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MissIvori

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2019

absolut wundervoller Jugendroman

Once and for all
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Inhalt:
Louna ist die Tochter der gefragtesten Hochzeitsplanerin von Lakeview. Deren Mitarbeiter sind gestählt im Umgang mit panischen Bräuten und kaltfüßigen Bräutigamen. Und bei allem, was sie erlebt ...

Inhalt:
Louna ist die Tochter der gefragtesten Hochzeitsplanerin von Lakeview. Deren Mitarbeiter sind gestählt im Umgang mit panischen Bräuten und kaltfüßigen Bräutigamen. Und bei allem, was sie erlebt haben, glaubt keiner von ihnen mehr an die wahre Liebe. Auch Louna glaubt nicht mehr an das ewige Liebesglück, denn ihre erste Liebe wurde ihr genommen. Seit damals hält sie jeden, der sich ihr nähert, auf Abstand. Auch Ambrose, den charmant-chaotischen Bruder einer zahlungskräftigen Braut to be. Als Lounas Mutter ausgerechnet Ambrose als Praktikant einstellt, beginnt Lounas sorgsam errichteter Schutzwall zu bröckeln.

Meinung:
Ich liebe Sarah Dessens Bücher. Und auch wenn Once and for all nicht an meinen Favoriten About Ruby heranreichte, so habe ich das Buch trotzdem geliebt-
Die Geschichte ist so wundervoll, so gefühlvoll, so tiefgründig, so besonders, so toll.
Ihr Schreibstil ist wie immer sehr humorvoll, einnehmend, bildhaft und ging mir bei einigen Szenen richtig unter die Haut. Erzählt wird aus Lounas Sicht in der ich-Perspektive, wobei sie den Leser teilweise direkt anspricht. Sie erzählt uns eigentlich sogar zwei Geschichten – einmal im Jetzt, diesen letzten Sommer, in dem sie in der Hochzeitsfirma ihrer Mutter jobbt und Ambrose als neuer Praktikant dazukommt, und einmal vor einem Jahr, als sie Ethan kennenlernte, die beiden sich verliebten und sich wieder verloren. Mir gefielen vor allem die Kapitel mit Ethan (generell Ethan ist ja wohl der absolute Traum, sorry Ambrose!), sie ließen mich dahinschmelzen und je mehr es diesem einen Ereignis entgegenging, desto weniger wollte ich weiterlesen, aber ich KONNTE auch nicht aufhören, so sehr war ich im Sog gefangen. Was genau mit ihrer Liebe geschah kann man sich ziemlich früh denken und obwohl ich erst dachte „hm wäre ein bisschen rätseln nicht besser gewesen“, war es so genau richtig, denn im Gegensatz zu Lounas „unschuldigen“ Damals-Erzählungen weiß man ja, was kommen wird und das war irgendwie eine geniale Erzählweise. Hier hatte ich gegen Ende richtig Gänsehaut.
Überhaupt war Louna mir mehr als sympathisch. Ich konnte mich super in sie hineinversetzen, mit ihr mitfühlen, mitleiden, mit ihr langsam Ambrose eine Chance geben, der doch nicht so oberflächlich ist, wie er anfangs erscheint. Louna glaubt nicht (mehr) an die Liebe, ist zynisch, eher still, geht nicht viel auf Partys, datet eigentlich nicht und ihre beste Freundin Jilly war der lustige passende Gegenpart dazu: laut, verrückt, mit vielen Geschwistern und immer auf der Suche nach dem nächsten Date. Aber man merkte, wenn es darauf ankommt, steht sie hinter Louna.
Ambrose, ja, mit ihm musste ich erst warm werden, denn wie auch für Louna ist er so gar nicht mein Typ. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie, stiftet oft Chaos und handelt oft ohne zu denken (ich meine, wer klaut schon einen Hund und stellt es als Rettung hin?) und hat mehr Dates als es Wochentage gibt. Ja, auch ich hätte ihn wohl unter „mir spontan nicht sympathisch“ abgelegt. Aber mit der Zeit lernen wir ihn kennen, er hilft Leuten gerne, ist wirklich gutherzig, sie lachen gemeinsam und ohne es zu merken ist er Louna und auch mir ein guter Freund geworden. Am besten waren aber die humorvollen Schlagabtausche zwischen den beiden, die zu einer Wette führten, die die Geschichte im Jetzt neben den Hochzeiten dominiert: und zwar soll Louna im letzten Sommer mehr erleben, viele Dates haben – aber nur erste Dates. Dafür soll Ambrose sich den restlichen Sommer auf ein Mädchen festlegen. Klingt lustig? Ist es auch. Wer wird wohl am Ende die Wette gewinnen?
Mein Highlight von Nebencharakteren waren übrigens Lounas Mutter und William, ihr Partner in der Firma. Die beiden und ihr Zynismus sind der Hammer. :D Auch das man so viel über den Job der Hochzeitsplaner erfuhr, eben alles, was hinter den Kulissen geschieht – natürlich gepaart mit einer erhöhten Prise Zynismus – war echt interessant und hatte ich so noch nicht gelesen. An sich ist die Story eigentlich relativ ruhig, es geschiehen keine großen Weltwunder, aber das fehlte mir auch gar nicht, denn obwohl wir „nur“ Louna durch ihre Sommerwochen von Hochzeiten, dem Planen derer und ihrer Zeit mit Jilly oder Ambrose folgten, flog ich durch die Seiten.
Ich kann wirklich nicht genug von dem Buch schwärmen. Wenn ihr also Jugendbücher mögt, lest es. Wenn ihr sonst vielleicht eher im NA Genre unterwegs seid, egal, gebt diesem Buch eine Chance, euch ebenso verzaubern zu lassen, wie mich.

