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Veröffentlicht am 30.11.2022

Ein erster, aber tiefer Einstieg in die Traditionelle Chinesische Medizin

Raus aus der Depression durch die Heilung der Mitte
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Ich bin in meiner Yin Yoga Ausbildung das erste Mal mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Fünf-Elemente-Lehre in Berührung gekommen. Deshalb hat mich das Buch unglaublich interessiert.

´Raus ...

Ich bin in meiner Yin Yoga Ausbildung das erste Mal mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Fünf-Elemente-Lehre in Berührung gekommen. Deshalb hat mich das Buch unglaublich interessiert.

´Raus aus der Depression´ bietet einen Einstieg in das Thema aus Sicht der TCM. Dabei geht es sehr detailliert in die Zusammenhänge im Körper aus chinesischer Perspektive. Ich denke auch verständlich für alle, die sich noch nicht damit beschäftigt haben. Denn die Erklärungen sind bildhaft und werden durch witzige und informative Zeichnungen aufgelockert.

Zu Beginn steht ein kurzer Abriss zur Depression aus Sicht der westlichen Schulmedizin. Dann folgt ein großer Abschnitt über die chinesische Perspektive. Das Zusammenspiel der Organe und die Abläufe im Körper werden ausführlich erklärt. Anschließend folgt ein kleiner Einblick in die Diagnosemöglichkeiten mit Puls und Zunge.

Im zweiten Teil geht es um Behandlungsmöglichkeiten. Eine erste Grundlage sollte nach Dr. Weidinger die Anpassung der Ernährung nach der TCM sein. Zusätzlich gibt es einen Überblick zu westlichen Teemischungen, Granulatmischungen nach seinen abgewandelten Rezepten aus der TCM (in ausgewählten Apotheken erhältlich), Akupunktur (konkrete Beschreibung und Selbstanwendung ohne Nadeln) und Meditation.

Dr. Weidinger, selbst Schulmediziner, verbindet die westliche und chinesische Welt miteinander. Er weist auch darauf hin, dass er in seiner Praxis in schweren Fällen immer mit der Schulmedizin zusammenarbeitet. Meine Meinung ist, dass das Buch nur einen ersten Einblick in ergänzende oder alternative Möglichkeiten zu Antidepressiva und klassischer Behandlung geben kann. Es ist aber sicherlich nicht dazu bestimmt, eine Depression mit Hilfe des Buches sich selbst oder andere zu heilen. Aber es gibt eben einen tollen ersten Überblick und einen Einstieg in das sehr komplexe Thema.

Auch wenn es in die Tiefe der TCM geht, werden Behandlungsmöglichkeiten nur angeschnitten. Dabei wird immer wieder auf das Buch ´Frei von Stress´ verwiesen. Zum Beispiel beim Thema Ernährung. Deshalb habe ich parallel beide Bücher gelesen, was absolut sinnvoll war. Ich empfehle erst das Buch ´Frei von Stress´ zu lesen und als Ergänzung bzw. Fortführung ´Raus aus der Depression´.

Ich bin natürlich kein Experte, wenn es um Depression geht. Mein Verständnis aus dem Buch war, dass positiver wie negativer Stress körperliche Veränderungen hervorrufen kann. Wie z.B. Hormonveränderungen oder ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn etc. Was am Ende in einer Depression enden kann. Auch ein traumatisches Erlebnis ist Stress für den Körper und kann einer der Auslöser sein. Das Buch kann aber helfen, eine Depression zu vermeiden.

Das Buch ist für mich ein guter Einstieg um sich einen Überblick über das Depression bzw. Stress und die Sicht der TCM darauf zu verschaffen. Ich finde die chinesische Sichtweise unglaublich spannend und werde mir als Ergänzung noch Weidingers Buch ´Die chinesische Hausapotheke´ zulegen. `Raus aus der Depression´ ist ein Buch, das ich immer wieder in die Hand nehmen werde, denn es ist ein gutes Nachschlagewerk.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Mit ganz viel Herz geht die Reihe Das Haus der Hebammen vorerst zu Ende

Das Haus der Hebammen - Ellas Entscheidung
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"Ellas Entscheidung" ist der Abschluss der Trilogie "Das Haus der Hebammen". Mein Herz hat am Ende des Buches vor Freude gehüpft. Im selben Augenblick war ich auch traurig, dass die Reihe jetzt zu Ende ...

"Ellas Entscheidung" ist der Abschluss der Trilogie "Das Haus der Hebammen". Mein Herz hat am Ende des Buches vor Freude gehüpft. Im selben Augenblick war ich auch traurig, dass die Reihe jetzt zu Ende ist. Ich würde am Leben der drei Frauen nur zu gerne weiter teilnehmen können.

Im dritten Band begleitet Ella die ungewollte Schwangerschaft eines jungen Mädchens. Gleichzeitig eröffnet sich ihr die Chance ein zweites Mal als Hebamme nach Uganda zu gehen.

Es war ein Wiedersehen wie mit alten Freundinnen. Ab Beginn des Buches war ich sofort im Lesefluss.

Besonders gut herausgearbeitet war, dass auf der einen Seite die Arbeit als Hebamme den Frauen einen Sinn verleiht und sie große Freude in ihrem Beruf haben. Auf der anderen Seite stand die immense Belastung, weil Privat- und Berufsleben miteinander verschwommen sind.

Das Buch spielt zum Millenniumswechsel und dem Beginn des Internets. Ein Highlight war für mich die kleinen Anekdoten. Wie das ratternde Modem, das nur kurz angeschaltet wird, weil sonst keine Anrufe mehr auf der Leitung durchkommen können.

Neben all den großen und kleinen Schwierigkeiten der Protagonistinnen und werdenden Mütter war für mich immer die Botschaft, dass es in jeder Situation Unterstützung, einen Ausweg oder einen Hoffnungsschimmer gibt.

Nicht nur die Bücher von Marie Adams sind eine Quelle des Zuspruchs. Das gleiche gilt für ihren Instagram Account. Es lohnt sich dort vorbei zu schauen. Sie hat übrigens selbst fünf Kinder, von denen einige in dem Kölner Geburtshaus zur Welt kamen, der Vorlage für das Geburtshaus im Buch ist.

Ich kann nur eine große Leseempfehlung der Reihe für alle Frauen aussprechen. Wieder in das Leben von Susanne, Carola und Ella eintauchen zu dürfen, war wie nach Hause kommen.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Mit „Ein kleines Stück von Afrika“ die Großwildjagd und das Leben in der Kolonie Kenia hautnah erleben. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen

Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch
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„Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch“ ist der Auftakt einer Saga und eines meiner Highlights im Monat Oktober. Die Geschichte ist fesselnd und bildhaft. Die historischen Hintergründe toll in die Story ...

„Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch“ ist der Auftakt einer Saga und eines meiner Highlights im Monat Oktober. Die Geschichte ist fesselnd und bildhaft. Die historischen Hintergründe toll in die Story verwoben. Die Protagonistin Ivy ist eine für ihre Zeit unkonventionelle Frau, die zu ihren Prioritäten steht und ohne Vorurteile Menschen in ihr Herz schließt. So wie ich sie in mein Herz geschlossen habe.

1910. Auf einer Safari in Afrika lernt Ivy nicht nur das Land und die Tiere lieben. Sie heiratet den Großwildjäger Adrian. Auf seiner Farm in Kenia merkt sie schnell, dass er ihren Wunsch mit dem Jagen aufzuhören, nicht respektiert hat.

Die Vorbereitungen für die Safari und die Anreise nach Kenia mitzuerleben war sehr interessant und kurzweilig. Die Jagdreise hätte für mich noch sehr viel länger dauern können, aber Ivy hat sich recht schnell mit Adrian, dem Großwildjäger verlobt und musste die Safari aus schicklichen Gründen abbrechen. Doch auch Adrians Farm war eine tolle Kulisse für die weiteren Geschehnisse.

Dabei hat Christina Rey in Ivys Leben einige Themen eingeflochten. Von den kaum vorhandenen Rechten der Frauen zu dieser Zeit, der Umgang der weißen Bevölkerung mit Menschen anderer Hautfarbe, die Missionierung der einheimischen Stämme und die Auswirkungen des 1. Weltkrieges auf die Kolonien. Besonders im Gedächtnis sind mir auch die Kapitel mit dem Maharadscha von Indien geblieben.

