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Veröffentlicht am 04.11.2019

Nette Sommerlektüre

Das Erbe von Lorraine
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In dem Roman „Das Erbe von Lorraine“ von Jana Engels geht es um Isabelle, die vor dem Scherbenhaufen ihrer Träume steht und deren Leben schließlich durch eine Erbschaftsangelegenheit eine völlig neue Wendung ...

In dem Roman „Das Erbe von Lorraine“ von Jana Engels geht es um Isabelle, die vor dem Scherbenhaufen ihrer Träume steht und deren Leben schließlich durch eine Erbschaftsangelegenheit eine völlig neue Wendung nimmt.

Die Beschreibung „Ein wunderbarer Sommerroman über ein altes Familiengeheimnis und eine junge Liebe“ hat mich gleich neugierig auf den Roman gemacht. Und ich bin nicht enttäuscht worden.

Die Geschichte des Romans hat mir gut gefallen und auch die Umsetzung fand ich sehr gelungen. Die Protagonisten sind sehr interessant und gut gezeichnet. Auch durchleben sie im Verlauf des Romans eine Entwicklung, die mir gut gefällt. Isabelle ist mir auf Anhieb sympathisch und man leidet mit ihr mit, während in ihrem Leben plötzlich alles schief geht. Auch die anderen Protagonisten beleben die Geschichte. Sie sind zum Teil etwas klischeehaft angelegt, aber das hat mich beim Lesen überhaupt nicht gestört; ich fand es im Gegenteil sehr charmant.

Es hat mir viel Spaß gemacht, Isabelle auf ihrer Spurensuche in die Vergangenheit zu begleiten und mit ihr zusammen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften. Wenngleich die Auflösung nicht ganz überraschend kam, war sie schlüssig und das Lesen war ein angenehmes Vergnügen. Die Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart ist der Autorin sehr gut gelungen.

Das Ende war nett, mir aber ein wenig zu dick aufgetragen.

Alles in allem wirklich ein wunderbarer Sommerroman zum Träumen und Entspannen!

Veröffentlicht am 04.11.2019

Der Duft der Liebe

Die kleine Parfümerie der Liebe
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In dem Roman „Die kleine Parfümerie der Liebe“ von Rebecca Raisin begleitet man Del nach Paris, wo sie an einem Wettbewerb für junge Parfümeure teilnimmt und nicht nur mehr über Düfte lernt, sondern auch ...

In dem Roman „Die kleine Parfümerie der Liebe“ von Rebecca Raisin begleitet man Del nach Paris, wo sie an einem Wettbewerb für junge Parfümeure teilnimmt und nicht nur mehr über Düfte lernt, sondern auch über die Liebe.

Die Idee zum Roman hat mir gut gefallen und die Aufmachung des Buches ist einfach zauberhaft – beides hat mich neugierig gemacht. Und der Roman hat mir wirklich gut gefallen. Mit Parfüm und Düften kenne ich mich nicht wirklich aus, aber die Autorin hat mir diese Welt näher gebracht. Die Beschreibungen waren sehr bildlich und ich hatte das Gefühl, die Düfte beim Lesen in der Nase zu haben.

Die Charaktere sind zauberhaft beschrieben und wenngleich sie teilweise etwas überzogen dargestellt sind, geben sie der Geschichte Leben. Del ist mir auf Anhieb sympathisch. Ich mag ihre etwas tollpatschige Art und ihre Unsicherheit, die ganz im Gegensatz zu ihrem großen Talent auf dem Gebiet der Parfümherstellung stehen. Die Idee des Wettbewerbs hat mir auch sehr gut gefallen, es hat Spaß gemacht, die Teilnehmer bei ihren verschiedenen Aufgaben zu begleiten und mit ihnen zusammen Paris zu erkunden.

An manchen Stellen war mir der Roman etwas zu kitschig, das fand ich teilweise etwas überzogen; das Ende fand ich dafür absolut zauberhaft. Alles in allem ist es ein sehr niedlicher Roman, der sich sehr schön und angenehm gelesen hat.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Ein ganz toller Roman - besonders für Katzenfans!

Die Katze im Lavendelfeld
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In dem Roman „Die Katze im Lavendelfeld“ von Hermien Stellmacher geht es um die Foodbloggerin Alice, deren Leben völlig aus den Fugen zu geraten scheint, aber die dennoch entschlossen ist, ihr Glück in ...

In dem Roman „Die Katze im Lavendelfeld“ von Hermien Stellmacher geht es um die Foodbloggerin Alice, deren Leben völlig aus den Fugen zu geraten scheint, aber die dennoch entschlossen ist, ihr Glück in der malerischen Provence zu machen.

So zauberhaft wie das Cover gestaltet ist, ist auch der gesamte Roman! Als Tierfreund bin ich durch das Cover und den Titel sofort aufmerksam geworden und es hat mir gut gefallen, dass die Katzen im Roman eine nicht zu unterschätzende Rolle erhalten haben und immer mal wieder in Erscheinung treten. An den Schilderungen ihrer Szenen merkt man, dass die Autorin wirklich Ahnung von Katzen hat – ich habe meine beiden Fellnasen oft wiederentdeckt.

Die Landschaftsbeschreibungen sind grandios; man fühlt sich wirklich in die Provence versetzt und kann beim Lesen fast den Lavendel riechen! Das sorgt für eine total schöne Urlaubsstimmung.

Die Charaktere sind alle sehr interessant und vielschichtig gestaltet und der Autorin gelingt es, auch so schwierige und traurige Themen wie die beginnende Demenz von Jeanine gekonnt und auf sehr einfühlsame Art und Weise zu schildern. Dabei wird der Roman niemals zu schwermütig oder melancholisch, sondern die Autorin versteht es meisterhaft, solche traurigen Momente mit der richtigen Dosis Humor wieder aufzufangen. Das gibt dem Roman sowohl Tiefgang als auch Leichtigkeit – eine perfekte Mischung. Ganz toll finde ich auch, dass Nebenfiguren wie der schrullige Immobilienmakler immer mal wieder auftauchen und den Roman bereichern!

Der Roman zeigt ganz klar, dass es im Leben etliche Schwierigkeiten und Rückschläge geben kann, dass man aber nie aufgeben sollte und dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen! Das Ende hat mir sehr gut gefallen; es war der perfekte Abschluss einer berührenden und unterhaltsamen Geschichte.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Vom Suchen und Finden des Glücks!

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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In dem Roman „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ von Kristina Günak geht es um Juli, die auf La Palma eine Auszeit nimmt und dabei nicht nur gute Freunde kennen lernt, sondern auch viel über sich selbst erfährt.

Das ...

In dem Roman „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ von Kristina Günak geht es um Juli, die auf La Palma eine Auszeit nimmt und dabei nicht nur gute Freunde kennen lernt, sondern auch viel über sich selbst erfährt.

Das war mein erster Roman der Autorin und ich muss gestehen, dass mich das Cover zunächst überhaupt nicht neugierig gemacht hat, ich finde es nicht sehr aussagekräftig. Allerdings hat die Beschreibung des Inhalts mein Interesse geweckt, gerade weil ich Romane liebe, in denen Tiere vorkommen. Und was soll ich sagen: Ich bin vom Roman nicht enttäuscht worden.

Ganz besonders toll hat mir der flüssige, lockere Schreibstil der Autorin gefallen. Hat man das Buch einmal zur Hand genommen, kann man es nur noch schwer aus der Hand legen. Der Humor der Autorin hat genau meinen Geschmack getroffen und ich musste mehr als einmal schmunzeln.

Die Protagonistin Juli ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine sehr einfühlsame junge Frau, die Menschen liebt und sich in jeden gut hineinversetzen kann. Auch ihre Tierliebe fand ich wahnsinnig sympathisch. Auch Quinn fand ich ziemlich gut gezeichnet. Ihn muss man etwas näher kennen lernen, um ihn zu verstehen. Das hat ihn sehr interessant gemacht.

Sehr beeindruckt hat mich, dass der Roman bei aller Leichtigkeit auch tragische Elemente enthält. Die Gratwanderung zwischen diesen Emotionen ist der Autorin sehr gut gelungen. So habe ich den Roman nicht nur als wirklich gute Unterhaltung empfunden, er hat mich auch zum Nachdenken gebracht, darüber wie schnell das Leben sich ändern kann und was wirklich im Leben zählt.

Was mir als Tierliebhaber überaus gut gefallen hat, war der große Anteil, den Tiere – insbesondere Hunde – an der Geschichte hatten. Bei den Beschreibungen kommt die große Tierliebe der Autorin gut zur Geltung; man merkt, dass sie wirklich Ahnung von Hunden hat.

Das Ende habe ich als sehr passend empfunden und es hat mir gut gefallen. Ein toller Abschluss eines beeindruckenden und schönen Romans! Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht das letzte Buch war, das ich von Kristina Günak gelesen habe.

  • Cover
  • Geschichte
  • Humor
  • Gefühl
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.02.2019

Sherlock Holmes in der Neuzeit!

Tödlicher Stoff
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In dem Roman „Tödlicher Stoff“ ermitteln Sherlock Holmes und John Watson im neuzeitlichen London im Obdachlosenmillieu und das mit Hilfe von Facebook und Co.

Da ich ein großer Fan von Sherlock Holmes ...

In dem Roman „Tödlicher Stoff“ ermitteln Sherlock Holmes und John Watson im neuzeitlichen London im Obdachlosenmillieu und das mit Hilfe von Facebook und Co.

Da ich ein großer Fan von Sherlock Holmes bin, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, eine Berühmtheit wie Sherlock neu zu erfinden und in einen ganz neuen Rahmen zu packen. Aber ich muss sagen, dass das der Autorin ziemlich gut gelungen ist. Man erkennt Sherlock Holmes Eigenarten gut wieder: Er ist sehr intelligent, neigt zu Extremen, hat Schwierigkeiten, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und hat wenig Verständnis dafür, dass andere nicht eine so rasche Auffassungsgabe haben oder ihm nicht folgen können. Viele seiner Handlungen kann man erst im Nachhinein verstehen. Dass Sherlock in diesem Roman recht modern ist und viel im Internet surft, um zu recherchieren, hat mir gut gefallen und war für mich sowohl ein wenig amüsant, aber auch authentisch. Auch die Streitereien mit seinem Bruder Mycroft haben mir gut gefallen.

John Watson war ein wenig anders als im Original, aber das hat mich nicht gestört. Er ist eine gute Ergänzung zum eher kühlen Sherlock und ist menschlicher und mitfühlender. Es scheint ihn dennoch ein wenig zu ärgern, dass Sherlock ihm so überlegen ist. Diese Version von John Watson fand ich dessen ungeachtet in sich stimmig und authentisch.

Den Fall fand ich absolut spannend und vielschichtig und die Auflösung hat mich sowohl überrascht als auch überzeugt. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und so hat mich dieses Buch wirklich gut unterhalten. Bei einer Fortsetzung wäre ich auf jeden Fall mit dabei!