Fazit:
Sarah Dessen weiß, wie man ein grandioses und tiefgründiges Jugendbuch schreibt – sie beweist es immer wieder aufs Neue und ich verliebe mich jedes Mal in ihre Geschichte.
Von verlorener Liebe, dem letzten Sommer vor dem College und dem Finden einer neuen Liebe – eine perfekte Kombi für ein klasse Sommerbuch!

Veröffentlicht am 20.08.2019

gute Idee aber leider nicht ganz meins

Und dann weiß jeder, was ihr getan habt
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Inhalt:
Vier Jugendlich, vier Geheimnisse - und alle sind live dabei!
Wenn Muriel jemals so etwas wie eine Freundin hatte, dann war es Precious. Aber Precious ist seit der Studienfahrt an die Ostsee verschwunden, ...

Inhalt:
Vier Jugendlich, vier Geheimnisse - und alle sind live dabei!
Wenn Muriel jemals so etwas wie eine Freundin hatte, dann war es Precious. Aber Precious ist seit der Studienfahrt an die Ostsee verschwunden, möglicherweise sogar tot – und Muriel hat eine grausame Theorie, was und vor allem wer dahintersteckt.
Was für ein Spiel trieb Constantin in jener Nacht? Glaubt er wirklich, sich mit Geld alles kaufen zu können? Oder war Precious freiwillig bei ihm? Um endlich Antworten zu finden und die Schuldigen bloßzustellen, lädt Muriel sie unter einem Vorwand zu sich nach Hause ein:
Vier Mitschüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Vier Geheimnisse, die live übertragen werden.
Vier Geständnisse, die alle schockieren.

