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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2022

Lustig, jedoch gewöhnungsbedürftig

Tote essen keinen Döner
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Familie Engin zieht in eine neue Wohnung - der einzige Haken daran: im gleichen Haus wohnt ein rechtsextremer Skinhead. Doch Familie Engin ist sich sicher, dass sie dieses Problem meistern werden. Als ...

Familie Engin zieht in eine neue Wohnung - der einzige Haken daran: im gleichen Haus wohnt ein rechtsextremer Skinhead. Doch Familie Engin ist sich sicher, dass sie dieses Problem meistern werden. Als Osman und seine Frau jedoch am ersten Tag besagten Nachbarn tot in ihrem Keller finden, stehen sie vor ganz anderen Problemen. Osman verdächtigt anfänglich nämlich seinen einzigen Sohn, den er für einen ziemlichen Nichtsnutz hält. Wie versteckt man eine Leiche und findet gleichzeitig den Mörder? Wie gut, dass Osman schon seit Jahren regelmäßig Tatort und Derrick im Fernsehen verfolgt und sich daher mit dem Lösen von Kriminalfällen auskennt....

Als Krimi würde ich den Roman nicht bezeichnen, aber als lustige Geschichte, die viele Klischees der Deutschen, Italiener und Türken auf eine humorvolle Art verarbeitet.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

Kurzweilig

KAMASUTRA IN UNTERFILZBACH
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Wer einen Krimi erwartet, wird enttäuscht werden - aber das schreibt die Autorin auch schon im Vorwort. Vielmehr geht es um das Dorfleben in Unterfilzbach. Protagonist ist Hans - ein Gemeindearbeiter. ...

Wer einen Krimi erwartet, wird enttäuscht werden - aber das schreibt die Autorin auch schon im Vorwort. Vielmehr geht es um das Dorfleben in Unterfilzbach. Protagonist ist Hans - ein Gemeindearbeiter. Begleitet wird er von seinem Freund Sepp und seiner Frau Bettina, nebst drei Kindern und diversen Dorfcharakteren - die wohl überall zu finden sind. Zwei Tote gibt es auch, aber die sind eher nebensächlich - natürlich gibt es am Ende des Buches die Lösung des Rätsels.

Der Roman ist einfach und leicht zu lesen - jeder der schon einmal die Gelegenheit hatte, in ein Dorfleben reinzuschnuppern, wird einige der Charaktere wiedererkennen.

Ganz nett für ein paar gemütliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Ganz nett

Wie immer Chefsache
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Seit seine Freundin sich von ihm getrennt hat, lebt Mattes Reuter mit Hündin Mina in der Einliegerwohnung seiner Schwester Astrid. Auch beruflich ist sein Leben nicht sehr aufregend - mehr oder weniger ...

Seit seine Freundin sich von ihm getrennt hat, lebt Mattes Reuter mit Hündin Mina in der Einliegerwohnung seiner Schwester Astrid. Auch beruflich ist sein Leben nicht sehr aufregend - mehr oder weniger regelmäßig schreibt er kleine Artikel für ein Stadtmagazin und lebt sonst in den Tag hinein. Bis er plötzlich unerwartet ein Jobangebot von einer kleinen, lokalen Hundezeitung bekommt. Da er gerade nichts Besseres vor hat, nimmt er die Stelle als Chefredakteur an, und plötzlich packt ihn der Ehrgeiz. Er möchte aus dem kleinen, unscheinbaren Heftchen ein richtiges Magazin machen. Seine drei Mitarbeiter wollen zu Beginn nicht so recht mitmachen - hängen sie doch an ihrem beschaulichen Job, ohne viel Stress und Aufregung. Aber Mattes schafft es schließlich die anderen zu motivieren und schließlich beginnen alle Spaß an der neuen Aufgabe zu haben.

Der Roman ist nett und unterhaltsam geschrieben - nichts Aufregendes, aber ganz gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Kurzweilig und Amüsant

Oma Thea macht die Fliege
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Thea hat die Nase voll - 100 Jahre sind genug - sie möchte auf keinen Fall ihren 101 Geburtstag erleben. Da sie bei ihren Plänen Hilfe für die Umsetzung braucht, überredet sie den Krankenpfleger Jan, sie ...

