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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2021

eine herzerwärmende Geschichte mit überraschendem Tiefgang

Kaputte Herzen kann man kleben
1

Klappentext:

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: ...

Klappentext:

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen.

Fazit:

Wieder einmal fühle ich große Cover-Liebe. Passend zu den anderen Romanen der deutschen Autorin ist das Cover verspielt, aber keinesfalls kitschig. Es wirkt maritim und zeigt damit ganz deutlich den zu erwartenden Schauplatz am Meer.

Kristina Günak versteht es die Landschaft und Schauplätze mit ihren Worten klar und deutlich zu zeichnen. Für mich war die Lektüre wie ein Kurztrip an den Strand von St. Peter-Ording, auch wenn ich noch nie dort war.

Zwar geht es in dieser Geschichte um Luisa als Mutter und Hebamme, aber auch gleichzeitig umso viel mehr. Jede Frau, ob Mutter oder nicht, wird schon einmal das Gefühl gehabt haben, nicht zu genügen und denen an sie gestellten Ansprüchen – egal, ob es die eigenen Ansprüche, die der Gesellschaft oder die eines anderen sind – nicht gerecht zu werden. Mit ihrem Roman schafft die Autorin es, wie nebenbei auf das wichtige Thema, die Arbeit und die Missstände der Hebammen, aufmerksam zu machen. Gleichzeitigt geht es aber auch um die Liebe, Homosexualität und die damit verbundenen Ängste, um die Verarbeitung von Trauer, um Neufindung und auch um das, was Freundschaft ausmacht.

Alle Protagonisten sind für mich realistisch dargestellt. Nicht alle waren mir von Anfang an sympathisch, aber auch gerade das macht es umso realistischer, denn auch im wahren Leben ist mir nicht jede Person sofort und auf der Stelle sympathisch.

Dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Es sind umfangreiche Themen, die aber nicht langweilig sind, ganz im Gegenteil! Der klare und humorvolle Schreibstil macht die Geschichte zu einem wahren Pageturner.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.05.2021

Hervorragende Fortsetzung der Triologie

Madly
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Klappentext:

„…Das Vergangene ist vorbei. Wir sollten es loslassenJune hat ein Geheimnis. Eines, das sie mit aller Macht bewahren will. Deshalb hält sie jeden Mann, der an mehr als einem One-Night-Stand ...

Klappentext:



„…Das Vergangene ist vorbei. Wir sollten es loslassenJune hat ein Geheimnis. Eines, das sie mit aller Macht bewahren will. Deshalb hält sie jeden Mann, der an mehr als einem One-Night-Stand interessiert ist, auf Abstand. Beziehungen machen verwundbar, genauso wie die Liebe. Doch June hat nicht mit Mason gerechnet. Er ist witzig, reich und absolut planlos, was seine Zukunft angeht – aber vor allem kann er nicht genug von der temperamentvollen Studentin bekommen. Mason will weitaus mehr als nur eine Nacht mit ihr. Und June fragt sich das erste Mal, was passieren würde, wenn sie ihre Mauern einreißt …“

Fazit:



Bei Madly handelt es sich um Band 2 der In-Love-Triologie von Ava Reed. Bisher gibt es wenige Fortsetzungen, die mich qualitativ überzeugen bzw. überraschen können. Dies ist bei Madly anders, darauf komme ich jedoch noch zurück.

Zunächst einmal bin ich, genau wie bei Truly, begeistert von dieser wunderschönen Covergestaltung. Stilvoll und nicht kitschig oder überladen.

Wer Truly bereits gelesen hat (was ich vorher ganz klar empfehle), der weiß bereits, dass es in Madly um June und Mason geht und um eine sog. Hate-to-Love-Beziehung und Masons Annäherungsversuche bei June, die ihn bereits in Truly mit ihrer forschen Art beeindruckt und ungewollt erobert hat.