Meinung:
Der Jugendthriller ist abwechselnd aus Sicht aller Beteiligten geschrieben, und zwar immer aus der Ich-Perspektive. Bei Daria zb sind es immer Selbstgespräche, so in der Art von Tagebucheinträgen. Die von Constantin zeichnen sich durch kurze Sätze, manchmal auch nur stichpunktartige Mitteilungen, aus. Seine Kapitel ließen sich nicht so flüssig lesen, vielleicht weil ich diesen kurzen, wenn auch prägnanten Schreibstil nicht so mag. Die Kapitel von Lennard ließen sich am schwersten lesen. Um hier Jugendsprache zu vermitteln und dem Charakter etwas Eigenständiges zu geben wurden einige Wörter so geschrieben wie Jugendliche sie teilweise in Chats nutzen – zum Beispiel wurde einfach zu 1fach – das fand ich leider echt schrecklich. Dafür bin ich wahrscheinlich auch aus dem Alter raus.
Im Laufe der Geschichte bekommt man einen guten Rückblick auf das Geschehen, immer in Etappen aus den verschiedenen Sichten. Auch die Persönlichkeiten der einzelnen Beteiligten werden ausführlich beschrieben. Man kann die Emotionen jedes Einzelnen gut verstehen, richtig nachfühlen konnte ich sie aber leider nicht, weil sie mir nicht sehr nahe kamen.
Und obwohl Muriel gute Absichten hat, ist doch schon bald klar, dass sie mit ihrem Tun weit übers Ziel hinaus schießt. Leider ließ die Spannung im Laufe des Geschehens meiner Ansicht nach etwas nach. Das Ende wiederum fand ich sehr gelungen, weil es so anders war als erwartet.

Fazit:
Alles in allem hat dieses Buch meine Erwartungen nach dem Lesen des Klappentextes nicht so recht erfüllt, ich hatte mir etwas mehr erhofft und wurde auch leider mit den unterschiedlichen Schreibstilen nicht so warm.

Veröffentlicht am 14.08.2019

etwas skurril

Ein wirklich erstaunliches Ding
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Inhalt:
Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.
Genau so verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber beeindruckenden ...

Inhalt:
Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.
Genau so verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber beeindruckenden Roboter-Skulptur, geht über Nacht viral und katapultiert sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Überall auf der Welt sind Carls aufgetaucht – und niemand weiß, woher oder warum.
Die Ungewissheit lässt eine mediale Hysterie ausbrechen – Schock, Neugier und Angst treffen auf Sensationslust und apokalyptische Fantasien.
Immer mehr Verschwörungstheoretiker, die sogenannten Defender, sehen in der außerirdischen Intelligenz eine Bedrohung, gegen die es zu kämpfen gilt – und dazu gehört auch deren Entdeckerin April.

Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und man liest sich gut und flüssig durch die Seiten. Wir begleiten April in ihrem eigentlich normalen Tag und dann ist man auch schon mitten im Geschehen. Erzählt wird die Handlung aus Aprils Perspektive, sie spricht den Leser aber direkt an, dass fand ich zwar ungewöhnlich, aber es erzeugte einen noch näheren Bezug. Die Charaktere gefielen mir allesamt gut, sie passen gut zueinander und haben ihre Ecken und Kanten.
Ich fand es sehr gut und auch lustig, wie der Autor hier mit dem Finger auf die soziale Medienwelt zeigt – in der er ja selbst aktiv ist. Gleichzeitig war mir das alles aber auch zu überspitzt, zu sehr gewollt dargestellt. Im Verlauf der Geschichte wurde die Handlung immer spannender und spannender – das hätte ich hier eher nicht erwartet, ich ging von einem Scifi angehauchten Jugend/New Adultroman aus – und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Das Ende bietet dann sehr viel Raum für einen weiteren Band, obwohl das Buch so in sich abgeschlossen ist. Die Carls und ihre Existenz bzw ihr Vorhaben überraschten mich und auch wenn es eben abwegig und überdreht ist, ist es vielleicht gar nicht so abwegig.

Fazit:
Hank Greens Debütroman glänzt durch seinen ganz eigenen Schreibstil, der einen in seinen Bann zieht und seine Mischung von SciFi, New Adult und Satire an den Medien schwankt bei mir irgendwo zwischen brillant und skurril.

Veröffentlicht am 13.08.2019

leider nicht ganz meins

From Here to You
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Inhalt:
Als Darby Dixon an ihrem Hochzeitstag in einem winzigen Bad in einer Kirche in Texas sitzt und einen positiven Schwangerschaftstest in Händen hält, wird ihr klar, dass eine Ehe mit ihrem gewalttätigen ...

Inhalt:
Als Darby Dixon an ihrem Hochzeitstag in einem winzigen Bad in einer Kirche in Texas sitzt und einen positiven Schwangerschaftstest in Händen hält, wird ihr klar, dass eine Ehe mit ihrem gewalttätigen Verlobten die schlechteste Entscheidung ihres Lebens wäre. Sie war zwar noch nie sehr gut darin, auf sich selbst aufzupassen, aber jetzt geht es verdammt nochmal um die Zukunft ihres Babys. Also flieht sie mit wenig Geld und einer großen Portion Mut, um mit neuem Namen ein besseres Leben zu beginnen.
Als Elitesoldat hat es Scott »Trex« Trexler in die gefährlichsten und korruptesten Krisengebiete der Welt verschlagen. Mit seinem neuesten, strenggeheimen Auftrag kehrt er nun endlich an den Ort zurück, an dem er sich das letzte Mal wirklich wohl gefühlt hat: Colorado Springs.
In dem Moment, als Trex das Hotel betritt, in dem Darby inzwischen arbeitet, weiß sie, dass er gefährlich für sie ist. Er gibt zwar vor, nur einer der vielen heißen Feuerwehrmänner zu sein, die gegen den nahegelegenen Waldbrand kämpfen, aber Darby ahnt, dass etwas stimmt nicht. Auf keinen Fall wird sie sich wieder auf einen Mann einlassen, dem sie nicht völlig vertrauen kann – und Trex erzählt ihr offensichtlich nicht alles. Aber schon bald fällt es Darby trotzdem immer schwerer, ihr Herz davor zu schützen, doch Feuer zu fangen.

Meinung:
Das ist mein erstes Buch der Autorin, was ich dank Netgalley lesen durfte.
Das Cover gefällt mit sehr gut, diese Schlichtheit und die Farben (und der Glitzer auf der Buchversion!).
Der Einstieg in die Story ist gut, es ist flüssig geschrieben, man kann es leicht lesen. Darby ist ehemalige Schönheitskönigin und verdreht jedem Kerl den Kopf. So auch Trex, den sie in dem Hotel, in dem sie nach ihrer Flucht lebt und arbeitet, kennenlernt. Er glaubt fest daran irgendwann die Eine zu finden. Als er Darby sieht, weiß er sofort - sie ist es. Und da dachte ich mir zum ersten Mal „ooookay“. Ich finde einfach, auch wenn man an die Eine glaubt –was ihn in diesem Ausmaß irgendwie naiv wirken ließ – dass das nicht von einmal sehen klar ist. Natürlich ist das Aussehen der Blickfänger gewesen, aber sie hätten sich wenigstens ein bisschen unterhalten sollen bevor er Zukunftspläne schmiedet, das wirkte eher oberflächlich. Und das tut er. Er gibt direkt Vollgas, will sie von sich überzeugen. Darby ist zunächst vorsichtig, sie muss ja an ihr Baby denken. Dieses langsame Vertrauen und sich öffnen gefiel mir wieder gut. Generell mochte ich Darby, die am liebsten auf eigenen Beinen stehen will und nur langsam ihre Zuneigung für Trex zulässt. Doch einige ihrer Entscheidungen fand ich hingegen wieder etwas unlogisch. Auch die Gefühle der beiden wurden nicht so ganz zu mir transportiert, sie kamen mir einfach nicht so nahe.
Die ganzen Hotshots haben mich ehrlich gesagt etwas überrannt – es waren sooo viele! Ich hatte echt Probleme mir ihre Namen zu merken und sie auseinander zu halten.
Trex Freunde – sein Team – blieb mir dabei etwas zu blass. Generell ist hier mein größter Kritikpunkt. Es wird viel von seiner Arbeit erzählt. Er ist Sicherheitschef eines Regierungskomplexes, in dem strenge Regeln herrschen. Soweit so gut. Doch immer wieder wird der Leser angeteasert, das da mehr dahintersteckt, dass dort irgendwelche Dinge vor sich gehen und ich dachte oder hoffte, da würde mehr kommen. Denn die Arbeitsepisoden und alle Kollegen und Hotshots nehmen recht viel Platz in der Story ein, sodass ich dachte es ginge Richtung Romantic Thrill. Das war mir also zu viel von seiner Arbeit, die im Endeffekt nicht „wichtig“ für die Lovestory, die ja im Mittelpunkt stand, war. Das Ende war dann sehr schnell und sehr voll, da wäre ein bisschen weniger vielleicht mehr gewesen.
Ich weiß nicht, ob ich einen weiteren Band der Reihe lesen werde, aber ich möchte eben schon wirklich wirklich gern erfahren, was in dem Komplex wirklich geschieht (seht ihr? Da war soo viel Potential für!).

