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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2018

Kreuzfahrt auf die thrillerige Art

Woman in Cabin 10
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Zur Geschichte

Die Reise-Journalistin Laura Blacklock, auch genannt Lo, nimmt schon seit Jahren Antidepressiva. Wenn sie Schlafprobleme hat, ist sie nicht ganz abgeneigt, mit Alkohol nachzuhelfen. Dies ...

Zur Geschichte

Die Reise-Journalistin Laura Blacklock, auch genannt Lo, nimmt schon seit Jahren Antidepressiva. Wenn sie Schlafprobleme hat, ist sie nicht ganz abgeneigt, mit Alkohol nachzuhelfen. Dies wird ihr eines Morgens zum Verhängnis. Sie erwacht durch Geräusche in ihrer Wohnung, hat sie etwa vergessen die Wohnungstür zu schließen? Ein Mann mit Gummihandschuhen beraubt sie und schließt sie in ihrem Schlafzimmer ein. Als sie sich endlich befreien kann und sich Hilfe bei der Polizei holen kann, sind ihre wichtigsten Wertsachen schon weg. Ihr Freund ist auf einer Dienstreise und deshalb versteckt sie sich bei ihm in der Wohnung, denn sicher schlafen kann sie in ihren eigenen 4 Wänden nicht mehr. Da sie aber endlich die Chance hat sich in ihrer Redaktion zu beweisen, will sie ihre geplante Kreuzfahrt nicht verfallen lassen.

Lo soll für ihre Chefin einspringen und eine Jungfernfahrt mit dem Luxuskreuzfahrtschiff "Aurora Borealis" mitmachen. Trotz Trauma wegen des Einbruchs und Übermüdung durch ihre Schlafprobleme, tritt sie die Reise an. Sie ist schon ganz aufgeregt, Kontakte mit der Oberschicht zu knüpfen und begibt sich ins Getümmel. Da sie leider ihren Mascara vergessen hat, bitte sie die Unbekannte in der Nebenkabine, sich ihren ausleihen zu dürfen. Als Lo nach der Party, nur oberflächlich eindämmert, wird sie durch einen Schrei und ein aufklatschen ins Meer wach. Als sie nachsehen geht, ist sie davon überzeugt, einen Körper ins Wasser einsinken zu sehen. Doch niemand glaubt ihr, als sie davon berichtet und auch die Nebenkabine ist leer. Niemand kann mit der Beschreibung der Frau in Kabine 10 etwas anfangen und auch auf der Passagierliste ist niemand eingetragen. Hat sie sich das etwa alles eingebildet?

Meine Meinung

Ich hatte bisher noch kein Buch von Ruth Ware gelesen, aber der Klappentext hat mich überzeugt. Leider ging die Geschichte recht ruhig voran und ich habe eine Weile gebraucht, in die Story rein zukommen. Doch ab circa der Hälfte des Buches, ist die Geschichte dann doch noch in Fahrt gekommen und ich konnte sie dann doch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte nach einer Menge Spekulationen, die Auflösung endlich wissen.

"Woman in Cabin 10" war ein interessanter Thriller. Die Protagonistin Lo, ist eine sehr verunsicherte Frau, die psychische Probleme hat und sich mit Medikamenten hilft. Das finde ich sehr gut, weil nicht jeder mit seiner Gedanken- und Gefühlswelt alleine klar kommt. Nicht so gut finde ich, dass sie alles mit Alkohol zu verbessern glaubt. Ob es nun Nervosität, Schlafprobleme oder sonstiges ist, wenn man Medikamente nimmt, sollte man keinen Alkohol trinken. Einerseits versucht sie alles aufzuklären, andererseits hat sie viel zu große Angst davor, auch was dies für ihre Karriere bedeutet. Bis sie sich wirklich entschieden hat, etwas zu tun und darüber zu stehen, was andere darüber denken, dauert es schon eine Weile. Aber das passt zu ihrem Charakterbild und damit kommt man klar. Schließlich will ihr auch niemand glauben und schiebt es auf den Einbruch in ihre Wohnung, ein paar Tage davor.

Ein sehr amüsanter Teil des Buches, beinhaltete E-Mail und Facebook Passagen, die man mitlesen konnte. Dadurch bekam man einen Eindruck, in die Geschichte mit eingebunden zu werden. Diese Parts habe ich schon am Liebsten gelesen. Das war definitiv eine gute Idee von der Autorin.