Bereits in Truly haben mich die beiden mit ihren Frotzeleien begeistert und zum Lachen gebracht und auch, wenn ich mich nicht so sehr mit den beiden identifizieren kann, sind es für mich authentische Figuren, die beide ihr Päckchen zu tragen haben und mit ihren Eigenarten die Geschichte voranbringen. Ich habe mehrfach lachen müssen, was mich immer besonders freut und weshalb Madly mich noch einen Tick mehr begeistert als Truly.

Für mich steht in Madly vor allem June im Mittelpunkt. Diese führt quasi einen Kampf mit sich selbst aus und ich bin Ava Reed dankbar dafür das Thema Bodyshaming aufgegriffen zu haben, hätte mir jedoch mehr Tiefgang diesbezüglich gewünscht. Aber der Anfang ist gemacht und ich hoffe, dass es immer mehr Bücher auch mit solch wichtigen Themen geben wird.

Ava Reeds Schreibstil bleibt gefühlvoll und flüssig, die Geschichte wird wieder im Wechsel von den Hauptprotagonisten erzählt und die einzelnen Kapitel sind wieder sehr treffend mit Sprüchen, Zitaten und / oder Weisheiten überschrieben. Aufgrund dieses Schreibstils, fällt es leicht sich in den Seiten zu verlieren.

Also ganz klare Leseempfehlung meinerseits!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2021

Großartiger Auftakt,

Truly
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Klappentext:

„…Wenn meine Welt stillsteht, dreht sich deine dann weiter?
Kein Job, keine Wohnung, kein Geld – so kommt Andie nach Seattle. Hier will sie sich ihren Traum erfüllen und endlich zusammen ...

Klappentext:



„…Wenn meine Welt stillsteht, dreht sich deine dann weiter?
Kein Job, keine Wohnung, kein Geld – so kommt Andie nach Seattle. Hier will sie sich ihren Traum erfüllen und endlich zusammen mit ihrer besten Freundin an der Harbor Hill University studieren. Während Andie darum kämpft, das Chaos in ihrem Leben in den Griff zu bekommen, trifft sie auf Cooper, der sie mit seiner schweigsamen Art gleichermaßen anzieht wie verwirrt. Und obwohl Andie genug Sorgen hat, lässt er sie einfach nicht los. Sie will wissen, wer Cooper wirklich ist. Aber sie merkt schnell, dass manche Geheimnisse tiefere Wunden hinterlassen als andere …“


*Fazit:



Mit Truly halte ich mein erstes Buch von Ava Reed in den Händen, die mir vor allen durch Jugendliteratur und Fantasy bekannt ist. Gleichzeitig ist Truly der erste Band der In-Love-Triologie rund um sechs authentische Menschen in Seattle.

Zunächst finde ich das Cover wunderschön gestaltet, weshalb ich überhaupt zu diesem Buch gegriffen habe. Ich muss gestehen, ich bin eine echte Optik-Käuferin, gefällt das Cover, wird erst der Klappentext gelesen, ist der zufriedenstellend, wird es gekauft / gelesen. So auch in diesem Fall und ich bereue es auf gar keinen Fall!

Neben dem Cover fasziniert mich aber auch der Aufbau des Buches. Zum einen, wird die Geschichte aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten, also aus der Sicht Andies und aus der Sicht Coopers, geschildert. Zum anderen sind die einzelnen Kapitel mit Sprüchen, Zitaten oder Weisheiten überschrieben, die für mich ein kleines Highlight bildeten und immer sehr zutreffend waren.

Andie und Cooper sind beides Protagonisten, mit denen ich mich identifizieren kann und die mit authentisch gezeichneten Nebencharakteren einen echten Pageturner gestalten. Ganz ohne die typische New Adult Dramatik und einer gesunden und realistischen Prise Humor sorgt das Buch dafür, dass ich die gesamte Gefühlswelt sowohl Krokodilstränen trocknend als auch Lachtränen wegtupfend, durchlebte.