Fazit:
Eine gute Idee mit solider Lovestory, die mich leider nicht völlig abholen konnte und ihr Potential nicht ganz ausnutzte.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Grandios.

Wir. Hier. Jetzt.
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Inhalt:
#sorrynotsorry
Wham! Mit jedem Schlag auf den Sandsack geht es Kacey besser. Seit sie mit ihrer kleinen Schwester vor ihrem gewalttätigen Onkel nach Florida flüchtete, ist das Fitness-Center der ...

Inhalt:
#sorrynotsorry
Wham! Mit jedem Schlag auf den Sandsack geht es Kacey besser. Seit sie mit ihrer kleinen Schwester vor ihrem gewalttätigen Onkel nach Florida flüchtete, ist das Fitness-Center der einzige Ort, an dem sie bei sich ist. Mit aller Macht verdrängt sie, was damals geschah, als bei einem Unfall ihre ganze Familie starb.
Wham! Als Trent vor ihr steht, ist es um ihre sorgfältig errichtete Fassade geschehen. Er ist unverschämt, undurchschaubar und wahnsinnig sexy. Und er hat ein Geheimnis, das Kaceys Leben für immer verändern könnte...

Meinung:
Dieses Buch hat mich total überrascht Leute, ich liebe es!
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, wir verfolgen das Geschehen aus Sicht von Kacey und ihre Gefühle und Emotionen wurden mir so gut übermittelt als wäre sie ich.
Sie und ihre Schwester haben es alles andere als einfach. Sie haben ihre Eltern auf schreckliche Weise verloren und sind von ihrem neuen alten Zuhause ihrer Verwandten geflohen und in Florida gelandet. Mit neuem Namen und allem. Kacey als Protagonistin gefiel mir unglaublich gut, sie hat sich eine harte Fassade erarbeitet, hinter der sie alle Gefühle und Gedanken an das Geschehene versucht zu vergaben, doch durch ihre Schwester und nicht zuletzt ihre neuen Nachbarn und Trent kann man wunderbar mitverfolgen wie sie langsam auftaut, mit sich und ihren inneren Dämonen ringt. Ich habe ihr das vollkommen abgekauft. Es ist ein eher langsamer ruhiger Prozess, aber genau das braucht sie und passt dazu. Mein Favorit bleibt aber ihre kleine Schwester Livie, die eigentlich die viel erwachsenere von beiden ist. Ich bin echt froh, dass schon ganz bald ein Buch mit ihr als Prota folgt. Super gefallen haben mir auch ihre Nachbarin und deren kleine Tochter. Auch hier sieht man mal wieder, dass das Äußere nicht alles über einen aussagt. Trent blieb eine lange Zeit über geheimnisvoll. Auf mysteriöse Weise charmant und heiß, aber sehr vage. Irgendwann kam mir eine Idee was sein Geheimnis sein könnte. Doch die komplette Ausarbeitung und Auflösung davon hat mich sprachlos umgehauen und fertig gemacht. Also wirklich wirklich fertig gemacht. Ich möchte, dass so viele wie nur möglich dieses Buch lesen – allein dieser Twist verdient es!

Fazit:
Wir. Hier. Jetzt. ist unglaublich gut, einfühlsam, stark, echt. Absolute Empfehlung! Ich habe einige Tränchen vergossen und dachte noch tagelang über dieses Buch nach.