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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2017

Ein Nachdenken über das Leben, mit all seinen schönen und traurigen Facetten.

This is not a love song
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Vincent hat in England viel erreicht: er ist ein erfolgreicher Unternehmer, hat eine glückliche Familie mit zwei Kinder und eine schöne Frau.
Eines Tages macht er einen Heimaturlaub und bucht eine kurze ...

Vincent hat in England viel erreicht: er ist ein erfolgreicher Unternehmer, hat eine glückliche Familie mit zwei Kinder und eine schöne Frau.
Eines Tages macht er einen Heimaturlaub und bucht eine kurze Reise nach Hause, in die französische Provinz. Neben den am Anfang eher oberflächlichen Wiedersehens wartet aber eine große Begegnung auf ihn: eine Begegnung mit seiner Vergangenheit, mit seiner Jugend. Eine Begegnung mit der Wahrheit und mit sich selbst.

Jean-Philippe Blondel, einer der beliebtesten Autoren Frankreichs, hat mit seinem, auf Deutsch neu erschienen Roman „This is not a love song“ wieder ein Meisterwerk geschrieben.
Als LeserIn ist man von Anfang an in seiner psychologisch-emotionalen Sprache gefangen und möchte über die ProtagonistInnen, über die Geschichte immer mehr erfahren.
Gleichzeitig schafft Blondel in seinem Buch große philosophische Fragen aufzuwerfen, Fragen, die die LeserInnen selbst auch zum Nachdenken bringen.

Der Roman hat mich von Beginn an mitgerissen, ich habe die Geschichte manchmal besorgt, manchmal mit Tränen in den Augen, manchmal geärgert gefolgt. Und das schaffen nur wenige Romane bei mir.

„This is not a love song…“ Und tatsächlich. Es geht nicht um die Liebe in diesem Buch. Auch darum. Aber es ist aber mehr. Es geht um Familie, Freunde, um Vergangenheit und Verantwortung.
Ein Nachdenken über das Leben, mit all seinen schönen und traurigen Facetten.

Veröffentlicht am 31.01.2017

Ein Buch mit vielen offenen Fragen zum Nachdenken

Zuerst der Tee
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"Zuerst der Tee" ist der Debütroman von dem jungen österreichischen Autor und Wissenschaftler Gábor Fónyad, ein Buch zum Nachdenken mit einem wunderschlönen Schauplatz.

Rye ist ein süßer kleiner Ort mit ...

"Zuerst der Tee" ist der Debütroman von dem jungen österreichischen Autor und Wissenschaftler Gábor Fónyad, ein Buch zum Nachdenken mit einem wunderschlönen Schauplatz.

Rye ist ein süßer kleiner Ort mit einem Hafen und engen, verwickelten Straßen im Südosten Großbritanniens. Hier lernen sich drei junge Erwachsene mit drei sehr unterschiedlichen Charaktere kennen: Eduard aus Wien, der als Tschuktologe gerade an seiner Doktorarbeit arbeitet (arbeiten möchte), Pauline, die verträumte Pianistin, die sich auf ein Konzert vorbereitet (vorbereiten möchte) und Oscar, der zwischen seinen Weltabenteuern immer wieder in seine geliebte Heimatstadt, nach Rye zurückkehrt um die einzigartige Atmosphäre der Kleinstadt zu genießen (genießen möchte).
Die drei ProtagonistInnen treffen sich zufällig hier um ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam zu gehen. Und so können sie am Ende dieses Weges nie wieder so sein als vorher ... oder doch?

"Zuerst der Tee" ist ein intelligenter und humorvoller Roman über Identität, Gefühle und Lebensziele, aber auch über philosophische Fragen, wie die Bedeutung der Musik oder Religion.

Ein Buch, worüber ich noch sicher viel nachdenken werde.
Eine große Empfehlung für jedeN!

Veröffentlicht am 31.01.2017

Über Frau Bergmann werden wir noch viel hören :-)

Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker
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Renate Bergmann ist 82 Jahre jung, viermal verwitwet und lebt in Berlin-Spandau. Sie ist keine typische Omi:
sie ist nämlich eine "Online-Omi": mit der Hilfe ihres Händis schreibt sie täglich auf Twitter ...

Renate Bergmann ist 82 Jahre jung, viermal verwitwet und lebt in Berlin-Spandau. Sie ist keine typische Omi:
sie ist nämlich eine "Online-Omi": mit der Hilfe ihres Händis schreibt sie täglich auf Twitter und Fäßbuck und begeistert mehrere Tausende LeserInnen.

Nach der Online-Welt möchte sie nun auch die Bücher-Welt erobern. Ihr erstes Taschenbuch „Ich bin nicht süß, ich habe bloß Zucker“ ist im Juli 2014 (Rowohlt Verlag) erschienen.