Ich habe das Buch in der Leserunde auf www.lesejury.de über drei Wochen gelesen. Trotz der Pausen zwischen den Abschnitten, hat mich die Story nach jeder längeren Unterbrechung sofort wieder gecatcht. Kenia, die Safari und die Farm wurden anschaulich und lebendig beschrieben. Ivys Liebe zu Kenia war in jeder Zeile spürbar.

Eine Leseempfehlung für alle, die historische Romane und ein Setting in fremden Ländern lieben.

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Ein mitreißendes Porträt der Weimarer Republik und mittendrin eine Handvoll Menschen mit großen Träumen

Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt
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"Die Wintergarten Frauen – Der Traum beginnt" ist bereits mein zweites Buch von Charlotte Roth in diesem Monat und es hat sich wieder mehr als gelohnt. Es ist der Auftakt einer neuen Saga, die in Berlin ...

"Die Wintergarten Frauen – Der Traum beginnt" ist bereits mein zweites Buch von Charlotte Roth in diesem Monat und es hat sich wieder mehr als gelohnt. Es ist der Auftakt einer neuen Saga, die in Berlin der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges spielt.

Nina von Veltheim verlässt das Landgut ihrer Familie in Brandenburg um in Berlin ihren Weg zu machen. Sie findet eine erste Anstellung im Theater. Wird als Frau beruflich aber nicht respektiert. Als sie kurz davor ist alles hinzuschmeißen, trifft sie auf ein paar besondere Menschen, die zu ihren Freunden werden. Ihre Fantasie und ihr Talent beflügeln sie, ihren Traum auf der Bühne des berühmten Wintergarten Varieté zu verwirklichen.

Es ist ein mitreißendes Porträt einer ganz besonderen Zeit. Ein Porträt der Nachkriegszeit und den Anfängen und Schwierigkeiten der Weimarer Republik. Und mittendrin eine Handvoll Menschen mit Träumen, mit einem Hunger auf Leben und die Liebe und der Suche nach ihrem Lebenssinn. Dabei oft kaum Geld zum Überleben.

Jeder Charakter im Buch hat sich angefühlt, als wäre er eine kostbare Porzellanfigur, die von Charlotte liebevoll zum Leben erweckt worden ist. Selbst nach dem Beenden des Buches haben mich die Figuren und ihr Leben nicht losgelassen. Denn ganz ehrlich, es war tragisch, es war hart. Gleichzeitig aber auch voller Hoffnung. Voller Träume, die so groß sind, dass sie alles andere überstrahlen.

Ein ganz besonderes Buch. Ich bin sehr froh, dass es noch mehr Bände geben wird und ich Ninas Geschichte weiterverfolgen kann. Große Leseempfehlung von mir für alle, die historische Romane lieben und mit den Protagonisten mitfühlen möchten.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Spaß für die ganze Familie

Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat
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Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat. Herrlich. Die ganze Familie hat sich abends auf der Couch kaputt gelacht.

Oma hat das Internet kaputt gemacht. Klick. Klick. Das Internet auf der ...

Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat. Herrlich. Die ganze Familie hat sich abends auf der Couch kaputt gelacht.

Oma hat das Internet kaputt gemacht. Klick. Klick. Das Internet auf der ganzen Welt. Als das Internet ausfällt, kann Max nicht mehr mit seinem Freund chatten und Luisa keine Musik mehr hören. Tiffany, dem Kindergartenkind ist noch gar nicht klar, was das Internet eigentlich ist. Opa würde am liebsten seinen Werkzeugkasten rausholen, um das Internet zu reparieren. Als auch Mama und Papa von der Arbeit heimkommen, wird es trotz des Internetausfalls ein richtig guter Tag.

Mein Sohn hat ein neues Hörbuch gefunden, das er wieder rauf und runter hört. Und auch für uns Erwachsene ist super kurzweilig und lustig anzuhören. Die Geschichte ist mit 20 Minuten recht kurz. Aber zum Glück gibt es noch ein paar mehr Bücher aus dieser Reihe. Sicher zum Vorlesen auch gut, wenn man es denn als Erwachsener schafft, das Lachen in Schach zu halten. Uns sind wirklich die Tränen runter gelaufen vor Lachen.

Der Autor liest das Buch sogar selbst und das ziemlich gut.

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