Thea hat die Nase voll - 100 Jahre sind genug - sie möchte auf keinen Fall ihren 101 Geburtstag erleben. Da sie bei ihren Plänen Hilfe für die Umsetzung braucht, überredet sie den Krankenpfleger Jan, sie aufs Dach zu bringen. Der jedoch denkt nicht daran, Thea alleine in den Tod stürzen zu lassen. Auch er will nicht mehr leben. Während Thea noch versucht, Jan von seinem Vorhaben abzubringen, stehen plötzlich auch eine betrunkene Sue Ellen und Friedelies am Dach um ebenfalls zu springen. Nach einigen Diskussionen entscheiden die drei, noch eine Woche mit dem Selbstmord zu warten, um vorher noch einige Dinge erledigen zu können. So nach und nach erfährt man die Beweggründe der einzelnen Personen für ihren Wunsch nach Freitod und auch die einzelnen Protagonisten bekommen eine andere Sicht auf ihre eigenen Probleme und auf die der anderen.

Kurzweilig und amüsant geschrieben - ein netter und humorvoller Roman für zwischendurch.....

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Interessantes Kinder- /Jugendbuch

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Band 1-3
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Drei Bände in einem Buch

Band 1 erzählt wie Anna und ihre Familie 1933 buchstäblich in letzter Minute aus Deutschland in die Schweiz fliehen. Annas Vater ist ein berühmter jüdischer Schriftsteller und ...

Drei Bände in einem Buch

Band 1 erzählt wie Anna und ihre Familie 1933 buchstäblich in letzter Minute aus Deutschland in die Schweiz fliehen. Annas Vater ist ein berühmter jüdischer Schriftsteller und deshalb einer der ersten der von den Nazis gesucht wird. Erzählt wird die Geschichte aus Annas Sicht. Der Umzug von Berlin in ein kleines Dorf in der Schweiz ist eine ziemliche Umstellung und jedes Familienmitglied geht anders damit um. Da es für den Vater in der Schweiz nicht möglich ist, als Schriftsteller / Journalist zu arbeiten, zieht die Familie schließlich nach Paris, wo die Kinder nicht nur neue Freunde finden, sondern auch eine neue Sprache lernen müssen. Auch hier können sie auf Dauer nicht bleiben und so steht am Ende des ersten Bandes ein Umzug nach England an.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Band liegen einige Jahre. Mittlerweile ist der zweite Weltkrieg ausgebrochen. Anna hat die Schule beendet und ihr älterer Bruder Max hat ein Vollstipendium für die Uni bekommen. Da der Vater immer noch kaum Aufträge hat, verarmt die Familie immer mehr. Anna und ihre Mutter versuchen alles um Geld zu verdienen. London wird bombardiert und Anna beschreibt, wie sich die Menschen damals gefühlt haben, und trotz der ständigen Bedrohungen irgendwie normal weiter leben konnten.

Trotzdem hat mir dieser Teil weniger gut gefallen - irgendwie hatte ich manchmal den Eindruck, als wäre es nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen und mir hat der Lesefluss von Band 1 gefehlt.

Im dritten Teil des Buches ist Anna erwachsen und lebt mit ihrem Mann in London, Max ist verheiratet, Vater einer Tochter und als Anwalt gerade in Griechenland unterwegs. Der Vater ist vor einigen Jahren gestorben und Annas Mutter lebt und arbeitet im besetzten Berlin für die Amerikaner. Als Annas Mutter ins Krankenhaus kommt und es nicht sicher ist, ob sie überleben wird, fliegt Anna nach Berlin. Während ihres Aufenthaltes besucht sie auch die Plätze ihrer Kindheit und arbeitet die Vergangenheit auf.

Fazit:
Im großen und ganzen ein guter zeitgeschichtlicher Roman für Kinder/Jugendliche.

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