Fazit

Ein gelungener Thriller, der zwar ruhig beginnt, aber spannend und abschließend endet. "Woman in Cabin 10" sorgt für das absolute Gesamtpaket, einerseits bekommt man Urlaubsstimmung, andererseits will man das die Reise endet und alles gut ausgeht. Wenn ihr wissen wollt, welches Ende das Buch verspricht, dann lasst am besten gleich die Leinen los, mit dem Kreuzfahrschiff "Aurora Borealis".

Veröffentlicht am 25.02.2018

Sympathische Kurzgeschichte

Gwendys Wunschkasten
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Zur Geschichte

Gwendy Petersen ist 12 Jahre alt und ein klein wenig pummelig. Sie wird wegen ihrer Figur gehänselt und versucht verzweifelt, mit Sport abzunehmen. Als sie eines Tages, auf einen Unbekannten, ...

Zur Geschichte

Gwendy Petersen ist 12 Jahre alt und ein klein wenig pummelig. Sie wird wegen ihrer Figur gehänselt und versucht verzweifelt, mit Sport abzunehmen. Als sie eines Tages, auf einen Unbekannten, in schwarz gekleideten Mann trifft. Ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben schlagartig ändern wird. Richard Farris ist kein normaler Mann, dies merkt Gwendy sofort und hat deshalb auch keine Angst vor ihm. Er macht ihr ein unglaubliches Angebot, sie bekommt etwas von ihm und sie muss nichts anderes tun, als darauf aufzupassen. Sie soll es weise nutzen und es wird ihr wunderbare Dinge schenken. Doch wenn er wieder kommt, muss sie es zurückgeben. Gwendy bekommt einen sonderbaren Kasten, mit vielen Hebeln und Knöpfen, ihren eigenen Wunschkasten.

Die Tage/Monate/Jahre vergehen und sie traut sich nur, die harmlosen Hebel zu nutzen. Der eine Hebel, versorgt sie mit täglich einem Schokoladen-Tier. Welches dafür sorgt, dass sie keine Lust mehr auf andere Süßigkeiten hat und der andere Hebel, gibt ihr gelegentlich einen Silberdollar, der viel Wert ist. Die Knöpfe, haben zwar auch eine magische Anziehungskraft, aber diese traut sie sich nicht zu drücken. Was sie bewirken hat Mr. Farris nie genau gesagt, aber sie kann sich vorstellen, dass etwas schreckliches passieren wird. Kann sie den Knöpfen weiterhin widerstehen oder ist es eine Last, die sie nicht zu tragen vermag?

Meine Meinung

Stephen King ist mein absoluter Lieblingsautor. Ich habe schon sehr früh, mit seinen Geschichten begonnen und sie üben bis heute eine Faszination und magische Anziehungskraft bei mir aus. Mit Gwendys Wunschkasten, hat er eine kleine, schon fast harmlose Geschichte mit Richard Chizmar kreiert, die man super für zwischendurch lesen/hören kann. Es handelt sich hierbei, mal nicht um eine Horrorgeschichte, sondert um eine interessante Fantasystory die ich sehr genossen habe.

Ich habe mich dazu entschieden, Gwendys Wunschkasten als Hörbuch zuhören. Gesprochen wurde es von Anna Thalbach und ich hatte sie zum ersten Mal als Sprecherin. Ich muss sagen, dass hat sie wirklich sehr gut gemacht, aber für solche Geschichten höre ich lieber Männern zu.

Gwendy ist eine süße, leider gemobbte 12-jährige Protagonistin, die eigentlich nichts anderes will, als akzeptiert zu werden. Sie ist mir gleich sympathisch gewesen, auch wenn sie ein wenig gutgläubig ist, aber das Herz am richtigen Fleck hat. Deshalb ist sie wahrscheinlich auch auf dem Radar von Mr. Farris geraten und ist würdig den Wuschkasten zur Aufbewahrung zu bekommen. Manchmal bräuchte jeder von uns wohl diesen Wunschkasten, aber die menschliche Natur würde wahrscheinlich gnadenlos zuschlagen und alles am Wunschkasten drücken, egal welche Konsequenzen es hätte. Deshalb ist es wahrscheinlich gut, dass dieser nicht existiert.

Fazit

Eine wirklich tolle Kurzgeschichte, die man sich gerne mal für zwischendurch anhören/durchlesen kann. Diese kleine fantasievolle Geschichte ist für Anfänger von Stephen King Büchern, glaube ich optimal. So kann man in seine Art zu schreiben, einfach mal reinschnuppern und für sich entscheiden, ob seine Bücher etwas für einen selbst sind.

Ich habe das Buch/Hörbuch wieder regelrecht verschlungen, so dass ich sogar Zuhause die Kopfhörer auf hatte und dass mache ich wirklich selten. Gwendys Wunschkasten habe ich in einem Rutsch durchgehört. Also kann ich es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 03.02.2018

Gute Fortsetzung

Ich bin die Angst
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Zur Geschichte

Marcus ist jetzt seit einem Jahr bei der Shepherd Organization, er jagt mit seinem Team skrupellose Serienkiller und bringt sie zur Strecke. Dort wo die normale Polizei aufhören muss, beginnt ...

Zur Geschichte

Marcus ist jetzt seit einem Jahr bei der Shepherd Organization, er jagt mit seinem Team skrupellose Serienkiller und bringt sie zur Strecke. Dort wo die normale Polizei aufhören muss, beginnt er und dabei ist jedes Mittel recht. Die Organisation wurde von der Regierung gegründet, agiert aber im Untergrund. Sie nennen dich die „Hirten“ und beschützen die Menschheit vor Monstern, wie Francis Ackerman Jr. Bisher ist er ihnen immer entwischt, aber Marcus wird nicht aufgeben.

„Also muss jemand tun, was nötig ist, um die Bürger unseres Landes vor den Bestien zu schützen. Und das sind wir. Wir werden als Shepherd Organization bezeichnet, weil wir damit betraut sind, die Wölfe auf Abstand zu halten.“
Taschenbuch 1, Ich bin die Nacht, S. 373

Der Anarchist, tötet Frauen auf grausame Weise und geht dabei nicht zimperlich mit ihnen um. Er fühlt sich selber als Monster und dass schon seit frühen Kindheitstagen. Obwohl er eine liebevolle Familie hat, kann er seinem Drang nicht widerstehen und sucht sich seine Opfer immer sorgfältig aus. Das ist ein Fall für die Shepherd Organization. Um den Anarchisten zu stellen, muss sich Marcus mit seinem schlimmsten Feind zusammentun, wird ihnen das Gelingen an dem bisher jeder gescheitert ist?

Meine Meinung

Die Cover der Bücher sind einfach toll. Die 4 Bücher haben alle eine andere Farbe und dass nicht nur auf dem Cover, sondern auch auf den Seiten. „Ich bin die Nacht“ ist in schwarz, „Ich bin die Angst“ in rot, „Ich bin der Schmerz“ in weiß und „Ich bin der Zorn“ in braun gehalten. Dadurch haben sie ein eher schlichtes Aussehen und bringen trotzdem eine gewisse Spannung gleich mit.

In der Rezension vom ersten Teil, habe ich ja bemängelt, dass der Sprecher von der Vorgeschichte und der von „Ich bin die Nacht“ nicht derselbe sind. Ich scheine nicht die einzige gewesen zu sein, denn im zweiten Teil „Ich bin die Angst“ ist es wieder Thomas Balou Martin. Der Verlag scheint auf seine Leser zu hören und dass macht sie gleich doppelt sympathisch. Ich habe mich sehr darüber gefreut und wenn ich dass richtig gesehen habe, bleibt er in den folgenden Teilen auch weiterhin der Sprecher.

„Ich bin die Angst“ ist eine gelungene, spannende Fortsetzung und hat mir wieder gut gefallen. Francis Ackerman Jr. ist ein bisschen in den Hintergrund geraten, aber noch gut in die Geschichte integriert. Er gibt nicht auf, weiterhin Kontakt mit Marcus zu haben und möchte ihm tatsächlich bei seinen Ermittlungen helfen. Er entdeckt ein Geheimnis und möchte das Marcus es auch erfährt, aber ob er mit den Konsequenzen auch klar kommt?

Ethan Cross hat sich für eine wirklich interessante Geschichte entschieden, die Sicht von Francis Ackerman Jr. und Marcus ist sehr faszinierend. Er bringt die verschiedenen Denkweisen, wirklich gut rüber und überzeugt damit wirklich sehr.

Fazit:

Da es sich um eine fortlaufende Geschichte handelt, empfehle ich mit dem ersten Band „Ich bin die Nacht“ oder mit der Vorgeschichte „Racheopfer“ zu beginnen, da man besser mit der Geschichte mitkommt. Mir hat der zweite Teil definitiv gefallen, wer Interesse hat, mit der Geschichte zu beginnen, findet hier die vorherigen Teile.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Horrorklassiker

Es
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Zur Geschichte

In dem kleinen Städtchen Derry in Maine gehen mysteriöse Dinge vor, eine Mordserie an Kindern hält die Stadt in Atem. Alle 28 Jahre taucht das Monster "Es" auf und verschleppt ängstliche ...

Zur Geschichte

In dem kleinen Städtchen Derry in Maine gehen mysteriöse Dinge vor, eine Mordserie an Kindern hält die Stadt in Atem. Alle 28 Jahre taucht das Monster "Es" auf und verschleppt ängstliche Kinder. Es kann sich in alles verwandeln, aber seine bevorzugte Form ist Pennywise, der Clown.

1958 wird der kleine George Denbrogh brutal ermordet und eine neue Schreckensserie beginnt. Viele Kinder verschwinden und tauchen verstümmelt wieder auf, meistens bleiben sie aber verschwunden. Georges großer Bruder, kann seinen Tod nicht verarbeiten und will Rache. Zusammen mit seinen besten Freunden, dem Klub der Verlierer, versucht er herauszufinden, wie man "Es" vernichten kann. Da jeder von ihnen, Pennywise in seinen unterschiedlichen Formen begegnet ist und sie vor ihm fliehen konnten, knüpfen sie ein unzertrennliches Band. Können sie "Es" wirklich besiegen?

1985 beginnt es von neuem. Ist "Es" etwa doch nicht besiegt? Der Klub der Verlierer hat einen Schwur geleistet, wenn "Es" wiederkommt, werden sie auch wiederkommen und ihn endgültig vernichten. Alles macht den Eindruck, dass "Es" wieder anfängt zu morden. Da Mike der Einzige ist der Derry nie verlassen hat, informiert er die anderen. Werden sie alle zurückkommen und es wagen, Pennywise ein weiteres Mal entgegen zu treten?

Ich glaube, es ist in Der Herr der Ringe, wo jemand sagt, dass "ein Weg zum anderen führt" und dass man, sobald man erst einmal den Weg von der eigenen Vordertreppe zum Gehsteig hinter sich gebracht hat, überallhin gehen könne. Mit Geschichten verhält es sich ebenso. Eine führt zur anderen, und diese wieder zur nächsten, und vielleicht gehen sie in die Richtung, die man ursprünglich einschlagen wollte, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht ist aber letzten Endes die Stimme, die die Geschichten erzählt, wichtiger als die Geschichte selbst.

Taschenbuch, Seite 604

Meine Meinung

Ich bin schon in meiner Jugend ein absoluter Stephen King Fan gewesen, aber "Es" habe ich damals nicht gelesen. Jetzt habe ich es endlich gewagt und durch meine inzwischen geringe Lesezeit, habe ich 3 Monate gebraucht. Es war toll, dass Buch endlich zu lesen, aber es ist schon ein ganz schön dicker Schinken und ich hatte das Gefühl es niemals zu beenden. 1534 Seiten sind schon viel und jeder sollte sich bewusst sein, dass Stephen King seine ganz besondere Art hat zu schreiben. Diese Art ist nicht für jeden was, aber er ist nun mal ein Horrorautor. Ich habe das Buch genossen und die Detailtreue ist genau mein Ding. Wenn Horror, dann richtig.

Das Cover ist mit dem aktuellen ersten Teil der Neuverfilmung abgebildet und sieht super aus. Anfangs empfand ich den sehr stramm gebundenen Buchrücken etwas komisch, doch ich habe festgestellt, dass dieser seine Vorteile hat. Die Seiten blättern sich nicht einfach um und es entstehen keine Knicke, man kann einfach das Buch auf eine beliebige Fläche legen und losstarten.

Maine ist Stephen Kings Heimat und inspiriert ihn für seine Bücher. Viele seiner Geschichten handelt in unterschiedlichen Städtchen in Maine und irgendwie beginne ich zu Glauben, es handelt sich um einen mystischen Staat den ich mal besuchen sollte. Jeder Autor hat seine Inspirationen, aber Maine scheint wirklich faszinierend zu sein.

Nachdem ich jetzt den Film und das Buch kenne, musste ich doch Unterschiede entdecken. Nicht nur Figuren, die etwas anders dargestellt wurden, auch Handlungen die einfach weggelassen wurden, die aber schon wichtig für die Geschichte sind. Aber so ist es im Filmgeschäft, es muss ansprechender für die Zuschauer gemacht werden, um mehr zu verkaufen.

Ich habe die Hauptprotagonisten irgendwie ins Herz geschlossen und mit dem Klub der Verlierer mitgefiebert. Jeder hatte seine Eigenheiten, die sie sehr sympathisch gemacht haben, auch wenn ich nicht mit allen Handlungen einverstanden war. Ihre Erzfeinde, Henry Bowers und seine Untergebenen, hätte ich schon in jungen Jahren Zwangseinweisen lassen, aber die Erwachsenen haben zu sehr weggeschaut und es war wahrscheinlich auch nicht für die Zeit üblich so etwas zu tun.

Fazit

Für jeden Horror-Begeisterten und sich nicht von den vielen Seiten abschreckenden Leser, der entweder Kings Werk endlich mal lesen will oder schon Erfahrung hat mit "dem Meister des Grauens", empfehle ich dieses Buch echt weiter. Alternativ kann man wenn man nicht selber lesen möchte, das Hörbuch mit David Nathan hören. Es wurde mir auch wärmstens empfohlen, aber ich habe mich für`s lesen entschieden.

Es war für mich, ein absolutes Muss "Es" endlich zu lesen. Stephen King`s absoluter Klassiker des Horrors und eines der dicksten Romane, neben "The Stand". Ich habe zwar lange gebraucht, aber für mich war es wichtiger es selber zu lesen und nicht zu hören, auch wenn ich David Nathan als Hörbuchsprecher echt mag. Stephen King ist und bleibt, für mich einer der Besten Autoren aller Zeiten.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Interessante Story

AchtNacht
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Zur Geschichte

Ben ist ein erfolgloser Musiker, der mehr schlecht als recht sein Leben im Griff hat. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, steht aber immer noch zu ihm. Seine Tochter sitzt im Rollstuhl ...

Zur Geschichte

Ben ist ein erfolgloser Musiker, der mehr schlecht als recht sein Leben im Griff hat. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, steht aber immer noch zu ihm. Seine Tochter sitzt im Rollstuhl nach einem schweren Autounfall. Er macht sich immer noch Vorwürfe, da er der Fahrer war und anders reagiert hätte haben müssen. Vor einer Weile ist seine Tochter vom Dach ihrer Wohnung gesprungen und liegt jetzt im Koma, aber er glaubt nicht daran, dass sie es selber war. Sie hat sich kurz zuvor noch bei ihm gemeldet, warum sollte sie es dann getan haben?

Ben hat gerade erst wieder seinen Job verloren und ist in Gedanken bei seiner Familie, als er sieht wie eine Frau verfolgt wird und von einem brutalen Mann mit einer 8 auf der Stirn versehen wird. Er versucht sie zu retten, aber statt sich zu freuen, reagiert die Frau danach sauer auf ihn und erzählt ihm von der AchtNacht.

Kurz danach, wird im TV die Kandidaten der AchtNacht ausgelost und ausgerechnet er ist einer davon. Er findet raus, dass die AchtNacht eine Todeslotterie ist und zum ersten Mal gezogen wurde. Am 8.8. um 8:08 Uhr für 12 Stunden ist er nun vogelfrei und kann von jedem getötet werden. Derjenige der einen der Kandidaten tötet, bekommt 10 Millionen Euro und wird nicht bestraft. Er hält es anfangs noch für einen Scherz, doch dann beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.

Meine Meinung

Inzwischen höre ich sehr gerne die Hörbücher von Sebastian Fitzek, weil mein absoluter Lieblings-Hörbuchsprecher Simon Jäger diese sehr gut rüber bringt. Er schafft es, immer die Spannung zu halten und es macht einfach Spaß ihm zuzuhören.

Sebastian Fitzek`s „Das Paket“ war spannend und ich konnte nicht aufhören die Geschichte zu hören, aber „AchtNacht“ hat mich nicht ganz so fasziniert. Es ist zwar schon interessant und Aktionreicher gestaltet, aber ich habe mir mehr darunter vorgestellt. Ich hätte mir mehr Gegner und mehr Konfrontationen vorgestellt, doch die blieben eher sehr minimalistisch gehalten. Laut Klappentext sollen es 80 Millionen Feinde sein, aber dafür waren es einfach zu wenige, die sich den Protagonisten entgegen gestellt haben.

In AchtNacht ist ein Massenpsychologisches Experiment schief gelaufen, dass nicht unbedingt in die Kategorie „unwahrscheinlich“ gesteckt werden kann. Die Menschen lassen sich heutzutage doch stark von den Medien beeinflussen und ich glaube der ein oder andere würde darauf eingehen, wenn so ein Angebot gemacht werden würde. Straffrei jemanden umzubringen und dafür 10 Millionen Euro kassieren! Die Wahrscheinlichkeit ist glaube ich größer, als manch einer zu glauben wagt.

Fazit

Eine interessante und trotzdem sehr spannende Geschichte, mit einem wirklich guten Hörbuchsprecher, die man einfach gelesen/gehört haben muss. Für alle, die schon immer wissen wollten, wie Menschen in Extremsituationen reagieren würden.