Ava Reed versteht es sich gefühlvoll und unverschachtelt auszudrücken, die Leser ohne große Dramatik zu fesseln und eine realistische Geschichte mit authentischen Charakteren zu formen. Für mich ist Truly ein wahres Lesevergnügen und garantiert nicht das letzte Buch, dass ich von Ava Reed lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2021

#findemich

Der Fahrer
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Kerner & Oswald Band 3.

Inhalt:

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht - sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten - fluoreszierend im Licht ...

Kerner & Oswald Band 3.



Inhalt:

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht - sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten - fluoreszierend im Licht der Straßenlaternen. Jemand hat die Leiche mit Leuchtfarbe angemalt.
In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Komissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen. Dann tauchen überall merkwürdige Hashtags auf. Erst auf den Privatautos der Opfer, dann an immer mehr Orten steht: #findemich - in Leuchtfarbe. Und es scheint, als wäre diese Aufforderung direkt an Jens Kerner gerichtet...



Fazit

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich die Cover dieser Reihe schlichtweg gut finde. Sie sind schlicht, aber immer passend. Und für meinen inneren Monk ist es sehr befriedigend, dass die Reihe optisch sehr gut zusammen passt.

Mit Band 3 halten wir hier auch wieder einen typischen Winkelmann in den Händen, was meiner Meinung nach aber die Qualität des Thrillers in keiner Weise mindert. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, der Einstieg in die Geschichte gelingt sehr schnell und der Spannungsbogen wird rasant aufgebaut und über die ganze Geschichte weg sehr hoch gehalten. Man rätselt mit, fiebert den nächsten Abschnitten entgegen um dann festzustellen, dass erneut etwas Unerwartetes passiert und das Rätseln beginnt wieder von vorn. Es wirkt sehr realistisch, auch, was die Abläufe der Polizeiarbeit angeht.

Die Protagonisten sind nach wie vor menschlich, nahbar und realistisch dargestellt. Ich denke, dass auch jemand, der die ersten beiden Bücher dieser Reihe nicht gelesen hat, den Einstieg schnell findet und die Beziehungen der verschiedensten Beteiligten nachvollziehen kann. Hier gibt es immer wieder kleine Rücklblenden zu Erläuterung, die aber auch den Kenner der vorherigen Ermittlungen nicht langweilen.

Um die Spannung nicht zu nehmen, gehe ich auf den Fall an sich nicht ein und möchte nur eins erwähnen: Absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 06.12.2020

Liebe zwischen Krabbenrührei und Hunderunde.

Liebe und Meer
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Federführend erzählt Kristina Günak in diesem ersten Teil der vierteiligen Serie des Gemeinschaftsprojektes mit Stefanie Ross mit ihrem unverwechselbarem Humor sowie der Leidenschaft für die (Nord)deutsche ...

Federführend erzählt Kristina Günak in diesem ersten Teil der vierteiligen Serie des Gemeinschaftsprojektes mit Stefanie Ross mit ihrem unverwechselbarem Humor sowie der Leidenschaft für die (Nord)deutsche Küste eine unterhaltsame und kurzweilige Liebesgeschichte, die sich so auch im echten Leben abspielen könnte.

So wie ich an einigen Stellen herzhaft lachen musste, so musste ich an manchen Stellen auch ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischen. Ich möchte von der Handlung nicht zu viel verraten und die Spannung nicht zu nehmen, aber ich muss eines los werden: Hach. Kristina Günak versteht es wieder einmal die Gefühle hoch und runter zu leiten und dabei die gewisse Würze der Geschichte nicht zu vernachlässigen. Dabei formt sie das perfekte Setting vor der deutschen Nordseeküste.


Für alle Romantikfans und die, die es noch werden wollen. Lest dieses Buch, denn es ist endlich mal wieder eine Geschichte, die ohne den unnötigen amerikanischen Kitsch auskommt und dennoch das Herz erwärmt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere