel zu gelangen ...? Das kann ich nicht nachvollziehen. Mit jedem Zeitsprung ist meine Verzweiflung angestiegen. :(

Insbesondere in einem Liebesroman ist der Weg doch ebenso von Bedeutung wie das Ziel.


Fazit


Emma Chases Schreibstil gebe ich wie erwähnt verdiente fünf Sterne. Die (wichtigsten) Charaktere schließt man auch automatisch ins Herz. Da Nicholas mir aber trotzdem immer noch fremd ist und sich der Roman eher wie eine - hm - gezielte Nutzung eines Denkariums anfühlt, reicht es insgesamt "nur" für 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Überzeugt mit Handlung, Protagonisten und Schreibstil; Welt könnte detaillierter gezeichnet sein

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Prinzessin Catherine hat mich bereits in der Leseprobe für sich gewonnen und mit keinem einzigen Wort verloren. Schon ihretwegen würde ich unheimlich gerne noch viele weitere Bände lesen. Missen möchte ...

Prinzessin Catherine hat mich bereits in der Leseprobe für sich gewonnen und mit keinem einzigen Wort verloren. Schon ihretwegen würde ich unheimlich gerne noch viele weitere Bände lesen. Missen möchte ich aber keinen der Protagonisten. :) Einen Favorit habe ich nicht (insgeheim hoffe ich aber, dass sich March dazu entwickelt).

Alles in allem finde ich es genau richtig, dass König Aloysius' Absichten erst nach und nach enthüllt werden und ich erst dadurch richtig erfasst habe, welche Reise ich mit Kingdoms of Smoke angetreten habe.
Ich hätte es aber mit offenen Armen begrüßt, hätte es bereits im ersten Kapitel oder in einem bestenfalls spannenden, rätselhaften Prolog einen Hinweis auf den Dämonenrauch gegeben. Schließlich stellt Dämonenrauch die Basis von Kingdoms of Smoke dar. In diesem Sinne wäre mir – worauf ich insgeheim generell hoffe – (ein) Kapitel aus Prinz Boris' Sichtweise lieb gewesen … Ich hoffe, nicht zurecht zu befürchten, dass sich Prinz Boris und König Aloysius als „typisch böse Antagonisten“ erweisen, ergo lasse ich mich von der Fortsetzung überraschen.
Einen zweiten negativen Kritikpunkt habe ich leider noch. In Die Verschwörung von Brigant habe ich den Eindruck, dass sich Sally Green zu sehr an die Handlung klammert. Obwohl mich die klare Linie im Endeffekt begeistert, vermisse ich sozusagen die „Persönlichkeit“ der einzelnen Königreiche (bzw. der Königreiche, die ich bereits besucht habe) etwas. Ja, mir fehlt dann doch „Lebendigkeit“. Es ist ein Pluspunkt, dass sich Sally Green nicht in Details verliert, aber ich habe eben das Gefühl, dass sie sich aus genau dieser Angst heraus nicht richtig getraut hat, auch die Welt an sich zum Leben zu erwecken und nicht „nur“ die Charaktere.

Fazit


Der Auftakt von Kingdoms of Smoke überzeugt mich durch die erwähnte klare Linie, die Protagonisten und Sally Greens Schreibstil. Die Kulturen der bereits kennengelernten hätten detaillierter gezeichnet sein können, doch auf die Handlung und die Charaktere bezogen kann ich nicht von Schwächen sprechen und hoffe, dass es so bleibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Schöner, ausgewogener und packender Auftakt (mit kleiner Schwäche in der Erzählweise)

Im Schatten des Fuchses
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Inhaltsangabe
Yumeko, eine Halb-Kitsune, bricht nach einem verheerenden Dämonenangriff auf das Kloster der Stillen Winde – ihrem Zuhause – auf, um eine Schriftrolle in Sicherheit zu bringen: diese Schriftrolle ...

Inhaltsangabe


Yumeko, eine Halb-Kitsune, bricht nach einem verheerenden Dämonenangriff auf das Kloster der Stillen Winde – ihrem Zuhause – auf, um eine Schriftrolle in Sicherheit zu bringen: diese Schriftrolle ist Teil einer uralten Beschwörung, die durch den Großen Drachen Finsternis und Schrecken über das gesamte Kaiserreich Iwagoto herbeirufen kann.
Sie überlistet Tatsumi, den Samurai im Dienste des Schattenclans, dessen Auftrag ebenfalls lautet, die Schriftrolle in seinen Besitz zu bringen, damit er sie zum Tempel der Stillen Winde begleitet. Tatsumi ist als Träger des Schwerts Kamigoroshi für den Schattenclan jedoch nicht mehr als eine Waffe – eine gefährliche Waffe, denn Kamigoroshi wohnt selbst ein Dämon inne …

Persönliche Meinung


Im Grunde muss ich 'Im Schatten des Fuchses' schon deshalb lieben: nichts wird überdramatisiert und nichts verharmlost. Für die Charaktere definitiv (besonders, da sie trotz allem so angenehm normal sind), für … und für … und für … - in einem Satz gesagt (Lob artet bei mir immer in eine Rede aus, eine Rede voller Spoiler … ^^'): ich bin froh, dass Julie Kagawa diese Geschichte geschrieben hat!

Mit bestimmten Handlungselementen bin ich zwar nicht warm geworden, aber dazu wird es auch eher nicht mehr kommen – Gestaltwandler sind einfach nicht meins; zu Tatsumi als Träger des besessenen Schwerts Kamigoroshi kann ich nur sagen, dass auch Inu Yasha (zumindest als Anime) nicht ganz mein Fall gewesen ist. Dadurch ist meine Begeisterung ein klitzeklein wenig gedämpft. Da mich 'Im Schatten des Fuchses' aber nicht verjagt hat – ja, bis auf die beiden hiernach folgenden zwei Minuspunkte hat Julie Kagawa nichts falsch gemacht.
Suki kommt mir in den jeweiligen Kapiteln zu kurz, dafür, dass sich Julie Kagawa nach dem ersten Kapitel meinem Gefühl nach unbedingt an Suki hatte klammern müssen. Sie müsste für mich zwar nicht zu einem Hauptcharakter werden (ich denke sogar, das hätte sich negativ auf sie als Charakter ausgewirkt), aber ihre Erlebnisse hätten geschickter in die Handlung eingewoben werden können.
Unschlüssig bin ich mir immer noch, ob Tatsumi mir – ich umschreibe es nun ebenfalls so, um Spoiler zu vermeiden :) - zum Schluss zu kurz gekommen ist. Sein Schicksal wendet sich sehr plötzlich und ja, eigentlich passt es so wie geschrieben auch zur Situation, aber gefühlt habe ich es nicht gerade intensiv. Mir wäre mehr Angst um Tatsumi und vor seiner Zukunft und der Zukunft allgemein, mehr Traurigkeit, mehr „Wie soll ich jetzt noch weiterlesen, nachdem mir das Herz in die Hose gerutscht ist? - Aber her mit dem nächsten Band … und dem guten Ende …“ meinerseits tatsächlich lieber gewesen.


Fazit



LESEN UND LIEBEN!
Hoffentlich geht es so weiter: ausgewogen. Von Julie Kagawa möchte ich unbedingt noch mehr Bücher einziehen lassen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere