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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2021

Hochspannung zur Primetime!

Reality Show
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Heiligabend 2028 und die (Fernseh)Welt steht kurze Zeit Kopf! Die einflussreichsten Deutschen finden sich auf jedem deutschen Fernsehapparat wieder. Sie werden von einer Gruppe von Menschen in ihren Häusern ...

Heiligabend 2028 und die (Fernseh)Welt steht kurze Zeit Kopf! Die einflussreichsten Deutschen finden sich auf jedem deutschen Fernsehapparat wieder. Sie werden von einer Gruppe von Menschen in ihren Häusern eingesperrt, ihre "Leichen im Keller" werden aufgedeckt und dem breiten Publikum erläutert, damit das Publikum selbst über die "Verurteilung" entscheiden kann.

Anne Freytag versteht es die Leser mitzunehmen und mit dem gesellschaftskritischen Themen zum Nachdenken anzuregen.
Auf den Inhalt möchte ich nicht weiter eingehen, da ich weder spoilern, noch die Spannung nehmen möchte.

Es ist mein erstes Buch vom Anne Freytag, ganz sicher aber nicht das letzte. Ihr Schreibstil ist unfassbar gut und realistisch. Der meistens rasante Wechsel zwischen den verschiedensten und dennoch unfassbar realistischen Charakteren war erst einmal etwas ungewohnt für mich, tat der Spannung, die für mich von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend bestehen bleibt, jedoch keinerlei Abbruch. Durch die vielen so verschiedenen Charaktere wird das Gesamtbild der Story atemberaubend gut. Auch, dass die Charaktere trotz positivem Willen, keine 08/15 Charakterschönung bekommen, fällt mir sehr positiv auf.

Das abprupte Ende steht für sich, lässt den Leser nachdenklich zurück und macht unheimlich Lust auf mehr.

Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Spannender Fall mit untypischer Ermittlerin

Die Tote mit der roten Strähne
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Die aus einer polnischen Polizistenfamilie stammende Betty Rhyzyk beginnt eine neue Stelle beim Dallas Police Department und leitet dort die Ermittlungen gegen einen mexikanischen Drogendealer. ...

Die aus einer polnischen Polizistenfamilie stammende Betty Rhyzyk beginnt eine neue Stelle beim Dallas Police Department und leitet dort die Ermittlungen gegen einen mexikanischen Drogendealer. Die Kollegen machen es ihr nicht immer einfach, da sie zum einen eine Frau und dann auch noch lesbisch ist. Aber Betty lässt sich nicht beirren und geht mit ihren auffallend roten Haaren und starken Charakter ihren Weg.
Im Laufe der Ermittlungen häufen sich die Leichen und Betty erhält persönliche „Geschenke“, die ihr Angst machen, gleichzeitig aber auch ihren Willen stärken den Fall aufzuklären.

Zunächst einmal finde ich den Schreibstil der Geschichte sehr treffend. Trotz einiger ungeschönter Ausdrücke bleibt die Autorin gerade damit authentisch. Der Spannungsbogen bleibt leider nicht während der ganzen Geschichte aufrecht erhalten, nimmt jedoch glücklicher Weise zum Ende hin wieder ordentlich an Fahrt auf.

Die Protagonistin Betty ist mir von Anfang an sympathisch. Trotz aller Widrigkeiten und ordentlichem „Gegenwind“ aus den eigenen Kollegenreihen bleibt sie sie selbst, lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg.

Das Cover ist wunderschön und vor allem passend zur Geschichte gestaltet.

Eine klare Leseempfehlung für adrenalinliebende Krimifans.

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Veröffentlicht am 20.08.2021

Ein unterhaltsames Plädoyer für öffentliche Bibliotheken

Die letzte Bibliothek der Welt
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Mit die letzte Bibliothek der Welt entführt uns Freya Sampson in das englische Dorf Chalcot und an die Seite einer schüchternen und liebevollenen Protagonistin, die beret ist für die Rettung ihrer Welt ...

Mit die letzte Bibliothek der Welt entführt uns Freya Sampson in das englische Dorf Chalcot und an die Seite einer schüchternen und liebevollenen Protagonistin, die beret ist für die Rettung ihrer Welt aus Büchern alles zu tun und dabei letztendlich auch bei sich selbst ankommt.

Die Hauptprotagonistin June Jones ist mir von Seite 1 n einer der sympathischsten Charaktere, die mir in meiner Lesechronik über den Weg gelaufen ist. Im Laufe der Geschichte legt sie ihre schüchterne Art ab und verwandelt sich in eine willensstarke junge Frau. Die Wandlung dieses Charakters hat die Autorin meiner Meinung nach erfreulich realistisch gezeichnet und authentisch ausgearbeitet, Dies trifft jedoch auf jeden, in der Geschichte vorkommenden, Charakter zu.

Die Schreibweise ist wunderbar klar und leicht. Die Kürze der Kapitel lässt es quasi nicht zu, dieses Buch us der Hand zu legen, weil man immer noch "schnell ein Kapitel" liest und dann doch kein Ende findet. Sowohl Spannung als auch Humor wurden von der Autorin immer zum richtigen Zeitpunkt und vor allem nicht übertrieben genutzt.

Auf der Gefühlsebene erlebte ich eine Achterbahnfahrt beim Lesen. Jederzeit würde ich meine Koffer packen und nach Chalcot reisen, mit der Hoffnung möglichst viele der wunderbren Charaktere kennenzulernen.

Einerseits kann dieses Buch als leichte und gute Unterhaltung gesehen werden. Andererseits ist es jedoch auch eine Fürsprache für öffentliche Bibliotheken. Eine klare Leseempfehlung für alle, die die Welt der Bücher mindestens genauso lieben wie June.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Wenige Tiefgang zwischen Büchern und Cafè

Everything We Had
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Zunächst sei gesagt, dass das Cover nicht meinem Geschmack entspricht. Es ist mir zu verspielt, zu kitschig und passt m. E. nicht zum Klappentext. So zumindest auf den ersten Blick.
Jennifer Bright entführt ...

Zunächst sei gesagt, dass das Cover nicht meinem Geschmack entspricht. Es ist mir zu verspielt, zu kitschig und passt m. E. nicht zum Klappentext. So zumindest auf den ersten Blick.
Jennifer Bright entführt uns nach London ins Cozy Corner. Das Büchercafè wird von den beiden Hauptprotagonisten Aidan und Kate gemeinsam betrieben; allerdings nicht ganz freiwillig. Auf den Inhalt werde ich jedoch jetzt nicht zu sehr eingehen, weil ich dies nicht „spoilern“ möchte.
Das Cozy Corner ist ein Ort, an dem ich mich auch direkt wohlfühlen könnte. Der Schauplatz ist realistisch und detailliert dargestellt. Das war es aber auch diesbezüglich leider schon. Die Protagonisten für mich nicht ganz greifbar und authentisch. Ich kann mich mit keinem der beiden so richtig identifizieren. Dies ist natürlich kein Hauptkriterium und dennoch fehlt mir etwas der Bezug zum Realismus. Kate hat schlimme Dinge erlebt, die sie auch erst mal verarbeiten muss. Hierfür verzeiht sie mir am Ende jedoch zu schnell.
Der Schreibstil ist klar und leicht, lässt sich fließend lesen. Bei manch wichtigen Themen, Gesprächen oder Begegnungen, hat mich dieser auch leider nicht so richtig gefesselt.
Das Buch hat an sich eine angenehme Länge, mir wurde jedoch das Ende zu schnell erzählt, während andere Situationen viel zu ausführlich „durchgekaut“ werden. In etwa der Mitte des Buches verlor sich für mich leider auch die Spannung dahingehend völlig, weshalb ich es auch schade fand, dass das Ende so voraussehbar war.
Alles in allem ist es eine schöne Liebesgeschichte, mit Themen, die Tiefgang bedeuten könnten, der aber nicht leider ganz umgesetzt werden könnte. Das kitschige Cover passt nicht ganz zum Klappentext bzw. der Idee der Geschichte, jedoch definitiv zu der Umsetzung durch die Autorin.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Von Glitzereinhörnern und anderen glücklichen Fügungen

Alles, was du mir versprichst
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Zunächst finde ich es erwähnenswert, dass es sich hier um Band 3 einer Trilogie handelt, der aber – aus eigener Erfahrung heraus – problemlos einzeln gelesen werden kann. Die wichtigsten Fakten, werden ...

Zunächst finde ich es erwähnenswert, dass es sich hier um Band 3 einer Trilogie handelt, der aber – aus eigener Erfahrung heraus – problemlos einzeln gelesen werden kann. Die wichtigsten Fakten, werden mit in der aktuellen Geschichte verwoben ohne zu überfordern oder zu langweilen.
Von Anfang an versteht sich Nora Welling darauf in der Geschichte rund um Amelie, Ben und Ramon die Spannung aufzubauen und zu halten. In erster Linie handelt es sich hier um eine Liebesgeschichte, deren Ende schon vorausschaubar ist, jedoch nicht an Spannung verliert und genug Raum für auch wirklich ernste Themen bietet.
Wirklich positiv überrascht hat mich daran, dass die Protagonisten und ihre Geschichten realistisch und detailliert dargelegt werden ohne im Kitsch zu ertrinken. Authentische Handlungsweisen und Reaktionen sind das „i-Tüpfelchen“. Der Schreibstil ist gefühlvoll aber offen und klar. Die Geschichte und die darin vorkommenden Informationen und Handlungsorte sind absolut gut recherchiert, was das Lesevergnügen noch mehr steigert. Man wird nicht mit Informationen erschlagen, erfährt jedoch beispielsweise Details zu einer bestimmten gesetzlichen Lage in Spanien (ich will hier nicht weiter spoilern).

Auch der Wechsel der Perspektiven – so wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Amelie und aus der Sicht von Ramon erzählt – macht dem Leser die Protagonisten nur zugänglicher.
Die Geschichte hat mich absolut abgeholt und ich werde mir auf jeden Fall die Zeit nehmen, auch die ersten beiden Bände zu lesen. Ich spreche hiermit eine absolute Leseempfehlung aus: Nutzt die Chance und verbringt den Sommer bei einer großen, liebevollen Familie auf der Hacienda de los Caballos Blancos an der Costa de la Luz.

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