In dem Buch "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker" können wir die vielen lustigen Geschichten hinter ihren Twitter Nachrichten kennenlernen und dabei seeehr viel Spaß haben.
In dem Buch erzählt sie über ihre Vergangenheit (4 Ehemänner, die jetzt auf 4 Friedhöfen Berlins liegen), ihre Familie („Tante Renate sitzt im Zug nach Hause. Wir bekreuzigen uns kollektiv“), ihre FreundInnen („Ilse und Kurt haben schon wieder die Gebisse vertauscht. Ich werde immer stutzig, wenn Kurt Lippenstift auf den Schneidezähnen hat“) aber auch über ihren abenteuerlichen Alltag u.a. in der Bank, beim Einkaufen oder beim Arzt. Inzwischen lernen wir ihre Meinung über die Welt von heute kennen, wobei natürlich die Liebe auch nicht fehlen darf.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich musste sogar oft laut lachen. Das ist aber auch kein Wunder, in diesem Buch fand ich fast jeden Satz lustig! Der junge Autor des Buches schreibt sehr 'authentisch omi-mäßig': obwohl ich Frau Bergmann vorher nicht gekannt habe, konnte ich schnell in die Welt von der Kult-Omi eintauchen und mich dort köstlich amüsieren.
Ich bedanke mich für die lustigen Stunden und hoffe sehr, dass das Buch auch weitere Folgen haben wird. (Vielleicht auch eine Verfilmung? :)

Für eine Aussage bin ich besonders dankbar: Liebe ist, wenn "ich mich vorstellen kann nachts meine Zähne im Glas neben seinen stehen zu sehen“. Danke dafür Frau Renate Bergmann!

Veröffentlicht am 31.01.2017

Lasst euch verzaubern!

Eine Messerspitze voll Magie
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Cady ist 11 Jahre alt und lebt seit vielen Jahren im Heim für verlorengegangen Mädchen. Das kleine Mädchen ist sehr talentiert: sie kann für jedeN den perfekten Kuchen backen, ihre richtige Familie hat ...

Cady ist 11 Jahre alt und lebt seit vielen Jahren im Heim für verlorengegangen Mädchen. Das kleine Mädchen ist sehr talentiert: sie kann für jedeN den perfekten Kuchen backen, ihre richtige Familie hat sie aber noch nicht gefunden.
Sie und die anderen ProtagonistInnen des Buches leben ihr – auf keinen Fall gewöhnliches – Leben, bis ein großer Mann im grauen Anzug und mit bunten Knoten auftaucht. Und dann beginnt die Suche nach einem puderblauen Koffer, nach der perfekten Erdnussbutter, nach Familienglück, unentdeckten Talente und nach vielem mehr. „

Seit Juli 2014 ist Lisa Graff´s Buch „Eine Messerspitze voller Magie“ (Auf Englisch: „A Tangle of Knots“) auch für das deutschsprachige Publikum verfügbar.
Ein wirklich zauberhaftes Buch mit zahlreichen Rätseln , besonderen Kuchenrezepten und mit einem bunten Heißluftballon. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben und bleibt bis zum Ende geheimnisvoll mit vielen magischen Überraschungen für größere Kinder und Erwachsene, die etwas vom/über das Schicksal lernen möchten.

Lasst euch verzaubern liebe zukünftigen LeserInnen! Das Leben ist viel zu kurz um ohne Magie zu leben! :)

Veröffentlicht am 31.01.2017

Ein intelligentes Buch

Die Gestirne
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Mitte des 19. Jahrhunderts, eine Siedlung auf einer neuseeländischen Südinsel, ein Hotelzimmer, 13 Männer und ein Geheimnis– so beginnt der
sensationelle zweite Roman der jungen Autorin, Eleanor Catton, ...

Mitte des 19. Jahrhunderts, eine Siedlung auf einer neuseeländischen Südinsel, ein Hotelzimmer, 13 Männer und ein Geheimnis– so beginnt der
sensationelle zweite Roman der jungen Autorin, Eleanor Catton, die für ihr 1000-seitiges Buch 2013 mit dem renommierten Man Booker Prize
ausgezeichnet wurde.
So startet „die Gestirne“, es geht in diesem
Roman aber um viel mehr: um Geheimnisse, um Gold, um die Liebe mit vielen Intrigen und Überraschungen. Und es dreht sich alles um die Gestirne, alles hat seine eigene kosmische Ordnung, die Geschichten und
die ProtagonistInnen müssen von den LeserInnen aber selbst entdeckt werden. Man fühlt sich wie in einem Film in der Zeit des Goldrauschs,
während man selbst „geflashed“ wird.

Ich muss zustehen, dieses Buch ist das intelligenteste, das ich je gelesen habe. Ein Abenteuer, eine Herausforderung, eine literarische Sensation.
Die Gestirne hat mich herausfordert und gefangen gehalten. Ein Buch, das ich sicher auch zum zweiten oder vielleicht sogar zum dritten mal lesen werde.
Danke für das einzigartige Leseerlebnis!