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Veröffentlicht am 17.02.2020

Ich wünschte, die Botschaft würde entschlossener übertragen werden

Fuchs 8
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George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig ...

George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig sind.
Verloren hat mich „Fuchs 8“ dann jedoch mit dem Ende. Fuchs 8 rät in seinem Brief, wir Menschen sollten ein bisschen netter sein …? Ein bisschen netter? Verständnis für dieses verharmlosend wirkende Ende habe ich keines. Es stimmt mich zu traurig, dass Fuchs 8, der unsere Sprache und zu schreiben gelernt hat und vor allem mit uns kommunizieren möchte, nicht zugestanden wird, etwas zu bewirken. An dieser Stelle hätte mir eine fiktivere Umsetzung also mehr zugesagt.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Da nur noch ein Band folgt, bleibe ich dran

Die Spiegelreisende
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Inhaltsangabe
In den beinahe drei Jahren seit Thorns Verschwinden hat Ophelia wieder auf ihrer Heimatarche Anima gelebt, unter stetiger Bewachung der von Gott beauftragten Doyennen. Durch Archibalds, Reinekes ...

Inhaltsangabe


In den beinahe drei Jahren seit Thorns Verschwinden hat Ophelia wieder auf ihrer Heimatarche Anima gelebt, unter stetiger Bewachung der von Gott beauftragten Doyennen. Durch Archibalds, Reinekes und Gwenaels Hilfe schafft sie es auf die Arche Babel, wo sie Informationen über Gott und somit Thorn vermutet. Hier ist Ophelia und jeder, der Antworten sucht oder sogar gefunden hat, jedoch grundsätzlich Lebensgefahr ausgesetzt. Bald hat sie auch noch das Gefühl, sich selbst zu verlieren, während sie - nun Aulelia - ihre wahre Identität verbergen und den absurden bablischen Gesetzen gerecht werden muss.

Persönliche Meinung


Positiv erwähnen kann ich aktuell nur noch die Welt von "Die Spiegelreisende", auch wenn momentan doch so einige neue Fragen zur Entstehung dieser Welt und vor allem der Entstehung der Fähigkeiten aufgekommen sind - die hartnäckig über meinem Kopf schwebenden Fragezeichen wird der abschließende Band aber bestimmt endlich beseitigen.
Die Handlung wirkt auf mich überwiegend, als hätte das Grundgerüst der ersten beiden Bände hier erneut Verwendung gefunden.
Leider ist mir nach dem dritten Band unbegreiflich, dass Ophelia die Protagonistin der Reihe ist. Ein negativer Beigeschmack kommt bereits auf, weil sie auf ihrer Heimatarche Anima beinahe drei Jahre genau genommen das Leben einer Gefangenen geführt hat, woraus sie alleine durch die Tatkraft anderer ausbrechen kann. Bei einem kürzeren Zeitraum hätte ich dies problemlos akzeptieren können, denn Ophelia ist mir bis zu Beginn von Band 3 (abgesehen von ihrer nicht enden wollenden Leier bezüglich Thorns Körpergröße) so wie sie ist sympathisch gewesen. Während ich in den Bänden 1 und 2 noch der Auffassung gewesen bin, dass sie mit sich selbst im Reinen ist und im Rahmen ihrer eigenen Grenzen ihr Bestes gibt, hat mir dieser Band aber traurigerweise das Gefühl aufgezwungen, dass Ophelia auch gleich auf Anima hätte bleiben können. Fast könnte ich von ihr als einer Fremden sprechen (wäre da nicht ihr Schal?), diese Unfähigkeit kann ich nicht mit Ophelia vereinbaren und erst recht nicht, da der nächste Band den Abschluss bedeutet. Somit bin ich überzeugt: Aus Thorns Sicht könnte "Das Gedächtnis von Babel" ein Pageturner sein.
Mein zweiter Minuspunkt: Ophelia und Thorn kann ich einfach nicht als Paar sehen. Christelle Dabos hätte ihrer Beziehung mehr Raum geben können, von Anziehung und Gefühlen habe ich nie etwas bemerkt und hier in "Das Gedächtnis von Babel" ist beiden urplötzlich verwunderlich klar, dass sie eine echte Beziehung führen möchten. In dieser Hinsicht enttäuscht mich die Reihe auf ganzer Linie.

Fazit


Die Handlung von "Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel" ist eben nicht mein Fall gewesen und den Draht zu Ophelia sowie Thorn habe ich hier verloren, während ich zu anderen Charakteren gar nicht erst einen aufgebaut habe. Mit beidem kann ich mich dem abschließenden Band "Im Sturm des Echos" zugunsten arrangieren, da die Welt interessant bleibt. Ihretwegen bleibe ich dran.

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Veröffentlicht am 04.08.2020

Fehlgriff

Die Perlenfarm
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Leider hat mir nichts zugesagt - der Schreibstil (besonders, was Gefühle angeht), die Handlung, die Umsetzung (ebenfalls besonders, was Gefühle angeht), alle Charaktere (niemand ist mir sympathisch gewesen), ...

Leider hat mir nichts zugesagt - der Schreibstil (besonders, was Gefühle angeht), die Handlung, die Umsetzung (ebenfalls besonders, was Gefühle angeht), alle Charaktere (niemand ist mir sympathisch gewesen), das Ende ... Einfach nur ein großes Nein.
Ja, "Die Perlenfarm" ist keine Wohlfühlgeschichte und ich kann daher nachvollziehen sowie respektieren, dass es nicht viele schöne Erfahrungen in Kionas Leben gibt, aber den wenigen ist von der Autorin nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt worden. Generell wird mir die ganze Geschichte zu schnell erzählt. Traurig.
Ich weiß: hätten mir der Schreibstil und die Umsetzung zugesagt, hätte ich die Charaktere (außer die "Bösen") und die Handlung geliebt. Von mir gibt es zwar nur einen Stern, aber letztendlich bin ich weniger traurig, weil "Die Perlenfarm" von anderen Lesern gemocht wird. Was, wie ich denke, der Roman eigentlich auch verdient.

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